DE1212640B - Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements mit einem durch Waermebehandeln zusammengefuegten Halbleiterkoerper - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements mit einem durch Waermebehandeln zusammengefuegten Halbleiterkoerper

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DE1212640B DES30819A DES0030819A DE1212640B DE 1212640 B DE1212640 B DE 1212640B DE S30819 A DES30819 A DE S30819A DE S0030819 A DES0030819 A DE S0030819A DE 1212640 B DE1212640 B DE 1212640B
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    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • H10P10/00Bonding of wafers, substrates or parts of devices
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Description

  • Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements mit einem durch Wärmebehandeln zusammengefügten Halbleiterkörper Bekanntlich benutzt murn bei der Hexstellung eiektrisch unsymumetrisch leitender Systeme in neuerer Zeit mit Vorzug chemische Elemente als Halbleiter, wie z. ß. Germanium oder Silizium oder deren Gemiscbe. Dire Herstellung derartiger Systeme ist irn jedem Falle mit gewisseu Schwierigkeiten verknüpft, da die gewünschten Eigenschaften gute Sperrwirkung, kleiner Widerstand in Durchlaßrichtung, hohe Sperrspannupg usw. im wesentlichen von der Reinheit des verwendeten Halbleiterstoffes, seines Gefüges und der Art der eingelagerten Fehlstellen abhängeu.
  • Es sind die verschiedensten Verfahren bekanntgeworden, um zu derartigen Halbleiterbauelementen zu kommen. Grundsätzlich liegt allen diesen Verfahren die Absicht zugrunde, einen möglichst reimen Stoff zu verweunden, des während seines Herstellungsprozesses oder auch anschließend mit einem genau definierten Zusatz vorn Störstellen versetzt wird, Man kann dies dadurch erreichen, daß man den Halbleiterstoif bei inexter oder reduzierender Atmosphäre unter Umständen bei bestimmten Drucken oder auch im Vakuum schmilzt und dabei den gewünschten Halbleiterkörper formt. Gleichzeitig kann bei diesem prozeß der die Störstellen bildende Stoff eingelagert worden.
  • Die Diffusionsgeschwindigkeit der Störstellen ist aber bei der Schmelztemperatur des Halbleiterstoffes verhältnismäßig hoch und hängt sehr stark von der Temperatur ab, auf der sich die Stoffe befinden. Es liegt auf der Hand, daß daher Halbleiterkörper mit genau vorher bestimmtem Störstellengehalt sich nicht einfach in gleicher Güte reproduzieren lassen, weil es schwierig ist, die erforderlichen Temperaturen genau einzuhalten. Außerdem aber können während dieses Prozesses unerwünschte Störatome, beispielsweise durch den Schmelztiegel, eingeschleppt werden bzw, können auch erwünschte Störstellen wieder herausdiffundieren. Schließlich treten auch beim Abkühlen eines derart erschmolzenen Körpers weitere unerwünschte Effekte, wie Entmischung usw., auf.
  • Ausch .andere Verfahren, beispielsweise das Ziehen eines Krästalls aus einer Schmelze bei gleichzeitigem Zusatz entsprechender Störstellenstoffe, führt nicht zu einem einfachen und reproduzierbaren Verfahren.
  • Selbst wenn aber in dieser Weise unter Aufwand großer Mittel Halbleiterstoffe mit brauchbaren Eigenschaften hergestellt werden können, treten weitere Schwierigkeiten bei des nun folgenden Verarbeitung ein. Die Halbleiterkörper müssen für ihre beabsichfigte Wirkung mit Stromanschlußelektroden versehen werden. Die Anbringung dieser Elektroden bedeutet wiederum die Gefahr des Einschleppens unerwünschter Storstellen, die aus der Metallelektrode in den Hälbleiterkörper einwandern kennen. Schließlich sind auch die bisher erreichten Leistungen derartiger Systeme verhältnismäßig unbefriedigend, und es liegt auf der Hand, daß Systeme, die für bessere Leistungen geeignet sein sollen, irn der beschriebenen Art nicht ohne große Schwierigkeiteu hergestellt werden können.
  • Ein bekannte Verfahren zum Herstellen von Flächentransistoren wird so durchgeführt, daß man zwischeu drei nebengeinander .angeordneten Elektroden isolierendes Material derart anbriingt, daß ein Körper mit ebener Oberfläche entsteht, an dem die von den einzelnen Elektroden gebildeten Oberüächepteile durch Isoliermaterial voneinander getrennt sind. Die mittlere Elektxode enthält ein Stör, stellenmaterial, während die beiden äußeren Elektrodenr kein Störstellen erzeugendes Material besitzen. Auf die Oberfläche des Körpers wird ein Halbleitermatexial in dünner Schicht aufgebracht, das den entgegengesetzten Leitungstyp zu dem Leitungstyp besitzt, den der in der mittleren Elektrode anwesende Aktivatorstoff hervorrufen würde. Anschließend wird durch eine Chermische Behandlung der Störstellenstoff der mittleren Elektrode in die dünne Halbleiterschicht zum Eiindiffundieren gebracht und dadurch der Leitungstyp in einer an die mittlere Elektrode angrenzenden ' Zone der niedergeschlagenen Schicht in den Gegmtyp fgewaudelt. nie beiden äußeren, als Enütter- und Kollektorzone z. u verwendenden Z.oneu der Halbleiterschicht werden durch die darunterliegenden beiden äußeren Elektroden, die mittlere als Basiszone zu verwendende Zone von entgegengesetztem Leitungstyp wird durch die mittlere Elektrode kontaktiert. Ein solches Verfahren ist zwar einfach durchzuführen, es führt jedoch dazu, daß die pn-Übergänge zur mittleren Zone unscharf werden, während im Interesse eines guten Wirkungsgrades eines Transistors, Gleichrichters u. dgl., im allgemeinen scharfe, wohldefinierte pn-Übergänge angestrebt sind.
  • Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, daß man Halbleiterstücke von gleichem oder entgegengesetztem Leitungstyp unter Verwendung eines dotierend wirkenden Bindemittels zu einem einzigen Halbleiterkörper verbindet. Bei der Auswahl der Bindemittel ist man dabei der Beschränkung unterworfen, daß das Halbleitermaterial mit dem Bindemittel keine chemische, als Verunreinigung wirkende Verbindungen eingehen darf. Das Bindemittel darf außerdem nicht als Metallschicht zwischen den beiden Halbleiterkörpern verbleiben, sondern muß so weit von den Halbleiterstücken »aufgelöst« werden, daß an der Verbindungsstelle nur halbleitendes Material anwesend ist. Die Behandlungsdauer, die hierzu notwendig ist, ist auch, wenn das Bindemittel in sehr dünner Schicht zur Anwendung gelangt, beträchtlich, da die sich zunächst bildende Legierung aus Halbleitermaterial und Bindemittel durch Diffusion vollständig zum Verschwinden gebracht werden muß, da andernfalls definierte pn-Übergänge nicht entstehen können.
  • Bei der Vereinigung der beiden Halbleiterstücke ist es zweckmäßig, wenn die Wärmebehandlung so gesteuert wird, daß der Schmelzpunkt des Halbleiterstoffs nur in einem an der Verbindungsstelle liegenden, schmalen Bereich überschritten wird. Arbeitet man, wie beim Bekannten, mit einem metallischen Bindemittel und versucht außerdem, die Verbindung durch Stromverschweißung herbeizuführen, so erwärmt sich der Halbleiterstoff an den zu verbindenden Stellen weniger stark als an den übrigen Teilen, da das Bindemittel und der von dem Bindemittel unmittelbar beeinflußte Bereich des Halbleiterstoffs einen kleineren elektrischen Widerstand als der übrige Bereich der Halbleiterstücke besitzt. Dies führt also bei einer Stromverschweißung dazu, daß man entsprechend stärkere Ströme anwenden muß und daß deshalb größere Bereiche der Halbleiterstücke aufschmelzen, bevor man die gewünschte, von Resten des Bindemittels freie Verbindung erzielt hat. Außerdem werden infolge der Anwendung eines Bindemittels, welches notwendig in den Halbleiterkristall eindiffundieren muß, die pn-Übergänge von der Grenze zwischen den beiden Halbleiterstücken weg in das Innere der beiden Halbleiterstücke verschoben. Da auch minimale Unterschiede der Schichtstärken des angewendeten Bindemittels erheblichen Einfluß auf die notwendige Diffusionszeit nehmen müssen und sich die Schicht des Bindemittels nicht mit absoluter Gleichförmigkeit aufbringen läßt, wird die Lage der pn-Übergänge, die beim Bekannten erzielt wird, auch bei sonst gleichen Abmessungen der zu verbindenden Anordnungen und Verwendung gleicher Materialien und Behandlungstemperaturen von Fall zu Fall sehr stark schwanken, so daß die Erzielung reproduzierbarer Verhältnisse unmöglich ist.
  • Aus diesem Grunde ist es günstig, wenn die zu vereinigenden Oberflächenteile der zu verbindenden Halbleiterstücke einen höheren Widerstand als die übrigen Teile der Halbleiterkörper besitzen. Aus diesem Grunde und im Interesse einer möglichst kurzen -Zeit der thermischen Behandlung wird bei dem Verfahren gemäß der Erfindung von der Verwendung eines Bindemittels abgesehen. -Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum-Herstellen eines Halbleiterbauelements mit einem Halbleiterkörper, der aus zwei getrennten, unterschiedlichen Störstellengehalt aufweisenden Halbleiterstücken unter Wärmebehandeln zusammenge- fügt wird. Ein solches Verfahren wird erfindungsgemäß so durchgeführt, daß das Halbleitermaterial der zusammenzufügenden Halbleiterstücke in stör= stellenfreiem Zustand aus der Schmelze oder aus der Gasphase auf einem metallischen, gleichzeitig als Elektrode dienenden und Störstellenmaterial enthaltenden Träger aufgebracht wird, daß dieses Gebilde so hoch erhitzt wird, daß Störstellenmaterial aus dem, Träger in die Halbleiterschicht eindiffundiert, und daß zwei solche den entgegengesetzten Leitungstyp aufweisende Gebilde mit den Halbleiterschichten aufeinandergelegt und durch einen Stromstoß verschweißt werden.
  • Bei dem Verfahren gemäß der Erfindung werden also die den Leitungstyp der Halbleiterstücke erzeugenden Störstellen durch einen Diffusionsprozeß aus der Trägerelektrode in das Halbleiterstück eingebracht. Damit ergibt sich eine Störstellenverteilung in den zu vereinigenden Halbleiterkörpern, die in der Nähe der Trägerelektrode größer als in den entfernteren Teilen und damit vor allem an den zu verbindenden Stellen der Halbleiterkörper ist. Diese Stellen bieten deshalb dem Stromdurchgang den größten Widerstand, so daß bei Stromfluß durch die beiden zu vereinigenden, mit diesen Stellen aufeinandergelegten Halbleiterkörper sich die Berührungsstellen am stärksten erwärmen müssen. Durch einen Stromstoß entsprechender Größe kann somit erreicht werden, daß nur an den aneinandergelegten Stellen der beiden Halbleiterkörper der Schmelzpunkt des Halbleitermaterials überschritten wird, während alle übrigen Teile der Halbleiterkörper niedrigere Temperatur besitzen. Es kann somit erreicht werden, daß nur eine sehr dünne Schicht aufschmilzt, die nach dem Erstarren eine einwandfreie Verbindung der beiden Halbleiterstücke liefert. Die Behandlungsdauer wird entsprechend kurzzeitig, da das Verfahren gemäß der Erfindung ohne Bindemittel durchgeführt wird. Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, daß das erfindungsgemäße Verfahren zum Erzeugen von Halbleiterbauelementen mit reproduzierbaren: elektrischen Eigenschaften führt.
  • In der Praxis geht man bei der Herstellung des gewünschten Systems folgendermaßen vor. Zunächst wählt man eine Anschlußelektrode gewünschter Formgestaltung aus einem derartigen Metall aus, dessen Atome entsprechend gewünschte Störstellen im später aufzubringenden Halbleitermaterial bilden. Sollte es im einzelnen Fall nicht möglich sein, ein derartiges Metall zu wählen, kann man auch von einer entsprechenden Metall-Legierung ausgehen oder auch ein Metall wählen, das mit nichtmetallischen Zusätzen versehen ist, beispielsweise auch durch entsprechend aufgebrachte Oberflächenschichten, die den gewünschten Störstellenstoff darstellen oder enthalten. Auf diese Elektrode wird dann nach einem der bekannten Verfahren der Halbleiterstoff aufgebracht. Dies kann durch Aufdampfen, Aufstäuben, thermische Zersetzung entsprechender, gegebenenfalls gasförmiger Verbindungen, Aufgießen, Eintauchen in eine Schmelze usw. erfolgen. Man muß nur bei der Weiterverarbeitung Rücksicht auf das angewendete Auftragsverfahren nehmen, weil diese untereinander verschiedene Eigenschaften des gebildeten Halbleitersystems zur Folge haben. Atomar aufgebrachte Halbleiterstoffe pflegen normalerweise keine gute Kristallbildung zu zeigen, weil die Temperatur bei der Auftragung zu niedrig ist. Außerdem sind in diesem Falle häufig Sperrschichten zwischen Elektrode und Halbleiterstoff vorhanden. In diesen Fällen muß man daher das so weit hergestellte System einer Nachbehandlung unterziehen. Diese besteht im wesentlichen und in der Norm in einer thermischen Behandlung, bei welcher sich der Halbleiterstoff in einen kristallinen Zustand überführen läßt und bei welcher gleichzeitig die erwünschten Stoffe aus der Metallelektrode in den Halbleiterstoff eindiffundieren und in diesem einen homogenen, gleichmäßigen Leitungstyp schaffen.
  • Wählt man für die Auftragung ein anderes Verfahren, beispielsweise das Eintauchen der Elektrode in eine Schmelze des Halbleiterkörpers, dann kann auf eine Nachbehandlung verzichtet werden, weil der schmelzflüssige Zustand des Halbleiterstoffs genügende Störstellen aus der Elektrode herauslöst und schließlich auch zu einer guten brauchbaren Kristallisation führt. Es ist damit also ein sperrschichtfreier Übergang zwischen Elektrode und Halbleiterstoff gewährleistet, und gleichzeitig sind definierte Störstellen in den Halbleiter eingebracht.
  • In gleicher Weise stelltsman nun ein zweites Gebilde her, lediglich mit dem Unterschied, daß dieses einen Halbleiterkörper entgegengesetzten Leitungstyps besitzt. Diese beiden Teile werden, Halbleiter auf Halbleiter liegend, die zu diesem Zweck vorher plangeschliffen sein können, gegebenenfalls durch Druck und einen Stromstoß, zusammengeschweißt. Bei diesem Schweißvorgang, der einem oberflächlichen Schmelzen der aufeinanderliegenden Flächen nahekommt, wird durch gegenseitige Diffusion der verschiedenartigen Störstellen die gewünschte pn-Übergangszone geschaffen.
  • In dieser Art können auch ein, zwei oder mehr Spitzenkontakte hergestellt werden, indem der eine der beiden zusammengesetzten Teile mit entsprechend vielen Halbleiterspitzen versehen ist.
  • Da bei der Herstellung des Halbleiterkörpers auf der Elektrode im schmelzflüssigen Zustand bzw. bei der Nachbehandlung eines atomar aufgebrachten Halbleiterstoffs unter Umständen je nach Art der Elektrodenwahl zu viele Störstellen in den Halbleiterkörper eindiffundieren, so daß ein Optimum der beabsichtigten Wirkung nicht erzielbar ist, kann mit besonderem Vorteil das Verfahren in folgender Weise erweitert werden. Nach der Herstellung der beiden Elektroden mit aufgebrachter Halbleitersubstanz wird auf jeder eine zweite Halbleiterschicht aus möglichst störstellenfreiem Halbleiterstoff wieder nach irgendeinem der bekannten Verfahren aufgebracht. Zweckmäßig ist es hierbei, für diese zweite Schicht ein Verfahren zu wählen, das die Auftragung des Halbleiterstoffs bei geringerer Temperatur als der Schmelztemperatur zuläßt, also beispielsweise ein Aufkondensieren zu wählen. Durch eine genau zu steuernde thermische Nachbehandlung kristallisiert dann diese zweite Schicht auf die erste auf und bildet praktisch mit der ersten einen einheitlichen Körper. Durch entsprechende Führung der thermischen Nachbehandlung kann man nun aus der ersten Halbleiterschicht, die mit Störstellen stark angereichert ist, eine beliebig große Anzahl von Störstellen in die zweite Schicht eindiffundieren lassen, um zu einem Optimum der Wirkungsweise zu gelangen. Die erste Schicht stellt somit gleichsam ein Sieb für die Störstellenmasse der Elektrode zum eigentlich wirksamen Halbleiterteil dar und bildet weiterhin ein Reservoir für im Laufe des Betriebes der Einrichtung etwaig notwendig werdende Nachlieferung von Störstellen. Die weitere Behandlungsart, nämlich die Vereinigung von zwei in dieser Weise hergestellten Teilen, erfolgt wie vorbeschrieben.
  • Ein derartiges, unsymmetrisch leitendes Gebilde stellt dann einen Richtleiter oder Gleichrichter mit pn-Übergangszone dar. Reicht nun die Spannungsfestigkeit eines derartigen Bauelements den Forderungen entsprechend nicht aus, dann kann man, da man es in der Hand hat, beliebig viele solcher Aufbauelemente mit eindeutigem Leitungstyp zu schaffen, entsprechend mehrere hintereinander in Reihe anordnen. und miteinander verschweißen. Für die mittleren Aufbauteile empfiehlt es sich, von Elektroden auszugehen, die in Form flächenhafter Gebilde mit Löchern versehen oder als Sieb oder Gitter ausgebildet sind. Diese werden zweckmäßigerweise auf beiden Oberflächen mit Halbleiterstoff bedeckt, so daß sie sich einfach aufeinanderschichten lassen, wie beispielsweise die Säulenanordnung eines bekannten Trockengleichrichters. Außerdem können derartige Mittelelektroden als Steuerelektroden in Transistoranordnungen benutzt werden, und es ist in dieser Weise möglich, Polyoden entsprechend den bekannten Mehrgitterröhren zu schaffen. Beispielsweise taucht man ein Metallnetz in die Schmelze eines möglichst sörstellenfreien Halbleiterstoffs, so daß das Netz auf beiden Seiten und durch die Poren hindurch mit Halbleiterstoff bedeckt ist. Die Schichtstärke des Halbleiterkörpers kann sehr gering gehalten werden. Durch das Tauchen in die Schmelze erfolgt gleichzeitig die Ausbildung eines sperrschichtfreien übergangs zur Elektrode; außerdem werden aus der entsprechend gewählten Elektrode ausreichend Störstellen in den Halbleiterkörper aufgenommen. Ist die Störstellenzahl ausreichend, kann dieses Gebilde ohne weiteres benutzt werden; ist die Anzahl jedoch zu hoch, dann bringt man auf beiden Seiten des flächenhaften Gebildes je eine weitere Halbleiterschicht auf, die entsprechend der oben angegebenen Darstellung nachbehandelt wird.
  • Das Verfahren gestattet gleichzeitig ferner, die Anschlußelektroden bzw. auch die Mittelelektroden durch ihre Formgestaltung und/oder ihre sonstige Ausgestaltung als Kühlflächen zu benutzen, so daß es möglich ist, verhältnismäßig große Leistungen auf kleinem Querschnitt umzusetzen. Schließlich kann durch Anordnung zusätzlicher Stoffe zwischen den die Halbleiteranordnung überragenden Teilen der Elektroden ein Abschluß der Halbleiteranordnung von der Umgebung erzielt werden. Wählt man beispielsweise kreisförmige Scheiben als Elektroden, die lediglich in einem zentralen Bezirk mit Halbleiterstoff versehen sind, dann kann zwischen den Elektrodenscheiben, die die Halbleitergrenze überragen, eine Gummidichtung oder ähnliches vorgesehen werden, die beim Zusammensetzen der einzelnen Teile zusammengepreßt werden und eine Abdichtung hervorrufen.
  • Beim Umsetzen besonders großer Leistengen ist es sogar möglich, die Elektroden mindestens im äußeren Teil hohl zu gestalten und Kühlmittel durchfließen zu lassen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen eines Halbleiterbauelements mit einem Halbleiterkörper, der aus zwei getrennten, unterschiedlichen Störstellengehalt aufweisend en Halbleiterstücken unter Wärmebehandeln zusammengefügt wirdt, d adurch gekennzeichnet, daß das Halbleitermaterial der zusammenzufügenden Halbleiterstücke in stöxstellenfreiem Zustand aus der Schmelze oder aus der Gasphase auf einen metallischen, gleichzeitig als Elektrode dienenden und Störstellenmaterial enthaltenden Träger aufgebracht wird, daß dieses Gebilde so hoch erhitzt wird, daß Störstellenmaterial aus dem Träger in die Halbleiterschicht eindiffundiert, und daß zwei solche dern entgegengesetzten Leitungstyp aufweisende Gebilde mit den Halbleiterschichten aufeinandergelegt und durch einen Stromstoß verschweißt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da in der auf dem Träger aufg ebrac hten Halblditerschicht eine hohe Störstallenkonzentration der aus dem Träger eindiffundierenden Störstellen erzeugt wird, daß auf dieser ersten Halbleiterschicht eine zweite, möglichst störstellenfreie Halbleiterschicht bei einer unterhalb des Schmelzpunkts des Halbleitermaterials liegenden Temperatur aufgebracht wind, daß Störstellen aus der ersten Halbleiterschicht durch eine Wärmebehandlung in die zweite Halbleiterschicht eindiffundiert werden, so daß diese zweite Halbleiterschicht den durch diese Störstellen bedingten Leitungstyp erhält, und daß diese zweite Halbleiterschicht auf die zweite Halbleiterschicht eines auf gleiche Weise hergestellten, jedoch den entgegengesetzten Leitungstyp aufweisenden Halbleitergebildes unmittelbar aufgelegt wund mit dieser durch einen Stromstoß verschweißt wird.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß beim Zusammenfügen von mehr als zwei Halbleiterstücken die mittleren Stücke durch Niederschlagen einer Halbleiterschicht auf den beiden Seiten eines ßächenhaften, mit Löchern versehenen, insbesondere als Sißb oder Gitter ausgebildeten Trägers und durch nachfolgendes Eindiffundieren des Störstellenstoffs aus denn gelochten Träger in die Halbleiterschicht gebildet werden.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halbleiterscbhichten nur auf die zentralen Teile jedes flächenhaften Trägers aufgebracht werden. ,In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 814 4,87,868 354, 881 973; belgische Patentschrift Nr. 500 302; ETZ (A), 1950, Bd. 71, H. 6, S. 135; Shockley, »Electrons and Holes in Semiconductors«, 2. Auflage, 1950., S. 12 bis 26; Thoxrey und Whitxner, »_Crystal .Recxifzrs«, 194.8, 5. 398 $. ;(.Kapitel 13),
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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