DE141003C - - Google Patents

Info

Publication number
DE141003C
DE141003C DENDAT141003D DE141003DA DE141003C DE 141003 C DE141003 C DE 141003C DE NDAT141003 D DENDAT141003 D DE NDAT141003D DE 141003D A DE141003D A DE 141003DA DE 141003 C DE141003 C DE 141003C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
week
blast
oven
fan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT141003D
Other languages
English (en)
Publication of DE141003C publication Critical patent/DE141003C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B9/00Stoves for heating the blast in blast furnaces
    • C21B9/16Cooling or drying the hot-blast

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trocknen von Luft, insbesondere von Gebläseluft für Hochöfen und dergl. und besteht darin, daß man einen elektaschen Strom durch die zu trocknende Luft schickt.
Es sei bemerkt, daß das Verfahren nicht auf Gebläseluft von Hochöfen beschränkt ist, sondern auch in anderen Fällen, z. B. da, wo die Luft nicht mittels eines Gebläses, sondern nur durch den Schornsteinzüg eingeführt wird, Verwendung finden kann. Auch in solchen Fällen, wo die Luft nur zur Ventilation dient, kann das Verfahren in Anwendung kommen.
Der Erfinder hat festgestellt, daß die günstigsten Bedingungen entstehen, wenn die Luft mit Elektrizität beladen ist, und die vorliegende Erfindung bezweckt die künstliche Herbeiführung einer elektrischen Ladung. Es hat sich nämlich gezeigt, daß in diesem Falle der Feuchtigkeitsgehalt der Gebläseluft wesentlich herabgedrückt wird.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht die Erfindung in schematischer Weise, und zwar ist
Fig. ι ein Gesamtgrundriß,
Fig. 2 eine Einzelansicht in größerem Maßstabe.
In Fig. ι ist F ein beliebiger Gebläseofen.
Die Windleitung HH1 führt von einem Gebläse A zunächst zu einem Winderhitzer G und von da zu den Formen des Ofens F. Wenn kein Winderhitzer angeordnet ist, so führt die Windleitung unmittelbar zu dem Ofen.
In der Windleitung H ist bei B ein Rohr aus nicht leitender Masse eingesetzt, welches der Hitze standhalten muß. C ist eine Elektrizitätsquelle, z. B. eine statische elektrische Maschine; dieselbe Anordnung B1 findet sich zwischen dem Winderhitzer G und dem Ofen jP.
Die Pole α b der Maschine C sind durch Leitungen c d (Fig. 2) einerseits mit einer Bürste D, andererseits mit einer Scheibe E verbunden. Der Strom geht von den Spitzen der Bürste nach der Scheibe in Form einer sogenannten Bürsten- oder stillen Entladung.
Der die Leitung durchströmende Wind wird so einem elektrischen Strom ausgesetzt und gibt einen bedeutenden Teil seiner Feuchtigkeit ab.
Wie eine Analyse gezeigt hat, enthielt die Luft vor der Stelle B 20 g Feuchtigkeit im Kubikmeter und hinter der Stelle B 9 g im Kubikmeter.
Andere Analysen ergaben noch größere Unterschiede vor und nach der Behandlung.
Erfinder hat, um die Unterschiede zwischen dem bisherigen Verfahren und dem der Erfindung vergleichsweise feststellen zu können, ausgiebige Versuche angestellt, die folgendes ergeben haben:
Zum Vergleich wurde das Resultat der besten Woche, die bisher überhaupt erreicht worden war, mit der ersten Woche, in welcher das neue Verfahren zur Anwendung kam, verglichen. In der Versuchswoche nach dem alten Verfahren herrschten durchaus günstige Witterungsverhältnisse·, das Wetter war trocken, während es in der Versuchswoche des neuen Verfahrens feucht war; nach dem alten Verfahren wurde ein Erz von etwas größerer Reinheit verwendet wie bei dem neuen. Bei
dem alten Verfahren wurden 770 kg Holzkohle auf die Tonne verbraucht, gegen 700 kg bei dem neuen Verfahren.
Das Resultat war eine Mehrausbeute von 2 Y2 t in der Woche, während ungefähr 10 v. H. an Heizmaterial gespart wurden.
Wie schon bemerkt, wurde bei diesem Vergleich eine äußerst günstige Versuchswoche nach dem alten Verfahren herangezogen.
Durchschnittlich wurden sonst etwa 860 kg auf die Tonne verbraucht.
Hieraus ergibt sich, daß bei einem Vergleich der durchschnittlichen Leistungen des Ofens eine wesentliche Ersparnis an Heizmaterial und größerer Ausbeute erzielt wird. Die Heizmaterialersparnis kann bis zu 15 V. H. betragen.
Der durchschnittliche Eisengehalt der bei den Versuchen verarbeiteten Erze überstieg 45 v. H. nicht.
Bei Verarbeitung von Eisen wird auch das Produkt besser, weil durch den geringeren Verbrauch von Kohle weniger Verunreinigungen hinein gelangen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Trocknen von Luft, inssondere von Gebläseluft für Hochöfen und dergl., dadurch gekennzeichnet, daß man die Luft auf ihrem Wege zur Verwendungsstelle der Wirkung eines elektrischen Stromes, zweckmäßig einer stillen Entladung, aussetzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT141003D Active DE141003C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE141003C true DE141003C (de)

Family

ID=408645

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT141003D Active DE141003C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE141003C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1469492A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Graphitisieren kohlenstoffhaltiger Garne
DE616201C (de) OEfen zum Roesten, Calcinieren oder Reduzieren pulverfoermiger Stoffe
AT15477B (de) Verfahren zum Trocknen von Nutzluft, insbesonders für metallurgische Zwecke.
DE446597C (de) Verfahren zur unmittelbaren Verwertung des Gichtstaubs an Hochoefen und aehnlichen Schachtoefen
AT90361B (de) Verfahren zur Gewinnung von Zinkoxyd oder Bleizinkoxyd mittels des Wetherill-Prozesses.
DE541588C (de) Verfahren zum Agglomerieren von Zinkoxyd auf Verblaseapparaten
DE552236C (de) Vorrichtung zum Behandeln von mehligem, schlammigem oder kleinstueckigem Gut mittelsGas, Luft oder Dampf
DE704397C (de) Schachtofen
AT119460B (de) Verfahren zur unmittelbaren Einführung des Gichtstaubes oder von in blasfähigem Zustand befindlichen oder in ihn gebrachten Erzen, Zuschlägen und sonstigen Beschickungsstoffen, für sich oder in Mischung mit Gichtstaub, in Hochöfen und ähnliche Schachtöfen.
DE2606272B2 (de) Verfahren zur Beseitigung des Feuchtigkeits- und Fettgehaltes eines Walzwerkschlammes
DE673402C (de) Verfahren zur Aufbereitung von Eisenkiesroestrueckstaenden
DE545242C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Darstellung von Zinkoxyd
DE491384C (de) Verfahren zur Verbesserung der Waermewirtschaft beim Schlammtrocknen in der Zementindustrie
DE23193C (de) Erhitzung von Substanzen, welche der mechanischen Aufbereitung unterworfen werden sollen
DE45725C (de) Verfahren zum Sublimiren von Schwefel
DE3418468A1 (de) Verfahren zum hartbrennen von eisenerzpellets auf einem wanderrost
DE458604C (de) Abroestung von Schwefelkiesschlamm u. dgl.
AT200174B (de) Verfahren zur Ausnützung und Reinigung der beim Frischen von Roheisenbädern oder andern kohlenstoffhaltigen Eisenbädern entstehenden Abgase
DE1247667B (de) Verfahren zum Betrieb eines Schachtofens zur Zinkgewinnung
DE476814C (de) Entfernung von Schwefel aus Nickel- oder Nickel-Kupferrohstein
DE1162389B (de) Verfahren zur Herstellung hochwertiger Eisenerzagglomerate aus eisenhaltigem Schlamm
AT162872B (de) Verfahren zur Erzeugung von Holzkohle
DE712964C (de) Elektrisch beheizte Vorrichtung zum Behandeln von Gasen
DE429099C (de) Drehtrommel
DE47597C (de) Verfahren zur Erzeugung von Bleioxyd und Zinkoxyd