DE1457802C - Vorrichtung zum Anschluß einer Drill maschine an eine Schlepperhydraulik - Google Patents

Vorrichtung zum Anschluß einer Drill maschine an eine Schlepperhydraulik

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DE1457802C
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English (en)
Inventor
8311 Niederviehbach Paul Helmut
Original Assignee
Gebr Eicher, Traktoren u Landma schinen Werke, 8011 Forstern

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anschluß einer Drillmaschine an eine Schlepperhydraulik, wobei die Drillmaschine einen festen Anbaurahmen mit zwei um eine horizontale Achse unabhängig voneinander bewegbaren und über einen Hebelarm auf eine Scharaufzugswelle wirkenden Schwenkarmen aufweist, an welchen die Hubarme der Schlepperhydraulik angreifen und welche über Anschläge derart am Anbaurahmen abstützbar sind, daß beim, Heben der Drillmaschine zunächst die Schare und dann die Räder vom Boden abgehoben und beim Senken zuerst die Räder und .dann die Schare abgesetzt werden.
Bei dieser bekannten Vorrichtung zum Anschluß einer Drillmaschine an eine Schlepperhydraulik (dänische Patentschrift 90 952) ist jeder der mit den Hubarmen der Schlepperhydraulik verbindbaren Schwenkarme über einen Hebelarm direkt mit der Scharaufzugswelle verbunden,·'so- daß eine-absolute oder relative Hubbewegung eines der Hubarme bereits ein teilweises Ausheben der Schare bewirkt. Ist nun eine Drillmaschine mittels einer solchen Vorrichtung an einen mit einer einfachen Hydraulik, deren Hubarme mit der Hubwelle starr verbunden sind, versehenen Schlepper angeschlossen und überrollt sie mit einem ihrer Lauf räder eine größere Bodenunebenheit, so ergib^ sich durch.die dabei von der Drillmaschine vorübergehend eingenommene Schräglage gegenüber der Radachse des Schleppers eine relative Hubbewegung eines der Hubarme der Schlepperhydraulik, welche eine im aushebenden Sinne gerichtete Schwenkbewegung des entsprechenden Schwenkarmes zur Folge hat, wodurch die Schare wenigstens teilweise ausgehoben werden. Ein solches Ausheben der Schare führt zu Lücken in der Aussaat.
Um Anbaugeräten eine Anpassung an Bodenunebenheiten zu ermöglichen sind bereits verschiedene Bauarten für die Schlepperhydraulik bekanntgeworden, bei denen die Hubarme jeweils über Zugstangen betätigt werden, und entweder mittels in den Zugstangen vorgesehener Schlitzführungen (deutsche Auslegeschrift 1 079 374) öder infolge einer gewissen Schwenkfreiheit der an den Zugstangen angreifenden Kraftarme um die Hubwelle der Schlepperhydraulik (USA.-Patentschrift 2 734 438), voneinander unabhängig in vertikalen Ebenen um ihre schlepperseitigen Anlenkpunkte pendeln können. Mit Hilfe solcher Bauarten der Schlepperhydraulik kann zwar eine relative Hubbewegung eines der. Hubarme beim einseitigen Überrollen eines Hindernisses vermieden werden, jedoch sind solche Ausbildungen der Schlepperhydraulik sehr aufwendig und daher infolge ihrer hohen Gestehungskosten in der Praxis nur selten anzutreffen. , . .... ■
Bei Drillmaschinen ist es auch schon bekannt; den Anbau an den unteren Lenkern über frei pendelnde Schwenkarme vorzunehmen, die die Verschwenkungsfreiheit der gesamten Drillmaschine mit ihren Scharen gegenüber dem Schlepper gewährleisten. Bei dieser Anordnung dienen die Schwenkarme jedoch ausschließlich dem Anbau und betätigen nicht den Scharaufzug.
Weiterhin ist zum Anschluß einer Drillmaschine an eine Schlepperhydraulik ein starrer, quer zur Fahrtrichtung versetzbar an den Rahmen der Drillmaschine angeschlossener Anbaurahmen bekannt (USA.-Patentschrift 2 959 142), welcher zur Vermeidung der bei manchen Aussaaten unerwünschten Überdeckung der Schlepperspur mit einer oder mehreren Saatreihen dient. Mittels dieses bekannten Anbaurahmens ist zwar ein asymmetrischer Anschluß der Drillmaschine an den Schlepper möglich, jedoch weist der bekannte Anbaurahmen ebenfalls keine Möglichkeiten zum Betätigen des Scharaufzuges durch die Schlepperhydraulik auf.
Ausgehend von dem zu Anfang beschriebenen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
ίο zugrunde, eine Vorrichtung zum Anschluß einer derartigen Drillmaschine an die Schlepperhydraulik zu schaffen, wobei die Schwenkarme unabhängig voneinander ohne Beeinflussung des Scharaufzuges völlig freie, gegensinnige Schwenkbewegungen ausführen können und dadurch den Anschluß dieser Drillmaschine an jede bekannte Bauart einer Schlepperhydraulik gestatten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Schwenkarme, die in an sich bekannter Weise die Verschwenkungsfreiheit zwischen der Drillmaschine mit ihren Scharen und dem Schlepper gewährleisten, an einer im Anbaurahmen über einen begrenzten Bereich drehbar angeordneten Welle mit Mitnehmern angelenkt sind, über welche die Schwenkarme die Welle erst nach Überschreiten eines festgelegten Schwenkwinkels in Drehung versetzen, wobei die Welle darüber hinaus den am Anbaurahmen abstützbaren Anschlag sowie den auf die Scharaufzugswelle wirkenden Hebelarm aufweist. Die Mknehmer und der am Anbaurahmen abstützbare Anschlag sowie der auf die Scharaüfzugswelle wirkende Hebelarm sind dabei in Wellenumfangsrichtung so gegeneinander versetzt angeordnet, damit sie aufeinanderfolgend wirksam werden können. Zwischen ihren Lagerstellen im Anbaurahmen trägt die Welle den Anschlag und den Hebelarm und ist vorteilhafterweise in diesem Bereich als Vielkantwelle ausgebildet. Der auf die Scharaufzugswelle wirkende Hebelarm arbeitet mit einem auf dieser angeordneten und drehfest befestigten Schwenkhebel über ein oder mehrere Verbindungsstücke zusammen, so daß Hebelarm und Schwenkhebel beim Ausheben und Einsetzen der Schare jeweils gleichgerichtete Winkelbewegungen ausführen.
In weiterer'Ausgestaltung der Erfindung ist noch vorgesehen, daß an der Scharaufzugswelle ein Handhebel durch einen Anschlag begrenzt schwenkbar angelenkt ist, welcher mittels eines von der Scharaufzugswelle unabhängig an der Drillmaschine befestigten Stellsegmentes in verschiedenen Stellungen festlegbar ist. . . .
Ferner ist der Anbaurahmen in an sich bekannter Weise quer zur Fahrtrichtung versetzbar am Rahmen : der Drillmaschine angeschlossen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung gestattet den Anschluß einer derartigen Drillmaschine an jede bekannte Bauart einer Schlepperhydraulik, wobei durch die Anwendung völlig unabhängig voneinander und ohne Beeinflussung des Scharaufzuges schwenkbarer Schwenkarme eine ausreichende Bewegungsfreiheit der Drillmaschine sowohl um die Schlepperachse als auch um die Radachse des Schleppers auch dann erreicht, wenn, wie dies meist der Fall ist, die Drillmaschine an eine Schlepperhydraulik angeschlossen werden muß, deren Hubarme mit der Hubwelle drehfest verbunden sind und daher in jeder Betriebslage wie starre Träger wirken. Durch die in Umfangsrichtung versetzte Anordnung der Mitnehmer und des am
Anbaurahmen abstützbaren Anschlages sowie des mit der Scharaufzugswelle zusammenwirkenden Hebelarmes auf der im Anbaurahmen gelagerten Welle wird dabei gleichzeitig erreicht, daß mittels der Schlepperhydraulik wahlweise nur die Schare ausgehoben und eingesetzt oder die gesamte Drillmaschine mit Scharen und Rädern angehoben bzw. abgesenkt werden kann, und zwar in der Weise, daß beim Anheben der Ma-. schine zunächst die Schare und dann die Räder vom Boden abgehoben und beim Absenken der Maschine zuerst die Räder und dann die Schare abgesetzt werden. Der der Scharaufzugswelle zugeordnete, über ein Stellsegment in verschiedenen Stellungen festlegbare Handhebel ermöglicht in vorteilhafter Weise ein Festlegen der Schare in der aufgezogenen Stellung auch dann, wenn die Drillmaschine, beispielsweise während der Transportfahrt, nicht an die Schlepperhydraulik angeschlossen ist.
Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels im einzelnen beschrieben. In der Zeichnung zeigt die
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in perspektivischer Darstellung,
F i g. 2 eine mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgerüstete Drillmaschine, ebenfalls in perspektivischer Darstellung.
Die erfindungsgemäße Anschlußvorrichtung für eine einen Rahmen, Räder 18, eine Scharaufzugswelle 12 und Schare 17 aufweisende Drillmaschine ist auf der Grundlage eines starren Anbaurahmens 23 aufgebaut, welcher an die Hubarme 1 und an den oberen Lenker einer Schlepperhydraulik über Aufnahmen b und c sowie α angeschlossen ist.
Im Anbaurahmen 23 ist eine Welle 5 in Lagerböcken? begrenzt drehbar gelagert. An den die Lagerböcke 7 überragenden Enden der Welle 5 sind Schwenkarme 4 angelenkt, die einerseits über auswechselbare Zapfen 3 mit den Hubarmen 1 der Schlepperhydraulik und andererseits über auf dieser drehfest angeordnete Mitnehmer 6 mit der Welle 5 zusammenwirken. Im Bereich zwischen den Lagerböcken 7 ist die Welle 5 als Vielkantwelle ausgebildet und trägt einen drehfest angeordneten, am Scharbalken 8 der Drillmaschine abstützbaren Anschlag 9 sowie einen mit der Scharaufzugswelle 12 zusammenwirkenden Hebelarm 10. Der Hebelarm wirkt mit einem auf der Scharaufzugswelle drehfest angeordneten Schwenkhebel 13 über Verbindungsstücke 11 zusammen.
Neben dieser über die Hubarme 1 der Schlepperhydraulik zu betätigenden Einrichtung zum Ausheben bzw. Einsetzen der Schare 17 und zum Heben und Senken der gesamten Drillmaschine ist noch eine von Hand betätigbare Einrichtung zum Ausheben bzw. Einsetzen der Schare 17 vorgesehen. Diese Einrichtung besteht aus einem an der Scharaufzugswelle 12 angelenkten Handhebel 19, der mit dieser über einen an ihre drehfest befestigten Anschlag 22 zusammenwirkt und über eine mittels eines Griffes 20 ausrückbare Sperrklinke an einem am Rahmen der Drillmaschine befestigten Stellsegment 21 in verschiedenen Stellungen festlegbar ist. Durch eine entsprechende Festlegung des Handhebels 19 kann außerdem die Absenktiefe der Schare 17 eingestellt werden. Die Schare sind hierzu mit der Scharaufzugswelle 12 über Druckarme 14 und Gestänge 16 sowie Federstecker 15 verbunden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist folgende: Über den Anbaurahmen 23 ist die Drillmaschine an die Hubarme 1 und den oberen Lenker der Schlepperhydraulik angeschlossen* wobei
der obere Lenker der Schlepperhydraulik lediglich eine Führungsfunktion übernimmt. Die Hubarme 1 dagegen dienen dem Ausheben und Einsetzen der Schare 17 bzw. dem Anheben oder Absenken der gesamten Drillmaschine. Bei einem Anheben der Hubarme 1 kommen zunächst die Schwenkarme 4 mit den an der .Welle 5. angeordneten Mitnehmern 6 in Eingriff, wodurch bei einem, weiteren Anheben der Hubarme 1 die Welle 5 verdreht wird. Über den Hebelarm 10, die Verbindungsstücke 11 und den Schwenkhebel 13 wird die Drehbewegung der Welle 5 auf die Scharaufzugswelle 12 übertragen, und dadurch werden die Schare 17 ausgehoben. Bei einem weiteren Anheben der Hubarme 1 wird die Welle 5 weiter verdreht, so daß der Anschlag 9 mit dem Scharbalken 8 in Eingriff gelangt und den Verdrehungsweg der Welle 5 begrenzt. Bei einem weiteren Anheben der Hubarme 1 wird nunmehr die gesamte Drillmaschine samt Scharen 17 und Rädern 18 angehoben. Beim Absenken der Hubarme 1 ergibt sich der gleiche Bewegungsablauf, jedoch in umgekehrter Richtung und sinngemäß umgekehrter Reihenfolge. Je nach dem Betrag des Anhebens der Hubarme 1 können daher wahlweise nur die Schare 17 ausgehoben und eingesetzt oder aber nach dem Ausheben der Schare 17 die gesamte Drillmaschine angehoben und vor dem Einsetzen der Schare 17 wieder abgesenkt werden.
Die in Arbeitsstellung befindliche, also abgesenkte Drillmaschine kann gegenüber der Schlepperachse Verschränkungsbewegungen ausführen, die durch die Schwenkarme 4 ausgeglichen werden und den Scharaufzug so lange nicht beeinflussen, als die Schwenkarme nicht mit den Mitnehmern 6 in Eingriff gelangen. Dies ermöglicht es der Drillmaschine, Geländeunebenheiten auch dann ohne Rückwirkung auf den Scharaufzug zu folgen, wenn die Hubarme 1 der Schlepperhydraulik drehfest mit deren Hubwelle verbunden sind und wie starre Träger wirken.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Anschluß einer Drillmaschine an eine Schlepperhydraulik, wobei die Drillmaschine einen festen Anbaurahmen mit zwei um eine horizontale Achse unabhängig voneinander bewegbaren und über einen Hebelarm auf eine Scharaufzugswelle wirkenden Schwenkarmen aufweist, an welchen die Hubarme der Schlepperhydraulik angreifen und welche über Anschläge derart am Anbaurahmen abstützbar sind, daß beim Heben der Drillmaschine zunächst die Schare und dann die Räder vom Boden abgehoben und beim Sender zuerst die Räder und dann die Schare abgesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwenkarme (4), die in an sich bekannter Weise die Verschwenkungsfreiheit zwischen der Drillmaschine mit ihren Scharen und dem Schlepper gewährleisten, an einer im Anbaurahmen (8, 23) über einen begrenzten Bereich drehbar angeordneten Welle (5) mit Mitnehmern (6) angelenkt sind, über welche die Schwenkarme die Welle erst nach Überschreiten eines festgelegten Schwenkwinkels in Drehung versetzen, wobei die Welle darüber hin-
aus den am Anbaurahmen abstützbaren Anschlag (9) sowie den auf die Scharaufzugswelle (12) wirkenden Hebelarm (10) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (5) zwischen ihren Lagerstellcn im Anbaurahmen (8, 23) als Viel-' kantwelle ausgebildet ist.
'3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebelarm (10) mit einem auf der Scharaufzugswelle (12) angeordneten Schwenkhebel (13) über Verbindungsstücke (11) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Scharaufzugswelle (12) ein Handhebel (19) begrenzt schwenkbar gelenkt ist, welcher mittels eines von der Scharaufzugswelle (12) unabhängigen Stellsegmentes (21) in verschiedenen Stellungen feststellbar ist.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anbaurahmen (23) in an sich bekannter Weise quer zur Fahrtrichtung versetzbar am Rahmen der Drillmaschine angeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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