DE1492811A1 - Verfahren zur Herstellung aseptisch eingefuellter Kondensmilch und nach diesem Verfahren hergestellte Erzeugnisse - Google Patents
Verfahren zur Herstellung aseptisch eingefuellter Kondensmilch und nach diesem Verfahren hergestellte ErzeugnisseInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung aseptisch eingefüllter Kondensmilch und nach diese« Verfahren hergestellte Erzeugnisse
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Heraseptisch
stellung'in Büohsen eingefüllter Kondensmilch und nach
diesem Verfahren hergestellte Erzeugnisse, und zwar soll insbesondere ein verbessertes und neues aseptisch eingefülltes Milcherzeugnis und ein neues und verbessertes
Verfahren zur Herstellung dieses Hiloherzeugnisses geschaffen werden.
In der Milchindustrie ist allgemein bekannt, daß ein Geschmackswert von 40 eine gute Frischmilch bedeutet, daß
ein Geschoackswert von 36 gerade noch zulässig ist und
daß ein Geschmackswert von 34 und darunter eine Milch ist, die als Getränk nicht verwendet werden kann. Nachteilige
Geschmackswerte oder Aromen können in Frischmilch auftreten und werden als oxydierte, saure, ranzige, nach Fütterung schmeckende Aromen bezeichnete Diese Aromen ent-
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stehen
stehen bei unsachgemäßer Behandlung der Milch, bei Bestrahlung
mit Sonnenlicht, durch Bakterien oder durch die Fütterung, die der Milch einen artfremden Geschmack
gibt. Bei sterilisierter oder pasteurisierter aseptisoher Kondensmilch schmeckt die Milch oft abgekocht, salzig,
kreidig, abgestanden, kokosnußartig oder nach Milchsäure.
Die artfremden Aromen in sterilisierter Milch entstehen für gewöhnlich durch die zum Sterilisieren erforderliche
Wärmebehandlung der Milch zusammen mit den chemischen
Umsetzungen, die in dem Erzeugnis bei längerer Lagerung vor sich gehen. Erfindungsgemäß wird die Abnahme dee Geschmackswertes
bei längerem Aufbewahren sterilisierter Milch wesentlich Terringert, wenn die in dem Erzeugnis
gelöste Sauerstoffmenge vermindert und auf einem Kleinstwert
gehalten wird. Bei der Verwendung von aseptischen Füll- und Verschließvorrichtungen sind große Sauerstoffmengen
im Kopfraum der Büchsen und in dem Erzeugnis vorhanden, wenn die Milch in die Büchsen gefüllt und die
Deckel auf die Büchsen aufgelötet werden. Es wurde gefunden, daß der Sauerstoffgehalt nicht nur durch vollständige
Entlüftung des Erzeugnisses, sondern auch durch Verringerung von Sauerstoff während der eigentlicnen Füllstufe verringert
werden kann· Erfindungsgemäß wird dies durch Verringerung der für gewöhnlich beim Füllen auftretenden Schaumbildung
der
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der Milch und ferner dadurch erreicht, daß die Atmosphäre
in den Füll- und SchlieSraum beim Füllen und Verschließen der Dose frei von Sauerstoff gehalten wird. Durch Verwendung des nachstehend näher beschriebenen Verfahrens und
der Anlage kann der Sauerstoffgehalt von 6 bis 8 mg je Liter Milch auf 3 bis 4 mg je Liter Milch verringert werden, wobei die Füll- und Verschließkammer mit einem
inerten Gas, z.B. Stickstoff, gespült werden. Eine weitere Verringerung von 0,5 bis 1,5 »g Sauerstoff je Liter erfolgt,
wenn das Schäumen der Milch beim Einfüllen durch feines Besprühen der Milch mit einem sterilen Antischaummittel, wie
z.B. Silicone oder geschmolzenes Butteröl, verhindert wird.
Der Geschmack nach abgekochter Milch kann durch Anwendung einer Vakuumbehandlung nach dem Sterilisieren wesentlich
verringert werden, insbesondere wenn mindestens ein Teil der Eindampfung unter hohem Vakuum ausgeführt wird. Es
bleibt jedoch ein gewisser Geschmack nach abgekochter Milch zurück, so daß eine Beziehung zwischen der Größe dieses
restlichen Geschmackes und der Entwicklung von anderen artfremden Aromen beim Aufbewahren oder Lagern zu bestehen
scheint. Der hauptsächlichste artfremde Geschmack, der bei
langem Lagern auftritt, wird als ''abgestanden" bezeichnet. ή,β besteht Grund zu der Annahme, daß das in der Milch vorhandene hauptsächlich wirksame Umsetzmaterial, das für den
restlichen Geschmack nach abgekochter Milch und für die
Ent-
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Entwicklung von artfremder Aromen beim Lagern verantwortlich ist, ein Stoff ist, der sich für gewöhnlich
und gegebenenfalls konzentriert auf der Oberfläche von Fettkügelchen befindet. Es besteht Grund zu der Annahme,
daß dieser Stoff aus Phospholipiden besteht. Bei der während des Sterilieierens oder Faeteurisierens erfolgenden
Erwärmung der Milch treten Umsetzungen auf, in denen sich die Phospholipide entweder selbst verändern, um andere
Verbindungen zu bilden oder unerwünschte Umsetzungen zu katalysieren oder Vorläufer von ebenfalls unerwünschten
Verbindungen zu bilden oder sich in unerwünschten Weise mit anderen in der Milch vorhandenen Stoffen umzusetzen,
so daß der Geschmack nach abgekochter Milch oder anderen artfremden Aromen, einschließlich des Geschmacks nach abgestandener
Milch, entsteht.
Wird Vollmilch oder Frischmilch durch übliche Verfahren bei einer Temperatur von annähernd 32° C in Rahm und Mager·«
milch getrennt, dann bleiben etwa zwei Drittel der Phospholipide beim Rahm als Teil aer Fettkügelchen« Wird aus
dem Rahm Butter hergestellt, dann bleibt der größte Teil der Phospholipide in der Buttermilch, und durch Schmelzen
der Butter und beim Waschen des Butteröles kann eine weitere Verringerung des Gehaltes an Phospholipiden erhalten
werden. Es wurde auch gefunden, daß durch Zentrifugieren der Frischmilch bei einer Temperatur von 7»2 C und noch-
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maligeβ
maliges Trennen der Magermilch bei 32° C eine Magermilch
entsteht, die nur etwa ein Fünftel bis ein Zehntel der in der Miloh ursprünglich vorhandenen Phospholipide enthält.
Das Zentrifugieren bei 7»2 C allein ergibt weniger Phospholipide in der Magermilch als das Zentrifugieren bei
hoher Temperatur. Es ist also möglich, Magermilch mit weniger Phospholipiden und Butteröl mit weniger Phospholipiden
herzustellen. Wenn diese Stoffe wieder vereinigt werden, um Vollmilch oder Vollmilchkonzentrat herzustellen,
das bei kürzerer Zeit und bei hoher Temperatur sterilisiert und aseptisch in Büchsen gefüllt wird, dann weist das entstehende
Erzeugnis ein geringes Ausmaß an Geschmack abgekochter Miloh auf und hat (besonders wenn der Sauerstoffgehalt
in der Dose auf einem geringen Ausmaß gehalten wird) einen geringeren Gesohmack nach abgestandener Milch im Vergleich
zu Vollmilch oder einem Vollmilchkonzentrat, das mit dem üblichen Gehalt an Phospholipiden sterilisiert und in Dosen
gefüllt worden ist. Eine noch auffälligere Verbesserung des Geschmacks wird erhalten, wenn Magermilch oder Magermilchkonzentrat
mit niedrigerem Phospholipidgehalt sterilisiert wird, dann eine Vakuumbehandlung usw« der Magermiloh oder
des Magermilchkonzentrates erfolgt und dann steriles Butteröl niedrigen Gehaltes an Phospholipideii unmittelbar vor dem
sterilen Homogenisieren eingespritzt wird. Das Butteröl wird am besten durch Ultrafiltrieren keimfrei gemacht, jedoch
sind gute Ergebnisse auch bei kurzzeitigem, bei hoher Tea»
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peratur
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peratur erfolgendem Sterilisieren oder Pasteurisieren des Butteröles oder der Emulsion von Butteröl in Wasser
erzielt worden. Nach diesem Verfahren hergestellte Kondensmiloh
oder konzentrierte Miloh hat einen Anfangsgeschmaok,
der gleioh dem Geschmack von Frischmilch ist, d.h. sie hat einen Geschmackswert von 40, und bleibt bei
einer Temperatur von 22 C in diesem Geschmackawertbereich
von 36 bis 40 über eine Zeitdauer von 6 Monaten.
Verbesserte Ergebnisse, verglichen mit der Behandlung üblicher Phospholipid-Erzeugnisse, können durch Abwandlungen
erhalten werden, indem z.B. bei niedriger Temperatur abgetrennte Magermilch mit bei hoher Temperatur abgetrenntem
Rahm gemischt wird, oder durch irgend ein Mittel, das den in dem Erzeugnis vorhandenen Phospholipidgehalt während der
Wärmebehandlungsstufe des Verfahrens verringert·
Laborversuche, die dazu dienten, die an dem Geschmack nach abgekochter Milch teilhabenden Verbindungen zu messen, ergaben
eine Verminderung dieser Stoffe auf die Hälfte bis ein Fünftel, die in einem Vollmilchkonzentrat mit normalem
Phospholipidgehalt gefunden werden, wenn das Konzentrat aus steriler, konzentrierter Magermiloh zusammen mit durch
Filtrieren sterilisiertem Butteröl hergestellt ist. Ähnliche Verminderungen ergaben sich aus Analysen für ohemisohe Stoffe,
die den Geschmack nach abgestandener Milch oder nach Kokosnuß und Milohzucker verursachten.
909829/0173 Abwandlungen
Abwandlungen des grundlegenden Verfahrens bestehen im
Zusatz von kleinen Mengen von Emulsierungsmitteln in das
Butteröl, üb die Homogenisierung des Butteröls in der Magerailoh oder dem Magermilchkonzentrat zu fördern.
Eine andere Abwandlung ist der Zusatz von öllöslichen Vitaminen (Vitamin A), die mit Butteröl kalt sterilisiert
und gefiltert werden, um auf diese Weise das Vitamin A zu erhalten und seine Zersetzung in artfremde Geschmacksstoffe zu verhüten.
Fig. 1 eine schematische Darstellung des neuen Verfahrens bis zur Homogenieierungsstufe;
rig. 2 ist eine schematische Darstellung des Homogenisieren s , und
Fig. 3 ist eine schematische Darstellung der aseptischen
Füllstufen des Verfahrens.
Das neue Verfahren kann zwar auf verschiedene Weise ausgeführt werden, doch ist in den Zeichnungen eine bestimmte
Ausführung dargestellt, die auch ausführlich beschrieben ist. Diese Darstellung und Beschreibung ist jedoch nur als
Erläuterungsbeispiel zu werten, durch das die Erfindung in keiner Weise begrenzt wird.
Frischmilch oder Vollmilch wird bei etwa 7»2° C in dem
Behälter 10 gespeichert und wird aus dem Behälter 10 in einen Zentrifugalabscheider 11 geleitet» Der Rahm wirA in der Rohr-
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H θ "
leitung 12 einer Buttermaschine 1J zugeführt, die die
Buttermilch in die Rohrleitung I4 und die Butter in die Rohrleitung I5 fördert. Die Butter wird erwärmt und
durchläuft dann den Zentrifugalabscheider 16, der das Butteröl aus dem Butterserum abscheidet. Bas Butteröl
wird einer Hochdruckpumpe I7 zugeführt und wird durch ein sehr feines Filter 18 hindurchgedrückt, in dem alle
Bakterien und alle septischen Stoffe entfernt werden, so daß das aus dem Filter 18 in die Rohrleitung I9 fliesende
Butteröl steril oder keimfrei ist·
Sie Magermilch aus dem Zentrifugalabscheider 11 strömt in
der Rohrleitung 20 über einen Vorerwärmer 21, in dem die
Temperatur der Magermilch auf etwa 82,2° C erhöht wird, und strömt dann zu einem Vorerhitzer 22, in dem die Temperatur
der Magermilch auf etwa 87,8° C bis 129° C erwärmt
wird, ehe ein Einführen der Magermilch in den Verdampfer 23 erfolgt· Der Verdampfer erhöht den Feststoffgehalt der
Magermilch auf den gewünschten Grad, z.B. auf etwa 26 bis Die konzen-trierte Magermilch wird dann in eine Kühlvorrichtung
24, in der die Temperatur der Milch auf 7,2° C gesenkt wird, geleitet. Dann wird die Milch in dem Speicherbehälter
25 gespeichert.
Aus dem Speicherbehälter 25 wird die konzentrierte Magermilch
in die Sterilisierungsvorrichtung 26 geleitet, von wo aus die Milch in die Homogenisiervorrichtung 28 gelangt.
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Durch
Durch daβ erfindungsgemäße Verfahren erfolgt eine bessere
Homogenisierung. Me Milch wird über die Rohrleitung 27 in die Homogenisiervorrichtung 28 geleitet, in der die
Milch mit dem aus der Rohrleitung 19 kommenden Butteröl gemischt wird, und zwar in einen Verhältnis von etwa
10 Gewichtsteilen konzentrierter Magermilch zu einem Gewichtsteil Butteröl·
Die Homogenisierphase ist in Fig. 2 dargestellt. Die Homogenisiervorrichtung
28 enthält eine erste Stufe 30, in der
die Homogenisierung bei etwa 4000 bis 3000 psig stattfindet,
die durch das Ventil der ersten Stufe 31 geschaffen wird.
Das sterile Butteröl wird in die Stufe 30 über die Rohrleitung
19 eingeführt, während die Zuführung der konzentrierten Milch über die Rohrleitung 27 erfolgt. Die homogenisierten Erzeugnisse werden dann in eine Haltevorrichtung 32 geleitet, in
der sie 2 bis 5 Minuten gehalten werden, ehe sie über ein zweites Ventil und eine zweite Homogenisiervorrichtung 34»
die mit etwa 5OO bis 1000 psig arbeitet, strömen.
Aus der Homogenisiervorrichtung wird das Erzeugnis in der Rohrleitung 35 zu einer Kühlvorrichtung 36 gefördert.
Aus dieser Kühlvorrichtung 36 wird das Erzeugnis über die Rohrleitung 37 in eine Einfüllmaschine 40 (Fig. 3) geleitet.
Dosen 4I werden über einen zweckdienlichen Förderer in eine
Sterilisiervorrichtung 42 gefördert, der Dampf über die Rohr-909829/0173
leitung
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leitung 43 zum Sterilisieren der Dosen zugeleitet wird. üobald die Dosen die Füllzone 44 erreichen, werden sie
aus der Rohrleitung 37 niit Milch gefüllt, wobei gleichzeitig
ein Antischaummittel, wie z.B. Butteröl, Silicone oder eine ähnliche Flüssigkeit, aus dem Behälter 45 mittels
der Pumpe 46 über ein Filter 48 gefördert und diese Flüssigkeit
über die Rohrleitung 48 in einem Sprühstrahl auf die Oberfläche der Milch aufgesprüht wird, die an der
Füllstation 44 in die Dose eingefüllt ist. Gleichzeitig
wird ein inertes Gas, z.B. Stickstoff, über ein Filter geleitet, das die Bakterien und andere septische Stoffe
entfernt, und wird einem Sammelrohr 5I zugeleitet, mit dem
Rohrleitungen 52, 53 und 54 verbunden sind, die die Fullzone
44· die Deckelaufbring- und schließzone 46 und die Durchgangszone 47 ausspülen und frei von Sauerstoff machen.
Während der gesamten Zeit, während der die Milch frei ist, d.h. in der Zeit zwischen dem Verlassen des Endes von Rohrleitung
37 bis zum Aufsetzen des Deckels in der Zone 46, ist die Atmosphäre frei von Sauerstoff. Die geschlossenen
Dosen 47 verlassen dann die Füllvorrichtung.
Das zweistufige Homogenisierungsverfahren hat einen besonderen Wert. In der ersten Stufe erfolgt die Homogenisierung
bei einem hohen Druck, um kleine Fettkügelchen zu bilden, die dann zu einem bestimmten Ausmaß über 2 bis 5 Minuten
bei Temperaturen von 37,8° C bis 40° C zusammenklumpen.
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Dann folgt eine Homogenisierung bei niedrigerem Druck,
wobei diese Klumpen ständig zerstört werden und eine stabile Fettemulsion entsteht, die wenig Neigung hat,
sich beim Speichern zu trennen.
Ein weiterer Torteil des neuen Verfahrene ist die Herstellung einer Miloh mit niedrigem Cholesteringehalt, da
ein wesentlicher Teil des Cholesterins in der Milch den Phospholipiden zugeordnet ist. Auch das Butteröl kann
vollständig von Cholesterin befreit werden, und zwar dadurch, daß eine Lösungsmittelextraktion vor dem Einspritzen in die Magermilch oder das Magermilohkonzentrat
erfolgt.
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Claims (13)
1. Verfahren zur Herstellung aseptisch in Dose» eingefüllter
Kondensmilch, gekennzeichnet durch folgende Stufen, die darin bestehen, daß Magermilch konzentriert
und sterilisiert wird; daß steriles Butteröl mit der sterilisierten Miloh gemischt wird und daß das Gemisch
aseptisch in Dosen gefüllt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Magermilch durch Entfernen des Butterfettee aus Frischmilch hergestellt wird.
3* Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß beim Entfernen des Butterfettes aus der Frisohmiloh die Fhospholipide aus der Milch entfernt werden·
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das sterile Butteröl verhältnismäßig phospholipidfrei ist.
5· Verfahren zur Behandlung eines Milcherzeugnisses, das Fettkügelohen enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das
Erzeugnis in einer ersten Hochdruckstufe homogenisiert wird; daß die homogenisierte Milch während kurzer Zeit
gehalten wird und daß dann das Erzeugnis in einer zweiten
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Stufe
Stufe bei niedrigem Druok nochmals homogenisiert wird.
6« Verfahren nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
daß das homogenisierte Gemisoh auf der ersten Stufe während etwa 2 bis 3 Minuten gehalten wird.
7· Verfahren naoh Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die erste Stufe bei einem Druck von etwa 4000 bis 3000 psig und die zweite Stufe bei einem Brück
von etwa 500 bis 1000 psig erfolgt.
8. Verfahren zur Herstellung eines aseptisoh eingefüllten sterilen Milcherzeugnisses, gekennzeichnet durch die folgenden
Stufen, die darin bestehen, daß ein Behälter sterilisiert wirdjf daß der sterilisierte Behälter in eine
Füllzone gefördert wird} daß der Behälter in der Füllzone mit steriler eingedampfter Milch gefüllt wird; daß die
Oberfläche der in dem Behälter befindlichen Milch mit einem sterilen flüssigen Antischaummittel bedeckt wird; daß der
Behälter über eine Zwischenzone in eine Verschließzone bewegt wird; daß der Behälter in der Verschließzone unter
aseptischen Verhältnissen geschlossen wird und daß alle Zonen durch einen aus sterilem inertem Gas bestehenden
Strom frei von Sauerstoff gespült werden.
9. Verfahren nach Anspruch Θ, dadurch gekennzeichnet, daß
das Antischaummittel aus sterilem Butteröl besteht.
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10. Verfahren
10. Verfahren naoh Anspruch ΰ, dadurch gekennzeichnet,
daß das Antischaummittel aus sterilem Silicone besteht.
11. Verfahren zur Herstellung eines aseptisch in Dosen eingefüllten Milcherzeugnisses, gekennzeichnet durch
folgende Stufen, die darin bestehen, daß Vollmilch oder Frischmilch getrennt wird, um Rahm und Magermilch zu
bilden) daß die erwärmte Magermilch einer Eindampfung unterworfen wird, um die Milchfeststoffe zu erhöhenj
daß die eingedampfte Magermilch sterilisiert wird; daß Butteröl sterilisiert wird} daß die eingedampfte Jtagermilch
mit üem gefilterten Butteröl gemischt wird} daß das Gemisch aus Magermilch und Butteröl homogenisiert wird, und
daß das homogenisierte Gemisch unter aseptischen Verhältnissen in Dosen gefüllt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einfüllen ein Behälter sterilisiert wird; daß
der sterile Behälter in eine Füllzone bewegt wird} daß Sauerstoff aus der Püllaone durch einen Strom inerten
Gases ausgespült wird| daß der Behälter in der Füllaone
mit dem gekühlten homogenisierten Gemisch gefüllt und die in dieser Zone befindliche Milch mit einem sterilen gefilterten
Butteröl besprüht wird, und daß der Behälter unter aseptischen, von Sauerstoff freien Verhältnissen geschlossen
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
daß das Butteröl durch Hindurchpressen duroh ein feines
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Filter sterilisiert wird| daß in der Mischstufe etwa
zehn Gewiohtsteile eingedampfter Magermilch mit einem Gewichtateil gefiltertem Butteröl gemischt werden} daß
in der Homogenisierungsstufe eine erste Homogenisierung erfolgt, dann das homogenisierte Gemisch für die Dauer
von zwei bis fünf Minuten gehalten wird und dann das Gemisch wieder homogenisiert wird·
14· Verfahren zur Herstellung eines aseptisch in Dosen eingefüllten Milcherzeugnisses, dadurch gekennzeichnet,
daß Frischmilch oder Vollmilch auf etwa 7,2° C gekühlt
wird; daß die Milch in Rahm und Magermilch getrennt wird; daß die Magermilch auf etwa 87,8° C bis 129,5° C erwärmt
wird; daß die erwärmte Magermilch eingedampft wird, um den Feststoff gehalt auf 26 °/o zu erhöhen} daß die eingedampfte Magermilch sterilisiert wird} daß Butteröl sterilisiert wird, indem es durch ein feines Filter geleitet
wird} daß etwa zehn Gewichtsteile der eingedampften Magermilch mit einem Gewichtsteil des gefilterten Butteröles gemischt
werden; daß das Gemisch aus Magermilch und Butteröl in einer ersten Homogenisierungsstufe von etwa 4OOO bis 3000 psig
homogenisiert, dann das homogenisierte Gemisch für etwa zwei bis fünf Minuten gehalten und dann das Gemisch bei etwa
bis 1000 pslg wieder homogenisiert wird; daß das homogenisierte Gemisch auf etwa 7,2° C geküht wird; daß ein Behälter
sterilisiert
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sterilisiert wird; daß der sterile Behälter in eine Füllzone bewegt wird) daß Sauerstoff aus der Füllzone durch
einen Strom inerten Gases ausgespült wird} daß der in der Zone befindliehe Behälter mit dem gekühlten homogenisierten
Gemisch gefüllt und die in der Füllsone befindliche Miloh mit dem sterilen gefilterten Butteröl besprüht wird, und daß
dann der Behälter unter aseptisohen, sauerstoffreien Verhältnissen geschlossen wird«
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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| DE1492811A1 true DE1492811A1 (de) | 1969-07-17 |
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| DE19651492811 Pending DE1492811A1 (de) | 1964-06-22 | 1965-06-22 | Verfahren zur Herstellung aseptisch eingefuellter Kondensmilch und nach diesem Verfahren hergestellte Erzeugnisse |
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