DE1433006B2 - Formmasse zum Herstellen von Sandkernen für Gießereizwecke - Google Patents

Formmasse zum Herstellen von Sandkernen für Gießereizwecke

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DE1433006B2
DE1433006B2 DE19611433006 DE1433006A DE1433006B2 DE 1433006 B2 DE1433006 B2 DE 1433006B2 DE 19611433006 DE19611433006 DE 19611433006 DE 1433006 A DE1433006 A DE 1433006A DE 1433006 B2 DE1433006 B2 DE 1433006B2
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Jean Paris Bourette
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Foseco Trading AG, Chur, Graubünden (Schweiz)
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22C—FOUNDRY MOULDING
    • B22C1/00—Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds
    • B22C1/02—Compositions of refractory mould or core materials; Grain structures thereof; Chemical or physical features in the formation or manufacture of moulds characterised by additives for special purposes, e.g. indicators, breakdown additives

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

1 2
Beim Gießen von Metallen verwendet man viel- Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform der fach Sandkerne, die durch Natriumsilicat (Wasser- Erfindung enthält die Formmasse zusätzlich Graphitglas) gebunden und durch Kohlendioxyd gehärtet pulver und/oder Hämatitpulver pelletisiertes Pech in sind. Es ist jedoch bekannt, daß solche Kerne einer Gesamtmenge bis zu 40 Gewichtsprozent, bewährend des Gießens infolge des Schmelzens des 5 zogen auf den Kunstharzzusatz.
Natriumsilicats und des Natriumcarbonats zum Sin- Zu beachten ist, daß das Kunstharz, das vollpolytern neigen. Dadurch entstehen beim Ausschalen der merisiert oder voll ausgehärtet sein soll, im Gebrauch Gußstücke erhebliche Schwierigkeiten. Um die Gefahr nicht weiter polymerisieren oder aushärten darf, da des Sinterns zu verringern und die Kerne nach dem Harzmaterialien, wenn sie nicht auspolymerisiert Gießen leichter zum Zerfallen zu bringen und aus- io oder vollkondensiert sind, durch weitere Polymerisapacken zu können, setzt man dem Sand gewöhnlich tion oder Aushärtung ein kräftiges Bindemittel für ein den Zerfall der Kerne förderndes Mittel zu, das den Sand darstellen.. Ein Mittel solcher Bindefähigaus einem brennbaren kohlenstoffhaltigen Stoff, wie keit muß aber vermieden werden. Aus dem gleichen pulverisiertem Pech, Kohlenstaub oder Sägespänen, Grund muß das Harz im wesentlichen auch unbesteht. Diese Materialien sollen während des 15 schmelzbar sein.
Gießens ausbrennen, auf diese Weise das Gefüge der Es wurde gefunden, daß bei Zugabe von vollpoly-
Kerne lockern und das Entfernen der Kerne erleichtern. merisiertem oder durch Wärme vollausgehärtetem
Die bekannten und vorstehend genannten Zusätze Kunstharz sich ein Zuschlagmittel ergibt, das keine
sind jedoch nicht völlig zufriedenstellend. Kohlen- unzulässige Gasabgabe und keine zusätzliche Här-
staub verbrennt z. B. beim Vergießen von Leicht- 20 tung bewirkt und genügend leicht verbrennbar ist,
metallegierungen nicht richtig, da die Gießtemperatur um ein leichtes Ausschalen von aus Eisen- oder
dieser Metalle verhältnismäßig niedrig ist. Deshalb Nichteisenmetall bestehenden Gußstücken zu -ge-
ist Kohlenstaub als Lockerungsmittel nur in Kernen währleisten, selbst wenn die Kerne von erheblicher
zum Abgießen von aus Eisen oder Stahl bestehenden Dicke sind.
Gußstücken brauchbar. Gekörntes Pech verhält sich 25 Brauchbare Kunstharze gemäß der Erfindung sind
seines schnellen Verbrennens wegen bereits besser, die vollpolymerisierten oder auskondensierten Phe-
doch treten auch hier bei dicken Kernen noch nol-Formaldehyd-, Harnstoff-Formaldehyd- oder
Schwierigkeiten auf. Hierbei kommt das Pech im Melamin-Formaldehyd-Harze, obwohl auch andere
Innern des Kerns lediglich zum Schmelzen, so daß vollpolymerisierte oder auskondensierte und im
die Formmasse nach der Abkühlung zu einer so 30 wesentlichen unschmelzbare Kunstharze Verwendung
festen Bindung gelangt, daß das Entfernen der Kerne finden können,
wiederum erhebliche Schwierigkeiten macht. Es ist nicht erforderlich, daß für den erfindungs-
Die leicht brennbaren cellulosehaltigen Stoffe, wie gemäßen Zweck ein reines Harz verwendet wird,
Sägemehl und Sägespäne, sind gute Lockerungsmit- vielmehr ist im allgemeinen, insbesondere aus wirt-
tel. Sie haben aber den Nachteil, daß sie die Feuch- 35 schaftlichen Gründen, sogar ein Abfallmaterial vor-
tigkeit leicht aufnehmen und so die Bindung der Form- zuziehen, wie es in der Kunststoffindustrie, z.B. bei
masse des Kerns vor dem Gießen beeinträchtigen. der Formgebung von Kunstharz und der Herstellung
Es ist ferner bekannt, wasserglasgebundenen von z. B. elektrischen Isolatoren oder anderen Preß-
Formmassen Kunstharzvorkondensate im flüssigen teilen, anfällt. Aus dieser Fertigung ergeben sich ge-
Zustand zuzusetzen. Jedoch besteht dabei der Nach- 40 nügend Abfälle in Form von Spänen oder Schnitzeln,
teil, daß Harze in den ersten Polymerisations- oder wobei es auch unwesentlich ist, ob der Abfall Farb-
Kondensationsstufen häufig dazu neigen, in der Hitze stoffe, faseriges Füllmaterial od. dgl. enthält,
flüchtige Stoffe abzugeben, die zu Beschädigungen Sofern der Abfall nicht bereits genügend zerklei-
der Kerne und beim Vergießen zu sogenannten Aus- nert vorliegt, muß er vorher pulverisiert oder ge-
bläsern führen. ' 45 körnt werden. Bevorzugt wird dabei im allgemeinen
Es ist schließlich ein Formsandbindemittel für eine Teilchengröße von 0,7 mm, doch sind auch
Kerne mit einem Gehalt an Wasserglas und durch größere Teilchen brauchbar.
Kondensierung mit Formaldehyd gewonnenem Das Kunstharz kann als Lockerungsmittel allein
Kunstharz vorgeschlagen worden, das einen Gehalt oder gegebenenfalls zusammen mit geringen Antei-
von 0,5 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf die Form- 50 len anderer Zusätze, beispielsweise mit Pech,
sandmenge,vorkondensiertenMelaminharzes aufweist. Kohlenstaub, Hämatit, Graphit oder cellulosehalti-
Es handelt sich dabei um ein Melaminharz, daß sich gem Material, wie Sägespänen, verwendet werden,
nicht im voll ausgehärteten Endzustand befindet, son- Eine besonders brauchbare Formmasse für die
dem ein wasserlösliches Vorkondensat darstellt. Herstellung von Kernen erhält man durch Mischen
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer 55 von üblichem Formsand mit einem Zusatz folgender
Formmasse zum Herstellen von nach dem CO2-Ver- Zusammensetzung:
fahren härtbaren Sandkernen für Gießereizwecke, die
ein Lockerungsmittel enthält, jedoch nicht die Nach- Vollpolymerisierter Kunststoff Gewichtsprozent
teile der geschilderten, für die Herstellung von Sand- (Granulat) 5 bis 100
kernen bekannten Formmassen aufweist. 60 Graphitpulver '.■ 0 bis 40
Die Formmasse gemäß der Erfindung mit einem Gepulvertes Hämatiterz 0 bis 30
Gehalt von Alkalisilicat und Kunstharz zum Herstel- Pelletisiertes Pech 0 bis 40
len von nach dem CO2-Verfahren härtbaren Sandkernen für Gießereizwecke ist dadurch gekennzeich- Um dem Formsand sehr gute Lockerungseigennet, daß sie als Kunstharz feinzerteiltes oder körniges, 65 schäften zu verleihen, ist ein geringer Zusatz, beivollständig polymerisiertes oder wärmegehärtetes spielsweise l°/o, dieser Mischung ausreichend. Der Kunstharz enthält, das selbst keine Bindewirkung Zusatz kann auch in größeren Mengen, beispielsauf den Sand hat. m weise bis 5 % oder darüber, erfolgen.
Im Vergleich mit den bisher verwendeten und bekannten Zusätzen ergeben die Formmassen nach der Erfindung Gußstücke mit sehr gut ausgebildeten Oberflächen. Weiterhin wurde festgestellt, daß man die vorstehend beschriebenen vollpolymerisierten oder durch Wärme vollausgehärteten Kunstharze in pulveriger oder körniger Form dem Formsand als Ersatz für die bisher verwendeten kohlenstoffhaltigen Materialien, z.B. von Kohlenstaub, zusetzen kann. Die Kunstharzstoffe sind ebenso wirksam wie der Kohlenstaub, sie haben diesem gegenüber aber den wesentlichen Vorteil, daß sie keine Verbrennungsrückstände ergeben, welche die Kerne schwächen. Darüber hinaus kann man nichtverbranntes Kunstharz aus dem Sand zurückgewinnen.
Beispiel
Es wurde eine Mischung aus
pelletisiertem Pech 30 Gewichtsteile
pulverisiertem Hämatiterz.. 10 Gewichtsteile
vollpolymerisierten
Kunstharzkörnern 60 Gewichtsteile
hergestellt.
Zu 100 Gewichtsteilen Sand wurden 2 Gewichtsteile der vorstehenden Mischung zugegeben, und die Sandmasse wurde zur Herstellung von Kernen für Gußstücke verwendet. Nach dem Abguß konnten die Kerne leicht und vollkommen entfernt werden.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Formmasse mit einem Gehalt von Alkalisilicat und Kunstharz zum Herstellen von nach dem COj-Verfahren härtbaren Sandkernen für Gießereizwecke, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Kunstharz feinzerteiltes oder körniges, vollständig polymerisiertes oder wärmegehärtetes Kunstharz enthält, das selbst keine Bindewirkung auf den Sand hat.
2. Formmasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich Graphitpulver und/oder Hämatitpulver und/oder pelletisiertes Pech in einer Gesamtmenge bis zu 40 Gewichtsprozent, bezogen auf den Kunstharzzusatz, enthält. «■
DE19611433006 1960-03-30 1961-03-27 Formmasse zum Herstellen von Sandkernen für Gießereizwecke Withdrawn DE1433006B2 (de)

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DE1433006A1 DE1433006A1 (de) 1968-11-21
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RU2145265C1 (ru) * 1998-10-19 2000-02-10 Южно-Уральский государственный университет Способ изготовления литейных стержней и форм из жидкостекольных смесей

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E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
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