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Zuführvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Zuführvorrichtung
mit einem Schieber, dessen Hin- und Herbewegung von der Auf- und Abbewegung eines
Maschinenstößels abgeleitet ist, indem eine mit dem Maschinenstößel bewegungsgekuppelte
Antriebszahnstange schieberantriebsseitig über ein frei drehbar auf einer die Abtriebswelle
darstellenden Lagerachse gelagertes Ritzel mit einem übersetzungsgetriebe zusammenwirkt,
von dem aus die Antriebsbewegung auf den Schieber übertragen wird, sowie mit Mitteln,
die einen Stillstand des Schiebers bei Weiterlauf des Antriebs gestatten.
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Eine bekannte Vorrichtung dieser Art (französische Patentschrift 846
904) besitzt für diese Zwecke am Stößel einen Zapfen und an der Antriebszahnstange
ein Langloch. Die Mittel, die hier einen Stillstand des Schiebers bei Weiterlauf
des Antriebs gestatten, ergeben in höchst unerwünschter Weise starke Schläge zu
Beginn des Vor- und Rückhubes. Zunächst setzt sich der Stößel aus dem Stillstand
in Bewegung. Erst wenn der Stößel eine ziemliche Geschwindigkeit erreicht hat, gelangt
der Zapfen des Stößels an das Stirnende des Langloches der Antriebszahnstange, um
diese mitzunehmen. Auf diese Weise entsteht jedesmal ein für die Maschine und die
Zuführvorrichtung höchst nachteiliger Schlag im Antrieb. Umgekehrt geschieht das
gleiche beim Rückhub. Auch dort trifft der Stößelzapfen mit beträchtlicher Wucht
an das gegenüberliegende Stirnende des Langloches der Antriebzahnstange.
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Genauso arbeitet eine weitere bekannte Vorrichtung (USA.-Patentschrift
2929485). Dort sind auf einem Gewindeschaft der Antriebszahnstange zwei Paar
Anschläge in Gestalt von Muttern und Kontermuttern vorgesehen. Auch hier bewegt
sich der Stößel mit einem an ihm sitzenden Winkel zunächst ein Stück abwärts, ehe
der Winkel gegen das untere Mutternpaar trifft. Der Winkel hat also beim Auftreffen
auf die Muttern bereits eine beträchtliche Geschwindigkeit. Es entsteht demzufolge
ein heftiger Schlag auf die Zahnstange und den gesamten nachgeschalteten Schieberantrieb.
Das gleiche geschieht beim Rückhub mit umgekehrtem Vorzeichen, indem dann der Winkel
mit Wucht gegen das obere Mutternpaar stößt. Eine solche Beanspruchung der Zuführvorrichtung
an einer Presse ist höchst abträglich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zuführvorrichtung der
eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, bei welcher diese unangenehmen Schläge oder
Stöße vermieden sind. Erreicht ist dieses Ziel erfindungsgemäß in vorteilhafter
Weise dadurch, daß das Ritzel als Kupplungsscheibe einer Rutschkupplung ausgebildet
ist, indem die in einer Radialebene liegende Stirnfläche eines mit dem Ritzel eine
einstückige Baueinheit bildenden Flansches einen Friktionsbelag aufweist, der mit
einem axial hiervor angeordneten, auf Mitnahme mit der Abtriebswelle gekuppelten
Gegenkupplungsscheibe zusammenwirkt, und daß ferner die Abtriebswelle ein drehfest
mit ihr gekuppeltes, die Abtriebsbewegung auf den durch Anschläge hubbegrenzten
Schieber übertragendes Übersetzungsrad trägt, welches als das übersetzungsgetriebe
über ein Gegenrad eine Antriebskurbel treibt, an .der ein mit dem Schieber verbundener
Lenker angelenkt ist.
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In das Übersetzungsgetriebe ist also raumsparend eine Rutschkupplung
unmittelbar eingebaut, die die bisher bekannten Stöße vermeidet. Eine Rutschkupplung
kennt verständlicherweise keine Stöße. Sie spricht sofort bei Beginn der Hubbewegung
sanft und unverzögert an, ohne daß auch nur der leiseste Stoß auf den Schieberantrieb
gelangt. Die eingebaute Rutschkupplung nimmt aber auch am Schiebervorschub-Ende
ebenso sanft und stoßfrei den etwaigen Mehrhub des Stößels auf.
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Alle im Hauptanspruch beanspruchten Merkmale sind somit zur Erreichung
des Zieles des Erfindungsgegenstandes notwendig. Demgemäß wird nur für die Vereinigung
der Merkmale Schutz begehrt.
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Die Verwendung von Rutschkupplungen ist bei Zuführvorrichtungen anderer
Gattung in anderer Ausbildung und Anordnung als Mittel zur Ermöglichung eines Weiterlaufes
des Antriebes bei stillstehendem Vorschub an sich bekannt (deutsche Patentschrift
1126 830).
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes wiedergegeben; und zwar zeigt F P g. 1 eine schematische
Seitenansicht der Zuführvorrichtung und F i g. 2 .einen Schnitt durch die Kupplung
der Vorrichtung nach F i g. 1.
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Der Maschinenstößel 10 ist in der angegebenen Pfeilrichtung
- F i g. 1 - heb- und senkbar angetrieben. Mit dem Stößel 10 verbunden ist
eine Antriebsstange 11, 12, deren oberer Teil 11 mit dem Unterteil 12 lösbar
gekuppelt ist. Dabei ist der Unterteil 12 auf Teilen seiner Länge als Zahnstange
ausgebildet, die mit einem Ritzel 13 zusammenwirkt, das frei drehbar auf einer die
Abtriebswelle darstellenden Lagerachse 14 gelagert und als Kupplungsscheibe
15 ausgebildet ist, indem ein an dem Ritzel vorgesehener Flansch 15 auf seiner Stirnfläche
einen Friktionsbelag 16 trägt, der mit einer Gegenscheibe 17 zusammenwirkt, die
ihrerseits über Keile 18 drehfest mit der Abtriebswelle 14 verbunden ist. Durch
einstellbare Federn 19 ist die Gegenscheibe 17 axial federnd einstellbar,
so daß die Teile 15, 16 und 17 eine Rutschkupplung bilden.
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Bei 20 ist diese Abtriebswelle 14 innerhalb des Antriebsgehäuses gelagert
und trägt ferner am Ende ein Zahnrad 21, das als Übersetzungsrad dient. Von diesem
Rad 21 wird die Abtriebsbewegung auf ein Gegenrad 22 weitergegeben und von hier
aus auf eine Kurbel 23, an der bei 24 ein Lenker 25 angelenkt ist, der bei 26 eine
Verbindung mit dem Schieber 27 herstellt. Dieser Schieber 27 ist durch Anschläge
28 und 29 hubbegrenzt.
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Die Arbeitsweise der Vorrichtung versteht sich wie folgt. Wird beispielsweise
der Maschinenstößel 10
nach oben bewegt, führt der Schieber 27 über das Getriebe
21 bis 26 gesteuert seinen Vorschubhub aus, .der jedoch durch den Anschlag 28 begrenzt
wird. Zu diesem Zeitpunkt ist aber der eigentliche Stößelhub der Maschine noch nicht
beendet, so daß der Überhub von der Rutschkupplung 15,16,17 aufgenommen wird. Ist
nun die volle Hubhöhe des Stößels 10 erreicht, so daß der Niedergangshub wieder
beginnt, wird unmittelbar zu Beginn des Stößelniederganges die Rutschkupplung 15,16,17
in der Gegenrichtung mitgenommen, so daß der Schieber 27 uriverzögert zurückgeht,
bis er am Anschlag 29 zur Begrenzung des Rückhubes anschlägt. Der Resthub des Stößels
10 wird wieder von der Rutschkupplung 15, 16, 17 aufgenommen. Die Rutschkupplung
15, 16, 17, die hier zur Aufnahme eines Überhubes benutzt wird, bewirkt eine Bewegung
des Schiebers 27 nur im Bereiche zwischen seinen Schieberanschlägen 28, 29, während
sämtlicher Überhub -des Stößels 10 den Schieber 27 nicht beeinflussen kann.
Es wird hier also mit baulich einfachen aber besonders wirkungsvollen Mitteln eine
zuverlässig arbeitende überhubausgleichsvorrichtung geschaffen.