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Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt
Die Erfindung bezieht sich
auf die Herstellung von Malzextrakt aus einer Maische von Getreide untl Afalz und
insbesondere auf ein hierzu dienendes Verfahren. bei dem die Zentrifugalkraft in
einer neuartigen Weise angewendet wird. Die Erfindung bezweckt hierbei, die Verfahrensmaßnahmen
zu vereinfachen und sie im Vergleich mit früheren Verfahren noch wirksamer zu gestalten.
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Bei den iiblichell Verfahren zur Herstellung von Ntalzextrakt wird
eine Maische, die aus einem Gemisch aus zerkleinertem Getreide und Malz besteht,
durch Nischen und Kochen zubereitet. Die Maische wird dann gefiltert, und zwar im
allgemeinen in drei Stufen. Dabei wird die Maische dem Filter der ersten Stufe zugeführt,
von dem der Filterkuchen in einen Behälter geleitet und dort mit der Flüssigkeit
von dem Filter der dritten Stufe vermischt wird. Dieses Gemisch wird dem Filter
der zweiten Stufe zugeführt, von dem der Filterkuchen in einen zweiten Tank geleitet
und hier mit Wasser vermischt wird; der Inhalt dieses zweiten Mischbehälters wird
sodann dem Filter der dritten Stufe zugeführt. Danach wird die Flüssigkeit aus den
Filtern der beiden ersten Stufen eingedickt, wodurch man Malzextrakt von der gewünschten
Beschaffenheit erhält.
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Demgegenüber besteht erfindungsgemäß das verbesserte Verfahren zur
Herstellung von Malzextrakt darin, daß die den Extrakt enthaltende Flüssigkeit in
einem zweistufigen Gegenstromschleuderverfahren gewonnen wird, wodurch rnan die
bisher hierzu dienenden Maßnahmen erheblich vereinfacht und der Ertrag an Malzextrakt
gesteigert wird.
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Weiterhin erstreckt sich die Erfindung darauf, daß die Würze, die
in dem zweistufigen Schleuderverfahren gewonnen ist, einer weiteren Schleuder-
behandlung
unterworfen wird, um aus ihr Getreideöl zu gewinnen und die Qualität des Malzextraktes
zu verbessern.
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Ferner erstreckt sich die Erfindung bei der Herstellung von Malzextrakt
darauf, daß gereinigter uiid konzentrierter Malzextrakt sowie eine wesentliche Menge
von Getreideöl als getrennte Bestandteile in einer dreistufigen Schleuderbehandlung
der Maische gewonnen werden.
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Nach der Erfindung wird die Maische aus Getreide und Malz einer Schleudermaschine
zugeführt, nachdem man die Maische zweckmäßig einem Seih-oder Siebvorgang unterworfen
hat. Die Schleudermaschine zerlegt die Maische in Treber als den schwereren und
in Flüssigkeit als den leichteren Bestandteil, wobei letztere die Hauptmenge des
Extraktes enthält, und trägt diese Bestandteile in getrennten Leitungen aus. Die
Treber (Schlammhestandteil) wird danach einem Mischbehälter zugeführt und hier mit
Wasser verdünnt und gemischt utid außerdem gegebenenfalls mit dem Siebruck stand
aus jener der Schleuderbehandlung voraufgehenden Siebung versetzt. Dieses verdünnte
Gemisch aus Treber und Siebrückständen wird einer zweiten Schleuder zugeführt, die
es in einen Schlamm- und einen Flüssigkeitsbestandteil zerlegt und diese beiden
Bestandteile getrennt austrägt. Die von der zweiten Schleuder ausgetragene Flüssigkeit
durchläuft sodann zusammen mit der Maische die erste Schleudermaschine, so daß der
in ihr enthaltene Extrakt in der Austragsflüssigkeit der ersten Schleuder enthalten
ist; danach wird letztere konzentriert, um den Malzextrakt in der gewünschten Beschaffenheit
zu erhalten. Vorzugsweise kann man die aus der zweiten Schleuderstufe ausgetragene
Flüssigkeit mit der Maische vermischen, bevor die letztere dem Siebvorgang unterworfen
wird, und zwar in der Weise, daß man diese Flüssigkeit dorthin leitet, wo das zerkleinerte
Getreide und das Malz gemischt und gekocht werden, bevor sie durchgesiebt werden.
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Um insbesondere bei der oben beschriebenen zweistufigen Behandlung
das Getreideöl aus der Würze nach dem Schleudern der Maische zurückzugewinnen, führt
man die Flüssigkeit einer zweiten Schleuder zu, die sie in drei Bestandteile zerlegt,
nämlich Treber, Flüssigkeit und ein Gemisch von Getreideöl und Wasser. Ein Teil
dieses Schlammes (Treber) kann der äußeren Zone des Trennraumes der letzten Schleuder
wieder zugesetzt werden, um den ausgetragenen Schlamm zu verdicken. Das Gemisch
aus Getreideöl und Wasser aus der letzten Zentrifuge wird danach einer Zerlegung
unterworfen, wie in einer Olreinigungsschleuder, die das Getreideöl von dem Wasser
trennt. Die aus der dreistufigen Schleuderung ausgetragene Flüssigkeit enthält im
wesentlichen den gesamten Malzextrakt in konzentrierter und gereinigter Form; durch
weitere Entziehung von Wasser kann man daraus den Extrakt in der gewünschten Konsistenz
gewinnen.
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Zur weiteren Erläuterung ist die Erfindung im nachstehenden durch
ein Ausführungsbeispiel an hand der Zeichnung beschrieben, die ein Ausführungsbeispiel
der Anlage gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung veranschaulicht.
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Die Ausgangsstoffe in Gestalt eines Gemisches von Getreidemaische
und Malz werden durch ein l?ohr I einem Behälter 2 zugeführt und hier gemischt und
gekocht. Von dem Behälter 2 durchläuft die Maische ein Schüttelsieb 3, auf dem die
gröberen Bestandteile entfernt werden, und gelangt danach: durch ein Rohr 4 zu einer
Trennschleuder 5 mit einer in einem feststehenden Gehäuse aufgehängten Schleudertrommel.
In der Schleudertrommel wird das vorgesiebte Gemisch durch Schleuderwirkung in eine
innere flüssige Ringschicht, die die Hauptmenge des Extraktes enthält, und eine
äußere Ringschicht zerlegt, die hauptsächlich aus Schlamm (Treber) besteht. Die
Flüssigkeit wird von dem mittleren Teil der Schleudertrommel in eine Auslaßleitung
6 ausgetragen, die an das Gehäuse der Schleuder angeschlossen ist, während die Treber
durch Auslaßöffnungen am äußeren Rande der Sclileudertrommel in einer Leitung 7
ausgetragen wird, die ebenfalls von dem Schleudermaschineiigehäuse ausgeht.
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Der Schlamm (Trel>er) wird aus der Schleuder durch die Leitung
7 in einen Mischbehälter 8 geführt, wo er mit durch eine Leitungg zugeführtem frischem
Wasser gemischt wird. Im Tank 8 wird tler ausgetragene Schlamm vorzugsweise nicht
nur mit dem Frischwasser. sondern auch mit den Rüclcständen des Siebes 3 gemischt,
die dem Tank 8 durch eine Leitung IO zugeführt werden. Nach kräftiger Durchmischung
im Tank 8 wird die Mischung durch eine Pumpe II zu der Schleuder 12 der zweiten
Stufe befördert, die der Schleuder 5 ähnlich ist. Ihr Gehäuse 12a nimmt eine Schleudertrommel
auf, die eine zweistufige Trennung des Gemisches iii eine innere Flüssigkeitsschicht
mit der Hauptmenge des verbleibenden Malzextraktes und in eine äußere Schlammschicht
bewirkt. Die flüssigen und schlammartigen Bestandteile werden getrennt aus der Trommel
ausgetragen, und zwar in Rohren 13 und 14, wobei der Schlamm (Treher) aus dem Rohr
14 zur Rückgewinnung der festen Bestandteile einer nicht dargestellten Trockenvorrichtung
zugeführt wird. Zweckmäßig wird der Schlamm (Treber) durch die am Rande der Schleudertrommel
vorgesehenen Mundstücke mittels Wasser ausgespült, das durch eine Leitung ga den
zu den Mundstückeinlässen führenden Spülleitungen I2b zugeführt wird. Dieses Wasser
spült nicht nur den Schlamm aus dem Trennraum der Schleuder, sondern dient auch
zum Entfernen von malzextrakthaltiger Flüssigkeit aus dem Schlamm, die nach innen
gebracht und ebenfalls durch die Leitung I3 ausgetragen wird.
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Die Flüssigkeit von der Schleuder I2 der zweiten Stufe wird durch
die Leitung 13 wieder in das Misch- und Kochgefäß 2 gebracht, wo sie den frischen
Ausgangsstoffen zugesetzt wird, die diesem Behälter durch die Leitung 1 zugeführt
werden.
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Dementsprechend wird der noch in der Flüssigkeit aus der Leitung I3
verbliebene Malzextrakt zusammen mit den frischen Ausgangsstoffen nochmals dem Misch-
und Kochvorgang und der Siebung
unterworfen und danach von neuem
in der Schleuder 5 geschleudert, aus der er durch das Rohr 6 zusammen mit der aus
den frischen Ausgangsstoffen abgeschiedenen Flüssigkeit ausgetragen wird.
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Die Flüssigkeit aus dem Rohr 6 wird einer dritten Schleuder 15 zugeführt,
in der eine dreifache Zerlegung stattfindet. Dabei wird die Flüssigkeit durch die
Schleuderkraftwirkung in eine hauptsächlich aus Schlamm i,estehende äußere Ringschicht,
in eine mittlere Ringschicht aus geklärter Flüssigkeit, welche die llauptmenge des
Malzextraktes enthält, und in eine innere Ringschicht zerlegt, die aus einer Mischung
von Getreideöl und Wasser besteht, wobei diese Zerlegungsbestandteile getrennt durch
Auslässe I6, 17 bzw. I8 ausgetragen werden. Aus dem Auslaß I6 wird der Schlamm einem
Behälter 19 zugeführt von dem ein Teil des Schlammes durch eine Leitung 20 zu der
äußeren Zone des Trennraumes der Schleuder I5 zurückgeführt wird. Infolge hiervon
wird der zurückgeführte Schlamm zusammen mit dem ursprünglich ausgeschiedenen Schlamm
durch die Randauslässe des Schleuderraumes ausgetragen, und man erhält aus dem Auslaß6
einen stark konzentrierten Schlamm. Dadurch, daß man die Menge des durch die Leitung
20 zurückgeführten Schlammes ändert, kann man die Konzentration des aus dem Auslaß
I6 ausgetragenen Schlammes einregeln. Den Teil des Schlammes, den man nicht in die
Schleuder 15 zurückführt, entfernt man durch eine an den Behälter 19 angeschlossene
Leitung 21.
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Die Leitung 21 kann den Schlamm zu der obenerwähnten Trockenvorrichtung
führen, in welcher der von der Schleuder 12 ausgetragene Schlamm I,ehandelt wird.
Die aus dem Auslaß I7 ausgetragene geklärte Flüssigkeit, die im wesentlichen den
gesamten Malzextrakt in gereinigter Form enthält, kann zur weiteren Konzentration
einem nicht dargestellten Verdampfer zugeführt werden.
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L)as Gemisch aus Getreideöl und Wasser fließt von dem Auslaß i8 einer
vierten Schleuder, und zwar einer Ölreinigungsschleuder 23 zu, in der das Gemisch
iii eine innere Schicht aus (51 und eine äußerc Schicht aus Wasser zerlegt wird
und von der diese beiden 1-estandteile getrennt durch Auslässe 24 bzw.
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25 ausgetragen werden. Das durch den Auslaß 25 at,geiührte W asser
kann zu einer vorhergehenden Stelle des N-erfahrensganges zurückgeführt werden,
etwa in den NIischlehälter 8 oder die Spülleitungga; man kann es aber auch zusammen
mit derFlüssigkeit aus der Leitung 22 entwässern. wodurch man den in ihm noch enthaltenen
Extrakt gewinnen kann. l)as Getreideil aus der Auslaßleitung 24 ist ein w ertvolles
<\ ehelll)ro(lukt, das für die verschiedensten Zwecke nutzbar gemacht werden
kann.
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Gemäß der Erfindung kann die übliche Maische aus Getreide und Alalz
in ununterbrochener Arbeitsweise behandelt werden, wobei man einen hohen Ertrag
an Ntalzextrakt erhält. Überdies gewinnt man den Extrakt in reinster und hochkonzentrierter
Beschaffenlwit, während man das wertvolle Öl als ein besonderes Nebenprodukt gewinnt,
was bei der bisher gebräuchlichen Filterbehandlung unmöglich war.