DE106708C - - Google Patents
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- DE106708C DE106708C DENDAT106708D DE106708DA DE106708C DE 106708 C DE106708 C DE 106708C DE NDAT106708 D DENDAT106708 D DE NDAT106708D DE 106708D A DE106708D A DE 106708DA DE 106708 C DE106708 C DE 106708C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P1/00—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
- D06P1/22—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
- D06P1/228—Indigo
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Coloring (AREA)
Description
PATENTAMT.
Das Haupt-Patent betrifft ein Verfahren zur Erzeugung echter grauer Druck- und Färbetöne
mittelst Indigo, welches dadurch gekennzeichnet ist, dafs man Indigo in fein vertheiltem Zustande auf die Baumwollfaser bringt, den Stoff
nachher lange Zeit unter mäfsigem,oder kürzere Zeit unter hohem Druck dämpft, degummirt
und seift, wobei vorteilhaft zur Erzielung besonderer
Gleichmäfsigkeit und Schönheit der Nuance der Druckfarbe noch gröfsere Mengen
thierischer oder pflanzlicher OeIe zugefügt werden. Es hat sich nun herausgestellt, dafs man
die Echtheit der erhaltenen grauen Druck- und Färbetöne noch wesentlich dadurch erhöhen
kann, dafs man den mit, Indigo bedruckten oder gefärbten oder geklotzten Stoff nach dem
Dämpfen und Degummiren nochmals längere Zeit bei verhältnifsmäfsig hohem Druck dämpft. Wesentlich ist dabei zunächst, dafs
der Stoff vor dem zweiten Dämpfen durch Waschen und Malzen vollständig von der Verdickung
befreit ist. Entsprechend längeres, sowie drei- und viermaliges, unmittelbar auf
einander folgendes Dämpfen des nicht ausgewaschenen Stoffes hat lange nicht die Wirkung
wie ein nur zweimaliges Dämpfen, wenn man zwischen dem ersten und zweiten Dämpfen
den Stoff durch Waschen und Malzen vollständig degummirt hat. Ferner ist von Wichtigkeit,
dafs das zweite Dämpfen bei verhältnifsmäfsig hohem Druck erfolgt. Es wurde ermittelt
, dafs 0,7 bis 1 Atm. die günstigsten Ergebnisse liefert.
Der zum Druck in der üblichen Weise vorbereitete Baumwollstoff wird mit folgender Farbe
bedruckt:
960- bis 900 g Verdickung,
20 bis 50 g Indigo 20 pCt.,
20 bis 50 g Olivenöl.
20 bis 50 g Indigo 20 pCt.,
20 bis 50 g Olivenöl.
Nach dem Drucken wird der Stoff 2 Stunden bei 1,0 Atm. gedämpft, dann gewaschen, gemalzt
und getrocknet. Hierauf dämpft man den Stoff nochmals 1J/2 Stunde bei 0,7 bis
1,0 Atm. und macht ihn in der üblichen Weise fertig.
Diese Behandlungsweise (das Nachdämpfen) kommt besonders für solche Stoffe#in Betracht,
bei denen hinsichtlich der Reib- und Seifenechtheit sehr hohe Anforderungen (wie z. B.
bei Waschkleidern) gestellt werden.
Es hat sich ferner ergeben, dafs das Verfahren nicht nur bei Baumwollstoffen, sondern
auch bei anderen Textilstoffen, wie WoIl- und Seidenstoffen, sehr gute Ergebnisse liefert. Die
bis jetzt bekannten Indigodruckverfahren (z. B. dasjenige von Sc hli ep er) sind auf Wolle und
Seide nicht anwendbar. Andererseits besitzen die bisher zur Verwendung gelangten grauen
Farbstoffe keine genügende Lichtechtheit. Es ist nun durch das neue Verfahren die Möglich-
keit gegeben, Indigo auch zum Druck von Wolle und Seide zu verwenden, und zwar
zur Erzielung von hervorragend lichtechten grauen Tönen, wie sie bisher nicht in gleicher
Beständigkeit hergestellt werden konnten. Bei der Handhabung des Verfahrens ist zu beobachten,
dafs ein Dämpfen bei zu hohem Druck auf ■ die WoIl- und Seidenfaser nachtheilig
wirken würde. Man dämpft daher entsprechend längere Zeit bei nicht so hohem Druck.
Der zum Druck in der üblichen Weise vorbereitete WoIl- oder Seidenstoff wird mit
folgender Farbe bedruckt:
960 bis 900 g Verdickung,
20 bis 50 g Indigo,
20 bis 50 g Olivenöl.
20 bis 50 g Indigo,
20 bis 50 g Olivenöl.
Nach dem Drucken wird der Stoff 2 Stunden ohne Druck gedämpft, gut gewaschen und
appretirt.
Claims (2)
1. Neuerung in dem im Haupt-Patent 101190
beschriebenen Verfahren zur Erzeugung echter grauer Druck- und Färbetöne mit Indigo, dadurch gekennzeichnet, dafs man
die Stoffe nach dem Dämpfen und Degummiren längere Zeit (1 bis 2 Stunden)
bei hohem Druck (0,7 bis 1 Atm.) dämpft.
2. Anwendung des im Haupt-Patent beanspruchten Verfahrens auf Textilfarbstoffe
aller Art, insbesondere Seide und Wolle, bei welchen indefs ohne Ueberdruck gedämpft
werden mufs.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE106708C true DE106708C (de) |
Family
ID=376851
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT106708D Active DE106708C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE106708C (de) |
-
0
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