DE1201794B - Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung von Bierwuerze - Google Patents
Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung von BierwuerzeInfo
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Description
- Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung von Bierwürze Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung von Bierwürze durch übliche Wärinebehandlung der Maische im Durchfluß durch eine Rohrleitung.
- In der modernen Brautechnik wird verlangt, daß die Würze möglichst kontinuierlich durch die verschiedenen Stufen des Brauverfahrens hindurchströmt. Andererseits muß jedoch die Maische eine ausreichende Zeitspanne mehr oder weniger ungestört bleiben, daß die notwendigen Reaktionen zwischen Schrot und Wasser ablaufen können.
- Bei der Herstellung von Whisky ist es bekannt, die Maische mit hoher Geschwindigkeit über 0,12 m/Sek. und bei einer Temperatur oberhalb 1001 C durch eine Rohrleitung zu schicken. Dabei herrscht in der Rohrleitung eine turbulente Strömung, deren Reynoldsche Zahl bei etwa 2000 liegt, denn der Zweck dieser bekannten Verfahren ist der, eine möglichst vollständige Hydrolyse der Stärke und damit eine möglichst hohe Ausbeute an Alkohol zu erhalten.
- Es ist auch bekannt, Würze oder Maische zum Zwecke der Wärmebehandlung in einer möglichst dünnen Schicht durch eine Leitung hindurchzuschikken, die von außen durch Infrarotstrahlen beheizt wird.
- Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Maischverfahrens, bei dem sich das Maischegemisch aus Malzschrot und Wasser für eine bestimmte Zeitspanne kontinuierlich durch eine Rohrleitung bewegt, ohne daß sich während dieser Zeitspanne die festen Mischungskomponenten in nennenswertem Maße absetzen können.
- Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, daß man die Maische mit einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 2,5 bis 120 cm/Min. als stationären Strom durch die Rohrleitung mit einem Innendurchmesser von etwa 7,5 bis 30,5 cm hindurchbewegt.
- Hierdurch wird die Einhaltung eines stationären Stroms der Maische erreicht, und die Feststoffteilchen und Flüssigkeitsteilchen behalten während des Durchgangs durch die Rohrleitung ihre »relative« Lage zueinander bei. Würden sich während des Stromes auch nur wenige Feststoffteilchen ausscheiden und an irgendeiner Stelle der Rohrleitung festsetzen, würde eine Infektion und damit ein Sauerwerden der Maische eintreten. Jede turbulente Strömung muß also verhütet werden.
- Die Rohrleitung muß daher innerhalb der angegebenen Grenzen so auf das Mischungsverhältnis und die Strömungsgeschwindigkeit bezogen sein, daß die festen Bestandteile der Mischung sich mehr oder weniger zusammenballen können und die Form eines »Pfropfens« oder einer »Wurst« annehmen, die sich durch die Rohrleitung bewegt.
- Wenn dieser stationäre Strom vorhanden ist, wobei sich der Pfropfen bildet, tritt kein Strömungsunterschied zwischen Flüssigkeit und Feststoff auf, selbst wenn die Rohrleitung mehrfach über Biegungen verläuft. Solche Biegungen können in der Rohrleitung durchaus vorgesehen werden, damit die Gesamtlänge der Rohrleitung, die zum vollständigen Ablauf der Reaktion erforderlich ist, auf eine möglichst geringe Baulänge der Vorrichtung zusammengedrängt werden kann. Die erforderliche Wechselwirkung zwischen den Komponenten des Maischegemisches entsteht jedoch dadurch, daß sich die Flüssigkeit in den Zwischenräumen zwischen den Feststoffteilchen bewegt.
- Durch die Erfindung kann der Maischvorgang nicht nur in die moderne kontinuierliche Verfahrensweise im Brauverfahren eingefügt werden, sondern es ist auch möglich, den Maischvorgang wirksamer zu gestalten, als es bei den bisherigen Maischverfahren mit einem Maischbottich möglich wäre. Das obenerwähnte innige Gemisch ergibt eine schnellere Konversion im Vergleich zum normalen Maischbottichverfahren. Auch ist eine genauere Temperatursteuerung möglich, und zwar entweder für die gesamte Maische oder für einen besonderen Zeitabschnitt. Die Bedeutung der Bildung des sich bewegenden »Pfropfen«-Stromes wird durch die Tatsache unterstrichen, daß eine Zerstörung des »Pfropfens« einen Strömungsunterschied zwischen Flüssigkeit und Feststoff ergibt, der seinerseits eine Instabilität, eine schlechte Verzuckerung und sogar eine Verstopfung der Rohrleitung durch die Feststoffe ergibt.
- Die Erfindung kann aus den obenerwähnten Gründen auch vorteilhaft in einem absatzweise arbeitenden Betrieb zur Gewinnung von Bierwürze verwandt werden.
- Versuche haben ergeben, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Gemisches eher hoch als niedrig sein sollte, damit die Auswirkung lokaler Störungen (Wirbel) vermindert wird. In einem Ausführungsbeispiel für das britische Maischverhältnis von etwa 3,3 bis 4,1 hl Wasser auf 152,4 kg Malzschrot haben sich ausgezeichnete Ergebnisse mit einer Rohrleitung ergeben, die kreisförmigen Querschnitt und einen Innendurchmesser von etwa 7,5 cm hat und deren Gesamtlänge etwa 30 m beträgt. Die Gesamtlänge von 30 m kann in einer Mäanderfonn untergebracht sein.
- Das Gemisch von Schrot und Wasser wird durch eine Pumpe in die Rohrleitung gedrückt. In allen Fällen wird das aus der Rohrleitung austretende Gemisch in einen üblichen Separator gegeben, in dem die Treber abgetrennt werden. Die Würze fließt zu den nachfolgenden Verfahrensstufen weiter. Die Rohrleitung kann aufwärts oder abwärts geneigt sein, wobei das Steigungsverhältnis des Rohrsystems in der Größenordnung von 1 : 50 liegen kann. Es wurde gefunden, daß mit der aufsteigenden Rohrleitung und mit der absteigenden Rohrleitung vergleichsweise Ergebnisse erzielt werden können, vorausgesetzt, daß die abwärts strömende Maische anfänglich etwas gedrosselt wird, damit sich der stationäre Strom bilden kann.
Claims (1)
- Patentanspruch: Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung vonBierwürze durch üblicheWärinebehandlung der Maische im Durchfluß durch eine Rohrleitung, dadurch gekennzeichn e t, daß man die Maische mit einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 2,5 bis 120 cm/Min. als stationären Strom durch die Rohrleitung mit einem Innendurchmesser von etwa 7,5 bis 30,5 cm hindurchbewegt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 231772, 316 303, 704 109, 856 284; deutsche Patentanmeldung S3639IVa/6b (bekanntgemacht am 27. 8. 1953); britische Patentschrift Nr. 713 069; USA.-Patentschrift Nr. 2 451 510; »Chemiker-Zeitung«, 1952, S. 47ff.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1201794X | 1957-10-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1201794B true DE1201794B (de) | 1965-09-30 |
Family
ID=10881996
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA30545A Pending DE1201794B (de) | 1957-10-17 | 1958-10-16 | Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung von Bierwuerze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1201794B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE316303C (de) * | ||||
| DE231772C (de) * | ||||
| DE704109C (de) * | 1939-04-23 | 1941-03-24 | Weigelwerk Akt Ges | Verfahren zum Maischelaeutern |
| US2451510A (en) * | 1943-03-29 | 1948-10-19 | Nat Distillers Prod Corp | Process for mashing cereals |
| DE856284C (de) * | 1947-08-14 | 1952-11-20 | Laval Separator Co De | Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt |
| GB713069A (en) * | 1950-10-23 | 1954-08-04 | Apv Co Ltd | Improvements in or relating to the preparation of worts |
-
1958
- 1958-10-16 DE DEA30545A patent/DE1201794B/de active Pending
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE316303C (de) * | ||||
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