DE144959C - - Google Patents

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DE144959C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P1/00Arrangements for starting electric motors or dynamo-electric converters
    • H02P1/02Details of starting control
    • H02P1/04Means for controlling progress of starting sequence in dependence upon time or upon current, speed, or other motor parameter
    • H02P1/06Manually-operated multi-position starters

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Electrophotography Configuration And Component (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Motoranlaßvorrichtung, bei welcher durch eine Reihe von Schalthebeln der Regelungswiderstand in bestimmter Reihenfolge von Hand ausgeschaltet wird, während die Einschaltung des Widerstandes selbsttätig vor sich geht, wenn ein einziger bestimmter Schalthebel geöffnet wird oder wenn ein schädliches Anwachsen der Stromstärke durch zu schnelles Niederlegen der Schalthebel auftritt.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht des Schalters; Fig. 3, 4, 5 und 6 sind Einzeldarstellungen eines Hebels bezw. einer Fangvorrichtung sowie eines Gliedes und der Anordnung mehrerer Glieder der letzteren; Fig. 7 ist eine Ansicht der elektromagnetischen Anhauvorrichtung.
Auf der isolierenden Platte a6 sind zwei Konsole befestigt, die in Lagern bl die Wellet tragen, auf welcher nebeneinander die Hebel a, al, a2, aa, a* und a5 sitzen, deren untere Sporne an der Gummihülse bs einer unter der Welle b befindlichen und ebenfalls von den besagten Konsolen getragenen Stange b'2 einen elastischen Anhalt haben.
Auf der Grundplatte aa sind ferner eine durchlaufende Kontaktstange c1 und über dieser sind einzelne Kontaktblöcke d, d1, d2, dB, di und d5 mittels Bolzen da d7 angebracht. Zur elektrischen Verbindung der Stange c1 mit den einzelnen Blöcken sind die Hebel mit Kontakten c (Fig. 2 und 3) aus Kupferplatten und außerdem ist der erste Hebel a mit seitlichen Armen g2 und g3 (Fig. 1 und 2) versehen, auf welchen Kohlenkontakte gi g5 befestigt sind, denen an dem Block d an der Stange c1 die Kohlenkontakte g und g1 entsprechen. Der Zweck dieser Kohlenkontakte .ist der bekannte, nämlich das Öffnungsfeuer von den Metallkontakten an die unverbrennlichen Kohlenkontakte zu verlegen.
Über den Kontaktblöcken ist an der Platte α6 in geeigneter Weise eine Rundstange / befestigt, auf der die Gelenke von Fallen m ml usw. sitzen; diese Gelenke sind so geformt, daß die Fallen in ihrer Ruhestellung etwas nach unten geneigt sind (Fig. 2 und punktierte Linien in Fig. 4). Jede dieser Fallen' ist an ihrer oberen Kante mit einem Vorsprung 0 (Fig. 4, 5 und 6) versehen, in dem sich die an jedem Hebel mit Ausnahme des Hebels a um einen Bolzen p1 drehbar befestigten Klinken ρ fangen, außerdem ist jeder Hebel mit einem Daumen r (Fig. 2, 3, 4 und 6) versehen, der auf einer Seite eine abgeschrägte Angriffsfläche r2 und nebenan einen ebenen, viereckigen Ansatz r1 besitzt. Die Hebel stehen den Fallen m so gegenüber, daß ein Daumen r immer je zwei benachbarte Fallen überdeckt (Fig. 6).
Diese Anordnung hat den Zweck, zu verhindern, daß die Hebel in anderer Weise als in der Ordnung von links nach rechts geschlossen werden können. Denn die schräge Fläche r2 des Daumens r am Hebel α hebt die Falle m, worauf die Klinke ρ des nächsten Hebels a1 beim Niederdrücken desselben mit dem Vorsprung 0 in Eingriff kommt und den Hebel in der Verschlußlage hält; dies wieder-
holt sich der Reihenfolge nach. Irgend ein Versuch, einen der Schalthebel außerhalb der Reihenfolge zu schließen, scheitert an dem Umstände, daß der Daumen r eines solchen Hebels sich einer nichtN gehobenen Falle m gegenüber befindet und die Vorderkante des Daumens r mit der Vorderkante c1 der Falle nt zusammentreffen würde. Nur wenn die Falle m in gehobener Stellung ist, kann der Daumen
ίο unter dieselbe gelangen und die Kontaktfeder des Hebels genügend weit vordringen. Überdies kann die Nase ο der Falle m nur in gehobener Stellung von der Klinke ρ erfaßt werden und die Falle m ist nur dann in gehobener Stellung, wenn der unmittelbar vorhergehende Hebelarm geschlossen ist. Die zufällige oder absichtliche Bewegung irgend eines der Hebelarme außerhalb der Reihenfolge ist also tatsächlich unmöglich gemacht.
Der Hebel α ist mit einem Stift h1 (Fig. 1, 2 und 7) versehen, der beim Schließen des Hebels in eine Falle k3 des um einen Bolzen k2 drehbaren Ankers k1 des Magneten k eingreift. Der in Parallelschaltung mit dem letzten der zwischeii den Kontakten eingeschalteten Widerstände e, e1, e'2. e3 und e4 verbundene Magnet s hat einen Anker sl mit Kontakt s2 und überbrückt in Schlußstellung die festen Kontakte s3 und s*, wodurch die Magnetspule k kurzgeschlossen wird.
Wenn der im Stromkreis 2, 3 befindliche, nicht gezeichnete Hauptschalter geschlossen ist, so geht der Strom durch den Magneten k, Draht 5 und durch die Feldwicklung f1 des Motors f zum anderen Pol zurück. Wird der Hebel α geschlossen, so geht der Hauptstrom vom Draht 2 durch Hebel a, Widerstände e e1 e2 e3 e4, Draht 4, Anker/ des Motors und Draht 3 zur Stromquelle zurück. Der niedergedrückte Hebel α schnappt in die magnetisch erregte Falle k3 ein und bleibt geschlossen. Sodann können die folgenden Hebel nacheinander geschlossen und alle Widerstände ausgeschaltet werden. Wird der Hauptschalter geöffnet oder Strom sonstwie vom Magneten k abgeschnitten, so wird der Hebel α ausgelöst, die Falle m fällt nieder und löst den Hebel a1; durch den Hebel a1 wird die Falle m1 und der Hebel a2 ausgelöst und so weiter der Reihe nach, bis sämtliche Hebel geöffnet sind. Es kann nun vorkommen, daß der Maschinenwärter, nachdem er einen Teil der Hebel geschlossen hat, die Schließung der verbleibenden unterläßt, und wenn auch die Widerstandsdrähte wohl die gesamte Stromstärke während der Dauer des Anlassens aushalten können, so sind sie in der Regel doch nicht so stark bemessen, daß sie dauernd mit der vollen Stromstärke belastet werden können. Versäumt es also der Maschinenwärter, alle Hebel zu schließen, so würde eine Erhitzung der eingeschalteten Widerstandsdrähte die Folge sein. Um nun irgend welcher Gefahr aus solcher Zufälligkeit zu begegnen, ist der Ausschaltemagnet s angeordnet, welcher im Neben-Schluß zu dem Widerstandsdrahte ei liegt. Der Magnet s wirkt auf einen Anker sl ein, welcher mit einer Kontaktvorrichtung s2 ausgerüstet ist, vermittels welcher die Kontakte s3 und s1 überbrückt werden, die ihrerseits mit den Enden der Wicklung des Magneten k in Verbindung stehen. Wenn also, so lange der letzte Hebelarm noch offen ist, ein Strom die Widerstandsdrähte erhitzt und über seine normale Stärke anwächst, so \vird auch die Wicklung des Magneten s von einem stärkeren Strom durchflossen und bewirkt, daß der Anker angezogen wird und der Kontakt s2 die Kontakte s3 und s* überbrückt, wodurch der Magnet k kurzgeschlossen wird und den Arm α freigibt, so daß alle Hebel in die Ausschaltlage zurückkehren. Der Magnet s dient so dazu, selbsttätig den Strom zu unterbrechen, bevor derselbe die Widerstände bis zur schädlichen Erhitzung durchfließt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Motoranlaßvorrichtung, bei der die Schalthebel nur in einer bestimmten Reihenfolge geschlossen werden können und sich nach Lösung des ersten Hebels selbsttätig öffnen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hebel mit einem Daumen (r) versehen ist, welcher eine das Einschalten des folgenden Hebels hindernde Falle (m) anhebt, wodurch der nächstfolgende Hebel eingeschaltet werden kann und durch Eingreifen der Sperrklinke (p) die Vorsprünge (0) der Fallen (m) festgehalten werden, während nach Öffnung des ersten Hebels die nächste Falle (m) ihre Stütze verliert, zurückfällt und den nächsten Hebel freigibt und so fort.
2. Sicherheitsvorrichtung zum Schütze der Widerstände bei nicht geschlossenen Hebeln an einer Vorrichtung nach Anspruch ι , dadurch gekennzeichnet, daß in Parallelschaltung mit dem letzten Widerstand eine Magnetspule (s) angeordnet ist, die bei zu starkem Strom ihren Anker anzieht und durch Kurzschließung der Spule (k) die den ersten Hebel haltende Falle (kl k3) freigibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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