DESC011571MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Januar 1953 Bekarantgemacht am 18. OktobW 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es wurde vielfach versucht, autotypisch zerlegte Bilder im Tiefdruck wiederzugeben. Diese Versuche
stießen auf Schwierigkeiten, da auf den Druckplatten in den dunklen Stellen die Schattenpunkte
wie Schornsteine stehen, die vom darüberstreichenden Rakelmesser weggerissen werden.
Dieser Mangel wurde durch bekannte Verfahren zu beseitigen versucht, indem man auf eine Fotoplatte
ein autotypisch zerlegtes Rasterbild belichtete und dann dieselbe Fotoplatte, die unverändert im
Apparat stehenblieb, einer zweiten Belichtung aussetzte, wobei das zu reproduzierende Bild mittels
eines weißen Schirmes verdeckt war, während die übrige Anordnung die gleiche blieb wie bei der
Rasterbildaufnahme. Dadurch überlagerte man dem Rasterbild ein Tiefdruckrasternetz, welches in den
dunklen Stellen die frei stehenden Rasterpunkte miteinander verband und dem Rakelmesser die
nötige Auflage bot. Diese Verfahren litten unter dem Mangel, daß die erste Belichtung der Fotoplatte,
das autotypische Rasterbild, durch direkt auftreffende Lichtstrahlen erzeugt wurde und eine
starke Silberreduktion aufwies, wogegen bei der zweiten Belichtung dieser Fotoplatte das überlagerte
Tiefdrucknetz durch gebeugtes Licht gebildet wird und deshalb nur eine schwache Silber-
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reduktion aufweist. Bei einem folgenden Abschwächungsprozeß des Rasterbildes wird das schwache,
überlagerte Tiefdruckrasternetz so stark geschwächt, daß es nicht mehr kopierfähig und daher unbrauchbar
ist. Des weiteren wurden auch Versuche gemacht, wie aus der deutschen Patentschrift 719 698
entnommen werden kann, das autotypische Rasterbild durch Einziehen oder Einkopieren eines weiteren
Linienrasters für den Tiefdruck geeignet zu
ίο machen, welche aber laut dieser Patentschrift, S. 1,
Z. 25 bis 30, zu keinem brauchbaren Ergebnis führten, da alle diese Versuche an dem Umstand scheiterten,
daß die Liniehscharen des Autotypierasters mit denen des Linienrasters nicht zur Deckung ge-■
bracht werden konnten und diese einkopierten Linien dann als bildfremde Elemente wirkten und
das Bild unbrauchbar machten. Das angeführte deutsche Patent 719698 versucht dieses Unvermögen
dadurch zu beheben, daß ein Raster verwendet wird, dessen Linien sich unter einem Winkel
von 6o° kreuzen, wodurch sich die Rasterpunkte mit ihren Längsseiten mehr ineinander
schieben und dem Rakelmesser auf diese Weise eine größere Auflagefläche geben sollen, wodurch der
Linienraster erspart werden soll. Bei diesem Verfahren bleiben die Schattenpunkte ohne verbindende
Linien alleinstehend und können deshalb von der Rakel weggerissen werden. , . ■ ■
Laut deutscher Patentschrift 213 431 wird ein
Liniennetz, dessen Linien parallel zu den Rasterpunktseiten verlaufen, über ein Rasterbild gelegt.
Dadurch wird aber das Bild zerstört, da diese Linien in den lichten Bildstellen durch die Rasterunterbrechungen
hindurchgehen und dem Bild die Zeichnung nehmen.
Nach einer anderen deutschen Patentschrift 166 499 wird über eine gewöhnliche Autotypie ein
Liniennetz gelegt, ein sogenanntes Stegsystem, bei dem die· Linien einen wesentlich größeren Abstand
voneinander haben als die Linien des BiLdrasters. Durch diese Anordnung wird das »Nichtpassen«
nicht behoben, es sollte aber wegen der geringeren Linienanzahl weniger augenscheinlich werden. Die
Unruhen im Bild wirken aber zebraartig, und die Rasterpunkte in den Bildschatten die zwischen den
Linien des Stegsystems liegen, stehen frei und können vom Rakel weggerissen werden.
In der deutschen Patentschrift 181 238 wird ein
Verfahren beschrieben, bei dem die Deckungs-Schwierigkeiten dadurch umgangen werden, daß
vor der /Übertragung des eigentlichen Halbton-
.., bildes auf die Tiefdruckwalze ein Kornraster eingeätzt
wird.
Nach der USA.-Patentschrift 2 480 400 wird das.
Pigmentpapier durch ein gerastertes Diapositiv des Originals hindurch belichtet und hierauf durch
ein zweites Diapositiv mit einer gleichmäßigen Anordnung von durchsichtigen Punkten nochmals
belichtet. Dadurch geht aber die Abstufung in den Tönen vom mittleren Grau bis zum Schwarz verloren.
Dieser Mangel soll durch eine dritte Belichtung, und zwar durch ein gewöhnliches fotografisches
Halbtondiapositiv, des Originals- und dann durch
eine nachfolgende, stufenweise Tonätzung behoben werden.
Wie aus den angeführten Patentschriften zu ersehen ist, konnten die Ursachen des Nichtpassens
der beiden Raster bisher nicht behoben werden. Die beschriebenen Verfahren ermöglichen nicht, ein
autotypisch zerlegtes Rasterbild mit einem weiteren Raster als Tiefdrucknetz zu überlagern, ohne das
Bild zu zerstören.
Das angemeldete Verfahren ermöglicht, Tiefdruckformen
mit einer autotypischen Bildzerlegung und einer separaten Rasterung in den Schattenpartien
als Rakelauflage zu versehen, und es behebt die Ursachen der Paßdifferenz. Das Verfahren ist
dadurch gekennzeichnet, daß das Bild eine dritte Reproduktion ist, welche mittels zweier gerasterter
Reproduktionen hergestellt wird, die zur Deckung gebracht und durchleuchtet ν werden, und von
welchen die eine der beiden Reproduktionen ein unter. Vorschaltung eines Kreuzrasters aufgenommenes,
in autotypische Bildelemente zerlegtes Negativbild des Originals ist, wogegen die andere
Reproduktion ein bei gleicher optischer Einstellung des Reproduktionsapparates wie bei der Herstellung
der ersten Reproduktion hergestellter Tiefdruckmutterraster ist, wobei dieser Tiefdruckmutterraster
entweder hinter demselben Kreuzraster oder hinter einem liniengleichen Tiefdrucklinienraster erzeugt
wird. Das1 Verfahren wird im nachstehenden erklärt und in den Zeichnungen schematisch dargestellt.
Der erste Schritt zur Lösung des Problems liegt in der Erkenntnis, daß der geometrische Aufbau
der Rasterreproduktion, den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten entsprechend, verschiedene
Veränderungen erleidet und deshalb zu keinem schon bestehenden, auch nicht zum eigenen
Aufnahmeraster kongruent sein kann. Der Originalraster kann also auch nicht mit seiner Reproduktion
in Deckung gebracht werden. Der zweite entscheidende Erfindungsgedanke ist der, daß diese
nach gesetzmäßigen optischen Regeln vor sich gehende Veränderung in dem Rasteraufbau der
Bildreproduktion auch im Aufbau des zweiten benötigten Rasters vorgenommen werden muß, um
die Kongruenz beider Raster zu erreichen, was durch eine eigens hergestellte Reproduktion
dieses weiteren Rasters mit der Einstellung erfolgt, wie sie bei der Bildreproduktion bestanden
hat.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt die beiden Belichtungsprozesse -— nämlich den der autotypischen
Rasterbilderzeugung und den der Rasternetzerzeugung— im Gegensatz zu den bisher bekannten
Methoden nicht auf einer, sondern jeden Belichtungsprozeß auf einer eigenen Platte aus. Es
wird also zunächst auf bekannte Weise eine autotypische Rasterbildaufnahme gemacht (Fig. 1).
Hierauf führt man, ohne sonst etwas an der Apparatur zu ändern, eine neue Fotoplatte ein und überdeckt
das . zu reproduzierende Bild mit einem weißen Schirm. Würde man nun belichten, so erhielte
man ein Gitter,:bestehend aus hellen Balken und' dazwischen die 'geschwärzten Rasteröffnungs-
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felder. Dieses Gitter wäre in seinem geometrischen Aufbau, also abgesehen vom Ausmaß der Schwärzung,
der Rasterbildaufnahme vollkommen kongruent, man könnte es also derart über diese legen,
daß die Mittelpunkte der geometrisch gleich gelagerten Rasterquadrate sich decken. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren benutzt man jedoch bei der zweiten Reproduktion statt einer runden Blende bekannte, sogenannte Formblenden, in
ίο diesem Falle Strichblenden oder zwei gekreuzte
Strichblenden. Dadurch erzielt man als Bild ein Kreuzgitter aus geschwärzten Linien (Fig. 2),
deren Schnittpunkte zwischen die Rasterquadrate fallen, die wir bei Verwendung einer runden Blende
erhalten würden, während man bei Verwendung einer Strichblende einen Linienraster mit geschwärzten
Linien (Fig. 5) erhält. Diese so erhaltene Aufnahme ist das Diapositiv des Rasters, in
der Fachsprache Tiefdruckmutterraster genannt.
Dieses Diapositiv und das zuerst gewonnene autotypische Rasterbildnegativ werden nun, die Schichtseiten
einander zugekehrt, in der aus Fig. 3 ersichtlichen Weise so aufeinandergelegt, daß sich die
Linien des Tiefdruckmutterrasters in den Mittelpunkten der Schattenpunkte d der autotypischen
Aufnahme schneiden. Damit dies möglich ist, muß, und das ist einer der wesentlichen Punkte der vorliegenden Erfindung, die Anordnung der Aufnahmeapparatur
bei beiden Aufnahmen die gleiche sein, da . beide Aufnahmen als Zentralprojektion des
Rasters angesehen werden können und solche Zentralprojektionen nur dann kongruent sind, wenn
sie unter gleichen geometrischen Bedingungen entstanden sind. Außerdem müssen erfindungsgemäß
auch bei allen einfarbigen Originalen jedesmal dieselben Paßkreuze mitreproduziert werden. Da bei
diesem Zusammenlegen von Schicht auf Schicht die Seiten spiegelbildlich vertauscht werden, besteht
die Gefahr, daß es infolge von Unsymmetrien im Raster nicht möglich ist, die beiden, Aufnahmen im
Sinne der Fig. 3 zur Deckung zu bringen. Diesem Umstände kann dadurch Rechnung getragen werden,
daß man eine der beiden Platten, am besten die zur Herstellung des Tiefdruckmutterrasters, bei
der Aufnahme mit der Schichtseite vom Raster abgewendet in den Apparat einbringt. Dabei ist zu
beachten, .daß das Licht vor dem Auftreffen auf die lichtempfindliche Schichte das Glas der Platte
durchsetzen muß. Die dadurch entstehenden Fehler können durch bekannte Vorrichtungen am Apparat
innerhalb der erforderlichen Genauigkeitsgrenzen ■ ausgeglichen werdend Eine zweite sehr einfache und
sichere Art, die zweite Aufnahme, den Tiefdruckmutterraster, zur ersten Aufnahme seitenrichtig für
die Zusammenlegung zu machen ist die, daß man die zweite Aufnahme nach einem bekannten Positivverfahren
kopiert und diese Kopie für den weiteren Vorgang verwendet. Die beiden in der oben beschriebenen
Art übereinandergelegten Aufnahmen werden nun durchleuchtet, und es wird als dritter
Verfahrensschritt ein Diapositiv angefertigt, das
·:·■:. als Kopiervorlage für die Tiefdruckform benutzt
wird. Bei dem oben beschriebenen Verfahren wird zur Herstellung beider Aufnahmen der gleiche
Kreuzraster verwendet. .
Eine zweite erfindungsgemäße Art zur Herstellung einer autotypischen Tiefdruckform besteht in
der Verwendung zweier verschieden gearteter, im geometrischen Aufbau aber kongruenter Raster,
nämlich eines Kreuzrasters und eines Tiefdruckrasters. Der -Vorgang ist im wesentlichen der
gleiche wie bei der ersten Herstellungsart. Als erste Aufnahme wird eine- autotypisch zerlegte
Bildreprpduktion mit Hilfe des KreUzrasters angefertigt. Dann erfolgt' die zweite Aufnahme zur
Herstellung eines Tiefdruckmutterrasters. Hierbei bleibt die Anordnung der Apparatur wieder völlig
unverändert, es wird lediglich eine neue Fotoplatte eingesetzt, das Bild bis auf die Paßkreuze von
einem beleuchteten weißen Schirm überdeckt und der Kreuzraster durch den entsprechenden Tiefdruckraster
ersetzt. Hierauf werden die beiden Aufnahmen paßgenau übereinandiergelegt, durchleuchtet
und das autotypische Diapositiv mit dem Tiefdrucknetz angefertigt. Um das Auswechseln
der Raster zu erleichtern, können beide schwenkbaren Rahmen an der Kamera angebracht werden
(Fig. 8), wobei durch geeignete Justierung dafür zu sorgen ist, daß die Rasterlinienebene des Tiefdruckrasters
bei der Aufnahme genauso zu liegen kommt, wie die des Kreuzrasters bei der ersten
Aufnahme.
Fig. ι zeigt ein in autotypische Rasterpunkte zerlegtes Bild eines Graukeiles der ersten Aufnahme,
α sind die Lichtpunkte, d die Schattenpunkte. ■. ■
Fig. 2 zeigt den üblichen Tiefdruckmutterraster der zweiten Aufnähme mit den gekreuzten Rasterlinien
g.
Fig. 3 zeigt, wie die Linien g des Tiefdruckmutterrasters über die Mittelpunkte der Schattenpunkte
d der autotypisch zerlegten Rasterbildaufnahme der Fig. 1 für die dritte Aufnahme gelegt
werden.
Fig. 4 zeigt, wie ein Tiefdrucklinienraster anstatt des üblichen gekreuzten Tiefdruckmutterrasters als
Rakelauflage über das in Rasterpunkte zerlegte Bild des Graukeiles der Fig. 1 gelegt wird.
Fig.. 5 zeigt einen Linienraster, der in dem erfindungsgemäßen Verfahren als Tiefdrucklinienmutterraster
zu bezeichnen ist.
Fig. 6 zeigt den üblichen Tiefdrückraster mit gekreuzten Linien, wie er für die zweite Aufnahme
bei der zweiten Herstellungsart des Verfahrens verwendet wird.
Fig. 7 zeigt einen Tiefdrucklinienraster, wie er für die zweite Aufnahme bei der zweiten Herstellungsart
des Verfahrens verwendet wird, wenn ein Deckraster für die Ausführungsart der Fig. 4
benötigt wird. . ;
Fig. 8 zeigt den rückwärtigen Teil eines Reproduktionsapparates. F mit-zwei drehbar befestigten
Rahmen 15, in denen ein Kreuzraster 14 und ein
Tiefdruckraster 14^ justiert sind.
Fig. 9, 10 und 11 zeigen, daß sich bei den Bildreprbduktionen
durch die ständig wechselnden
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Rästerabstände und durch alle anderen optischen
.:'. Veränderungen die geometrischen Mittel der Raster-Öffnungen
auf der Reproduktion unterschiedlich verschieben und daß sich die Rasterstruktur bei
den geringsten optischen. Veränderungen ändert und die gerasterten Aufnahmen deshalb selbst mit dem
eigenen Aufnahmeraster unter keinen Umständen zur Deckung gebracht werden können. Erst recht
gelingt dies nicht mit irgendeinem anderen Raster.
ίο In Fig. 9 ist O das Objektiv, i, 2, 3, II, III sind
Strahlenbündel, welche den Raster R in den Raster-λöffnungen
1', 2', 3', Π', ΙΙΓ durchdringen, nach bekannten gesetzmäßigen Regeln zum Lot gebrochen
werden, das Glas in den Rasteröffnungen durchdringen und hinter dem Raster wieder in genau
gleicher Strahlenrichtung weitergehen und auf die , drei, hinter..dem Raster R stehenden .Fotoplatten α,
b, c auf treffen und diese belichten. Diese drei Fotoplatten
stehen in Abständen x, y, ζ hinter dem Raster R, und zwar in der Zeichnung gleichzeitig,
um die Rasterverschiebungen .augenscheinlicher zu machen. F ist die optische Achse (Fokalachse),
welche durch die Rasteröffnung i'-geht. Die Linien r
im Raster R sind die lichtundurchlässigen Rasterlinien. Die Ziffern 1, 2, 3 sind die Strahlenbündel
und 1', 2', 3' die Rasteröffnungen oberhalb der Fokalachse, während die römischen Ziffern· diejenigen
unterhalb der Fokalachse sind. Die Fig. 9 und 10 zeigen, daß nur ein Strahlenbündel·· senkrecht
durch die zugehörige Rasteröffnung gehen kann, das ist das Strahlenbündel 1, welches durch
die Rästeröffnung der Fokalachse geht und als einziges Strahlenbündel wirklich senkrecht auf die
drei hintereinanderstehenderi Fotoplatten a, b, c auftrifft
und die -Rasteröffnung 1' darauf belichtet. Dieser Rasterpunkt soll Fokalachsenpunkt genannt
werden. Die vom Licht getroffenen und belichteten Stellen sind in der Zeichnung mit einem starken
schwarzen Strich gekennzeichnet, der in der Mitte eine ■ punktf örmige Verdickung hat, die das geometrische
Mittel der anbelichteten Rasteröffnung bzw. des Rasterpunktes darstellt. Die punktierten
Linien und die mehrmals geknickten Linien kennzeichnen die Stellen auf den drei Fotoplatten, die
senkrecht hinter zugehörigen Rasteröffnungen liegen. Der kleine Kreis in den geknickten Linien
würde das geometrische Mittel dieser Rasteröffnungen sein. Die schwarzen Striche mit ihren Verdickungen
im Mittel zeigen die Stellen auf den .Foto-platten, an denen die einzelnen Rasteröffnungen
in Wirklichkeit anbelichtet werden. Die Gegenüberstellung der beiden vorgenannten Zeichen in jedem
Strahlengang 1, 2, 3, II, III zeigt die Größe der Differenz, um welche sich das geometrische Mittel
jedes wirklich anbelichteten.Rasterpunktes auf den Fotoplatten von den geometrischen Mitteln der
zugehörigen Rasteröffnüngen 1', 2', 3', II', III' des
Raster R vom Fokalachsenpunkt 1 nach außen in konstant zunehmender Weise verschoben hat. Die
drei hintereinanderstehenden Fotoplatten zeigen, daß selbst die geringste Änderung im Rasterabstand
sofort eine Rasterpunktverschiebung zur Folge hat. Die Fig. 11 zeigt die Art der Verschiebung und die
Größe der dadurch entstehenden Differenzen im Raster auf der Fotoplatte c in der Draufsicht.
Bei der praktischen Durchführung des Verfahreiis werden, wie nachfolgend ausgeführt wird,
bedeutend technische Vorteile erzielt. Zugleich wird der scheinbare Nachteil, nämlich die Mehraufnahmen
wegen der unbedingt notwendigen fotografischen Herstellung des Tiefdruckmutterrasters,
fast ganz ausgeschaltet. Hat man nämlich eine große Anzahl von Bildern im gleichen Vergrößerungs-
oder Verkleinerungsverhältnis zu reproduzieren, so braucht man für alle Bildaufnahmen nur
eine einzige Tiefdruckmutterrasteraufnahme zu machen, mit welcher der Reihe nach alle Rasterbild-negative
zur Deckung gebracht und als nächster ■
Schritt die autotypischen Tiefdruckdiapositive gemacht werden. Ebenso kann man erfindungsgemäß
mit nur einem reproduzierten Tiefdruckmutterr-aster
jede beliebige Anzahl von Rasterbildern reproduzieren, deren Vergrößerungs- oder Verkleinerungs- ■ ■'■■
verhältnis nicht viel nach oben oder nach unten von dem Vergrößerungs- oder Verkleinerungsverhältnis
' abweicht, mit welchem dieser Tiefdruckmutterraster hergestellt wurde. In diesem
Falle wird (angenommen es sind drei Gruppen von Bildern: Die eine Bildgruppe ist um Vs, die zweite
ist um 1U, die dritte und'größte Bildgruppe ist mit
einem Verkleinerungsverhältnis zu reproduzieren, λνεΙΛββ zwischen Vs und 1U liegt) der Fotoapparat
auf die dritte Bildgfuppe mit dem mittleren Verkleinerungsverhältnis
eingestellt und mit dieser Einstellung der Tiefdruckmutterraster sowie alle drei Bildgruppen reproduziert. Bei der dritten
Bildgruppe, auf -welche der Fotoapparat eingestellt wurde, erfolgt die Reproduktion in dem vorgesehenen
Verkleinerungsverhältnis, während das Verkleinerungsverhältnis der ersten und der zweiten
Bildgruppe etwas größer bzw.: etwas kleiner reproduziert
wurde, als es gewünscht ist. Diese kleinen Abweichungen nach oben bzw. nach unten werden
nun beim dritten Schritt, bei der Herstellung der autotypischeri Tiefdruckdiapositive ohne jede
Schwierigkeit auf das gewünschte, auftragsgemäße Maß eingestellt und reproduziert. Stellt man zur
Abwicklung dieser Arbeitsmethode für die gebräuchlichsten Vergrößerungs- bzw. Verkleinerungsverhältnisse
(Vi, V2, Vs, 1U usw.) je einen fest
eingestellten Fotoapparat zur Verfügung, so ist auf jeder Kamera überhaupt nur einmal ein Tiefdruckmutterraster
herzustellen, welcher dann so lange als Deckraster verwendet wird, bis er schadhaft
und unbrauchbar ist. Unter den Vorteilen, die das erfindungsgemäße Verfahren bietet, seien weiter
noch folgende angeführt: Es wird eine wesentliche Vereinfachung der Druckformherstellung erreicht,
da die Unsicherheit wegfällt, die den bisher bekannten Verfahren infolge der gefühlsmäßigen
Behandlung von Halbtonkopien auf Chromgelatine anhaftet, denn das erfindungsgemäß hergestellte
Diapositiv ist als Strichaufnahme zu behandeln und auch bei der Ätzung keinerlei Zufälligkeiten
unterworfen. Trotz der Anwendung von nicht kostspieligen Päpiersorten ist eine erstklassige
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Sch 11571 IVaI 57 d
Bildwiedergabe gewährleistet. Die Lebensdauer einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten
Druckform ist dank der charakteristisch autotypisoh tiefgeätzten Bildpunkte sehr groß und
sie garantiert selbst nach sehr hohen Auflagen dieselbe Bildklarheit wie zu Beginn des Druckes.
Durch die Tiefe der Druckelemente und durch die damit erreichte große Farbmenge, -welche jedes
einzelne Druckelement dauernd führt, eignen sich
ίο die autotypischen Tiefdruckformen besonders für
den Textildruck jeder Art. Eine bisher nicht erreichte Farbensattheit und Brillanz der Drucke
ermöglicht es, daß alle farbigen Vorlagen deshalb in den allermeisten Fällen mit drei Grundfarben
wiedergegeben werden können. Ein besonders hervorstechender Vorteil ist auch, daß, durch die Form
und Tiefe der Druckelemente bedingt, von ein und derselben Druckform Drucke hergestellt werden
können, welche wunschgemäß die charakteristischen
ao Merkmale des Buchdruckes, des Offsetdruckes, des Anilindruckes und natürlich auch des autotypischen
Tiefdruckes für den Beschauer aufweisen. Beim Drucken von Drei- und Vierfarbendrucken kann
durch letzterwähnte Eigenschaft die künstlerische Wirkung erhöht werden, indem z. B. eine Farbe
zur Hebung einer Stimmung mit Anilinfarbe gedruckt werden kann, während die anderen Farben
je nach der gewünschten Brillanz oder Farbensattheit mit Buchdruck- oder Tiefdruckwirkung
wiedergegeben werden können, womit der Bildwiedergabe neue Möglichkeiten eröffnet werden.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von autotypischen Tiefdruckformen, bei dem das zur Übertragung auf die Tiefdruckform dienende reproduzierte Bild sowohl die autotypischen Kreuzrasterpunkte als auch das als Auflagefläche für das Rakelmesser dienende Rakelgitter enthält, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Reproduktion aus zwei gerasterten Reproduktionen hergestellt wird, die zur Deckung gebracht und durchleuchtet werden und von welchen die eine der beiden Reproduktionen ein unter Vorschaltung eines Kreuzrasters aufgenommenes, in autotypische Bildelemente zerlegtes Negativbild des Originals ist, wogegen die andere Reproduktion ein bei gleicher optischer Einstellung des Reproduktionsapparates wie bei der Herstellung der ersten Reproduktion hergestellter Tiefdruckmutterraster ist, wobei dieser Tiefdruckmutterraster entweder hinter demselben Kreuzraster oder hinter einem liniengleichen Tiefdruckraster oder hinter einem liniengleichen Tiefdrucklinienraster erzeugt wird.
- 2. Verfahren zur Herstellung von autotypischen Tiefdruckformen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiefdruckmutterraster hinter dem gleichen Kreuzraster unter Anwendung von bekannten geformten Blenden hergestellt wird, wie er auch bei der Reproduktion des Originals vorgeschaltet ist, und daß diese Tiefdruekmutterrasterreproduktion durch Anwendung eines bekannten Positivverfahrens im Wege der Kontaktkopie auf Glas oder ein maßhaltiges, glasklares Material übertragen wird, oder bei dieser zweiten Reproduktion die Fotoplatte mit vom Raster abgewandter Schichte belichtet wird.
- 3. Verfahren zur Herstellung von autotypischen Tiefdruckformen nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedes der gebräuchlichsten Vergrößerungs- bzw. Verkleinerungsverhältnisse, z. B. Vi, V2, 1Is usw., ein eigener , Reproduktionsapparat fest eingestellt und mit jedem dieser Apparate ein zugehöriger Tiefdruckmutterraster angefertigt wird, welcher für alle in der Folge mit diesem Apparat zu reproduzierenden Bilder als Deckraster dient, wobei die Rasterbildaufnahme der zu reproduzierenden Bilder, für deren Einstellungsmaß kein · fest eingestellter Apparat vorhanden ist, stets mit dem Apparat gemacht 85 werden, dessen Vergrößerungs- bzw. Verkleinerungsverhältnis der zu reproduzierenden Vorlage am nächsten kommt und die gewünschte Vergrößerung bzw. Verkleinerung erst beim letzten Schritt, bei der Herstellung des Tief-, druckdiapositivs berücksichtigt wird.
- 4. Tiefdruckraster zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterlinienebene wie beim gebräuchlichen Kreuzraster in der Mitte zweier Rasterglasplatten liegt, wobei die Rasterglasplatten genau die gleiche Stärke aufweisen wie die des zugehörigen Kreuzrasters, mit welchem der Tiefdruckraster im geometrischen Aufbau kongruent sein muß.
- 5. Tiefdrucklinienraster zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterlinienebene wie beim gebräuchlichen Kreuzraster in der Mitte zweier Rasterglasplatten liegt, wobei die Rasterglasplatten genau die gleiche Stärke aufweisen wie der zugehörige Kreuzraster, mit welchem der Tiefdrucklinienraster gleiche Linienanzahl haben muß.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 166499, 181 238, 431, 311 535, 719698;USA.-Patentschrift Nr. 2 480 400.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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