DE1482864C - Landwirtschaftlicher Geratetrager - Google Patents

Landwirtschaftlicher Geratetrager

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DE1482864C
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English (en)
Inventor
Friedrich Dipl Ing Wels Patleych (Osterreich)
Original Assignee
Reform Werke Bauer & Co, Wels (Oesterreich)
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Description

Die Erfindung betrifft einen landwirtschaftlichen Geräteträger in Form eines von einem Mitfahrer lenkbaren, je zwei Lenk- und Triebräder aufweisenden Motormähers mit einem angebauten Ketten- oder Bandrechen zum Zetten, Wenden und Schwaden von Heu und oder anderem Erntegut.
Derartige Geräteträger weisen zwei wesentliche Nachteile auf. Einmal ist der Rechen vor den Vorderrädern angeordnet und liegt daher nicht im Blickfeld des Fahrers. Zum anderen aber findet als Geräteträger ein herkömmlicher Traktor Verwendung, dessen Bestückung mit einem Seitenmähbalken und einem Rechen zu einer teueren, schweren und insbesondere schwerfälligen Maschine führt, die für Arbeiten am Hang ungeeignet ist. '
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die genannten Nachteile zu vermeiden. Insbesondere soll eine speziell auf die Bedürfnisse eines Bergbauern abgestellte Maschine entwickelt werden, die sowohl mähen als auch zetten, wenden und Schwaden kann, die sich -außerdem aber vor und nach der Heuarbeit für andere Aufgaben einsetzen läßt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der unabhängig .vom Seitenmähbalken antreib- und einsetzbare Ketten- oder Bandrechen in an sich bekannter Weise zwischen den Lenkrädern und den Triebrädern angeordnet und außerdem als diese Räderpaare miteinander verbindendes, selbsttragendes und gegen andere Geräte austauschbares Fahrzeugteil ausgebildet ist.
Der mit der neuen Maschine erzielte technische Fortschritt besteht im wesentlichen darin, daß mit einem angenähert gleichen Kostenaufwand gegenüber der bisher bevorzugten Arbeitsmethode bei der Grünfutter- und Heuarbeit im Bergland eine Mechanisierungsstufe erreicht wird, die der des Schleppers mit hydraulischem Hubwerk und Anbaugeräten in der Ebene entspricht. Damit wird zur Existenzsicherung der Bergbauernhöfe beigetragen, denn die Arbeiten der Grünfutter- und Heuernte zählen zu den schwersten des bergbäuerlichen Arbeitsjahres. ■■...■
Durch den möglichen Umbau der neuen Maschine kann die Anzahl der Betriebsstunden wesentlich erhöht werden. Da der Rechen und die übrigen Geräte als selbsttragendes Fahrzeugteil ausgebildet sind, ist zwischen Triebwerk und Vorderwagen kein weiterer Fahrgestellrahmen erforderlich. Dadurch lassen sich die Herstellkosten des Fahrzeuges senken. Da beim Umbau von einem Gerät auf das andere das Triebwerk und der Vorderwagen unverändert wieder verwendet werden können, ist es möglich, mit dem zusätzlichen Aufwand für das selbsttragende Ersatzgerät weitere selbstfahrende Maschinen, z. B. einen selbstfahrenden Kartoffelroder oder einen selbstfahrenden Transporter, zu schaffen.
In einer zweckmäßigen Ausführungsform sind der Ketten- oder Bandrechen bzw. die gegen ihn ausgetauschten Geräte einerseits schwenkbar und über einen Schnellverschluß leicht lösbar mit dem Triebwerk und andererseits ebenfalls über einen Schnellverschluß, aber starr mit dem die Lenkung und die Lenkräder tragenden Vorderwagen verbunden. Hierdurch ist eine rasche, einfache und betriebssichere Austauschbarkeit des Rechens bzw. seiner Ersatzgeräte gewährleistet.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es zeigt F i g. 1 .einen selbstfahrenden Geräteträger in Seitenansicht, '-'J- ·■.'·'.„■.
F i g. 2 die Maschine gemäß F i g. 1 in Draufsicht, wobei das Triebwerk der Maschine mit einem Seitenmähbalken getrennt von dem Vorderwagen mit Rechen dargestellt ist, .
F i g. 3 einen Horizontalschnitt gemäß der Linie I-I in Fig. 1 durch die Lagerung des Rechens am Triebwerk, ; : ' "-■' '-■■■■ :..'''·■■" " - ■· '■■ ■'"■'■ '■
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch die Verbindung des Rechens mit dem Vorderwagen,
F i g. 5 in Seitenansicht eine Maschine gemäß Fig. 1, jedoch mit abgenommenen Mähbalken und statt des Rechens mit einer Ladepritsche, und
F i g. 6 die Maschine gemäß F i g. 5 in Draufsicht, wobei Triebwerk, Ladepritsche und Vorderwagen auseinandergebaut dargestellt sind.
Der vorzugsweise als Boxer-Motor ausgebildete Antriebsmotor 1 ist hinter den Achsen 2 der Triebräder 3 an das Triebwerk 4 angeflanscht. Er treibt mittels -nicht dargestellter Einrichtungen des Triebwerkes die Triebräder, eine schaltbare Zapfwelle 5 und eine schaltbare Mähkürbelwelle 6 an. Die Zapfc welle wird mit dem Hebel 7 und die Mähkurbelwelle mit dem Hebel 8 ein- oder ausgeschaltet. Das Triebwerk hat vorzugsweise ein Schaltgetriebe üblicher Ausführung, mit gleichen Übersetzungen für jeden einzelnen Vorwärts- bzw. Rückwärtsgang, wodurch sich in jedem Gang gleiche Arbeitsgeschwindigkeiten für die beiden Fahrtrichtungen ergeben. Das Schaltgetriebe wird mit dem Hebel 9 betätigt. Der Fahrersitz 10 ist knapp über dem Triebwerk, annähernd in Triebradmitte, angeordnet.
Der Kettenrechen 11 ist mit der hohlen Schwenkachse 12, die seine Antriebswelle 13 aufnimmt, im Triebwerk 4 schwenkbar gelagert. Seine Axialverschiebung wird durch einen federbelasteten Hakenschnellverschluß 14 und einen auf der Schwenkachse festen Bund 15 verhindert. Die Antriebswelle 13 wird mittels einer Muffe 16, die auf der Zapfwelle 5 fest ist, beim Einschieben des Rechens in das Triebwerk mit der Zapfwelle 5 gekuppelt. Der Rechen 11 ist mit dem Vorderwagen 17, der die Lenkung 18 und die Lenkräder 19 trägt, mittels zweier am Rechen festen Steckbüchsen 20 und zweier am Vorderwagen festen Steckachsen 21 verbunden, wobei eine gegenseitige Axialverschiebung zwischen Rechen und Vorderwagen durch an den Steckachsen festen Bunden 22 und durch federbelastete Hakenschnellverschlüsse 23 verhindert wird. Durch diese Verbindung kann der Vorderwagen 17 gemeinsam mit dem. Rechen 11 gegenüber dem Triebwerk 4 verschwenkt werden.
Die Antriebswelle 13 des Rechens treibt über einen Keilriementrieb 24 die mit Zinken 25 besetzte Rechenkette 26 in stets gleichbleibender Richtung an. ■ . ,,. .,..'...'■..- ' ' '
Der Rechen ist in beiden Fahrtrichtungen mit Schutzblechen 27 bzw. 28 abgedeckt, wodurch verhindert wird, daß das Erntegut in den Bereich des Keilriementriebes, der Ketten und der Kettenräder 29 kommt und Betriebsstörungen verursacht.
Am Triebwerk ist der Seitenmähbalken 30 aufgehängt. Die Art der Aufhängung ist von den Mähwerken an Traktoren bekannt und daher als unwesentlich in der Zeichnung nicht dargestellt.
Der Mähbalken hat einen Satz Finger 31 und eine Messerschiene 32 für das Mähen in Vorwärtsfahrt
und einen Satz Finger 33 und eine Messerschiene 34 für das Mähen in Rückwärtsfahrt. Die Messerschienen werden durch die Kurbelstange 35 bzw. 36 vorteilhaft gegenläufig angetrieben, und zwar mittels einer um 180° versetzten Doppelkurbel 37. S
Die Lenkung des Vorderwagens besteht aus einer Lenkstange mit Quergriff 38, einem Lenkhebel 39, einer Spurstange 40, die mittels zweier Lenkhebel 41 an den senkrechten Achsen 42 der Lenkräder angreift, ίο
"Soll der Rechen 11 gegen ein anderes Arbeitsgerät ausgetauscht werden, wird zweckmäßig zuerst der Mähbalken 30 in üblicher Weise abgenommen. Der Hakenschnellverschluß 14 in der Schwenkachse wird nach Abstützung des Triebwerkes 4 gegen den Boden, z. B. durch eine Standstütze, in Entriegelungsstellung gebracht. Die Hakenschnellverschlüsse 23 an den Steckbüchsen 20 werden ebenfalls in Entriegelungsstellung gebracht. Es kann dann zuerst der Vorderwagen 17 und dann der Rechen 11 abgezogen werden, ao An Stelle, des Rechens kann beispielsweise eine Ladepritsche 43, die eine mittige Schwenkachse 44 und zwei Steckbüchsen 45 aufweist, eingebaut werden, wodurch sich ein Transportfahrzeug ergibt.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Landwirtschaftlicher Geräteträger in Form eines von einem Mitfahrer lenkbaren, je zwei Lenk- und Triebräder aufweisenden Motormähers mit einem angebauten Ketten- oder Bandrechen zum Zeiten, Wenden und Schwaden von Heu oder anderem Erntegut, dadurch gekennzeichnet, daß der unabhängig vom Seitenmähbalken (30) antreib- und einsetzbare Kettenoder Bandrechen (11) in an sich bekannter Weise zwischen den Lenkrädern (19) und den Triebrädern (3) angeordnet und außerdem als diese Räderpaare miteinander verbindendes, selbsttragendes und gegen andere Geräte austauschbares Fahrzeugteil ausgebildet ist.
2. Geräteträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ketten- und Bandrechen (11) bzw. die gegen ihn ausgetauschten Geräte einerseits schwenkbar und über einen Schnellverschluß (14) leicht lösbar mit dem Triebwerk (4) und andererseits ebenfalls über einen Schnellverschluß (23), aber "starr mit dem die Lenkung (18) und die Lenkräder (19) tragenden Vorderwagen (17) verbunden sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

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