DE856284C - Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt

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DE856284C
DE856284C DEL5891A DEL0005891A DE856284C DE 856284 C DE856284 C DE 856284C DE L5891 A DEL5891 A DE L5891A DE L0005891 A DEL0005891 A DE L0005891A DE 856284 C DE856284 C DE 856284C
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malt extract
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DEL5891A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D21/00Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
    • B01D21/26Separation of sediment aided by centrifugal force or centripetal force
    • B01D21/262Separation of sediment aided by centrifugal force or centripetal force by using a centrifuge
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D2221/00Applications of separation devices
    • B01D2221/06Separation devices for industrial food processing or agriculture

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Malzextrakt aus einer Maische von Getreide untl Afalz und insbesondere auf ein hierzu dienendes Verfahren. bei dem die Zentrifugalkraft in einer neuartigen Weise angewendet wird. Die Erfindung bezweckt hierbei, die Verfahrensmaßnahmen zu vereinfachen und sie im Vergleich mit früheren Verfahren noch wirksamer zu gestalten.
  • Bei den iiblichell Verfahren zur Herstellung von Ntalzextrakt wird eine Maische, die aus einem Gemisch aus zerkleinertem Getreide und Malz besteht, durch Nischen und Kochen zubereitet. Die Maische wird dann gefiltert, und zwar im allgemeinen in drei Stufen. Dabei wird die Maische dem Filter der ersten Stufe zugeführt, von dem der Filterkuchen in einen Behälter geleitet und dort mit der Flüssigkeit von dem Filter der dritten Stufe vermischt wird. Dieses Gemisch wird dem Filter der zweiten Stufe zugeführt, von dem der Filterkuchen in einen zweiten Tank geleitet und hier mit Wasser vermischt wird; der Inhalt dieses zweiten Mischbehälters wird sodann dem Filter der dritten Stufe zugeführt. Danach wird die Flüssigkeit aus den Filtern der beiden ersten Stufen eingedickt, wodurch man Malzextrakt von der gewünschten Beschaffenheit erhält.
  • Demgegenüber besteht erfindungsgemäß das verbesserte Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt darin, daß die den Extrakt enthaltende Flüssigkeit in einem zweistufigen Gegenstromschleuderverfahren gewonnen wird, wodurch rnan die bisher hierzu dienenden Maßnahmen erheblich vereinfacht und der Ertrag an Malzextrakt gesteigert wird.
  • Weiterhin erstreckt sich die Erfindung darauf, daß die Würze, die in dem zweistufigen Schleuderverfahren gewonnen ist, einer weiteren Schleuder- behandlung unterworfen wird, um aus ihr Getreideöl zu gewinnen und die Qualität des Malzextraktes zu verbessern.
  • Ferner erstreckt sich die Erfindung bei der Herstellung von Malzextrakt darauf, daß gereinigter uiid konzentrierter Malzextrakt sowie eine wesentliche Menge von Getreideöl als getrennte Bestandteile in einer dreistufigen Schleuderbehandlung der Maische gewonnen werden.
  • Nach der Erfindung wird die Maische aus Getreide und Malz einer Schleudermaschine zugeführt, nachdem man die Maische zweckmäßig einem Seih-oder Siebvorgang unterworfen hat. Die Schleudermaschine zerlegt die Maische in Treber als den schwereren und in Flüssigkeit als den leichteren Bestandteil, wobei letztere die Hauptmenge des Extraktes enthält, und trägt diese Bestandteile in getrennten Leitungen aus. Die Treber (Schlammhestandteil) wird danach einem Mischbehälter zugeführt und hier mit Wasser verdünnt und gemischt utid außerdem gegebenenfalls mit dem Siebruck stand aus jener der Schleuderbehandlung voraufgehenden Siebung versetzt. Dieses verdünnte Gemisch aus Treber und Siebrückständen wird einer zweiten Schleuder zugeführt, die es in einen Schlamm- und einen Flüssigkeitsbestandteil zerlegt und diese beiden Bestandteile getrennt austrägt. Die von der zweiten Schleuder ausgetragene Flüssigkeit durchläuft sodann zusammen mit der Maische die erste Schleudermaschine, so daß der in ihr enthaltene Extrakt in der Austragsflüssigkeit der ersten Schleuder enthalten ist; danach wird letztere konzentriert, um den Malzextrakt in der gewünschten Beschaffenheit zu erhalten. Vorzugsweise kann man die aus der zweiten Schleuderstufe ausgetragene Flüssigkeit mit der Maische vermischen, bevor die letztere dem Siebvorgang unterworfen wird, und zwar in der Weise, daß man diese Flüssigkeit dorthin leitet, wo das zerkleinerte Getreide und das Malz gemischt und gekocht werden, bevor sie durchgesiebt werden.
  • Um insbesondere bei der oben beschriebenen zweistufigen Behandlung das Getreideöl aus der Würze nach dem Schleudern der Maische zurückzugewinnen, führt man die Flüssigkeit einer zweiten Schleuder zu, die sie in drei Bestandteile zerlegt, nämlich Treber, Flüssigkeit und ein Gemisch von Getreideöl und Wasser. Ein Teil dieses Schlammes (Treber) kann der äußeren Zone des Trennraumes der letzten Schleuder wieder zugesetzt werden, um den ausgetragenen Schlamm zu verdicken. Das Gemisch aus Getreideöl und Wasser aus der letzten Zentrifuge wird danach einer Zerlegung unterworfen, wie in einer Olreinigungsschleuder, die das Getreideöl von dem Wasser trennt. Die aus der dreistufigen Schleuderung ausgetragene Flüssigkeit enthält im wesentlichen den gesamten Malzextrakt in konzentrierter und gereinigter Form; durch weitere Entziehung von Wasser kann man daraus den Extrakt in der gewünschten Konsistenz gewinnen.
  • Zur weiteren Erläuterung ist die Erfindung im nachstehenden durch ein Ausführungsbeispiel an hand der Zeichnung beschrieben, die ein Ausführungsbeispiel der Anlage gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung veranschaulicht.
  • Die Ausgangsstoffe in Gestalt eines Gemisches von Getreidemaische und Malz werden durch ein l?ohr I einem Behälter 2 zugeführt und hier gemischt und gekocht. Von dem Behälter 2 durchläuft die Maische ein Schüttelsieb 3, auf dem die gröberen Bestandteile entfernt werden, und gelangt danach: durch ein Rohr 4 zu einer Trennschleuder 5 mit einer in einem feststehenden Gehäuse aufgehängten Schleudertrommel. In der Schleudertrommel wird das vorgesiebte Gemisch durch Schleuderwirkung in eine innere flüssige Ringschicht, die die Hauptmenge des Extraktes enthält, und eine äußere Ringschicht zerlegt, die hauptsächlich aus Schlamm (Treber) besteht. Die Flüssigkeit wird von dem mittleren Teil der Schleudertrommel in eine Auslaßleitung 6 ausgetragen, die an das Gehäuse der Schleuder angeschlossen ist, während die Treber durch Auslaßöffnungen am äußeren Rande der Sclileudertrommel in einer Leitung 7 ausgetragen wird, die ebenfalls von dem Schleudermaschineiigehäuse ausgeht.
  • Der Schlamm (Trel>er) wird aus der Schleuder durch die Leitung 7 in einen Mischbehälter 8 geführt, wo er mit durch eine Leitungg zugeführtem frischem Wasser gemischt wird. Im Tank 8 wird tler ausgetragene Schlamm vorzugsweise nicht nur mit dem Frischwasser. sondern auch mit den Rüclcständen des Siebes 3 gemischt, die dem Tank 8 durch eine Leitung IO zugeführt werden. Nach kräftiger Durchmischung im Tank 8 wird die Mischung durch eine Pumpe II zu der Schleuder 12 der zweiten Stufe befördert, die der Schleuder 5 ähnlich ist. Ihr Gehäuse 12a nimmt eine Schleudertrommel auf, die eine zweistufige Trennung des Gemisches iii eine innere Flüssigkeitsschicht mit der Hauptmenge des verbleibenden Malzextraktes und in eine äußere Schlammschicht bewirkt. Die flüssigen und schlammartigen Bestandteile werden getrennt aus der Trommel ausgetragen, und zwar in Rohren 13 und 14, wobei der Schlamm (Treher) aus dem Rohr 14 zur Rückgewinnung der festen Bestandteile einer nicht dargestellten Trockenvorrichtung zugeführt wird. Zweckmäßig wird der Schlamm (Treber) durch die am Rande der Schleudertrommel vorgesehenen Mundstücke mittels Wasser ausgespült, das durch eine Leitung ga den zu den Mundstückeinlässen führenden Spülleitungen I2b zugeführt wird. Dieses Wasser spült nicht nur den Schlamm aus dem Trennraum der Schleuder, sondern dient auch zum Entfernen von malzextrakthaltiger Flüssigkeit aus dem Schlamm, die nach innen gebracht und ebenfalls durch die Leitung I3 ausgetragen wird.
  • Die Flüssigkeit von der Schleuder I2 der zweiten Stufe wird durch die Leitung 13 wieder in das Misch- und Kochgefäß 2 gebracht, wo sie den frischen Ausgangsstoffen zugesetzt wird, die diesem Behälter durch die Leitung 1 zugeführt werden.
  • Dementsprechend wird der noch in der Flüssigkeit aus der Leitung I3 verbliebene Malzextrakt zusammen mit den frischen Ausgangsstoffen nochmals dem Misch- und Kochvorgang und der Siebung unterworfen und danach von neuem in der Schleuder 5 geschleudert, aus der er durch das Rohr 6 zusammen mit der aus den frischen Ausgangsstoffen abgeschiedenen Flüssigkeit ausgetragen wird.
  • Die Flüssigkeit aus dem Rohr 6 wird einer dritten Schleuder 15 zugeführt, in der eine dreifache Zerlegung stattfindet. Dabei wird die Flüssigkeit durch die Schleuderkraftwirkung in eine hauptsächlich aus Schlamm i,estehende äußere Ringschicht, in eine mittlere Ringschicht aus geklärter Flüssigkeit, welche die llauptmenge des Malzextraktes enthält, und in eine innere Ringschicht zerlegt, die aus einer Mischung von Getreideöl und Wasser besteht, wobei diese Zerlegungsbestandteile getrennt durch Auslässe I6, 17 bzw. I8 ausgetragen werden. Aus dem Auslaß I6 wird der Schlamm einem Behälter 19 zugeführt von dem ein Teil des Schlammes durch eine Leitung 20 zu der äußeren Zone des Trennraumes der Schleuder I5 zurückgeführt wird. Infolge hiervon wird der zurückgeführte Schlamm zusammen mit dem ursprünglich ausgeschiedenen Schlamm durch die Randauslässe des Schleuderraumes ausgetragen, und man erhält aus dem Auslaß6 einen stark konzentrierten Schlamm. Dadurch, daß man die Menge des durch die Leitung 20 zurückgeführten Schlammes ändert, kann man die Konzentration des aus dem Auslaß I6 ausgetragenen Schlammes einregeln. Den Teil des Schlammes, den man nicht in die Schleuder 15 zurückführt, entfernt man durch eine an den Behälter 19 angeschlossene Leitung 21.
  • Die Leitung 21 kann den Schlamm zu der obenerwähnten Trockenvorrichtung führen, in welcher der von der Schleuder 12 ausgetragene Schlamm I,ehandelt wird. Die aus dem Auslaß I7 ausgetragene geklärte Flüssigkeit, die im wesentlichen den gesamten Malzextrakt in gereinigter Form enthält, kann zur weiteren Konzentration einem nicht dargestellten Verdampfer zugeführt werden.
  • L)as Gemisch aus Getreideöl und Wasser fließt von dem Auslaß i8 einer vierten Schleuder, und zwar einer Ölreinigungsschleuder 23 zu, in der das Gemisch iii eine innere Schicht aus (51 und eine äußerc Schicht aus Wasser zerlegt wird und von der diese beiden 1-estandteile getrennt durch Auslässe 24 bzw.
  • 25 ausgetragen werden. Das durch den Auslaß 25 at,geiührte W asser kann zu einer vorhergehenden Stelle des N-erfahrensganges zurückgeführt werden, etwa in den NIischlehälter 8 oder die Spülleitungga; man kann es aber auch zusammen mit derFlüssigkeit aus der Leitung 22 entwässern. wodurch man den in ihm noch enthaltenen Extrakt gewinnen kann. l)as Getreideil aus der Auslaßleitung 24 ist ein w ertvolles <\ ehelll)ro(lukt, das für die verschiedensten Zwecke nutzbar gemacht werden kann.
  • Gemäß der Erfindung kann die übliche Maische aus Getreide und Alalz in ununterbrochener Arbeitsweise behandelt werden, wobei man einen hohen Ertrag an Ntalzextrakt erhält. Überdies gewinnt man den Extrakt in reinster und hochkonzentrierter Beschaffenlwit, während man das wertvolle Öl als ein besonderes Nebenprodukt gewinnt, was bei der bisher gebräuchlichen Filterbehandlung unmöglich war.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt aus einer Maische aus Getreide und Malz, gekennzeichnet durch folgende Maßnahmen: Die Maische wird unter Zentrifugalkrafteinwirkung in Schlamm (Treber) und Flüssigkeit als schwereren bzw. leichteren Bestandteil zerlegt, wobei die Flüssigkeit die Hauptmenge des Malzextraktes enthält; der ausgetragene Schlamm wird nach Verdünnung unter einer zweiten Zentrifugalkrafteinwirkung in Schlamm und Flüssigkeit als schwereren bzw. leichteren Bestandteil zerlegt, wobei diese Bestandteile getrennt ausgetragen werden und der Flüssigkeitsbestandteil die Hauptmenge des in dem Schlamm aus der ersten Stufe verbliebenen Malzextraktes enthält; die aus der zweiten Schleuderstufe ausgetragene Flüssigkeit wird der ersten Schleuderstufe zusammen mit der Maische zugeführt, wodurch der Extrakt in der letztgenannten Austragsflüssigkeit mit denjenigen aus der ersten Stufe vereinigt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Maische vor der ersten Schleuderstufe einer Siebung unterworfen wird und die Siebrückstände mit dem von der ersten Schleuderstufe ausgetragenen und der zweiten Schleuderstufe zugeführten Schlamm vermischt und verdünnt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mal zextrakthaltige Flüssigkeit aus der zweiten Schleuder mit der Maische vor deren Siebung vermischt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Randzone der Schleuder der zweiten Schleuderstufe Wasser zum Ausspülen der Schlammbestandteile und zum Entfernen der malzextrakthaltigen Flüssigkeit aus dem Schlamm zugeführt wird.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die malzextrakthaltige Flüssigkeit aus der ersten Schleuderstufe einer dritten Schleuderstufe zugeführt und hier in drei getrennt abgeführte Bestandteile zerlegt wird, nämlich Schlamm, malzextrakthaltige Flüssigkeit und ein Gemisch von Getreideöl und Flüssigkeit.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der dritten Schleuderstufe ausgetragene Gemisch von Getreideöl und Wasser in seine Bestandteile zerlegt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die malzextrakthaltige Flüssigkeit aus der ersten Schleuderstufe bereits in einer zweiten Schleuderstufe gemäß Anspruch 5 oder 6 l)ehandelt wird.
DEL5891A 1947-08-14 1950-09-30 Verfahren zur Herstellung von Malzextrakt Expired DE856284C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1062658B (de) * 1954-10-06 1959-08-06 Frederick L G Kunz Verfahren und Schaltanordnung zur Herstellung von Bierwuerze
DE1083772B (de) * 1958-09-04 1960-06-23 Flottweg Motoren Werk Dr Georg Verfahren zum Abtrennen der Treber von der Vorderwuerze
DE1201794B (de) * 1957-10-17 1965-09-30 Apv Co Ltd Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung von Bierwuerze

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DE1201794B (de) * 1957-10-17 1965-09-30 Apv Co Ltd Verfahren zum kontinuierlichen Maischen zur Gewinnung von Bierwuerze
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