DE146505C - - Google Patents
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J35/00—X-ray tubes
- H01J35/02—Details
- H01J35/20—Selection of substances for gas fillings; Means for obtaining or maintaining the desired pressure within the tube, e.g. by gettering
Landscapes
- Image-Pickup Tubes, Image-Amplification Tubes, And Storage Tubes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Röntgenröhren, bei welchen das sich
während des Gebrauchs der Röhre durch Luftabscheidung ändernde Vakuum dadurch geregelt" werden kann, daß durch einen in
einem Nebenraum der Röhre befindlichen Metallniederschlag, ζ. B. Platinschwamm, bei
geeigneter Schaltung Gas absorbiert und somit das Vakuum entsprechend erhöht wird.
ίο Durch die Erfindung wird bezweckt, diese
Änderung des Vakuums der Röhre während des Betriebes nach Bedarf bewerkstelligen zu
können, ohne einen Wechsel der Leitungen zu den Elektroden der Röhre vornehmen zu
15. müssen.
In beiliegender Zeichnung ist eine gemäß vorliegender Erfindung eingerichtete Röntgenröhre
dargestellt.
ι bezeichnet die Kathode, 2 die Anode
.20 und 3 die Hilfsanode. Mit dem Innenraum der Röhre ist ein Nebenraum 10 durch ein
Glasrohr 12 verbunden, welches bei der dargestellten Ausführungsform eine sich bei der
Fabrikation der Rohre ergebende, auf die Wirkungsweise der Vorrichtung jedoch ohne
Einfluß bleibende Verengung besitzt. In dem Nebenraum 10 sind zwei Platinelektroden 8
und 9 angebracht, von welchen die Elektrode 8, die durch das Anschlußstück 7 mit
dem positiven Pol der Stromquelle verbunden ist, durch eine federnde Leitung 5 mit dem
Anschlußstück 6 der Hilfsanode 3 in Verbindung steht. Die Hilfsanode 3 ist mit der
Anode 2 durch eine Leitung 4. ständig verbunden. Die innere Wandung 11 des Nebenraumes
10 der Röhre ist mit einem Gas absorbierenden Überzug, z. B. mit Platinschwamm,
bedeckt. 13, 14, 15 bezeichnet eine Vorrichtung zur Luftabscheidung, für
welche jede der bekannten Ausführungsformen Verwendung finden kann. Der negative Pol
steht durch die Zuleitung 16 mit der Kathode ι in Verbindung.
Die Wirkungsweise, der beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
Für gewöhnlich steht die Leitung 5 mit dem Anschlußstück 6 der Hilfsanode 3 in
Verbindung, in welchem Falle der Stromausgleich zwischen der Kathode 1 und der
Anode 2 stattfindet und -die weiter von der Kathode 1 entfernte Elektrode 8 in dem
Nebenraum 10 stromlos bleibt.
Soll nun das Vakuum innerhalb der Röhre durch Gasabsorption erhöht werden, so wird
die Verbindung der Elektrode 8 mit der Hilfsanode 3 dadurch unterbrochen, daß die
Leitung 5 mittels eines Isolierstabes von dem Anschlußstück 6 abgehoben wird. Alsdann
wirkt der Absorptionsraum 10 als Antikathode, indem der Strom von der Kathode 1
zu der Platinelektrode 8 übertritt, wobei nach bekannten physikalischen Vorgängen durch
den Metallüberzug der Wandung 11 eine Gasabsorption und infolgedessen eine entsprechende
Erhöhung des Vakuums stattfindet.
Wird die Verbindung zwischen der Elektrode 8 und der Hilfsanode 3 durch die
Leitung 5 wieder hergestellt, so nimmt der
Strom wiederum seinen kürzeren Weg von der Kathode ι nach der Anode 2, durch die
Leitung 4, das Anschlußstück 6, die Leitung 5 und das Anschlußstück 7 nach der Stromquelle.
Die zweite Elektrode 9 des Absorptionsraumes 10, welche außer jeder Verbindung
mit den übrigen Elektroden bleibt, ist für den Betrieb der Röntgenröhre ohne Einfluß
und hat nur für die Herstellung" der Röhre Bedeutung.
Aus vorstehendem ergibt sich, daß durch die lösbare Verbindungsleitung 5 zwischen der
Hilfselektrode 8 und den Anoden 2 bezw. 3 die Möglichkeit gegeben wird, eine Änderung
des Vakuums der Röhre ohne Wechsel der Leitungen während des Betriebes nach Bedarf
vornehmen zu können.
Statt auf die innere Glasfläche des Hohlkörpers 10 eine Metallschicht niederzuschlagen,
kann auch auf eine der Elektroden 8 oder 9 mechanisch eine Metallschicht, ζ. Β. fein zerteiltes
Platin, aufgetragen werden, bevor die Elektrode eingeschmolzen wird. Im allgemeinen
ist es jedoch empfehlenswert, den Metallüberzug auf der Innenwand des Hohlkörpers
10 niederzuschlagen. Eine leitende Verbindung zwischen den Elektroden 8 und 9
und der Metallschicht ist zweckmäßig vorhanden, jedoch nicht unbedingt erforderlich.
Claims (2)
1. Röntgenröhre, bei welcher das Vakuum durch die Gasabsorption eines in
einem Nebenraum der Röhre befindlichen Metallniederschlages, ζ. Β. Platinschwamm,
ohne einen Wechsel der Leitungen vornehmen zu müssen, geregelt werden kann, gekennzeichnet durch die Anordnung der
lösbaren Verbindungsleitung (5) zwischen der in dem Absorptionsraum (10) liegenden,
mit der Stromzuleitung direkt verbundenen Elektrode (8) und der Anode (2) bezw. Hilfsanode (3) in der Weise, daß
durch einfaches Abheben des der Anode (2) bezw. Hilfsanode (3) zugewendeten Endes
dieser Verbindungsleitung (5) die Regelung des Vakuums eingeleitet werden kann.
2. Eine Ausführungsform der Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die lösbare Verbindungsleitung (5) durch Federung in ihrer Stromschlußlage gehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE146505C true DE146505C (de) |
Family
ID=413771
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT146505D Active DE146505C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE146505C (de) |
-
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