DE156251C - - Google Patents
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Classifications
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- Jig 156251 KLASSE 21 c.
aus Kunststeinmasse durch Pressen.
Die Herstellung von Widerstandskörpern aus Kunststeinmasse, die aus einem Kern aus
Widerstandsmasse und einem Mantel aus Isoliermaterial bestehen,, geschieht bisher in
der Weise, daß zuerst die den Kern bildende Widerstandsmasse in einer entsprechenden
Form, z. B. in einem Rohr, zusammengepreßt wird, und daß dann der hierbei erhaltene
Körper mit der den Isoliermantel bildenden
ίο Masse umgeben wird. Es hat sich nun gezeigt,
daß bei der Verwendung von Widerstandskörpern, welche auf solche Weise hergestellt
worden sind, eine sehr starke Wärmeentwicklung auftritt, die den Widerstandskörper
nach kurzer Zeit unbrauchbar macht. Durch Untersuchungen wurde festgestellt, daß jene starke Wärmeentwicklung ihren
Grund in der Oberflächenbeschaffenheit des aus Widerstandsmasse bestehenden Kernes
hat. Das Herstellungsverfahren bringt es nämlich mit sich, daß an dem Kern eine glatte
Außenfläche erzielt wird, die beim Hindurchdrücken der Widerstandsmasse, duixh die
Form entsteht. Jene glatte Oberfläche, welche sich bei dem fertigen Widerstandskörper zwischen
der eigentlichen Widerstandsmasse und . dem Isoliermantel befindet, bildet nun eine
gute Leitung für den elektrischen Strom, so daß der größte Teil des durch den Wider-Standskörper
hindurchgeschickten Stromes an der Außenfläche des Kernes entlang geleitet wird. Die inneren Teile des Kernes dienen
dann hierbei wenig oder gar nicht zur Leitung und werden infolgedessen wenig oder
gar nicht ausgenutzt.
Bei der Erfindung kommt es nun darauf an, die Bildung einer glatten Außenfläche bei
dem aus Widerstandsmasse bestehenden Kern zu verhindern. Zu diesem Zweck geschieht
das Zusammenpressen der Widerstandsmasse und der den Isoliermantel bildenden Masse
gleichzeitig und gemeinsam.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht zweckmäßig in der Weise, daß zunächst in
eine Rohrform, deren Durchmesser dem Durchmesser des herzustellenden Widerstandskernes gleich ist, die Widerstandsmasse eingeschüttet
wird. Hierauf wird eine Rohrform von einem Durchmesser, welcher dem Durchmesser des fertigen Widerstandskörpers entspricht,
über die erstgenannte Rohrform geschoben und der Zwischenraum zwischen dieser äußeren und der inneren Rohrform
mit Isoliermasse gefüllt. Das Füllen der beiden Rohrformen geschieht, um eine gute
Dichtigkeit zu erzielen, zweckmäßig unter ständigem Schütteln der die beiden Formen
tragenden Unterlage.
Nachdem die äußere Form mit Isoliermasse gefüllt worden ist, wird die innere Rohrform
herausgezogen, so daß zwischen dem aus Widerstandsmasse bestehenden Kern und dem
Isoliermantel eine Trennungswand nicht mehr vorhanden ist. Der Kern und der Mantel
werden also ineinander übergehen, und eine scharfe Scheidung zwischen den beiden Massen
wird nicht mehr vorhanden sein. Die nunmehr nur noch von der äußeren Rohrform
eingeschlossenen Massen werden dann einem entsprechend starken Druck ausgesetzt und
auf das erforderliche Maß zusammengepreßt. Damit die Masse, welche den Isoliermantel
bildet, und die eigentliche Widerstandsmasse sich innig miteinander vereinigen und eine
dauernde Kohäsion zwischen jenen beiden
ίο Massen geschaffen wird, wählt man zweckmäßig
für den Isoliermantel eine solche Masse, welche ähnliche Struktur und Eigenschaften
wie die Widerstandsmasse besitzt und nur weniger leitende Stoffe enthält.
Dies ist insofern von Wichtigkeit, als dadurch ein ungleichmäßiges Schwinden der
Massen beim Trocknen ausgeschlossen ist und ein Reißen des Mantels bezw. eine Trennung
zwischen dem Isoliermantel und der Wider-Standsmasse vermieden wird.
Da in den Massen noch vielfach Luft enthalten ist, durch welche die Homogenität des
Widerstandskörpers gestört werden könnte, wird zweckmäßig in dem aus Widerstandsmasse
bestehenden Kern ein Kanal gebildet, der mit einem widerstandsfähigen, porösen, nicht leitenden Material gefüllt wird. Beim
Pressen des Widerstandskörpers wird dann die in den Massen enthaltene Luft in jenen
Kanal gedrückt und dadurch eine Homogenität des Widerstandskörpers erzielt.
Wie erwähnt, kommt es also bei der Erfindung darauf an, die Bildung einer glatten
Außenfläche bei dem Kern des Widerstandskörpers zu verhindern. Nun würde aber bei
einem nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Widerstandskörper der elektrische
Strom, der bekanntlich den kürzesten Weg wählt, seinen Weg zum größten Teil durch
die Mitte des Widerstandskörpers nehmen, womit eine starke Wärmeentwicklung im Innern des Kernes verknüpft wäre. Um nun
die Strommenge auf den ganzen Querschnitt des Widerstandskörpers gleichmäßig zu verteilen
und eine starke Beanspruchung des mittleren Teiles der Widerstandsmasse zu vermeiden,
werden die zum Anschluß der Leitung dienenden Kontakte auf der der Widerstandsmasse
zugekehrten Seite konkav gewölbt ausgeführt. Dadurch werden die in der Widerstandsmasse liegenden Stromwege,
je näher sie an der Umgrenzungsfläche des Kernes liegen, verkürzt, so daß der Strom,
welcher, je weiter er gegen die Umgrenzungsfläche des Kernes zu verteilt wird, an Stärke
verloren hat, noch imstande ist, jene Stromwege zu passieren. Es ist also wesentlich,
daß die- Länge der in der Widerstandsmasse liegenden Stromwege um so kleiner wird, je
näher jene Stromwege der Umgrenzungsfläche des Widefstandskernes liegen.
Auf der .Zeichnung ist der neue Widerstandskörper in einer beispielsweisen Ausführungsform
teilweise im Schnitt, teilweise in Ansicht dargestellt.
Der innere Kern 1 des Widerstandskörpers hat die im nachstehenden noch näher angegegebene
Zusammensetzung und ist mit einem dünnen, mittleren Kern 3 versehen, der aus Sand, Ton oder äquivalentem Material besteht
und sich über die ganze Länge des Körpers 1 erstreckt. Die Mengen der Einzelbestandteile,
aus denen der Körper 1 besteht, können variieren und werden der Qualität
der Materialen und dem besonderen Zweck, für welchen der Widerstand Verwendung finden soll, angepaßt. Wenn es sich z. B.
darum handelt, daß der Widerstandskörper für geringe Widerstände Verwendung finden
soll, dann werden ungefähr 50 Gewichtsteile Ton und 40 Gewichtsteile eines ähnlichen
Gemisches, das aus Graphit und Kohlenpulver besteht, zusammengemischt, wobei ungefähr
10 Prozent Wasserglas oder Alaunpulver als Bindemittel Verwendung finden können.
Die Materialien, aus denen der Kern 1 besteht, werden in etwas feuchtem Zustande
zunächst in eine Röhre leicht zusammengepreßt. Während dieses Pressens liegt ein
Drahtstück oder dergl. in der Masse, das später herausgezogen wird. Der Raum, der
dann in dem Körper 1 verbleibt, wird mit Sand ausgefüllt und bildet den Kern 3. Die
Stromanschlußstücke 8 liegen in einem Block4, der aus einem Material von großer Leitfähigkeit,
z. B. aus Bogenlampenkohle, besteht. Die Blöcke 4 ragen in eine Schicht 2, welche
aus einer Kohlemischung von hoher Leitfähigkeit hergestellt ist. Die Kohle wird zweckmäßig mit etwas Lehm oder Ton und
Wasserglas oder Alaun zusammengemischt, damit die Teile gut aneinander haften. Die
Kontaktstücke 4 und die Schichten 2 werden mit dem Widerstandsmaterial 1 in die Form
eingebracht. Die Schichten 2 sind, wie ersichtlich, auf ihrer Innenseite aus den oben
angegebenen Gründen konkav gewölbt. Die Röhre, welche die Widerstandsmasse 1, die
Schichten 2 und die Anschlußstücke 4 enthält, wird dann in eine Form gelegt, die
etwas größer ist als der äußere Durchmesser der Röhre. Der Raum zwischen der Röhre
und der Formwandung wird mit nicht leitendem Material 5 ausgefüllt, das zweckmäßig
aus Schamottesteinmasse mit einem Zusatz von Ton, Erde und etwas Graphit
als Schmiermittel, dem ein entsprechendes Bindemittel, wie Gummi, Zuckerwasser, Wasser
glas und dergl., hinzugesetzt sein kann, be- ;:
steht. Die Mengen der Einzelbestandteile des Mantels 5 können natürlich variieren.
Wenn dann die Röhre, welche die Wider-
Standsmasse I einschließt, herausgezogen wird, dann werden die Massen, welche nunmehr
nur noch von der Form eingeschlossen werden, einem hydraulischen, Druck unterzogen und
zusammengepreßt. Hierbei wird die Luft, welche etwa in den einzelnen Massen enthalten
ist, in den Kern 3 gepreßt, so daß die ganze Masse durchweg homogen wird. Gleichzeitig werden die verschiedenen Massen
zusammengepreßt. Insbesondere aber findet ein inniges Ineinanderübergeheh zwischen
dem Mantel 5 und der Widerstandsmasse 1 statt. Der Widerstandskörper wird dann
einer verhältnismäßig hohen Temperatur, z. B.
315° C, ausgesetzt, bis er vollkommen hart
ist. Das Erhitzen kann je nach Umständen 3 bis 5 Tage dauern.
Um den Widerstandskörper nach außen gut zu isolieren und um auch den Eintritt
von Luft zu verhindern, ist der Widerstandskörper mit einer äußeren Umhüllung 6 umgeben,
die zweckmäßig aus Glimmer,- Asbest oder dergl. besteht. Der zur Herstellung
jener Umhüllung dienende Streifen (Fig. 2) wird zweckmäßig schraubengangf örmig herumgewickelt
und hat zweckmäßig die Gestalt eines langgestreckten rechtwinkligen Dreieckes. Der obere und der untere Rand der Umhüllung
H werden zweckmäßig von Kappen 7 überdeckt, die gleichzeitig dazu dienen, die
Umhüllung 6 in ihrer Lage zu sichern. Jene Kappen werden vorteilhaft aus einer Mischung
von Schamottesteinmasse und Natriumsilikat hergestellt.
Die Stromanschlußstücke 8 werden naturgemäß von solcher Länge ausgeführt, daß
sie durch die Kappen 7 hindurchreichen; zweckmäßig werden sie auch durch eine
Gegenmutter 9 in ihrer Lage gesichert.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung eines mit einem Isoliermantel versehenen Widerstandskörpers
aus Kunststeinmasse durch Pressen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung einer glatten Außenfläche bei der
Widerstandsmasse durch gleichzeitiges und gemeinsames Zusammenpressen der Widerstandsmasse
(1) und der den Isoliermantel bildenden Masse (5) verhindert wird, so
daß jene beiden Massen (1, 5) an ihrer Berührungsfläche ineinander übergehen.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung
der Homogenität des Widerstandskörpers die in dem Widerstandsmaterial (1) enthaltene Luft beim Pressen in einen
zentralen, mit einem widerstandsfähigen, porösen und nicht leitenden Material gefüllten
Kanal (3) gedrückt wird.
3. Ein nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1 hergestellter Widerstandskörper,
dadurch gekennzeichnet,· daß zwecks Erzielung einer gleichmäßigen \''erteilung der Strommenge auf den
ganzen Querschnitt des Widerstandskörpers die zum Anschluß der Leitung dienenden
Kontakte (2) auf der der Widerstandsmasse (1) zugekehrten Seite konkav gewölbt
sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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