DE1299507B - Verfahren zum pneumatischen Mischen von Mischgut mittels periodisch verlaufender Blasvorgaenge - Google Patents

Verfahren zum pneumatischen Mischen von Mischgut mittels periodisch verlaufender Blasvorgaenge

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DE1299507B
DE1299507B DEK57438A DEK0057438A DE1299507B DE 1299507 B DE1299507 B DE 1299507B DE K57438 A DEK57438 A DE K57438A DE K0057438 A DEK0057438 A DE K0057438A DE 1299507 B DE1299507 B DE 1299507B
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DE
Germany
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blowing
period
blowing period
mixing
mix
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Pending
Application number
DEK57438A
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English (en)
Inventor
Konishi Joshiaki
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kawasaki Heavy Industries Ltd
Original Assignee
Kawasaki Heavy Industries Ltd
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Publication date
Application filed by Kawasaki Heavy Industries Ltd filed Critical Kawasaki Heavy Industries Ltd
Publication of DE1299507B publication Critical patent/DE1299507B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F33/00Other mixers; Mixing plants; Combinations of mixers
    • B01F33/40Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes
    • B01F33/401Methods

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Accessories For Mixers (AREA)

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum pneumatischen Mischen von Mischgut mittels periodisch verlaufender Blasvorgänge, deren zeitliches Verhältnis innerhalb eines Zyklus zwischen der Blasperiode und der Nichtblasperiode beliebig veränderlich ist und in Anpassung an unterschiedliche Betriebsfaktoren eingestellt wird.
  • Es ist bereits ein derartiges Verfahren bekannt (s. die österreichische Patentschrift 214 750). Hierin wird davon gesprochen, daß die Stärke, die Dauer der aufeinanderfolgenden Druckstöße sowie die Abstände zwischen den einzelnen Druckstößen auch für einen Mischvorgang verschieden gehalten sein können. Dabei wird bekanntermaßen ein Pulsationswind mit Sinuswellensteuerung erzeugt, wodurch jedoch eine wirklich vollkommene Durchmischung nicht erzielt wird.
  • Ferner ist ein Verfahren und eine Einrichtung zum Mischen von pulverförmigem, körnigem und spanartigem Mischgut in einem stehenden Druckbehälter mit Austragkonus durch die deutsche Patentschrift 1 104 801 bekannt. Danach wird die unter hohem Druck eingeblasene Druckluft in den ungefüllten druckdichten Raum oberhalb des Mischgutes auf einen wesentlich niedrigeren Druck expandiert und erst mit diesem niedrigeren Druck abgeblasen, nachdem sich mitgerissenes Mischgut absetzen konnte. Über den zeitlichen Ablauf der Druckschwingungen und auch über die Schwingungsamplitude ist hierin jedoch nichts ausgesagt.
  • Bei diesen bekannten erwähnten Verfahren wird in der Regel zum Fluidizieren, Mischen und Rühren die Luft von dem Boden des Silos her zugeführt.
  • Das erwähnte Pulsieren des Blasstromes wird im allgemeinen deshalb angewendet, damit das Auftreten eines sogenannten Kanalphänomens verhindert ist, bei welchem sich der Blaswind in dem pulverisierten Material einen Teilkanal bildet und demzufolge nur durch das Material hindurchbläst, ohne daß es im Ganzen gemischt wird. Es hat sich jedoch gezeigt, daß der bekannte pulsierende Blaseffekt in vielen Fällen nicht ausreicht, um diese Kanalbildung zu verhindern, die den Wirkungsgrad der Mischung des Materials herabsetzt. Bisher hielt man es dabei für günstig, eine größere Blasstärke zu erzeugen, jedoch ist dies nicht nur unwirtschaftlich, sondern zeigt praktisch gar keine Wirkung.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Wirkungsgrad bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art zu verbessern.
  • Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung besteht darin, daß der zeitliche Ablauf des Blasstromes die Form von Rechteckwellen aufweist, die durch plötzliches Öffnen und Unterbrechen des Blasstromes erzeugt werden. Diese Maßnahme hat sich in überraschender Weise als günstig erwiesen, weil der Mischvorgang in kürzerer Zeit als bisher abläuft.
  • Zwar ist auch bei plötzlichem Öffnen und Unterbrechen des Blasstromes eine gewisse Anstiegs- und Abstiegszeit erforderlich, jedoch ist der Wirkungsgrad dann am besten, wenn diese erfindungsgemäß möglichst klein gehalten wird, so daß der zeitliche Ablauf des Blasstromes die Form von Rechteckwellen mit großer Annäherung aufweist. Es konnte durch Versuche nachgewiesen werden. daß bei der Anwendung dieser erfindungsgemäßen Maßnahme der maximale Wirkungsgrad erzielt wird.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Durchfiihrung des erwähnten Verfahrens dadurch gekennzeichnet, daß zum vollen Öffnen und zum vollen Unterbrechen des Blasstromes ein kontaktlos gesteuertes elektromagnetisches Ventil eingebaut ist. Hierdurch wird der Idealfall nahezu vollständig erreicht, weil das öffnen und das Unterbrechen des Blasstromes eine so kurze Zeit in Anspruch nimmt, daß diese praktisch vernachlässigbar klein ist.
  • Die Erfindung trägt der Erkenntnis Rechnung, daß man zur Erzielung des größtmöglichen Mischeffektes hinsichtlich der Blasdauer verschiedene Faktoren, wie z. B. die Eigenschaften der pulsierenden Materialien, die Stärke des Blaswindes, die Schichttiefe des eingebrachten Gutes u. dgl., berücksichtigen muß. Daher ist es erforderlich, die Blasdauer den jeweiligen Verhältnissen anzupassen. Der erfindungsgemäße zeitliche Ablauf des Blasstromes in Form von Rechteckwellen, dessen Blasstärke also während der Blasdauer konstant gehalten wird und der während der Nichtblasdauer eine Zeitlang völlig abgesperrt ist, gewährleistet gegenüber dem erwähnten bekannten sinusförmigen Verlauf des Blasstromes eine bisher nicht erreichte Sicherheit gegen die erwähnte sogenannte Kanalbildung, und auch hierdurch ist ein besserer Wirkungsgrad bedingt, weil das Material schneller zum Fließen gebracht wird, wobei auch das Taktverhältnis zwischen der Blasperiode und der Nichtblasperiode hinsichtlich der Verschiedenheit der Betriebsfaktoren von Bedeutung ist.
  • In vielen Fällen kann das zeitliche Verhältnis zwischen der Blasperiode und der Nichtblasperiode 1: 1 betragen. Jedoch kann in Anpassung an die verschiedensten Betriebsverhältnisse eine Abweichung hiervon günstig sein, die man sogar während des Betriebes erzeugen kann. Durch diese Veränderung des erwähnten Verhältnisses während des Betriebes ist es leicht möglich, die für den optimalen Blaseffekt feste Einstellung zu erreichen.
  • Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele unter Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigt F i g. 1 drei verschiedene Rechteckwellen des Blasstromes, wie er erfindungsgemäß zum Pulsationsbetrieb verwendet wird, wobei eine Periode mit T bezeichnet ist; F i g. 2 a und 2 b zeigen den sinusförmigen Verlauf des Blasstromes bekannter Art, und Fig. 3 zeigt ein Diagramm mit Meßergebnissen, die bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens aufgenommen wurden.
  • Die in F i g. 1 a, 1 b und 1 c dargestellten Beispiele von Rechteckwellen des pulsierenden Blasstromes sind unterschiedlich hinsichtlich der Dauer der Blasperiode und der Nichtblasperiode, wobei in allen drei Figuren die Blasperiode mit »Ein« und die Nichtblasperiode mit »Aus« sowie eine Gesamtperiode mit T und die während der Blasperiode konstant gehaltene Blasstärke mit H bezeichnet sind.
  • Während der Nichtblasperiode ist der Blasstrom vollständig unterbrochen, also die Blasstärke gleich Null. Die F i g. 1 a zeigt eine Rechteckwelle, bei der das zeitliche Verhältnis zwischen »Ein« und »Aus« 50 : 50 beträgt. Fig. lb zeigt eine Rechteckwelle, bei der die »Aus«-Periode beträchtlich länger im Vergleich zu der »Ein«-Periode ist, während es bei der Rechteckwelle nach F i g. 1 c umgekehrt ist. Hier ist die Blasperiode »Ein« wesentlich länger als die Nichtblasperiode »Aus«.
  • Die in Fig. 2 dargestellte bekannte Pulsation des Gebläsewindes zum Mischen und Rühren von pulverförmigen Materialien in Silos wird bisher üblicherweise durch Drehen von Drosselkiappenventilen erzeugt, wobei die Drosselklappe mit einem Drehmechanismus in Verbindung steht. Dabei ändert sich die Blasstromstärke sinusförmig, d. h., sie beginnt mit einem Minimum, steigt dann in zeitlichem Verlauf langsam an, bis das Maximum erreicht ist, und fällt dann langsam ab, bis das Minimum erreicht ist.
  • Dieser bekannte an und abschwellende Blasstrom unterscheidet sich somit wesentlich von dem stoßweise erzeugten erfindungsgemäßen Blasstrom, dessen zeitlicher Ablauf die Form von Rechteckwellen aufweist, die durch plötzliches Öffnen und Unterbrechen des Blasstromes erzeugt werden. Dabei wird die Blasstärke während der Blasperiode » Ein « konstant gehalten.
  • In dem bekannten Falle kann die Länge der Periode T zwar geändert werden (s. die Fig. 2 a und 2 b), es kann aber nicht das Verhältnis zwischen der Blasperiode » Ein « und der Nichtblasperiode »Aus« in jeder Periode T änderbar sein. Vielmehr bleibt bei dem pulsierenden Blasstrom der bekannten Art gemäß F i g. 2 a und 2 b das Verhältnis zwischen der Blasperiode » Ein « und der Nichtblasperiode »Aus« immer 50 : 50 und kann nicht beliebig geändert werden, was durch die Erfindung aber bezweckt und erreicht wird.
  • Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren ändert sich also der pulsierende Blasstrom in Rechteckwellen, und in dem Augenblick, wenn die Nichtblasperiode » Aus « in die Blasperiode » Ein « übergeht, wird momentan der Blaswind in voller gleichmäßiger Stärke scharf begrenzt in den Mischer eingegeben.
  • Hierdurch wird, wie Versuche bewiesen haben, eine wesentlich vollkommenere Mischung als bisher erzielt, und der Mischvorgang läuft meist in kürzerer Zeit als bisher ab. Dies erklärt sich daraus, daß das Mischen und Aufwirbeln der pulverisierten Substanz in dem Mischer von Beginn bis zum Ende der Blasperiode vor sich geht, während demgegenüber bei einem Pulsationswind mit Sinuswellensteuerung dieser Effekt nicht erreicht wird, weil am Anfang und am Ende der Blasperiode dieser erst langsam auf den vollen Wert anschwillt und dann wieder langsam bis auf Null abfällt und deshalb die Einwirkung auf das Material geringer und somit weniger wirksam ist.
  • Aber nicht allein das Vorhandensein von Rechteckwellen, sondern auch deren Einstellmöglichkeit hinsichtlich des Zeitverhältnisses zwischen der Blasperiode und der Nichtblasperiode ist für die zu erzielende Wirkung wichtig, denn hierdurch ist es möglich, in Anpassung auf die verschiedenen Betriebsfaktoren den optimalen Blaseffekt zu erzielen.
  • Allgemein bedeutet das, daß mit steigendem Verflüssigungsgrad der Materialien der Mischvorgang um so schneller und zuverlässiger durchgeführt werden kann. Dieser Verflüssigungsgrad kann durch das Expansionsverhältnis der fluidifizierten Schicht gemessen werden, so daß, wenn das Expansionsverhältnis in verschiedenen Fällen gemessen wird, dementsprechend die Länge der Blasperiode und die der Nichtblasperiode verändert werden kann, so daß es möglich ist, die Blaswirkung auf den Mischvorgang der pulverisierten Materialien abzuschätzen.
  • Fig. 3 zeigt mit der Zeit T als Abszisse und dem Ausdehnungsverhältnis e als Ordinate die Meßergebnisse, und zwar bei verschieden gewählten Längen der Blasperiode » Ein « und der Nichtblasperiode » Aus « bei Rechteckwellen. Unter Ausdehnungsverhältnis e wird das Verhältnis in Prozent der Höhe eines pulverförmigen Zementes in einem Behälter verstanden, wobei die Höhe vor und nach dem Blasen nach Ablauf einer jeden Zeiteinheit gemessen wird, die als Parameter auf den Kurven aufgetragen ist. Auf diese Weise kann man leicht durch Andern des Verhältnisses zwischen Blasdauer »Ein« und Nichtblasdauer » Aus « Einfluß auf den Mischvorgang nehmen. Es ist erforderlich, für die Ansteuerung Rechteckwellen zu wählen, die am besten den Eigenschaften der pulverisierten Materialien, der Schichttiefe und anderen Faktoren anpaßbar sind.
  • Der obenerwähnte Pulsationsblasstrom mit Rechteckwellenansteuerung kann leicht durch ein kontaktloses Relais in Verbindung mit einem elektromagnetisch betätigten Ventil verwirklicht werden.
  • Die Erfindung soll keineswegs auf eine spezielle Vorrichtung zur Erzeugung des pulsierenden Blasstromes beschränkt werden, aber die Länge der Blasperiode »Ein« und diejenige der Nichtblasperiode »Aus« sind mittels dieser Vorrichtung kurz und liegen zwischen 1 und 20 Sekunden. Dies erfordert ein unaufhörliches Schalten, das zudem noch unter sehr ungünstigen Bedingungen, meist in einer Staubatmosphäre od. dgl., erfolgt. Deshalb ist es noch vorteilhafter, die Schaltvorgänge des Blasstromes mittels des vorerwähnten kontaktlosen Relais usw. durchzuführen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß man für die jeweiligen Betriebsverhältnisse den bestgeeignetsten Pulsationsblasstrom in Gestalt von rechteckigen Wellen wählen kann, so daß der maximale Expansionsgrad erzielt wird und so der größte Mischeffekt erwartet werden kann.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum pneumatischen Mischen von Mischgut mittels periodisch verlaufender Blasvorgänge, deren zeitliches Verhältnis innerhalb eines Zyklus zwischen der Blasperiode und der Nichtblasperiode beliebig veränderlich ist und in Anpassung an unterschiedliche Betriebsfaktoren eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der zeitliche Ablauf des Blasstroms die Form von Rechteckwellen aufweist, die durch plötzliches Öffnen und Unterbrechen des Blasstromes erzeugt werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum vollen Öffnen und zum vollen Unterbrechen des Blasstromes ein kontaktlos gesteuertes elektromagnetisches Ventil eingebaut ist.
DEK57438A 1964-10-21 1965-10-20 Verfahren zum pneumatischen Mischen von Mischgut mittels periodisch verlaufender Blasvorgaenge Pending DE1299507B (de)

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JP6002064 1964-10-21

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DEK57438A Pending DE1299507B (de) 1964-10-21 1965-10-20 Verfahren zum pneumatischen Mischen von Mischgut mittels periodisch verlaufender Blasvorgaenge

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1994019097A1 (de) * 1993-02-26 1994-09-01 MAX-PLANCK-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. Verfahren und vorrichtung zum durchmischen von flüssigkeiten in mikrotiterplatten

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1104801B (de) * 1959-03-13 1961-04-13 Motor Condensator Companie Sch Verfahren und Einrichtung zum Mischen von pulverfoermigem, koernigem und spanartigem Mischgut in einem stehenden Druckbehaelter mit Austragkonus
AT214750B (de) * 1958-12-03 1961-04-25 Gustav Gruen Verfahren und Vorrichtung zum Mischen von pulverförmigem oder feinkörnigem Gut

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