DE120160C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Dampfgas-Erzeuger ist von der Art, dafs die
Explosionsgase eines comprimirten Gas- und Luftgemisches das mit demselben vermischte,
zerstäubte Wasser verdampfen und dabei unter Bildung eines homogenen Gemisches und unter
Heruntersetzung ihrer ursprünglichen hohen Temperatur den Dampf entsprechend überhitzen.
Bei dem auf der Zeichnung in den Fig. 1 und 2 in zwei senkrecht zu einander geführten
Längsschnitten veranschaulichten Erzeuger werden diese Wirkungen dadurch erzielt, dafs die
Einspritzung des zu verdampfenden Wasserstaubes in den Sammler bezw. Verdichter des
Dampfgases, genau an der Entladungsstelle der Explosionsgase aus dem Gompressionscylinder,
und zwar im Augenblicke, wo die Explosion stattfindet bezw. die Gase am heifsesten sind,
bewirkt wird.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dafs das die Compressions- bezw. Explosionskammer
des Gas- und Luftgemisches abschliefsende Auslafsventil gleichzeitig als Einlafsventil oder
vielmehr als Verdunster des einzuspritzenden Wassers wirkt.
Dementsprechend ist die Explosionskammer c in dem den Compressionscylinder α mit dem
Dampfgassammler b unmittelbar verbindenden Rohrstutzen d angeordnet, und zwar derart,
dafs durch die untere Erweiterung g der Sitz für das Auslafsventil bezw. den Zerstäuber h
gebildet wird.
Das Ventil besteht aus zwei Scheibchen, welche einen engen Zwischenraum im Innern
freilassen.
Das untere Scheibchen (Fig. 2) ist fein durchlöchert, das obere dagegen voll und schliefst
dadurch die Explosionskammer c normal ab, dafs ein sich auf demselben erhebendes Rohr ζ,
durch die zwischen Kopf 0 und Traverse m gelagerte Feder η gegen seinen Sitz gezogen
wird.
Auf dem mit dem engen Hohlraum des Zerstäuberventils h in Verbindung stehenden
Rohr i gleitet im Centrum der durch die Stopfbüchse / abgedichtete Kolben k des
Compressionscylinders für das Gas- und Luftgemisch, und wird demselben seine Hin- und
Herbewegung übertragen durch die Schleifenpleuelstange v, welche durch Zahnrad u, das
in ein Zahnrad der Schwungradwelle w eines Motors eingreift, angetrieben wird.
Von der Welle des Zahnrades u aus wird aufserdem durch ein Excenter oder auf andere
Weise durch eine Stange t die Pumpe ρ angetrieben und mittelst letzterer Wasser durch
das mit dem hohlen Kopf 0 des Rohres i verbundene Druckröhrchen q in den Zerstäuber
eingespritzt. Dieses Wasser wird dem Reservoir r entnommen, welches zugleich eine
Circulation in dem Kühlmantel s unterhält. In dem Verbindungsstutzen d ist einerseits der
Einlafs e für das Gas- und Luftgemisch und andererseits die elektrische Zündvorrichtung f
angeordnet; diese beiden Vorrichtungen münden in die Explosionskammer ein.
Der Sammler des Dampfgases ist ein Stahlcylinder b, der äufserlich mit Isolirmaterial χ
bekleidet ist und innerlich auf einer centralen Stange mehrere durchlochte Schalen y trägt,
welche dazu dienen, beim Durchgange nicht
Claims (1)
- verflüchtigte Wassertheilchen aufzufangen und infolge der hohen Temperatur zu verdampfen. Der Sammler ist aufserdem noch mit dem Ablafshahn % für Dampfgas, dem Sicherheitsventil i, dem Manometer 2 und dem Ablafshahn 3 für etwaige Condensproducte versehen.Der Vorgang ist folgender:Das Gemisch von Gas und Luft wird beim Steigen des Kolbens k durch die Oeffnung e angesaugt und füllt den Cylinder α. Beim Niedergange des Kolbens wird das Gemisch in der Kammer c stark comprimirt. Die Feder η ist von solcher Stärke, dafs sich das Ventil h unter der alleinigen Wirkung dieser Compression nicht öffnet. Findet dagegen die Explosion statt, welche genau in dem Augenblicke eingeleitet wird, wo der Kolben an seinem unteren todten Punkte angelangt ist, so dafs derselbe durch den Explosionsdruck in diesem Augenblicke noch nicht hinaufgeschleudert werden kann, so verstärkt der Explosionsdruck den Compressionsdruck auf das Ventil h, welches sich dann auch augenblicklich öffnet und sämmtliche Gase in den Sammler entweichen läfst, wonach der Kolben, der von dem Zahnrade ti mitgenommen wird, steigt und ein neues Gemisch ansaugt. Das Excenter für die Pumpe ist derart auf der Welle von dem Zahnrade u aufgekeilt, dafs die Einspritzung des Wassers und die Verdunstung desselben unter dem Druck des Pumpenkolbens beim Durchgange durch die fein gelochte untere Ventilscheibe gerade in dem Augenblicke der Explosion stattfindet, so dafs die austretenden heifsen Explosionsgase den eintretenden Wasserdünst von allen Seiten in der Kammer g verdampfen, wobei im Sammler b je nach der zu betreibenden Maschine ein beliebiger Druck erzeugt und unterhalten werden kann.Der Hub des sich bei der Explosion öffnenden Ventils h wird durch den Anschlag 4 begrenzt, indem sich auf denselben der feste in Kopf ο eingeschraubte Theil des durch seine Windungen beweglichen Röhrchens q legt.PATENτ-Anspruch:Dampfgas - Erzeuger, gekennzeichnet durch die Verbindung der Explosionskammer (c) mit einem Sammler (b) derart, dafs das als Boden der Explosionskammer (c) angeordnete Ven-, til (h), im Momente der Explosion, behufs Ueberführung der Gase in den Sammler (b) die Kammer öffnet und gleichzeitig verdunstetes Wasser in den Sammler (b) eingeführt wird, zwecks Verdichtung des sich hieraus ergebenden Gemisches von Dampf und Explosionsgasen auf einem beliebigen Spannungsgrad.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE120160C true DE120160C (de) |
Family
ID=389243
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT120160D Active DE120160C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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