DE138092C - - Google Patents

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DE138092C
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naphtazarin
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/32General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using oxidation dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Das Alizarinschwarz, das Einwirkungsproduct von Schwefelsäure auf Dinitronaphtalin bei Gegenwart von Metallen oder von Schwefel, verdankt seine grofse technische Bedeutung der aufserordentlichen Echtheit, welche die Metalllacke seiner Gemengtheile, speciell des Naphtazarins besitzen. Besonders der Chromlack, wie er z. B. durch Nachbehandlung des Farbstoffs auf der Faser mit Chromaten erzeugt wird, ist von einer so hervorragenden Echtheit gegen Wäsche, Walke, Einwirkung des Lichts u. s. w., dafs die damit erzeugten Schwarzfärbungen einzig in ihrer Art dastehen.
Ist dies nun auch speciell in der Färberei auf loser Wolle allgemein anerkannt, so treten doch mit dem Alizarinschwarz in seiner Anwendung zum Färben von Tuchen, Garn und Kammzug, sofern an die herzustellenden Färbungen besonders strenge Ansprüche gestellt werden, einige andere Producte in Wettbewerb, welche sich von ihm durch eine leichtere Löslichkeit in Wasser und somit im Färbebad unterscheiden.
Nun läfst sich das Alizarinschwarz, ein Gemenge von reinem Naphtazarin mit anderen Verbindungen, welche kurzweg als Polyoxynaphtochinone bezeichnet seien, wie in der Patentschrift 129074, Klasse 22 e, näher dargelegt wird, in das Gemisch der entsprechenden Leukoverbindungen überführen, und diese können auf Grund ihrer verschiedenen Löslichkeit von einander getrennt werden, und die Leukoverbindung des Naphtazarins selbst, das Tetraoxynaphtalin, kann leicht im Zustande ganz hervorragender Reinheit gewonnen werden.
Es hat sich nun gezeigt, dafs diese Verbindung für die Zwecke der Färberei nicht nur direct geeignet ist, sondern dafür sogar ganz hervorragende Eigenschaften besitzt; sie ist nämlich befähigt, nach Art der sauren Farbstoffe auf die animalische Faser zu ziehen und sich auch mit Metallbeizen zu vereinigen, wobei sie auf ungeheizter Wolle braune Farbtöne und z. B. auf mit Thonerde gebeizter Baumwolle gelbliche, an der Luft blauschwarz werdende Farblacke erzeugt. Ferner können die erzielten Färbungen durch Nachbehandeln mit oxydirenden Mitteln, speciell chromsauren Salzen, in überaus echte schwarze Farblacke übergeführt werden. Dabei liefert das Tetraoxynaphtalin zufolge seiner Löslichkeit in Wasser (durch welche es sich vom Naphtazarin unterscheidet) Färbungen von hervorragender Egalität (Gleichmäfsigkeit), welche weder bei der Wäsche abgehen noch abrufsen und somit für Tuche, Garne und Kammzug selbst den höchsten Anforderungen genügen. Zugleich sind sie von einer Farbentiefe, welche etwa doppelt so grofs ist als diejenige der mit dem gleichen Gewicht technischem Alizarinschwarz erzeugten Färbungen.
Dieses Verhalten des Tetraoxynaphtalins konnte trotz seiner Verwandtschaft mit dem Naphtazarin nicht vorausgesehen werden, um so weniger als auch die Verhältnisse bei seiner Oxydation noch nicht völlig aufgeklärt sind
(vergl. Zincke, Ann. 286, Seite 35, 39 if.), und oxydirende Mittel unter den in Betracht kommenden Umständen sehr wohl technisch werthlose Veränderungen hätten veranlassen können.
Thatsächlich sind die erhaltenen Metalllacke meistens von den entsprechenden Naphtazarinlacken deutlich verschieden, so z. B. ist der Thonerdelack des Naphtazarins auf Baumwolle rothviolett, derjenige des Tetraoxynaphtalins nach genügendem Luftzutritt blauschwarz.
In vorliegender Erfindung beschreiben wir zunächst die Erzeugung echter schwarzer Beizenfärbungen.
Wir erläutern unser Verfahren näher an folgenden Beispielen:
Beispiel I.
Für 10 kg Wolle.
Die Wolle wird in schwach essigsaurem Bade während 1 Stunde mit 150 bis 200 g Tetraoxynaphtalins gekocht und dann unter Zusatz von 1 50 g Kaliumbichromat 3/4 Stunden lang weiter erhitzt.
Beispiel II.
Für 10 kg Seide.
Die Seide wird ebenso behandelt wie die Wolle, nur mufs man hier 300 bis 400 g Farbstoff anwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Erzeugung schwarzer wasch-, walk-, licht- und reibechter Beizenfärbungen auf Wolle und anderen Fasern, speciell auf wollenen Tuchen, Garnen und Kammzug, darin bestehend, dafs man die ungeheizten oder auch gebeizten Stoffe mit Tetraoxynaphtalin in wässeriger oder schwach saurer Lösung anfärbt und dann die Färbungen durch Nachbehandlung mit chromsauren Salzen entwickelt bezw. fixirt.
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