DE1299598B - Drehtrommel zur Herstellung gekoernter oder pulverfoermiger Feststoffe - Google Patents

Drehtrommel zur Herstellung gekoernter oder pulverfoermiger Feststoffe

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DE1299598B
DE1299598B DEC37509A DEC0037509A DE1299598B DE 1299598 B DE1299598 B DE 1299598B DE C37509 A DEC37509 A DE C37509A DE C0037509 A DEC0037509 A DE C0037509A DE 1299598 B DE1299598 B DE 1299598B
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Description

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Es ist bekannt, pulverförmige oder auch gekörnte Diese Berieselung erfolgt jedoch aus einem im Feststoffe dadurch herzustellen, daß man Flüssig- Inneren des Drehrohrs angeordneten »Berieselungskeiten auf die bewegte Oberfläche eines Pulverbettes rohr aus möglichst dünnem Blech, in das gleichaufsprüht, wobei die Flüssigkeiten sich an die Ober- mäßig und parallel möglichst feine Öffnungen geflächen der Pulverteilchen anlagern oder auch mit 5 bohrt worden sind.« Das Wasser wird also nicht verihnen, z. B. unter Hydratbildung, reagieren. Die sprüht, sondern es rieselt in dünnen Strahlen auf das Flüssigkeiten können auch in ein Wirbelbett einge- Trockengut. Auf diese Weise ist es aber — im Untersprüht werden, bei dem sich das Pulvermaterial in schied zum erfindungsgemäßen Problem der Erzeu-Schwebe befindet und wobei die agglomerierten und gung voluminöser Aggregationen — nur möglich, dadurch schwerer gewordenen Teilchen entgegen dem io kompakte Granalien herzustellen. Die Entgegenhal-System herausfallen, während von oben frische Pul- rung weist auch nicht das wesentliche Kennzeichen verteilchen kontinuierlich zugespeist werden. Dieses der festeingebauten Leitschaufeln auf, die das Ma-Verfahren hat aber zwei Nachteile: Erstens wirkt terial rückwärts abrieseln lassen. Des weiteren ist die der zur Erzeugung des Wirbelbettes notwendige Luft- Drehtrommel der britischen Patentschrift 894 773 strom gleichzeitig als Windsichter, so daß nur in 15 zwar mit Leitblechen ausgestattet, doch diese sind Form und Schüttgut ähnliche Pulverteilchen besprüht parallel zur Trommelachse angeordnet und lassen das werden können, und zweitens können zum Ver- Pulver nicht in Richtung auf die Gutaufgabeseite absprühen der Flüssigkeiten nur Einstoffdüsen (Flüs- gleiten.
sigkeitsdruckdüsen) mit geringer Bohrung Verwen- In der deutschen Patentschrift 1197 064 ist bereits dung rinden, weshalb die Auswahl an aufsprühbaren ao erwähnt, daß die in einer Stirnwand montierte Düse, Flüssigkeiten verhältnismäßig gering ist. die in der Zeichnung waagerecht angeordnet ist, auch Die bisher noch nicht gelöste Aufgabe, die der abwärts gerichtet sein kann, und zwar im Falle der vorliegenden Erfindung zugrunde liegt, besteht nun Doppelkonustrommel, die nur chargenweise arbeitet darin, eine Vorrichtung zu schaffen, mittels der aus und bei der das Material durch die am Mantel angeverschiedensten Pulverstoffen, die sich in Form und 25 ordnete Einfüllöffnung wieder ausgetragen wird. Schüttgewicht weitgehend voneinander unterscheiden Schließlich beschreibt die deutsche Patentschrift können, und einer oder mehrerer Flüssigkeiten, die 937495 eine kegelstumpfförmige Granuliertrommel, auch hochviskos bzw. in Form eines Breies vor- Die Vorrichtung trägt keine Einrichtung zur Beliegen können, in einem einzigen Arbeitsgang ein sprühung, ganz abgesehen davon, daß Materialzueinheitliches trocken-pulverförmiges oder auch 30 führung und Austrag auf derselben Seite erfolgen, voluminös gekörntes, festes Produkt hergestellt wer- Im Gegensatz zu der erfindungsgemäßen Vorrichden kann, und zwar nicht nur im Chargenbetrieb, tang läßt sich in einer Trommel, deren Achsenlänge sondern vorzugsweise kontinuierlich. Als derartige kleiner ist als ihr Durchmesser, eine gleichmäßige Vorrichtung bietet sich eine Drehtrommel an. Vermischung der Pulverstoffe untereinander und mit Die erfindungsgemäße Drehtrommel zur Herstel- 35 den Flüssigkeiten im kontinuierlichen Betrieb nicht lung gekörnter oder pulverförmiger Feststoffe durch durchführen, da der Weg des Pulvers durch die Aufsprühen von Flüssigkeiten auf Pulverstoffe mit Trommel hindurch in Richtung der Trommelachse zu unerschiedlicher Korngröße und verschiedenem kurz ist, so daß das ausfallende Material in der Zu-Schüttgewicht unter gleichzeitigem Mischen, ist da- sammensetzung ungleichmäßig ist. Eine Verlängerung durch gekennzeichnet, daß die Trommel ein Verhält- 40 der Trommelachse verbessert bekanntlich eindeutig nis Achsenlänge zu mittlerem Durchmesser in den die Gleichmäßigkeit des Produktes. Aus aufsprüh-Grenzen zwischen 3 :1 und 1,1:1, vorzugsweise technischen Gründen hat aber andererseits eine zu zwischen 2,5 :1 und 1,3 :1, aufweist, ferner Leit- lang geformte Trommel wieder gewisse Nachteile, so schaufeln an der Innenwand, die gegenüber den Achs- daß das günstigste Verhältnis Achsenlänge zu mittparallelen so geneigt sind, daß sie bei der Rota- 45 lerem Durchmesser zwischen den Grenzen 3:1 und tion der Trommel an der aufsteigenden Seite einen 1,1:1, vorzugsweise zwischen 2,5 :1 und 1,3 :1, Teil des Pulvers in Richtung nach der Aufgabeseite liegt. Eine etwas längere Trommel — also z. B. bei abgleiten lassen, schließlich eine oder mehrere einem Längen-zu-Durchmesser-Verhältnis zwischen Sprühdüsen, die durch die an der Gutaufgabeseite 3 :1 und 2,5 :1 — kann dann von Vorteil sein, wenn liegende Stirnwand schräg abwärts in die Trommel 50 sich nach der Besprühungszone noch eine behineinragen. sprühungsfreieZone anschließt, in der noch trockenes Diese Drehtrommel kann zylindrisch sein. Sie Pulvermaterial ohne Flüssigkeitsaufsprühung zugekann aber auch einseitig konisch ausgebildet sein, mischt werden kann, um hierdurch eine Abtrockwobei die Sprühdüsen, die Gutaufgabe und die Luft- nung der Oberflächen der Agglomerate zu erzielen, abführung in der größeren Stirnwand angeordnet 55 Für die Waschmittelfabrikation z. B. eignen sich zu sind. Im letzteren Falle kann die kleinere Stirnwand diesem Zweck insbesondere voluminöse Natriumdidurch einen kreisrunden, konzentrischen Deckel ver- und -triphosphate, Magnesiumsilikat, auch Soda und schließbar sein. Dieser Deckel rotiert beim Betrieb andere hydratbildende Stoffe.
der Trommel mit und hat die Aufgabe, die Vorrich- Beim kontinuierlichen Betrieb werden die Pulvertang auch im Chargenbetrieb benutzen zu können. 60 stoffe von der einen Stirnseite aus in die Trommel ge-In weiteren Ausführungen wird die Arbeitsweise der bracht und an der anderen Stirnseite ausgetragen. Vorrichtung näher erläutert. Dabei ist bei kontinuierlichem Betrieb bekanntlich Aus der deutschen Patentschrift 528 808 ist eine wesentlich, daß das Volumen des Pulvers weniger zylindrische Granuliertrommel bekannt, bei welcher als ein Drittel, vorzugsweise weniger als ein Fünftel, das Verhältnis Achsenlänge zu Durchmesser größer 65 des Innenraumes der Trommel beträgt, da sonst der als 1 ist, der Trommelmantel zur Erzeugung eines Mischeffekt ungenügend ist und das Aufsprühen er-Materialflusses gegen die Horizontale geneigt ist und schwert wird. Insbesondere aber dann, wenn ein das zu granulierende Gut mit Wasser berieselt wird. grobkörnig-voluminöses Produkt angestrebt wird, des-
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sen Einzelkörner aus vielen, kleineren Einzelpartikel- Flüssigkeitsdruckmischdüsen Verwendung finden, bei chen so zusammengefügt sind, daß gleichzeitig Luft- denen beide Flüssigkeiten unter Druck der Düse zuräume eingeschlossen werden, muß der Füllungsgrad geführt werden, die dann in der Düse oder vorzugsder Trommel niedrig gehalten werden. Man erzielt weise an ihrem Austritt vermischt werden. Im allgedies in an sich bekannter Weise dadurch, daß man 5 meinen ist es jedoch günstiger, mit Luftdruckmischdas Material über einen Stauring auslaufen läßt. Die düsen, die an sich nicht zum Gegenstand der Erfin-Ringbreite des Staurings soll in den Grenzen von ein dung gehören, zu arbeiten, bei denen die beiden Viertel bis ein Vierzigstel des mittleren Trommel- Flüssigkeiten am Düsenaustritt bzw. hinter diesem durchmessers liegen. Über diesen Stauring oder zusammentreten. Meist werden dazu Düsen mit Überlaufring läuft das Fertigprodukt kontinuierlich io einem zentralen Durchgang und zwei, diesen umab. Die Schichthöhe des Pulvermaterials in der Trom- gebende Ringkanäle verwendet, wobei durch das zenmel muß jedoch ausreichen, um in der Besprühungs- trale Rohr und den inneren Ringkanal die Flüssigzone die Leitschaufeln zu bedecken, so daß die Flüs- keiten und durch den äußeren Ringkanal die Drucksigkeit nicht auf die Leitschaufeln auftreffen kann, luft zugeführt wird, wobei eine sehr feine und gleichwas zu Verklumpungen führen würde. Da eine 15 mäßige Flüssigkeitsverteilung erzielt wird. An Stelle geringe Schichthöhe für den kontinuierlichen Betrieb von Kaltluft kann bei den Luftdruckdüsen bekannt- und zur Erzielung voluminös-körniger Produkte von lieh auch Wasserdampf oder heiße Luft verwendet Vorteil ist, sind viele, aber schmale Leitschaufeln werden, wobei im letzteren Falle schon während des günstiger als wenige, aber breite Schaufeln. Versprühens in der Luft eine gewisse Konzentrierung
Die an der Innenseite des Trommelmantels fest 20 beim Einsatz von wasserhaltigen Tröpfchen erreicht
montierten Leitschaufeln können, wie üblich, eben wird.
oder gekrümmt sein. Wesentlich ist hierbei, daß sie So kann man bei der Herstellung von z. B. Wasch-
nicht zur Trommelachse parallel stehen, sondern so mitteln mit Hilfe einer Mischdüse das anionogene
geneigt sind, daß bei der Drehung der Trommel die Tensid oder Tensidgemisch, die sich untereinander
aufsteigenden Schaufeln, die einen Teil des Pulver- 25 nicht mischen lassen, gleichzeitig auf das Substrat
materials hochheben, einen wesentlichen Anteil aufsprühen, wodurch eine sehr gleichmäßige Ver-
davon in Richtung auf die Aufgabeseite der Trom- teilung und ein sehr homogenes Produkt zustande
mel abgleiten lassen. In Richtung des Materialflusses kommt. Man kann auch mit der Mischdüse eine
wirkt die durch das Aufsprühen hervorgebrachte wäßrige Silikatlösung, die auch mit der Lösung des
kinetische Energie der Flüssigkeit bzw. der Ver- 30 anionogenen Tensids gemischt sein kann, gleichzeitig
sprühungsluft und die Neigung der unteren Mantel- mit einem damit nicht mischbaren nichtionogenen
linie der Trommel. Tensid oder mit einem Lösungsmittel usw. besprühen.
Die Düsen ragen in bekannter Weise, durch die Man kann das Verfahren chargenweise durchführen,
eine Stirnseite in die Trommel knapp hinein. Sie In diesem Falle ist die Apparatur geschlossen bis auf
können so während des Betriebes der Trommel gerei- 35 die Flüssigkeits- bzw. Luftzuführung und die Abluft-
nigt und gegebenenfalls ausgewechselt werden. Es ist führung. Beim Chargenbetrieb kann der Füllungsgrad
zweckmäßig, die Düsen so auszurichten, daß sie auf der Trommel höher sein als beim kontinuierlichen
die Pulveroberfläche, die eine an der aufsteigenden Arbeiten, soll aber keinesfalls 40% erreichen. In
Trommelwand schräg emporsteigende Ebene dar- diesem Falle werden sich die beiden transversalen
stellt, zeigen und den Sprühwinkel so zu wählen, daß 40 Bewegungskomponenten des Mischgutes gegenseitig
der Sprühkegel einen möglichst großen Teil der Pul- ausgleichen.
veroberfläche bestreicht. Da von den aufsteigenden Wenn man jedoch kontinuierlich arbeitet, was im
Leitschaufeln nicht das gesamte Pulver in Richtung allgemeinen die bevorzugte Betriebsart sein wird,
auf das Aufgabeende abgleitet, sondern ein Teil dann muß die in der Materialflußrichtung liegende
davon auch in Form eines Vorhanges auf die Pul- 45 Bewegungskomponente dominieren wie oben darge-
veroberfläche abrieselt, erfolgt das Versprühen teil- legt wurde,
weise auch in diesen Vorhang hinein. Eine weitere Variable ist bekanntlich die Um-
Bei gleichzeitigem Sprühen mit mehreren Düsen drehungsgeschwindigkeit der Trommel. Eine Erist es günstig, wenn die Sprühkegel der Düsen sich höhung der Umdrehungsgeschwindigkeit bringt einen nicht gegenseitig zu stark überschneiden, um eine zu 50 höheren Mischeffekt und gleichzeitig eine höhere starke örtliche Flüssigkeitströpfchendichte an der Oberflächenerneuerungsrate an der Aufsprühfläche, Pulveroberfläche zu vermeiden. Es können Einstoff- d. h. der Pulveroberfläche, die sich einerseits durch (Flüssigkeitsdruck^DüsenoderZweistoff-^uftdruck-) die vertikale Bewegung in Richtung auf das AusDüsen Verwendung finden, wobei der Verwendung tragsende, hauptsächlich aber durch eine überstürvon Zweistoffdüsen der Vorzug gegeben wird, da es 55 zende Bewegung beim Hochziehen an der aufsteigenhierbei möglich ist, Düsen mit großem Querschnitt den Trommelwand und insbesondere durch das von (z. B. 6 bis 10 mm Bohrung) zu verwenden, bei den Schaufeln auf die Pulveroberfläche herabdenen die Verstopfungsgefahr wesentlich verringert rieselnde Pulver ständig erneutert. Die Umdrehungsist. Aus demselben Grunde lassen sich aus Zwei- geschwindigkeit der Trommel kann bekanntlich stoffdüsen noch hochviskose Sirupe und Breie ver- 60 zwischen 3 und 35 Umdrehungen pro Minute liegen, sprühen, was bei der Einstoffdüse entweder erheb- wobei Form und Größe der Schaufeln ebenfalls von liehe Schwierigkeiten bereiten würde bzw. überhaupt Bedeutung sind. Zu breite Schaufeln haben nicht nur nicht durchführbar wäre. den Nachteil, daß sie nur einen höheren Füllungs-
Vielfach ist es auch zweckmäßig, zur Versprühung grad der Trommel erlauben, sondern, besonders bei von zwei verschiedenen Flüssigkeiten, die nicht schon 65 stark aufgebogenem seitlichem Rand, die Eigenvor der Versprühung vermischt werden können, be- schaft, daß der in die Mitte der Trommel herabkannte Mischdüsen zu verwenden, da das Aufsprüh- rieselnde Pulveranteil (Pulvervorhang) bei höheren produkt dadurch homogener wird. Dabei können Rotationsgeschwindigkeiten erst in der absteigenden
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Trommelhälfte abfällt. Schmale, aber zahlreiche Leit- fläche auftrifft und die Aufsprühflächen mehrerer schaufeln, die keinen oder nur einen niedrigen Rand Düsen sich nicht so stark überschneiden. F i g. 2 aufweisen, sind weitaus günstiger. Der Rand der Leit- zeigt eine günstige Ausführungsform. In eine konisch schaufeln steht zweckmäßiger- und bekannterweise geformte Drehtrommel wird von der größeren Stirnnicht senkrecht, sondern unter einem Winkel von 5 seite aus mit den Düsen c und d eingedüst. Die z. B. 45° zur Leitschaufel. Die Neigung der Leit- untere Mantellinie der Trommel ist um 2° nach der schaufehl (auf der aufsteigenden Trommelseite) gegen schmalen Stirnseite hin abgesenkt; der Überlaufeine durch die Trommelachse gelegte Ebene kann ringe hat eine Breite von 0,128mal dem mittleren bekanntlich um so steiler sein, je höher die Um- Trommeldurchmesser bzw. ein Fünftel des Durchdrehungsgeschwindigkeit der Trommel gewählt wer- io messers der Auslaufstirnseite der Trommel. Auch den soll. hier wird das Pulvergemisch bei α eingebracht, und Die Sprühmischtrommel soll keine Mischwerk- die Leitschaufeln b heben auf der aufsteigenden Seite zeuge enthalten, die nicht fest mit der Trommelwand das Pulver hoch und lassen einen wesentlichen Anverbunden sind. Solche beweglichen Mischwerkzeuge teil davon nach links — entgegen der Arbeitsrichtung können zwar die Durchmischung fördern, sind jedoch 15 der Trommel — abgleiten. F i g. 2 a zeigt den Schnitt für das Aufsprühen der Flüssigkeit ein erhebliches in Höhe der Gesamtpulveroberfläche. Man sieht hier Hindernis und haben außerdem den Nachteil, daß sie deutlich, daß bei dieser Anordnung die beiden Aufdurch schlagende Bewegungen den Aufbau von grob- sprühflächen (Sprühellipsen Fc und Fd) die Gesamtkörnigen Strukturen stören. pulveroberfläche weitgehend erfassen und sich dabei
Die Trommel kann zylindrische Form aufweisen, 20 nur sehr wenig überschneiden.
wie sie in Fi g. 1 gezeigt wird. Das Pulver wird Die Abführung der durch die Luftdruckdüsen zubei α eingegeben. Aus der Zeichnung sind weiterhin geführten Luft geschieht in bekannter Weise durch die Leitschaufehl b erkennbar, die auf der aufsteigen- eine mit Ventilator und Staubabscheidung versehene den Seite einen Teil des Pulvermaterials nach links Entlüftungseinrichtung. Bei der Ausführungsform abgleiten lassen, die Sprühdüsen c und d und der 25 der Fig. 2 kann diese Luftabführung/zweckmäßiger-Überlaufring e, dessen Breite hier knapp ein Viertel weise an der größeren Stirnseite angeordnet werden, des Trommeldurchmessers beträgt. Die Düsen sind wodurch sich der Vorteil ergibt, daß die kleinere auf die Pulveroberfläche gerichtet mit Neigung in der Stirnseite dann ausschließlich für die Materialabfüh-Arbeitsrichtung. Durch den Pulverrückfall von den rung durch die Schleuse jfc genutzt werden kann. Die Leitschaufehl wird eine geringe Pulverbewegung zur 30 Tiefe des Pulverbettes wird durch die Breite des Stau-Aufgabenseite hin hervorgerufen. Das Fertigprodukt rings e begrenzt. Nach der Besprühungszone ist noch fließt über den Stauring ab. Für den Fall, daß eine eine weitere Kammer angeordnet, die durch den Nachmischzone vorgesehen ist, bei der dem Auf- Stauring g begrenzt ist. In diese Kammer kann durch sprühprodukt noch trockenes Pulver zugemischt wer- das Zuteilerrohr h noch weiteres Pulvermaterial zugeden soll (Rohrh, Fig. 1), können zwei Stauringe 35 führt und mit dem bereits besprühten Material geangeordnet werden. Der erste befindet sich hinter der mischt werden. Das Fertigprodukt läuft dann über Aufsprühzone und der zweite am Ende der Trommel. den Stauring g ab. Die Laufkränze i laufen auf An-Über den letzteren fließt dann das Fertigprodukt ab. triebs- bzw. Stützrollen.
In Fig. 1 ist eine solche Ausführungsform mit einem Aus der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform erzweiten Stauring / gezeigt. 40 gibt sich noch der weitere Vorteil, daß mit Hilfe
Zur vollständigen Entleerung der Trommel nach einer einfachen Zusatzkonstruktion die Trommel
Abschluß der Produktion kann eine bewegliche Ent- . vom kontinuierlichen Betrieb auf Chargenbetrieb um-
leerungsschaufel g angeordnet werden, die zur Ent- gestellt werden kann. In F i g. 3 ist eine solche Appa-
leerung nach unten steht und das entgegenkommende ratur skizziert.
Material herausholt. Während der Produktion wird 45 Durch α wird das Pulvermaterial eingebracht und diese nach oben gestellt. An der Stelle, an der diese die bis an den Stauring e reichende Pulveroberfläche Entleerungsschaufeln angeordnet sind, kann natür- durch die Düsen c und d besprüht. Die Leitschaulich keine an der Trommelwand fest montierte Leit- fehl b sorgen — wie schon bei den vorhergehenden schaufel angebracht werden. Über den Ventilator i Apparaturen beschrieben — für die Quermischung wird die durch die Sprühdüse eingebrachte Luft abge- 50 und durch die infolge der Umdrehung an sich schon saugt und über einen Zyklon geleitet, in dem Staub- gegebene Vertikalvermischung für eine rasche Oberanteile zurückgehalten werden, die über α wieder in flächenerneuerung. Bei / mündet ein weiteres Rohr in die Trommel gebracht werden. Die durch das Be- die Trommel, das sowohl der Luftabführung dient sprühen entstandenen schweren Agglomerate wer- als auch der raschen Einfüllung der Pulverbestandden durch die Schleuse k ausgetragen. 55 teile bei Chargenbetrieb. Bei Chargenbetrieb wird die
Von den Leitschaufeln b sind der Übersichtlichkeit kleinere Stirnseite durch den kreisrunden Deckel g
wegen nur zwei Reihen gezeichnet, während in Wirk- verschlossen, der in den Stauring e paßt. Der Deckel
Iichkeit eine größere Anzahl (z.B. sechs bis zwölf) rotiert mit und wird durch die Federh angedrückt,
eingebaut werden. F i g. 1 a zeigt einen Schnitt durch Zur raschen Entleerung wird der Deckel g etwas
die Trommel auf der Höhe der Pulveroberfläche. Man 60 zurückgezogen in die in der Figur bezeichnete Stel-
erkennt die Aufsprühflächen der beiden Düsen Fc lung und so fixiert, daß die Entleerungsschaufel i
und Fd, welche die Gesamtpulveroberfläche zum unten eingreift und dafür sorgt, daß bei der weiteren
größten Teil erfassen. Rotation der Trommel, die zweckmäßigerweise ent-
Die Trommel kann auch konisch ausgebildet sein. gegen der Arbeitsrichtung erfolgt, eine vollständige
In diesem Falle empfiehlt es sich jedoch, das Auf- 65 Entleerung erfolgt. Bei kontinuierlichem Betrieb wird
sprühen nicht von der kleineren Stirnseite, sondern der Deckel g ebenfalls in der zurückgezogenen Stel-
von der größeren aus erfolgen zu lassen, da dann lung fixiert, wobei aber die Entleerungsschaufel i
der Sprühkegel nicht zu flach auf die Pulverober- nach oben gestellt wird.
F i g. 3 a zeigt den Deckel g und die Schaufel i in der Draufsicht. Das ausfallende Material kann über einen kleinen Bunker und die Entleerungsschleuse k ausgetragen werden.
Das durch die Einführung a, die vorzugsweise als Schnecke ausgebildet ist, kontinuierlich zugeführte Pulver kann aus mehreren Bestandteilen bestehen, die durch ein gemeinsames kontinuierliches Einlaufen in einen Trichter, der die Schnecke« speist, vorgemischt werden können, so daß die durch die Mischorgane der Trommel zusätzlich zustande kommende Mischwirkung vollkommen ausreicht, um einerseits eine homogene Trockenmischung, andererseits aber auch durch die ständige Vermischung der besprühten Teilchen eine gleichmäßige Besprühung des Materials zu erzielen, so daß bei k ein völlig homogenes Fertigprodukt entnommen wird.
Bei diskontinuierlicher Arbeitsweise kann der Füllungsgrad der Trommel wesentlich erhöht werden, doch sollte das Volumen des Endproduktes dabei weniger als 40 %>, normalerweise höchstens ein Drittel des Gesamtvolumens der Trommel betragen. Bei kontinuierlichem Betrieb soll der Füllungsgrad weniger als ein Drittel, normalerweise weniger als ein Viertel und vorzugsweise weniger als ein Fünftel betragen.
Die erfindungsgemäße Drehtrommel eignet sich sehr gut zur Herstellung von Waschmitteln, und zwar bevorzugt für solche in voluminöser, grobkörniger Form. Insbesondere im kontinuierlichen Betrieb lassen sich voluminöse, grobe Agglomerate aufbauen, die ein gut rieselndes und nicht stäubendes Produkt ergeben. Auch technische Reinigungsmittel, Zusatzstoffe für Lebensmittel und Viehfutter sowie viele andere chemisch-technische Pulverprodukte lassen sich in der erfindungsgemäßen Drehtrommel in besonders ansprechender Form und mit guten Gebrauchseigenschaften herstellen. Es lassen sich alle Arten von Pulverstoffen aufsprühen und in homogene, rieselfähige und trockene Pulverprodukte überführen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Drehtrommel zur Herstellung gekörnter oder pulverförmiger Feststoffe durch Aufsprühen von Flüssigkeiten auf Pulverstoffe mit unterschiedlicher Korngröße und verschiedenem Schüttgewicht unter gleichzeitigem Mischen, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel ein Verhältnis Achsenlänge zu mittlerem Durchmesser in den Grenzen zwischen 3 :1 und 1,1:1, vorzugsweise zwischen 2,5 :1 und 1,3 :1, aufweist, ferner Leitschaufeln an der Innenwand, die gegenüber den Achsparallelen so geneigt sind, daß sie bei der Rotation der Trommel an der aufsteigenden Seite einen Teil des Pulvers in Richtung nach der Gutaufgabeseite abgleiten lassen, schließlich eine oder mehrere Sprühdüsen, die durch die an der Gutaufgabeseite liegende Stirnwand schräg abwärts in die Trommel hineinragen.
2. Drehtrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel zylindrisch ist.
3. Drehtrommel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel einseitig konisch ausgebildet ist, wobei die Sprühdüsen, die Gutaufgabe und die Luftabführung in der größeren Stirnwand angeordnet sind.
4. Drehtrommel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinere Stirnwand durch einen kreisrunden, konzentrischen Deckel verschließbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 909530/438
DEC37509A 1965-11-26 1965-11-26 Drehtrommel zur Herstellung gekoernter oder pulverfoermiger Feststoffe Pending DE1299598B (de)

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