DE12221C - Pneumatischer Abdampfer - Google Patents
Pneumatischer AbdampferInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/16—Evaporating by spraying
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Description
1879.-
Klasse 89.
Dr. PETER CALLIBURCES in CONSTANTINOPEL. Pneumatischer Abdampfer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. October 1879 ab.
Dieser Apparat dient zur Concentration von wasserhaltigen Flüssigkeiten durch wiederholte
Zerstäubung derselben in einem geschlossenen Raum, unter reichlicher Luftzuführung. Die
Zerstäubung der Flüssigkeit geschieht durch einen Luftstrom, welcher durch eine zweistiefelige,
doppeltwirkende Luftpumpe hervorgebracht wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 die Disposition des Apparates dargestellt,
die übrigen Figuren enthalten Details zu demselben.
Die comprimirte Luft tritt mit grofser Gewalt durch eine Düse C, Fig. 1 und 4, heraus; über
derselben befindet sich eine horizontale Schiene. Dieselbe hat den Zweck, den Luftstrom in horizontale
Richtung zu dirigiren. Unterhalb der Düse C befindet sich der sogenannte Pulverisator
D, Fig. i, 3 und 4, welcher eine Anzahl neben einander liegender Schlitze enthält,
von denen ein Theil, welcher der Düse C zunächst liegt, parallel zu dieser ist,
während der andere rechtwinklig auf jenen stöfst. Beim Hinüberströmen der Luft über die
Mündungen der Schlitze wird eine saugende Wirkung auf die in denselben befindliche Luft
ausgeübt, und da nun die Schlitze in die abzudampfende Flüssigkeit eintauchen, so wird diese
angesaugt und zerstäubt.
Die Wand E, welche dem Luftstrom einen Widerstand bietet, trägt auch noch zur Zerstäubung
viel bei, ferner halten die seitlichen Wändet
den Luftstrom im Anfang auch zusammen und zwingen ihn, statt sich zu brechen, in gerader
Richtung mit gleicher Intensität fortzugehen. Die zu zertheilende Flüssigkeit wird in den Behälter
G gegossen, während die durch die Operation zerstäubte Flüssigkeit in die Kammer H
tritt. Der Boden der Kammer ist gegen den Behälter G geneigt, so dafs die niedergeschlagene
Flüssigkeit in den Behälter des Pulverisators zurückfliefst, um wieder zertheilt zu werden und
so durch die wiederholte Zerstäubung. und Vermengung mit Luft das überschüssige Wasser zu
verlieren.
Der Deckel /, Fig. 1 und 2, der Lüftungskammer ist beweglich und kann abgenommen
werden.
Ein Ventilator K führt während der Zerstäubung reichliche Luft in die Ventilationskammer
und befördert dadurch bedeutend die Abdampfung des Wassers der Flüssigkeit. In der
Mündung des Rohres M, Fig. 1 und 6, welches die vom Ventilator fortgedrückte Luft in die
Verdampf kammer führt, ist eine Knieplatte N, Fig. 6, angebracht, welche die Luft zwingt,
sich beim Austritt gleichmäfsig zu vertheilen und die Mengung mit der zerstäubten Flüssigkeit
gleichmäfsig herbeizuführen.
Die durch die Luftpumpe und den Ventilator in die Ventilationskammer H eingetriebene Luft
geht, mit Wasserdämpfen geschwängert, durch die Rohre L wieder hinaus.
Der Ventilator communicirt durch das Rohr O, Fig. 2, und die Luftpumpe durch das Rohr P,
Fig. ι und 2, mit dem Rohr Q, welches die
nöthige Luft zuführt.
Damit das Einfrieren der Flüssigkeit im Winter, bei Zuführung von zu kalter Luft, verhindert
wird, und damit bei Flüssigkeiten, deren feste Bestandteile durch die Wärme keine Veränderung
erleiden, die Abdampfung auch durch die Wärme befördert wird, ist die Luftleitung Q
mit einem centralen Rohr R versehen, welches als Abzugsrohr einer warmen Substanz dient.
Die dem Apparat zugeführte Luft tritt durch die Mündung Q1 ein und strömt der im Rohr R
abziehenden warmen Luft entgegen.
Die Erwärmung der zu concentrirenden Flüssigkeit geschieht entweder dadurch, dafs dieselbe
vor ihrer Pulverisation erwärmt und in dieser erhöhten Temperatur dem Pulverisator zugeführt
wird, oder dadurch, dafs der Boden der Ventilationskammer durch ein Wasserbad, dessen
Wasser mittelst heifsen Dampfes, welcher durch ein Schlangenrohr T geht, erwärmt wird.
Claims (2)
- PATENτ-Ansprüche:ι . Die Construction des Pulverisators mit schlitzförmigen Kanälen und der düsenförmigen Oeffnung darüber.
- 2. Die Construction des Abdampfkolbens, dessen geneigter Boden die festen Producte immer wieder dem Pulyerisator zuführt.Die Anwendung verschiedener Wärmequellen, und zwar die Erhitzung der Flüssigkeit vor der Operation, die Erhitzung der Luft und die Erwärmung der aus dem Abdampfkolben nach dem Pulverisator zurückfriefsenden Rückstände.Die Disposition des Apparates in seiner Zusammenstellung mit den bekannten Hülfsmaschinen.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE12221T | 1879-10-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE12221C true DE12221C (de) | 1881-02-24 |
Family
ID=34484168
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE187912221D Expired DE12221C (de) | 1879-10-12 | 1879-10-12 | Pneumatischer Abdampfer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE12221C (de) |
-
1879
- 1879-10-12 DE DE187912221D patent/DE12221C/de not_active Expired
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