DE1553376C - Kupplungseinrichtung in einem Einbau-Doppelzylinder - Google Patents
Kupplungseinrichtung in einem Einbau-DoppelzylinderInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungseinrichtung in einem Einbau-Doppelzylinder, bei dem
jeder Zylinderkern durch in Kupplungsrichtung federnd verschiebbar und außerhalb des Schlüsselkanals
gelagerte U-förmige Kupplungsteile mit der den Schließbart tragenden Schließbartnabe kuppelbar
sind, wobei ein vorbestimmter Zylinderkern noch drehbar ist, wenn im gegenüberliegenden, verdrehten
Zylinderkern der Schlüssel steckt.
Bei dieser bekannten Kupplungseinrichtung wird dies dadurch erreicht, daß die Einrückfeder des einen
Kupplungsteiles zwischen diesem Kupplungsteil und dem Schlüssel des entsprechenden Zylinderkernes angeordnet
und bei schlüsselfreiem Zylinderkern spannungsfrei ist, dagegen erst durch den vollständig eingesteckten
Schlüssel gespannt wird und der Kupplungsteil gegen die Schließbartnabe drückt. Hierbei
ist eine abgestimmte Druckkraft der Kupplungsfedern notwendig. Es besteht demzufolge die Schwierigkeit,
die Einrückfedern der Kupplungsteile in ihrer Wirkungsweise gleich herzustellen und zu montieren, wovon
der exakte Kupplungseingriff abhängig ist. Ein weiterer Mangel ergibt sich daraus, daß keines der
Kupplungsteile unmittelbar vom Schlüssel betätigt werden kann, so daß unter Umständen, z. D. beim
Erlahmen der Einrückfedern, die betriebsgerechte Funktion beeinträchtigt ist. Ferner ist ein Urnstellen
des Schließbartes hierbei nicht vorgesehen.'
Man hat auch schon bei einem Einbaudoppelzylinder die Kupplungseinrichtung so ausgebildet,
daß ein Umstellen des Schließbartes für rechts-oder linksschließende Türschlösser durch Spreizen und
Ausheben beider Kupplungsteile aus der Schließbartnabe bewirkt werden kann. Zu diesem Zweck weist
bei der bekannten Ausbildung die Schließbartnabe eine etwa rechtwinklige Dreieckaussparung auf,
welche zwei Kupplungsausnehmiingen bildet,. in welche die Kupplungsteile in gewünschter Stellung
des Schließbartes einfallen. Bei diesem Einbau-Doppelzylinder kann der eine Zylinderkern aber nicht betätigt
werden, wenn im anderen Zylinderkern der Schlüssel steckt und gegebenenfalls noch dazu verdreht
ist.
Die Erfindung geht nun von der Aufgabe aus, bei einem Einbau-Doppelzylinder der erstgenannten Gattung
eine zwangläufige aufhebbare Kupplungsverbindung zu schaffen, um eine stets zuverlässige Funktion
des Einbau-Doppelzylinders zu erzielen.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der vorbestimmte Zylinderkern, dessen Kupplungsteil in
axialer Richtung von Druckfedern mit schwächerer Federkraft als der Druckfedern des im gegenüberliegenden
Zylinderkern angeordneten Kupplungsteiles beaufschlagt ist, einen von der Schlüsselspitze betätigten
tellerförmigen Hilfsteil mit einem zwischen zwei nasenartigen Vorsprüngen seines Kupplungsteiles
zurückschiebbaren Teller aufweist, welcher bei eingestecktem Schlüssel mit seiner Tellervorderseite
den Kupplungsteil im gegenüberliegenden Zylinderkern aus der Kupplungsstellung ausrückt.
Hierdurch ist der Vorteil erreicht, daß Fehlkupplungen
weitgehend ausgeschlossen sind, weil der die Notschließung ermöglichende tellerförmige Hilfsteil
unmittelbar vom Schlüssel betätigt ist. Auch bei nichteingestecktem Schlüssel ist eine betriebsgerechte,
nicht ausweichende Kupplungsverbindung der Schließbartnabe mit dein sperrenden Zylinderkern ständig
aufrechterhalten. Es ist ferner eine günstige Bnuform
erzielt, die Kupplungsteile liegen außerhalb des vom Schlüsselkanal geschwächten Bereiches des Zylinderkernes,
sie sind flächig geführt und widerstandsfähig abgestützt.
Eine funktionell zuverlässige bauliche Ausbildung, bei welcher der tellerförmige Hilfsteil unverkantbar
ständig in wirkungsbereiter Angriffsstellung gehalten ist, wird dadurch erzielt, daß der tellerförmige Hilfsteil
einen Führungszapfen aufweist, der in einer mit ίο dem Schüsselkanal fluchtenden Sackbohruilg des Zylinderkernes
verschiebbar angeordnet ist.
Um bei dieser Ausgestaltung bei Notschließung ein falsches Einkuppeln der Kupplungsteile zu verhindern,
wenn in an sich bekannter Weise die Umstellbarkeit, die im Normalfall nur einmal vorgenommen
wird, durch eine rechtwinklige Dreieckaussparimg in der Nabenmittelwand vorgesehen ist, kann die eine
nicht benötigte Kupplungsausnehmung der in an sich bekannter Weise mit zwei rechtwinklig zueinander
stehenden Kupplüngsausnehmungen ausgestatteten Nabenmittelwand von einer durch den Ringteil der
Schließbartnabe "eindrehbaren Schraube gegen Eintritt des Kupplungsteiles gesperrt sein.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel in vergrößertem Maßstab veranschaulicht,
und zwar zeigt
A b b. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch einen Einbau-Doppelzylinder,
Abb. 2 den horizontalen Längsschnitt gemäß Schnitt Λ-ß, Abb. 1, .
Abb. 3 den Querschnitt in der Mittelebene der Schließbartnabe gemäß Schnitt C-D, Abb. I, bei
linksschließender und
A b b. 4 bei rechtsschließender Schließbai !stellung,
Abb. 5 den der Abb. 1 entsprechenden Längsschnitt
bei eingestecktem Schlüssel; in
A b b. 6 sind die Kupplungsteile im einzelnen dargestellt. ■■■.'.
Das symmetrisch ausgebildete Gehäuse 1 des Einbau-Doppelzylinders
enthält die beiden Zylinderkerrie 2,3, auf deren gegeneinander zugekehrten Endabschnitten
die den Schließbart 5 tragende Schließbartnabe 4 gelagert ist. Im übrigen weist der Einbau-Doppelzylinder
die üblichen Stiftzuhaltungen aus federnd gestützten Kein- und Gehäusestiften auf, die in.
der Gehäusemittelebene liegen und in den Zylinderkernen 2,3 in dessen Schlüsselkanal 6,6' hineinragen.
Jeder Zylinderkern 2, 3 weist einen federnd verschieblich gelagerten Kupplungsteil 7 bzw. 8 auf. Dex
Kupplungsteil 7 des Zylinderkernes 2 besteht aus zwei Schenkeln 7', die durch einen Steg 7" U-förmig zusammengefügt
sind. Die Schenkel T stecken in außerhalb des Schlüsselkanals 6 im vollen Querschnitt des
Zylinderkernes 2 vorgesehenen Sackbohrungen 9 und treten gegen die in diesen Bohrungen angeordneten
Druckfedern 10, welche den Kupplungsteil 7 ständig in Kupplungsrichtung vorschieben.
Der Kupplungsteil 9 des Zylinderkernes 3 ist ebenfalls
außerhalb des Schlüsselkanals 6' gelagert, er besitzt (vgl. A b b. 6) ebenfalls U-Form, zusammengesetzt
aus den beiden Schenkeln 8' und dem Steg 8". An der Stirnseite weist dieser Kupplungsteil nasenartige
Vorspränge 8'" auf. Er steckt ebenfalls mit seinen Schenkeln 8' in Sackbohrungenil, in denen
Sj Druckfedern 12 vorgesehen sind. Die einander zugekehrten
Stirnflächen· der Zylinderkerne 2, 3 sind zur Aufnahme der Stege 7", 8" in Entkupplungslage
mit Schlitzen 6", 6'" versehen.
Die Druckfedern 10 besitzen eine größere Federkraft, während die Druckfedern 12 mit geringerer
Federkraft ausgebildet sind. Dies entspricht ihrei Funktion, denn der Kupplungsteil 7 ist bevorrechtigt
zum Eintritt in die Kupplungsausnehmung 13 der Naben-Mittelwand 4'.
Die Kupplungsausnehmung 13 besteht aus rechtwinklig zueinander stehenden Öffnungen, die der
Querschnittsform der Kupplungsteile angepaßt ist. Im Bereich der Endabschnitte der Öffnungen sind radiale,
mit Gewinde versehene Bohrungen 14 angebracht, in die eine Schraube 15 paßt, deren Durchmesser etwa
der Dicke der Nabenmittelwand 4' entspricht, so daß wahlweise eine Kupplungsausnehmung gesperrt werden
kann.
Außerdem ist in der Nabenmittelwand 4' eine durchgehende kreisrunde, konzentrische Ausnehmung
16 vorgesehen, deren Durchmesser in die Kupplungsausnehmung 13 hineinreicht, (s. A b b, 3, 4).
Der Zylinderkern 3 weist eine mit dem Schlüsselkanal 6' fluchtende Sackbohrung 17 auf, in die der
Führungszapfen 18 eines tellerförmigen Hilfsteiles 19 eingesteckt ist. Eine an die Sackbohrung anschließende
Vertiefung 17' dient als Ausweichnische für den tellerförmigen Hilfsteil 19.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Ausführungsform ist folgende: Aus A b b. 1 ist ersichtlich,
daß in Ruhestellung der Kupplungsteil 7 vermöge der beaufschlagenden starken Druckfedern 10 in vollem
Eingriff in der Kupplungsausnehmung 13 der (Schließbart) Nabenmittelwand 4' eingeschoben ist.
Hierbei ist sowohl der Kupplungsteil 8, der mit seinen nasenartigen Vorsprüngen 8'" unmittelbar gegen den
Kupplungsteil 7 stößt, als auch der tellerförmige Hilfsteil 19 in den Zylinderkern 3 zurückgedrückt, so
daß der Zylinderkern 3 entkuppelt ist, wogegen der Zylinderkern 2 den Schließbart arretiert.
Wird in den Zylinderkern 2 der Schlüssel 20 bis zum Anschlag eingesteckt, so verändert sich nichts,
da die Schlüsselspitze (vgl. strichpunktierte Konturen in A b b. 1) ohne Wirkung bleibt. Durch die Entsperrung
der Zuhaltungen kann aber der Zylinderkern 2 gedreht werden, wobei die Schließbartnabe 4 mitgenommen
wird. Der durch die Zuhaltungen gesperrte Zylinderkern 3 ist enkuppelt und hindert diese
Drehung nicht. Der Kupplungsteil 7 kann sich, auch bei gewaltsamer Drehung, nicht selbst auslösen (zurückspringen),
da er in vollem Eingriff in großer Länge steht.
Steckt man den Schlüssel 20 gemäß A b b. 5 in den Schlüsselkanal 6' des vorbestimmten Zylinderkernes
3, so tritt jedoch die Schlüsselspitze 20' gegen den Führungszapfen 18 des tellerförmigen Hilfsteiles 19.
Dieser wird in axialer Richtung verschoben, tritt in die konzentrische Ausnehmung 16 der Nabenmittelwand
4' ein und drückt hierbei den Kupplungsteil 7, gegen dessen Steg 7" die Kante des tellerförmigen
Hilfsteiles 19 stößt, zurück. Der Zylinderkern 2 ist nun entkuppelt, und der vorbestimmte Zylinderkern
3 kann mittels des Schlüssels 20 gedreht werden, wobei der Schließbart 5 die Drehung mitmacht.
Wird der Schlüssel nach vollendeter Schließung herausgezogen, so überwindet vermöge der größeren
Federkraft seiner Druckfedern 10 der Kupplungsteil 7 den Druck der Druckfedern 12 des Kupplungsteiles 8 und schiebt diesen, zugleich auch den Hilfsteil
19, wieder in die Entkupplungsstellung zurück, während er selbst in Kupplungsstellung tritt.
Es kann auch eine sogenannte Notschließung erfolgen, wenn der Zylinderkern 2 mit steckendem
Schlüssel verdreht ist. In diesem Falle tritt bei in den Schlüsselkanal 6' eingestecktem Schlüssel der tellerförmige
Hilfsteil 19, von der Schlüsselspitze 20' betätigt, gegen den Steg 7" des Kupplungsteiles 7 und
kuppelt es aus. Da der Steg 7" vom Tellerrand beaufschlagt wird, kann er in jeder Winkelstellung erfaßt
werden. Bei Drehung des vorbestimmten
ίο Zylinderkernes 3 gelangt dann der Kupplungsteil 8
schließlich auf die leere Kupplungsausnehmung 13 und fällt in diese ein. Jetzt kann ebenfalls die Schließdrehung
vorgenommen werden.
Die Umlegbarkeit des Schließbartes, die im Normalfall nur einmal vorgenommen wird, zwecks Verwendung des Einbau-Doppelzylinders für rechts- oder linkssschließende Türschlösser wird in an sich bekannter Weise durch die Anordnung zweier rechtwinklig zueinander stehender Kupplungsausnehmungen 13 ermöglicht. Die Schließbartnabe 4 ist nun vorzugsweise mit zwei radialen Bohrungen 21 versehen, die in der Mittelwandebene der Schließbartnabe 4 liegen und in je eine der sich diametral gegenüberliegenden Kupplungsausnehmungen 13 einmünden.
Die Umlegbarkeit des Schließbartes, die im Normalfall nur einmal vorgenommen wird, zwecks Verwendung des Einbau-Doppelzylinders für rechts- oder linkssschließende Türschlösser wird in an sich bekannter Weise durch die Anordnung zweier rechtwinklig zueinander stehender Kupplungsausnehmungen 13 ermöglicht. Die Schließbartnabe 4 ist nun vorzugsweise mit zwei radialen Bohrungen 21 versehen, die in der Mittelwandebene der Schließbartnabe 4 liegen und in je eine der sich diametral gegenüberliegenden Kupplungsausnehmungen 13 einmünden.
Da für den Gebrauch stets die eine Kupplungsausnehmung 13 mittels der Schraube 15 für den Eintritt
der Kupplungsteile 7, 8 gesperrt ist, muß vor einem Umstellen des Schließbartes die Schraube 15 entfernt
werden. Alsdann wird ein spitzes Werkzeug in die Bohrung 21 eingesteckt; dieses Werkzeug spreizt die
beiden Kupplungsteile auseinander. Man kann nun den Schließbart umstellen. Hiernach wird die
Schraube 15 wieder in die nun entsprechende Bohrung 14 hineingedreht. Es wird hierdurch vermieden,
daß bei der Notschließung der Kupplungsteil 7 oder 8 in die falsche Kupplungsausnehmung 13 eintritt.
Anstatt die (Sperrschrauben) Bohrungen 14 radial anzuordnen, kann man diese auch tangential zur
Kupplungsausnehmung vorsehen.
Claims (3)
1. Kupplungseinrichtung in einem Einbau-Doppelzylinder, bei dem jeder Zylinderkern durch in
Kupplungsrichtung federnd verschiebbar und außerhalb des Schlüsselkanals gelagerte U-förmige
Kupplungsteile mit der den Schließbart tragenden Schließbartnabe kuppelbar sind, wobei ein vorbestimmter
Zylinderkern noch drehbar ist, wenn im gegenüberliegenden, verdrehten Zylinderkern
der Schlüssel steckt, dadurch gekennzeichnet,
daß der vorbestimmte Zylinderkern (3), dessen Kupplungsteil (8) in axialer Richtung
von Druckfedern (12) mit schwächerer Federkraft als der Druckfedern (10) des im gegenüberliegenden
Zylinderkern (2) angeordneten Kupplungsteiles (7) beaufschlagt ist, einen von der Schlüsselspitze (20') betätigten tellerförmigen Hilfsteil (19)
mit einem zwischen zwei nasenartigen Vorsprüngen (8") seines Kupplungsteiles (8) zurückschiebbaren
Teller aufweist, welcher bei eingestecktem Schlüssel (20) mit seiner Tellervorderseite den
Kupplungsteil (7) im gegenüberliegenden Zylinderkem (2) aus der Kupplungsstellung ausrückt.
2. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der tellerförmige Hilfsteil
(19) einen Führungszapfen (18) aufweist, der
in einer mit dem Schlüsselkanal (6') fluchtenden Sackbohrung (17) des Zylinderkernes (3) verschiebbar
angeordnet ist.
3. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die eine nicht benötigte
Kupplungsausnehmung (13) der in an sich bekannter Weise mit zwei rechtwinklig zuein
ander stehenden Kupplungsausnehmungen aus gestatteten Nabenmittelwand (4') von einer durci
den Ringteil der Schließbartnabe (4) eindrehbare. Schraube (15) gegen Eintritt des Kupplungsteile
(7, 8) gesperrt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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