DE1205963B - Verfahren zur Herstellung der Monosulfonsaeure-anhydride von alkylierten Halogenaromaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Monosulfonsaeure-anhydride von alkylierten Halogenaromaten

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DE1205963B
DE1205963B DEA39251A DEA0039251A DE1205963B DE 1205963 B DE1205963 B DE 1205963B DE A39251 A DEA39251 A DE A39251A DE A0039251 A DEA0039251 A DE A0039251A DE 1205963 B DE1205963 B DE 1205963B
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Germany
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nitromethane
acid anhydrides
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halogenated aromatic
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Application number
DEA39251A
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Inventor
Niels Hesselbjerg Christensen
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Atomenergikommissionen
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Atomenergikommissionen
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00—Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/42—Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00—Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES mSWWs PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο-23/01
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
A39251IVb/12o
17. Januar 1962
2. Dezember 1965
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der Monosulfonsäureanhydride von alkylierten Halogenaromaten durch Sulfonieren der letzteren mit Schwefeltrioxyd, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Sulfonierung in Gegenwart von Nitromethan durchführt.
Es sind Sulfonierungsverfahren in Anwesenheit von organischen Lösungsmitteln, wie Nitrobenzol und Chlorkohlenwasserstoffen, bekannt, wobei jedoch Sulfonsäuren erhalten werden. Weiterhin ist bei Sulfonierungsverfahren die Verwendung von Nitrogruppen enthaltenden Mitteln als Reaktionsteilnehmer bekannt.
Beim Sulfonieren von halogensubstituierten, aromatischen Kohlenwasserstoffen ist es außerdem bekannt, den Halogenkohlenwasserstoff bei Raumtemperatur zu einer 10 bis 2Of achen Menge von Oleum zuzusetzen. Die Sulfonierung wird dadurch erreicht, daß man das Gemisch einige Zeit, und zwar normalerweise 24 Stunden oder mehr, stehenläßt. Hierdurch wird im allgemeinen die Sulfonsäure gebildet, welche aus dem Reaktionsgemisch nicht ausfällt und welche schwierig zu isolieren und in das Anhydrid umzuwandeln ist. In einigen Fällen erhält man jedoch direkt Sulfonsäureanhydrid. Zur Isolierung dieses Anhydrides wird das Reaktionsgemisch nach Beendigung des Sulfonierungsprozesses auf Eis gegossen, das Anhydrid durch Filtration abgetrennt und mit Eiswasser, Aceton und Äther gewaschen. Aber auch in diesem Falle ist das Verfahren mit Mängeln behaftet, da das Anhydrid oft relativ stark verunreinigt ist und weiteren Reinigungsprozessen unterworfen werden muß.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren der genannten Art zu schaffen, welches es ermöglicht, in besonders einfacher Weise und ohne mit unnötig großen Flüssigkeitsmengen arbeiten zu müssen, gewöhnlich mit guter Ausbeute und einem Minimum an Reinigungsoperationen die gewünschten Sulfonsäureanhydride direkt mit relativ hoher Ausbeute herzustellen.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß man die Sulfonierung in Gegenwart von Nitromethan durchführt.
Es hat sich gezeigt, daß Nitromethan leicht beständige Lösungen mit Schwefeltrioxyd bildet. Die Lösung des Schwefeltrioxyds in Nitromethan ist wenigstens vier Stunden lang bei einer Temperatur von O0C haltbar. Nitromethan besitzt weiter ein gutes Lösungsvermögen für Wasser. Außerdem ist es ein gutes Lösungsmittel für die in Frage kommenden halogenierten aromatischen Kohlenwasserstoffe, wo-Verfahren zur Herstellung der Monosulfonsäureanhydride von alkylierten Halogenaromaten
Anmelder:
Atomenergikommissionen, Kopenhagen
Vertreter:
Dipl.-Ing. R. Müller-Börner
und Dipl.-Ing. H.-H. Wey, Patentanwälte,
Berlin 33, Podbielskiallee 68
Als Erfinder benannt:
Niels Hesselbjerg Christensen,
Himmelev, Roskilde (Dänemark)
Beanspruchte Priorität:
Dänemark vom 26. Januar 1961 (350)
gegen sie nur wenig Lösungsvermögen gegenüber den bei der Reaktion gebildeten Sulfonsäureanhydriden zeigen. Die Reaktion wird in einem Medium durchgeführt, welches wenig viskos ist, und in welchem die Sulfonsäurebildung unterdrückt wird. Hinzu kommt, daß das fehlende oder geringe Lösungsvermögen des Nitromethans gegenüber dem gebildeten Sulfonsäureanhydrid bewirkt, daß dieses allmählich aus dem Reaktionsgemisch als ein wohlkristallisierter und deshalb relativ reiner Niederschlag ausgeschieden wird. Diese Abscheidung begünstigt andererseits auch den Reaktionsablauf.
Da man mit dem Verfahren nach der Erfindung die gewünschten Sulfonsäureanhydride direkt und relativ rein gewinnen kann, ist das Verfahren besonders dann geeignet, wenn man technisch reine Sulfonsäureanhydride für analytische und synthetische Zwecke gewinnen will. Weiter ist das Verfahren auf dem Gebiete der Mikrosynthese bedeutungsvoll, z. B. für die Herstellung von Verbindungen, die radioaktive Isotope enthalten. Man besitzt damit ein Verfahren, nach dem man 35S enthaltende Sulfonsäureanhydride schnell und mit geringem Verlust an radioaktivem Schwefel herstellen kann. Die 35S enthaltenden Sulfonsäureanhydride werden als Spurstoffe innerhalb der Radiochemie verwendet; z. B. wird für den Nachweis geringer Mengen Steroidhormone 36S enthaltendes p-Jodbenzolsulfonsäureanhydrid verwendet.
Diese Verbindung wurde bis jetzt durch Sulfonieren von Acetanilid mit 38S enthaltendem Oleum in Gegen-
509 740/427
wart von Essigsäure hergestellt, wobei man 35S enthaltende p-Acetylaminobenzolsulfonsäure erhält, welche über eine Reihe von Verbindungen (p-Aminobenzolsulfonsäure, p-Jodbenzolsulfonsäure, p-Jodbenzolsulfonsäurechlorid, p-Jodbenzolsulfonsäure) in reines p-Jodbenzolsulfonsäureanhydrid übergeführt wurde.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
IO
Beispiel 1
p-Jodbenzolsulfonsäureanhydrid
500 mg Jodbenzol werden in etwa 0,5 cm3 Nitromethan aufgelöst. Die Lösung wird in Eiswasser gekühlt, und es wird 1 cm3 einer gekühlten Lösung von Schwefeltrioxyd in Nitromethan, welche 340 mg SO3/cm3 enthält, zugesetzt. Das Gemisch wird hierbei unter weiterem Kühlen in Eiswasser geschüttelt, wobei ao p-Jodbenzolsulfonsäureanhydrid praktisch augenblicklich ausfällt. Nachl5minütigem Stehen bei 0°C wird abdekantiert und der Niederschlag mit etwa 3 cm3 Nitromethan und hierauf noch zweimal mit 3 cm3 Äther gewaschen. Es wird über Natrium und schließlich mit Pentan getrocknet. Das Pentan wird dann unter mäßiger Erwärmung mittels eines Stickstoffstromes, welcher vorher mit Phosphorpentoxyd getrocknet wurde, ausgetrieben. Man erhält hierbei eine Ausbeute von etwa 79%, auf Jodbenzol berechnet. Der Schmelzpunkt des Produktes beträgt nach wiederholtem Umkristallisieren aus Nitromethan 220 bis 221°C.
Auf die gleiche Weise unter Anwendung eines Molverhältnisses von SO3 zu Kohlenwasserstoff wie etwa 1,7:1 wurden- Brombenzol, m-Chlortoluol, p-Chlor-' toluol, m-Bromtoluol, 1-Chlornaphthalin, 1-Bromnaphthalin, 2-Bromnaphthalin, Chlorbenzol, unsymmetrisches Trichlorbenzol und o-Chlortoluol sulfoniert.
Es wurde in jedem Falle das Monosulfonsäureanhydrid der eingesetzten Verbindung erhalten. Die Ausbeute, das Äquivalentgewicht sowie der Schmelzpunkt der erhaltenen Verbindungen gehen aus folgender Aufstellung hervor:
Sulfoniert« Verbindung Monosulfonsäureanhydrid
Aquivalentgewicht berechnet Schmelzpunkt
jeute gefunden 228 0C
60 232 198 178,5 bis 182
70 195 198 149 bis 150
90 199 242 210 bis 211
60 237 234 179,5 bis 180,5
50 246 278 218,5 bis 219
60 285 278 217 bis 218
20 284 184 227 bis 229
35 190 253 130 bis 141
14 263 198 nicht bestimmt
30 192 148 bis 151
Brombenzol
m-Chlortoluol
p-Chlortoluol
m-Bromtoluol
1-Chlornaphthalin
1-Bromnaphthalin
2-Bromnaphthalin
Chlorbenzol
unsymmetrisches Trichlorbenzol
o-Chlortoluol
Beispiel 2
35S enthaltendes p-Jodbenzolsulfonsäureanhydrid
40
5 cm3 einer wäßrigen Lösung von 35S enthaltenden Sulfationen mit einer spezifischen Aktivität von etwa 600 mCurie wurden durch Zugabe von Schwefelsäure auf einen Gesamtgehalt von 10 mg SO3 gebracht.
Die erhaltene aktive Lösung wurde in ein 10-cm3-Proberöhrchen mit geschliffenem Hals eingebracht. Das Proberöhrchen wurde in einem Bad auf 1000C erhitzt; es wurde ein langsamer Stickstoffstrom über die Oberfläche der Flüssigkeit im Proberöhrchen geleitet. Nachdem die Flüssigkeit auf diese Weise konzentriert worden war, wurde die Badtemperatur etwa 5 Minuten lang auf 1200C erhöht, bis die Innenwandungen des Röhrchens vollständig trocken waren. Hierauf wurde das Röhrchen verschlossen und in Eiswasser eingebracht.
Von einer vorher hergestellten Lösung von Schwefeltrioxyd in Nitromethan, welche 340 mg SO3/cm3 enthielt, wurde 1 cm3 mittels einer Pipette in das Proberöhrchen mit dem 35S enthaltenden Material eingebracht und der Inhalt vermischt. Das Röhrchen wurde hierauf wieder in Eiswasser eingebracht, und es wurde, wie dies in Beispiel 1 beschrieben ist, 350 mg Jodbenzol, welches in etwa 0,5 cm3 Nitromethan aufgelöst war, zugegeben. Die Behandlung des Reaktionsgemisches und die Abtrennung des Niederschlages erfolgte in derselben Weise wie im Beispiel 1 beschrieben. Der Niederschlag des auf diese Weise erhaltenen, 35S enthaltenden p-Jodbenzolsulfonsäureanhydrides wurde durch wiederholtes Umkristallisieren aus Nitromethan gereinigt. Die Ausbeute an gereinigtem, 35S enthaltendem p-Jodbenzolsulfonsäureanhydrid betrug etwa 70% auf Jodbenzol berechnet. Der Schmelzpunkt war 221 bis 222° C und die spezifische Aktivität etwa 300 mC/g entsprechend einer Aktivitätsausbeute von 25%.
Für die Herstellung des 35S-markierten SuIfonierungsmittels wird kein Schutz begehrt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung der Monosulfonsäureanhydride von alkylierten Halogenaromaten durch SuIfonieren der letzteren mit Schwefeltrioxyd, dadurch, gekennzeichnet, daß man die Sulfonierung in Gegenwart von Nitromethan durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein teilweise durch 35S markiertes Schwefeltrioxyd einsetzt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. IX [1955], S. 502;
Chem. Zentralblatt, 1956, S. 13 091.
509 740/427 11.65 © Bundesdruckerei Berlin
DEA39251A 1961-01-26 1962-01-17 Verfahren zur Herstellung der Monosulfonsaeure-anhydride von alkylierten Halogenaromaten Pending DE1205963B (de)

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DK35061A DK100996C (da) 1961-01-26 1961-01-26 Fremgangsmåde til fremstilling af monosulfonsyreanhydrider af halogensubstituerede aromatiske carbonhydrider ved sulfonering af carbonhydriderne med svovltrioxid eller svovltrioxidholdige sulfoneringsmidler.

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