DE120567C - - Google Patents

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DE120567C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F5/00Screening processes; Screens therefor
    • G03F5/02Screening processes; Screens therefor by projection methods
    • G03F5/04Screening processes; Screens therefor by projection methods changing the screen effect

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure And Positioning Against Photoresist Photosensitive Materials (AREA)
  • Preparing Plates And Mask In Photomechanical Process (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Herstellung von Halbton-Druckplatten auf photomechanischem Wege bedient man sich bekanntlich eines Linien-, Punkt- oder Kornrasters, der neuerdings innerhalb der photographischen Camera unmittelbar vor die lichtempfindliche Platte eingeschaltet wird, um dadurch eine Zerlegung des Halbtonbildes in Linien oder Punkte zu bewirken. Bei diesem Verfahren bildet das erhaltene Rasternegativ, das demnächst zur Herstellung der Druckplatte dient, lediglich eine Copie des benutzten Rasters, d. h. bei Anwehdung eines Rasters von z. B. 50 Linien auf 1 cm wird auch das damit hergestellte Negativ eine gleiche Linienzahl auf gleicher Strecke aufweisen. Man konnte daher bei diesem Verfahren autotypische Druckplatten mit verschiedenem Punkt bezw. Linienabstand nur dadurch erhalten, daß man Raster mit weiterem oder engerem Netz verwendete, während man außerdem stets einen Raster von mindestens voller Größe der herzustellenden Druckplatte benutzen mußte. Die Mängel dieses Verfahrens machen sich namentlich dann geltend, wenn das Original in beliebig vergrößertem Maßstabe wiedergegeben werden soll, da die Weite des Netzes, falls man jeweilig die günstigste Wirkung erzielen will, von dem gewählten Maßstabe der Vergrößerung abhängt, so daß die Anschaffung vieler und großer Raster von verschiedener Netzweite erforderlich wird, was bekanntlich einen sehr großen Kostenaufwand verursacht.
Vorliegende Erfindung beseitigt die erwähnten Mängel dadurch, daß sie gestattet, mittelst eines und desselben Rasters mit mittelfeinem und selbst feinem Netz und von mittlerer Größe autotypische Druckplatten in beliebig großem Format und mit entsprechend vergrößerter Netzweite herzustellen, indem statt der Copie des Rasters eine dem gewählten Maßstabe entsprechend vergrößerte Projection desselben auf der lichtempfindlichen Platte gewonnen wird, während die sonst noch erforderlichen Dimensionsänderungen auf das zu reproducirende Object beschränkt bleiben, und jederzeit leicht ausführbar sind, ohne, die kostspielige Anschaffung eines Vorrathes von Hülfsmitteln für jeden Einzelfall erforderlich zu machen. Selbstverständlich ist der zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens dienende Universalraster, da er ein genügend feines Netz haben kann, auch zur Herstellung von nicht vergrößerten Autotypien nach dem allgemein bekannten Verfahren (Patentschrift 22244) benutzbar.
Wesentlich für die Erfindung ist die Anwendung des modernen sogenannten Originalrasters, da nur dieser diejenige mathematische Genauigkeit des Netzes aufweist, welche selbst bei einer starken Vergrößerung unverändert erhalten bleibt. Andernfalls würde das neue Verfahren technisch durchaus werthlose Resultate liefern, die selbst hinter den ersten Versuchen der Autotypie zurückstehen würden.
Das neue Verfahren besteht darin, daß man den ein- für allemal gegebenen Raster außerhalb der Camera zwischen die Lichtquelle und das Objectiv einschaltet, den Raster zur lichtempfindlichen Platte in der Camera bezw. Raster und Platte gegenseitig so einstellt, daß die gewünschte vergrößerte Netzweite als Pro-
(2. Auflage, ausgegeben am 4. Mär\ igoS.J
jection auf der Platte scharf erscheint, und das Object in die Nähe des Rasters bringt, und zwar am zweckmäßigsten auf seine von der Camera abgekehrte Seite. Das Object ist hier nun nicht die zu reproducirende Original-Halbtonvorlage (Photogräphie, Tuschzeichnung,. Gemälde oder dergl.), sondern ein darnach gewonnenes Negativ oder Diapositiv, dessen Maßstab so gewählt ist, daß es, in die Nähe des Rasters gebracht, auf der lichtempfindlichen Platte in der Camera in der beabsichtigten Vergrößerung erscheint. Eine für die verschiedensten Vergrößerungen im Voraus zu berechnende Tabelle ergiebt die erforderliche Größe des Negativ- bezw. Diapositivobjectes ein- für allemal.
Werden nun Raster und das ihnen benachbarte Object durch Belichtung von hinten, d. h. ihrer dem Objectiv abgekehrten Seite, auf die lichtempfindliche Platte projicirt bezw. photographirt, so erhält man auf dieser offenbar ein Negativ von der beabsichtigten Größe mit einem Liniennetz von der gewollten Weite. Durch Anwendung geeigneter Blenden kann man den Charakter der Rasterung auf dem lichtempfindlichen Träger in gewünschter Weise variiren.
Durch Copiren des letzteren, auf eine Metallplatte und Aetzung derselben erhält man die bekannte Hochdruckplatte für typographische Autotypien. Ueberträgt man dagegen das Bild des lichtempfindlichen Trägers unmittelbar auf Stein bezw. Zink oder zunächst auf lichtempfindliches Umdruckpapier und von diesem auf Stein bezw. Zink, so erhält man im Abdruck eine bisher unbekannte Art von Lithographie, die täuschend den Eindruck von Typographien hervorbringt. Es ist durch vorliegende Erfindung mithin die Aufgabe gelöst, auf dem Wege des lithographischen Druckverfahrens Autotypien im Charakter des typographischen Druckes in beliebig großem Format auszuführen und dadurch das Anwendungsgebiet der lithographischen Schnellpresse wesentlich zu erweitern.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung lithographischer oder typographischer Halbton-Druckplatten in beliebig vergrößertem Maßstabe und entsprechend großer Netzweite unter Verwendung eines und desselben Originalglasrasters geringerer Netzweite, dadurch gekennzeichnet, daß man den Raster in der früher üblichen Weise mit dem Negativ oder Diapositiv des zu vergrößernden Bildes verbindet, wobei der Maßstab des als Object dienenden Negativs bezw. Diapositivs je nach der Netzweite des Originalrasters derartig gewählt wird, daß die Rasterlinien auf dem lichtempfindlichen Träger bei richtiger Einstellung die für die beabsichtigte Vergrößerung erforderliche Maschenweite zeigen.
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