DE551707C - Stabfoermiger elektrischer Heizwiderstand - Google Patents
Stabfoermiger elektrischer HeizwiderstandInfo
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Classifications
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AH
3. JUNI 1932
3. JUNI 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Jü! 551 KLASSE 21h GRUPPE
Porzellanfabrik Ph. Rosenthal & Co., A.-G. in Berlin*)
Stabförmig» elektrischer Heizwiderstand
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1927 ab
Die Erfindung betrifft einen stabförmigen elektrischen Heizwiderstand, der aus einer
Hülle aus nichtleitendem Werkstoff und einer Füllung aus mehr oder minder schlecht leitendem
nichtmetallischem Werkstoff besteht, und bezieht sich insbesondere auf Mittel zum Begünstigen
der Wärmeableitung vom Mittelteil, z. B. geringere Wandstärken oder vergrößere Wärmeabgabeflächen, sowie an sich
ίο bekannte Mittel zur Verringerung der Wärmeerzeugung
an den Enden des Heizwiderstandes, ζ. B. Vergrößerung des Stabquerschnittes an diesen Enden oder leitende Beläge. Eine
besonders vorteilhafte Ausführungsform des
ig Heizwiderstandes gemäß der Erfindung wird
dadurch erzielt, daß der schwächere Wandteil oder die vergrößerten Wärmeabgabeflächen
z. B. in Form von Rippen besonders in der Nähe des zu erhitzenden Mittels angeordnet
sind. Vorteilhaft wird man auch die Hülle an ihrer inneren Fläche, zumindest in ihrem
Mittelteil, mit einem Anstrich aus Widerstandsmaterial versehen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Herstellung
derartiger elektrischer Heizwiderstände, und zwar soll das Widerstandsmaterial gemäß
der Erfindung in die fertige Hülle unter erhöhtem Druck und im Vakuum eingefüllt
werden. Die Hülle, welche aus keramischem Material, z. B. Porzellan, aufgebaut ist, wird
vorteilhaft durch Pressen um einen Dorn aus brennbarem Material geformt und der Dorn
beim Fertigbrennen der Hülle gleichzeitig ausgebrannt.
Stabförmige Heizwiderstände sind bereits bekannt, jedoch zeigen alle diese Heizwiderstände
weder geringere Wandstärken an der dem zu erhitzenden Mittel zugekehrten Seite zum Zwecke der Begünstigung der Wärmeableitung
noch auch vergrößerte Wärmeabgabeflächen an diesen Stellen. Derartige
vergrößerte Wärmeabgabeflächen sind lediglich bei Heizkörpern bekannt geworden, die
selbst ohne äußere Umhüllung aus der Wider-Standsmasse aufgebaut sind. Jedoch haben
diese Heizkörper mit dem Erfindungsgegenstand nichts zu tun.
Gleichfalls bekannt sind Widerstandskörper, deren Stirnenden durch leitende Körper g0
abgeschlossen sind. Abgesehen von den hierdurch entstehenden Nachteilen durch offenliegende
elektrisch leitende Metallteile bezweckt die Erfindung im Gegensatz hierzu, durch leitende Beläge im Innern der Stabenden
oder durch Vergrößerung der Stab-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Kurt Draeger in Selb, Bayern.
querschnitte die Wärmeer?eugung an diesen Stellen zu verringern.
Die Erfindung richtet sich insbesondere auf Heizwiderstände, die in Brennofen für keramische
Waren Verwendung finden sollen, in denen Temperaturen von 1400 bis 1600 ° C
einzustellen sind. Für derartige Temperaturen steht praktisch kaum ein Widerstandsmaterial
zur Verfugung, soll es nicht außerordentlich hoch im Preise sein und etwa aus
einer Platinlegierung bestehen.
Die Anwendung hoher Temperaturen am Heizwiderstand ist aber auch für andere
Zwecke als für das Brennen keramischer Stoffe überaus nützlich, da bekanntlich die
Wärmeabgabe durch Strahlung mit einer Potenz der Temperatur einfach wächst, diejenige
durch Leitung jedoch der Temperatur proportional ist und erst in höheren Temperaturbereichen
die Wärmeabgabe durch Strahlung erheblich diejenige durch Leitung überwiegt.
Durch die vorliegende Erfindung wird ein Widerstandskörper geschaffen, der hohen
Temperaturen, z. B. über iooo0 C, standhält, billig und dauerhaft herzustellen ist und auch
bei höheren Strompreisen wirtschaftlich arbeitet. Das in die Hülle eingebrachte Widerstandsmaterial aus nichtleitendem
Werkstoff kann Pulver-, fein- oder grobkörnige Form haben. Es kann z. B. Graphit,
zerkleinerte Kohle usw. allein oder in Mischung mit anderen mehr oder minder
schlecht leitenden Materialien verwendet werden. Der gewünschte Widerstands wert
kann zunächst durch Auswahl des Materials bestimmt werden bei gegebenem Querschnitt
und Länge des gesamten Körpers. Er kanu ferner durch die Feinheit des Widerstandsmaterials
mitbestimmt werden, da zwischen pulverförmigem Material der Übergangswiderstand geringer ist als zwischen grobkörnigem
Material, bei welchem die einzelnen Teilchen an weit weniger und kleineren Flächen einander berühren, als dies bei pulverförmigem,
feinkörnigem Material der Fall ist.
Die Erfindung wird an Hand der Ausführungsbeispiele der Zeichnung näher erläutert,
in der
Abb. ia einen Heizkörper im Längsschnitt und
Abb. ib im Querschnitt zeigt, während Abb. 2a einen Teillängsschnitt durch einen
solchen Widerstandskörper anderer Ausführung und
Abb. 2b wiederum einen Querschnitt durch diesen zeigt.
In der Ausführungsform der Abb. ia, ib
ist eine Hülle k aus hochfeuerfestem keramischem Material, insbesondere aus Porzellan
oder aber aus einem porösen keramischen Material in zylindrischer Form mit erweiterten
Enden an beiden Seiten vorgesehen. Das hohle Innere dieser Hülle ist mit dem fein-
oder grobkörnigen Widerstandsmaterial w mehr oder minder dicht ausgefüllt.
Die Hülle wird zunächst für sich allein hergestellt, insbesondere bei Anwendung
keramischen Materials fertiggebrannt und gegebenenfalls glasiert. In sie wird das
Widerstandsmaterial hierauf eingefüllt, gegebenenfalls unter Anwendung einer erforderlichen
Pressung. Soll die letztere besonders hoch sein, so kann die Hülle in einer druckfesten Form während des Einpressens
des Materials von außen eingeschlossen sein.
Durch geeignete Erweiterung der Hüllenenden in an sich bekannter Weise kann erreicht
werden, daß wegen der hierdurch bedingten Vergrößerung des Querschnitts des Widerstandsmaterials diese Enden auf erheblich
geringerer Temperatur gehalten werden als die zwischenliegenden Teile des Heizkörpers
geringeren Querschnittes. Hierdurch ist es möglich, Zuleitungsdrähte für den
elektrischen Strom entweder in die Enden einzuführen oder aber die Stirnenden in an
sich bekannter Weise mit einem Metallbelag. beispielsweise durch Aufgießen oder Aufspritzen,
zu versehen, an welchen dann die entsprechend verbreiterten Enden der Zuleitung
angeschlossen werden, ohne daß die Zuleitungsdrähte oder sonstigen etwa angewandten.
Stromübertragungsmittel auf unzulässige Temperaturen erhöht werden. Ebenso wird hierdurch erreicht, daß die
Haltevorrichtung des Widerstandes an diesen Enden auf zulässigen niedrigen Temperaturen
verbleibt.
Man kann auch die erweiterten Enden der Hülle an ihrer Innenseite mit einem Metallüberzug,
beispielsweise durch Aufgießen oder -spritzen, versehen und mit der Metallauflage 10g
an den Stirnenden des eigentlichen Widerstandskörpers verbinden. Ist diese letztere
nicht vorgesehen, so kann ein solcher Metallüberzug in an sich bekannter Weise außer
auf der Innenseite auch auf der Außenseite der Hüllenenden aufgebracht werden und mit
demjenigen an der Innenseite in leitender Verbindung stehen, so daß man in der Lage
ist, Schellen o. dgl. an der Außenseite der Enden des Widerstandskörpers aufzubringen
und mit diesen nunmehr die Stromzuleitungen zu verbinden,
Lufteinschlüsse zwischen dem pulverförmigen oder körnigen Widerstandsmaterial
sind regelmäßig nicht erwünscht, da sie zu Ionisierungserscheinungen Anlaß geben können.
So wenig diese letzten Endes im Be-
triebe auch stören, so kann dennoch ein Lufteinschluß dadurch verhindert werden, daß die
Einfüllung des Widerstandsmaterials in die Hülle in einem evakuierten Raum erfolgt und
in diesem auch das mehr oder minder feste Einpressen des Materials stattfindet. Man
kann beispielsweise also die Hülle in eine Kammer eintragen, mit ihrem unteren Ende
auf den Boden der Kammer aufstellen und ίο über dem oberen Ende einen Trichter für das
einzufüllende Widerstandsmaterial anbringen, der am Auslaufende durch eine Klappe
oder einen Schieber geschlossen ist und der durch eine außerhalb der Kammer angeordnete
Handhabe geöffnet werden kann. Nunmehr kann die Luft aus der Kammer durch eine Pumpe o. dgl. bis zum erreichbaren Maß
entfernt werden, worauf die Handhabe bewegt und der Auslauf des Trichters geöffnet
wird, so daß das Widerstandsmaterial in die Hülle einläuft. Ist nun der Trichter in der
Kammer verschwenkbar angeordnet und wird er durch einen Druckkolben ersetzt, so wird
die Hülle mit dem Widerstandsmaterial ausgefüllt und vollgepreßt werden, derart, daß
geringstmögliche Lufteinschlüsse vorhanden sind.
Man kann ferner die Innenseite der Hülle mit einem Anstrich aus dem pulverförmigen
Widerstandsmaterial versehen, so daß zwischen diesem und dem dann einzufüllenden
Material ein inniger Kontakt entsteht und auch Lufteinschlüsse zwischen dem Material
und der Hüllenwand möglichst verhindert sind.
Um eine gewünschte Widerstandsgröße zu erhalten, kann mau auch das mehr oder minder
schlecht leitende Widerstandsmaterial mit einem nichtleitenden Stoff in gewünschtem
A^erhältnis mischen, ihm beispielsweise
Porzellanmehl, hochfeuerfeste Oxyde usw. in körniger Form beimengen.
Um die Wärmeabgabe zu begünstigen, kann man die Hülle in bekannter Weise auch
aus porösem keramischem Stoff herstellen. Ferner kann man die Wandstärke der Hülle
an jenen Teilen, in denen die größte Hitze erzeugt wird (in dem Beispiel also in der
Mitte) geringer wählen als an den Enden. soweit dies irgend die mechanische Festigkeit
der Hülle zuläßt. Man kann aber auch die Wandstärke der Hülle über ihrem Querschnitt
verschieden wählen, also an Stelle eines Kreisringquerschnittes einen solchen wählen, der an einer Seite stärker ist
als an der anderen, wenn das zu beheizende Mittel (fester Körper oder Flüssigkeiten
bzw. Gase) in der Hauptsache auf einer Seite des Heizkörpers liegt. Handelt
es sich also darum, einen Brennofen für keramische Waren zu beheizen, in dem die
Heizkörper in der Nähe der Wände angeordnet sind, so wird man den stärkeren Teil des
Querschnittes der Hülle in Richtung zur Wand und den schwächeren Teil in Richtung
auf den freien Ofenraum zu anordnen.
LTm die Wärmeabgabe weiterhin zu erleichtern
und zu vergrößern, kann eine Ausführungsform gemäß Abb. 2a, 2b gewählt werden, die erkennen läßt, daß an den Wärme
abgebenden Teilen des Heizkörpers Rippen aus der Hülle gebildet sind. In diesem Beispiel
ist angenommen, daß der Heizkörper wiederum in Nähe einer W7and eines Raumes
angeordnet ist, und dementsprechend sind die Rippen auf der der Wand abgewandten Seite
des Heizkörpers angebracht.
Man kann die Hülle beispielsweise durch Pressen um einen Kern herstellen, welcher
aus billigem und brennbarem Material besteht, so daß er beim Brennen der etwa aus
Porzellan bestehenden Hülle im Glattofen ausbrennt.
Widerstandskörper der beschriebenen Art, die für alle Zwecke und praktischen Temperaturbereiche
Verwendung finden können, sind somit einfach und billig massenweise herstellbar. Sie können jeden beliebigen
Querschnitt, z. B. Kreis-, Ellipsen- und vieleckigen Querschnitt, erhalten.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι . Stabförmiger elektrischer Heizwiderstand, der aus einer Hülle aus nichtleitendem Werkstoff und einer Füllung aus mehr oder minder schlecht leitendem nichtmetallischem Werkstoff besteht, gekennzeichnet durch Mittel zum Begünstigen der Wärmeableitung vom Mittelteil, z. B. geringere Wandstärken oder vergrößerte Wärmeabgabeflächen, sowie an sich bekannte Mittel zur Verringerung der Wärmeerzeugung an den Enden des Heizwiderstandes, ζ. Β. Vergrößerung des Stabquerschnittes an diesen Enden oder leitende Beläge.
- 2. Stabförmiger elektrischer Heizwiderstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schwächere Wandteil oder die vergrößerten Wärmeabgabeflächen z. B. in Form von Rippen besonders ,in der Nähe des zu erhitzenden Mittels angeordnet sind.
- 3. Stabförmiger elektrischer Heizwiderstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle an ihrer inneren Fläche, zum mindesten in ihrem Mittelteil, mit einem Anstrich aus Widerstandsmaterial versehen ist.
- 4. Verfahren zur Herstellung eines stabförmigen elektrischen Heizwiderstandes nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurchgekennzeichnet, daß das Widerstandsmaterial in die fertige Hülle unter erhöhtem Druck und im Vakuum eingefüllt wird.
- 5. Verfahren zur Herstellung eines stabformigen elektrischen Heizwiderstandes nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurchgekennzeichnet, daß die Hülle aus keramischem Material, z. B. Porzellan, durch Pressen um einen Dorn aus brennbarem Material geformt und der Dorn beim Fertigbrennen der Hülle gleichzeitig ausgebrannt wird.Hierzu ι Blatt ZeichnungenOEhLiN. GEBROCKT IN DER KElCHSDRUCKtmfel
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP56786D DE551707C (de) | 1927-12-25 | 1927-12-25 | Stabfoermiger elektrischer Heizwiderstand |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEP56786D DE551707C (de) | 1927-12-25 | 1927-12-25 | Stabfoermiger elektrischer Heizwiderstand |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE551707C true DE551707C (de) | 1932-06-03 |
Family
ID=7388592
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP56786D Expired DE551707C (de) | 1927-12-25 | 1927-12-25 | Stabfoermiger elektrischer Heizwiderstand |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE551707C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758092C (de) * | 1936-09-06 | 1954-03-01 | Siemens & Halske A G | Stabfoermiger elektrischer Heizkoerper fuer hohe, ueber etwa 1300íÒC liegende Temperaturen |
| DE1041536B (de) * | 1952-01-30 | 1958-10-23 | Siemens Ag | Elektrisch leitender Stoff in Pulver- oder Griessform als Mikrofonfuellung fuer Fernsprechmikrofone |
-
1927
- 1927-12-25 DE DEP56786D patent/DE551707C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE758092C (de) * | 1936-09-06 | 1954-03-01 | Siemens & Halske A G | Stabfoermiger elektrischer Heizkoerper fuer hohe, ueber etwa 1300íÒC liegende Temperaturen |
| DE1041536B (de) * | 1952-01-30 | 1958-10-23 | Siemens Ag | Elektrisch leitender Stoff in Pulver- oder Griessform als Mikrofonfuellung fuer Fernsprechmikrofone |
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