DE123805C - - Google Patents
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- DE123805C DE123805C DENDAT123805D DE123805DA DE123805C DE 123805 C DE123805 C DE 123805C DE NDAT123805 D DENDAT123805 D DE NDAT123805D DE 123805D A DE123805D A DE 123805DA DE 123805 C DE123805 C DE 123805C
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-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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- General Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Automation & Control Theory (AREA)
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Description
KAISERLICHES Λ
PATENTAMT.
Die bisher bekannten Einrichtungen zur selbstthätigen Verstellung der Flügel von Windrädern
durch Fliehkraftregler, um trotz verschiedener Windstärken einen möglichst gleichmäfsigen
Umlauf des Windrades zu erhalten, haben den Nachtheil, dafs sie zu empfindlich sind, denn sie folgen jeder gerinfügigen Veränderung
der Windstärke. , Da aber die Windstärke sehr häufig in kleinen Grenzen fortwährend
sich ändert, so werden die Flügel durch die beständig arbeitenden Fliehkraftregler
fortwährend hin und her gestellt. Durch diese Verstellungen der Flügel wird der Umlauf des
Windrades, welcher ohne die Flügelverstellung trotz der kleinen Windveränderüngen schon infolge
seiner Trägheit gleichmäfsig bleiben würde, nur unnöthig fortwährend gestört, und aufserdem
werden die beweglichen Lagertheile der Flügel stark auf Abnutzung beansprucht.
Den vorstehend erwähnten Nachtheil besitzt die neue Regelvorrichtung nicht, weil zwischen
dem Fliehkraftregler und den Radflügeln eine Steuereinrichtung angeordnet ist, durch welche
die Schwankungen des Reglers in angemessenem Sinne auf die Radflügel übertragen werden.
Diese Steuereinrichtung enthält, wie es anderweitig schon bekannt ist, ein Wendegetriebe,
welches je nach den Verschiebungen des Reglers in dem einen oder anderen Sinne eingestellt
wird und dazu dient, um die Windflügel bei zu- oder abnehmendem Winde zu letzterem
mehr ab- oder anzustellen.
Bei dieser Anordnung ist die Verbindung zwischen dem Wendegetriebe und dem Stellwerk
der Windradflügel neu und eigenartig, nämlich von solcher Beschaffenheit, dafs einerseits
wohl die Umstellung des Wendegetriebes auch ein Verstellen der Flügel veranlafst, aber
andererseits die durch starke Windstöfse herbeigeführten Flügelverstellungen nicht auf das
Wendegetriebe übertragen werden. Erst durch diese Verbindungsart ist das von einem Regler
beeinflufste Wendegetriebe für die Regelung der Flügelstellung von Windrädern verwendbar
geworden.
Die nähere Einrichtung dieser Verbindung ergiebt sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der Regelvorrichtung.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Windrad α schematisch dargestellt, dessen Flügelstellwerk
b mit einer Schubstange c verbunden ist. Letztere ist mit einem Kugelgelenk d versehen
und ihr unterer Theil als Schraubenspindel e ausgebildet, deren Schaftf sich in der Nabe
eines Zahnrades g verschieben, aber nicht verdrehen läfst, während die Schraube in einem
gegen Verdrehung gesicherten Gewichty sitzt. Mit dem Zahnrade g steht ein zweites Zahnrad
h im Eingriff und beide. Zahnräder sind in einem Gestell i gelagert.
Auf der Achse k des Zahnrades h sitzt zwischen zwei Losscheiben m η eine Festscheibe /,
und parallel zu der Achse k ist eine Welle ο gelagert, auf welcher die Riemscheibeρ von
der Breite der drei Scheiben Im η sitzt. Die Scheiben sind durch einen offenen und einen
gekreuzten Riemen r s mit einander verbunden, deren Riemengabelstange t an einem doppel-
armigen Hebel u hängt, der auf dem Gestell i gelagert ist. Der eine Hebelarm umschliefst
die Hülse des Fliehkraftreglers v, welcher durch ein Vorgelege von der Welle ο umgetrieben
wird, während der andere Hebelarm von einem Ring χ auf der Spindel f überfafst wird und
ein Ausgleichgewicht w trägt.
Die vorbeschriebene Einrichtung arbeitet während des Umlaufes des Windrades in folgender
Weise:
Die Welle o, welche von dem Windrade a umgetrieben wird, überträgt ihre Drehungen
sowohl auf den Regler ν als auch auf die Riemen r und's. Letztere laufen, so lange der
Wind das Rad mit der gewünschten Geschwindigkeit gleichmäfsig umdreht, auf den Losscheiben
η und m, weil in diesem Falle der Regler ν umläuft, ohne durch den Hebel u
und die Riemengabel t die Riemen so zu verschieben, dafs der eine oder der andere auf
die Festscheibe / gebracht wird. Auch kleine Veränderungen der Windstärke, welche fast
fortwährend auftreten, veranlassen keine Umsteuerung der Einrichtung, da von solchen
kleinen Veränderungen derWindkraft die gleichmäfsige Schwungbewegung der Welle ο kaum
beeinflufst und selbst dann der Regler ν nur so wenig verschoben wird, dafs die Riemen r
und s auf den Losscheiben η und in verbleiben.
Das Wendegetriebe wird auch dann nicht beeinflufst, wenn durch heftige, kurze Windstöfse
(Böen) die Flügel aus dem Winde geworfen werden, wie schon anfangs erwähnt worden ist. Durch solche Böen werden nämlich
die Flügel derart schnell und kräftig aus dem Winde geworfen, dafs die Stange c durch
das Stellwerk b plötzlich nach oben gezogen und dabei das Gewichty mit gehoben wird, während
das Steuerungsgetriebe diesem plötzlichen Zuge nicht so schnell folgen kann. Sind die
Flügel aus dem Winde gerückt und hat der Windstofs nachgelassen, so zieht das Gewicht
die Stange c wieder hinab und stellt die Flügel wieder gegen einen minder starken Wind ein.
Aendert die Windstärke sich in gewissen Grenzen, so ändert sich auch die Geschwindigkeit
der umlaufenden W'elle ο und damit wird durch Verschiebung des Reglers v, des
Hebels u und der Riemengabel t der eine von den beiden Riemen r und s auf die Festscheibe
/ gebracht.
Angenommen, es sei der Wind stärker geworden. Dann wird durch den Regler ν und
den Hebel u die Riemengabelstange gehoben und somit der Riemen r auf die Festscheibe /
geschoben. Die Achse k wird also gedreht, und zwar in einem solchen Sinne, dafs durch
die Zahnräder h g die Spindel ef in der schweren Gewichtsmuttery nach aufwärts geschoben
wird. Dadurch wird das Stellwerk b der Windflügel derart bewegt, dafs die Flügel mehr aus
dem Winde gebracht werden. Eine Folge hiervon ist aber, dafs die soeben erhöhte Geschwindigkeit
des Rades wieder auf die frühere Geschwindigkeit sinkt, der Regler ν mit Hebel u
und Riemengabel t zurückfällt, der Riemen r wieder auf die Losscheibe η gelangt, somit die
Achse k und das Getriebe h g zum Stillstande kommen und die Aufwärtsverschiebung der
Spindel ef aufhört.
Die hier beschriebene Umsteuerung vollzieht sich sehr schnell, so dafs die Welle ο sofort
wieder auf ihre normale Geschwindigkeit zurückgebracht wird.
Wird der Wind schwächer, so sinken Regler v, Hebel u und Riemengabel t, und der gekreuzte
Riemen s gelangt auf die Festscheibe /. Alsdann wird das Getriebe h g so gedreht, dafs
die Spindel ef sich abwärts bewegt und dadurch die Windradflügel mehr gegen den Wind
angestellt werden, um trotz des schwächeren Windes die bisherige Umlaufsgeschwindigkeit
des Rades α and der Welle ο zu erhalten.
Damit, sobald die Flügel genügend gegen den Wind gestellt sind, ein weiteres Abwärtsbewegen
der Spindel verhindert wird, ist der Ring χ auf der Spindel ef angeordnet, welcher beim Niedergehen
der Spindel auf den gehobenen Arm des Hebels u drückt und den Hebel u mit dem
Regler ν und der Riemengabel t wieder in die normale Stellung bringt, wodurch gleichzeitig
der Riemen s wieder von der Festscheibe / entfernt wird.
Anstatt des Zahnradgetriebes h g kann auch ein anderes Getriebe zwischen der Riemscheibenwelle
k und der Schraubenspindel ef vorhanden sein.
Da die vorbeschriebene Einrichtung eine besondere Gleichmäfsigkeit und gleichbleibende
Geschwindigkeit des Umlaufes des Windrades gewährleistet, ist durch sie das Windrad zum
Antrieb elektrischer Maschinen und zur Ladung von Accumulatoren geeignet geworden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Regelvorrichtung für Windräder mit durch ein von einem Regler beherrschtes Wendegetriebe verstellbaren Flügeln, dadurch gekennzeichnet, dafs eine zwischen dem Wendegetriebe und dem Stellwerk der Windradflügel eingeschaltete Schraubenspindel (ef), welche bei den gewöhnlichen Schwankungen in der Umdrehungsgeschwindigkeit von dem Wendegetriebe gesteuert wird, sich auch unabhängig von dem Wendegetriebe bei starkem Windstofs durch das Flügelstellwerk mit ihrer schweren und gegen Drehung gesicherten Mutter (y) anheben läfst, worauf letztere die hierbei aus dem Winde gedrängten Flügel durch ihre Schwere wieder in den Wind hineinzieht, wenn der Windstofs vorbei ist.
- 2. Ausführungsform der Regelvorrichtung für Windräder nach Anspruch ι mit einem offenen und gekreuzten Riemenantrieb als Wendegetriebe zwischen Regler und Schraubenspindel, dadurch gekennzeichnet, dafs der Riemensteller (t) mit dem Regler (v) durch einen zweiarmigen Hebel (u) verbunden ist, dessen einer Arm am Regler befestigt ist und dessen anderer Arm unter einem Ansatz (x) der Schraubenspindel (ef) liegt, so dafs die bei abflauendem Winde, sich verschiebende Spindel den Hebel, Regler, Riemensteller , und Riemen wieder in die normale Ruhelage zurückschiebt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE123805C true DE123805C (de) |
Family
ID=392634
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT123805D Active DE123805C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE123805C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005026141B4 (de) | 2005-06-06 | 2019-07-25 | Imo Momentenlager Gmbh | Windkraftanlage mit einer Lagereinheit für ein langgestrecktes Rotorblatt |
| DE102005063678B3 (de) | 2005-06-06 | 2020-01-23 | Imo Momentenlager Gmbh | Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage mit einer Lagereinheit für ein langgestrecktes Rotorblatt |
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0
- DE DENDAT123805D patent/DE123805C/de active Active
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005026141B4 (de) | 2005-06-06 | 2019-07-25 | Imo Momentenlager Gmbh | Windkraftanlage mit einer Lagereinheit für ein langgestrecktes Rotorblatt |
| DE102005063678B3 (de) | 2005-06-06 | 2020-01-23 | Imo Momentenlager Gmbh | Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage mit einer Lagereinheit für ein langgestrecktes Rotorblatt |
| DE102005063678C5 (de) | 2005-06-06 | 2025-01-30 | Imo Momentenlager Gmbh | Verfahren zum Betrieb einer Windkraftanlage mit einer Lagereinheit für ein langgestrecktes Rotorblatt |
| DE102005026141C5 (de) | 2005-06-06 | 2025-03-27 | Imo Momentenlager Gmbh | Windkraftanlage mit einer Lagereinheit für ein langgestrecktes Rotorblatt |
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