DE152126C - - Google Patents

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DE152126C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F1/00Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped
    • F04F1/06Pumps using positively or negatively pressurised fluid medium acting directly on the liquid to be pumped the fluid medium acting on the surface of the liquid to be pumped

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
JVi 152126 KLASSE 59 c.
in OGGERSHEIM i.Pf.
Dampf- bzw. Druckluftheber.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des durch Patent 132383 geschützten Dampf- bezw. Drucklufthebers, die zwei neue Ausführungsformen desselben ergibt, welche in den Fig. 1 bis 2 der Zeichnung zur Darstellung gebracht sind. Bei diesen wird die Wirkung der Taucherglocken der durch Hauptpatent geschützten Vorrichtung durch ein Ventil 38 erreicht.
ίο Der Ventilkörper 38 darf mit der Stange 37 des Doppelsitzventil nicht starr verbunden sein, sondern ruht mit seiner unteren Fläche auf dem Bunde 39 auf und ist auf der Stange 37 nur nach oben zu verschiebbar.
Die zu fördernde Flüssigkeit tritt durch Leitung 1, Rückschlagventil 2 und Rohr 3 in das Druckgefäß 4 ein, während der Schwimmer sich in seiner unteren Lage befindet und der Hahn 34 das Druckgefäß bei 10 mit der Außenluft in Verbindung setzt, wogegen die Druckluft durch das Doppelsitzventil 35 abgeschlossen ist.
In dem Maße, als sich das Gefäß mit Flüssigkeit füllt, hebt sich der Schwimmer 21, gelangt also allmählich in diejenige Lage, in welcher er mittels des Hebels 13, 11 den Entlüftungskanal 10 verschließt und mittels der Stange 20 und des Bundes 36 das Doppelsitzventil 35 etAvas anhebt. Die hierauf durch Leitung 9 in das Gefäß 4 gelangende Druckluft übt sofort einen Druck auf den Ventilkörper 38 aus und schließt die Ventilöffnung desselben ab, bevor ein höherer Druck in dem Gefäß 4 entsteht. In dem Maße, als der Schwimmer 21 sich weiter hebt, wird auch das Doppelsitzventil 35 weiter geöffnet und der Druck im Gefäß seine obere Grenze erreichen. Hierbei verschiebt sich die Stange 37 in dem Ventilkörper 38, ohne daß der Bund 39 gegen den Ventilkörper 38 anzuschlagen braucht.
Jetzt wird die zu fördernde Flüssigkeit durch Steigrohr 3 und Rückschlagventil 5 in die Förderleitung 6 getrieben. Zugleich \vird ein Teil der Förderflüssigkeit in das Standrohr 28 verdrängt und auf diese Weise wieder eine Flüssigkeitssäule gebildet, welche den spezifischen Druck über dem Ventilkörper 38 um so viel vermindert, als ihrem spezifischen Gewicht und · ihrer Höhe über dem Flüssigkeitsspiegel des Gefäßes 4 entspricht, während unter dem Ventilkörper der volle Druck erhalten bleibt. Ebenso wird ein anderer Teil der Förderflüssigkeit in das Standrohr 30, 17 und in das Gefäß 27 hinein verdrängt, bis die im letzteren über dem Flüssigkeitsspiegel stehende Luft der Spannung im Druckgefäß das Gleichgewicht hält.
Tritt während der Druckperiode der Flüssigkeitsspiegel unter die Mündungen der Standrohre 28 und 30, 17, dann fallen die in denselben befindlichen Flüssigkeitssäulen herunter
und bewirken sowohl den Abschluß der Druckluft bei 35 als auch die Öffnung des Luftkanals io, 34. Denn nach dem Herausfallen der im Standrohr 28 befindlichen Flüssigkeitssäule tritt der Raum oberhalb des Ventilkörpers 38 mit dem Gefäß 4 durch Leitung 28 in Verbindung. Infolgedessen sinkt der Ventilkörper 38 auf den Bund 39 zurück und drückt vermöge seines verhältnismäßig sehr großen Gewichtes das Doppelsitzventil 35 auf seinen Sitz nieder, wodurch der weitere Zutritt von Druckluft abgesperrt wird und die Schwimmerstange 20 nebst Schwimmer 2 τ entsprechend gesenkt bezw. Hebel 13, 11 und Hahnkörper 34 entsprechend verdreht werden. Dadurch, daß nun gleichzeitig auch die in den Standrohren 30, 17 befindliche Sperrflüssigkeit herunterfällt, wird das im Gefäß 27 vorhandene Übergewicht beseitigt.
ao Infolgedessen sinkt der Schwimmer 21 nebst Schwimmerstange 20 noch weiter herunter und verdreht den Hebel 13, 11 bezw. Hahnkörper 34 so weit, bis der Raum des Gefäßes 4 durch Stutzen 10 mit der Außenluft in Verbindung tritt.
Da die jetzt noch im Gefäß 4 vorhandene Druckluft durch den engen Kanal 10 sich nicht augenblicklich mit der Außenluft ausgleichen kann, so wirkt sie während einiger Augenblicke noch vermöge ihrer Expansion auf die zu fördernde Flüssigkeit, vorausgesetzt, daß die Anfangsspannung der Druckluft entsprechend größer ist, als dies nach der Förderhöhe erforderlich ist. Die Spannung im Druckgefäß 4 sinkt also am Ende der Druckperiode angenähert bis zu derjenigen herunter, welche der Förderhöhe der Flüssigkeit entspricht, und bei entsprechendem Abstande der Rohrmündungen 28, 30 von der Mündung des Förderrohres 3 sinkt zugleich der Flüssigkeitsspiegel bis zur Mündung des Förderrohres 3 herab.
Die Dauer der Expansionsperiode ist also bestimmt durch den Abstand der Standrohrmündungen 28, 30 einerseits und der Mündungen des Steigrohres 3 andererseits und kann durch Heben bezw. Senken der Standrohre 28,30 innerhalb dieser Grenzen verändert werden, wenn die Anfangsspannung der Druckluft so groß ist, daß ein Heruntersinken ihrer Spannung unter diejenige, welche der Förderhöhe entspricht, nicht zu befürchten ist. Das Heben und Senken der Standrohre 28, 30 ist entweder durch Verschiebung derselben in Stopfbüchsen, wie dies z. B. mit dem Standrohr 28 in Stopfbüchse 31 unter gleichzeitiger Auswechselung der Zwischenstücke 32, 33 vorgenommen werden kann, oder unter Benutzung ähnlicher Hilfsmittel zu erreichen, wie dies beim Standrohr 30,17, z. B. durch Einschaltung eines Kugelgelenkes 29, angestrebt ist, durch welches ein Heben bezw. Senken der Standrohrmündung ermöglicht wird.
Die veränderbare Dauer der Expansionsperiode gewährt den Vorteil, daß, sobald mit hochgespannter Druckluft gearbeitet wird, man die Spannung derselben während der Expansionsperiode bis gegen die Förderhöhe entsprechend herabsinken lassen kann, wodurch der Verbrauch an Druckluft bezw. Dampf geringer ausfällt.
Ist die Flüssigkeit im Druckgefäß 4 unter die Mündung des Steigrohres 3 gesunken, so erfolgt, nachdem die im Steigrohr 3 und Förderrohr 6 vorhandene Flüssigkeit durch die Druckluft nach oben in das Fördergefäß getrieben ist, die Ausgleichung des Druckes im Gefäß 4 durch Rohr 3, Ventil 5 und Rohr 6 mit der Außenluft. .
Sollten jedoch dieser Druckausglcichung sich Schwierigkeiten entgegenstellen, was z. B. dann der Fall sein kann, wenn die Förderleitung 6 sich weit in wagerechter Richtung erstreckt, so muß die Druckausgleichung durch den Hahn 34 bei 10 ermöglicht werden, zu welchem Zweck das Küken des genannten Hahnes eine so weite Bohrung zu erhalten hat, daß der Druckausgleich mit der Außenluft möglichst augenblicklich vor sich gehen kann. In diesem Falle darf aber der Abschluß der Druckleitung 9 mit dem Öffnen des Hahnes 34 zeitlich nicht zusammenfallen, sondern muß früher erfolgen. Die Verbindung des Druckgefäßes mit der Außenluft findet also durch die entsprechend weite Bohrung des Hahnes 34 (Fig. 2) erst dann statt, nachdem das Druckmittel im Druckgefäß, nach Abschluß seiner Zuführungsleitung sich selber überlassen, bis gegen die der Förderhöhe entsprechende Spannung herab expandiert ist.
Die dieses ermöglichende Ausführungsform ist aus Fig. 2 ersichtlich und unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 hauptsächlich dadurch, daß die Mündungen der Standrohre 28 und 30, 17 nicht in einer wagerechten Ebene liegen, sondern einen gewissen, die Dauer der Expansionsperiode bedingenden Abstand voneinander besitzen.
Tritt hier während der Druckperiode der Flüssigkeitsspiegel unter die Mündung des Standrohres 28, dann fällt die in demselben befindliche Flüssigkeitssäule herunter und bewirkt, da nun der Raum unterhalb des Ventilkörpers 38 durch Rohr 28 mit dem Raum oberhalb des Ventilkörpers in Verbindung steht, den Spannungsausgleich zu beiden Seiten des Ventilkörpers 38.
Nach Eintritt des Spännungsausgleiches sinkt der Ventilkörper 38 infolge seines Eigengewichtes auf den Bund 39 zurück und belastet hierbei die Stange 37, sowie das
Doppelsitzventil 35 bezw. die Stange 20 und den Schwimmer 21 so stark, daß derVentilkörper 35 auf seinen Doppelsitz niedersinkt, wobei der Hohlkörper 30, 17, 27 etwas gehoben wird. Hierbei wird die Schwimmerstange 20 mit dem Schwimmer 21 entsprechend gesenkt und Hebel 13, Ii bezw. Hahnkörper 34 etwas verdreht, welche Verdrehung jedoch nicht genügt, den inneren Raum des Druckgefäßes 4 mit der Außenluft in Verbindung zu setzen. Letzteres erfolgt vielmehr erst dann, nachdem das sich selbst übcrlassene, allseitig abgesperrte Druckmittel mittels Expansion gewirkt hat und der Flüssigkeitsspiegel auch unter die Mündung des Standrohres 30, 17 gesunken ist. Sobald dieses der Fall ist bezw. die im Gefäß 27 befindliche Flüssigkeit herunterfällt und der Hohlkörper 30, 17, 27 entlastet wird, wird der Schwimmer 21 mit der Schwimmerstange 20 infolge seines Übergewichtes noch weiter herunter sinken, wobei der Zapfen 40 der Schwimmerstange 20 aus dem Ventilkörper 35 entsprechend heraustritt. Gleichzeitig wird hierbei der Hebel 13,11 noch weiter umgesteuert und auf diese Weise der Hahn 34 so gedreht, daß seine Bohrung mit derjenigen des Stutzens 41 zusammenfällt, also die Verbindung des Druckgefäßinnern mit der Außenluft hergestellt ist. Die Dauer der Expansionsperiode ist hier durch den Abstand der Standrohrmündungen 28, 30 voneinander bestimmt und kann durch Heben bezw. Senken der beiden Standrohrmündungen innerhalb gewisser Grenzen verändert werden, zu welchem Zweck dieselben Mittel wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1, nämlich Stopfbüchse 31 und Kugelgelenk 29 entsprechende \'xerwendung finden.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Dampf- bezw. Druckluftheber nach Patent 132383, dadurch gekennzeichnet, daß das Standrohr (28) in einen Raum oberhalb des die Kraftmittelzufuhr steuernden Doppelsitzventiles (35) mündet und dort durch einen Ventilkörper (38) abgeschlossen werden kann, welcher auf der am Doppelsitzventil angebrachten Stange (37) mittels eines Bundes (39) gehalten wird und auf der Stange (37) verschiebbar ist.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Standrohre (28; 17, 30) verschiebbar bezw. verlängerbar angeordnet sind, um die Dauer der Expansionsperiode des Druckmittels verändern zu können.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündungen der Standrohre (28 und 17, 30) nicht in einer wagerechten Ebene liegen, sondern einen regelbaren Abstand voneinander besitzen, so daß die durch Hahn (34) erfolgende Ausgleichung des Druckmittels im Gefäß (4) mit der Außenluft zeitlich nicht mit dem Abschluß der Druckmittelleitung zusammenfällt, sondern später erfolgt, wodurch dem allseitig abgeschlossenen Druckmittel im Druckgefäß Gelegenheit zur Expansionswirkung" geboten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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