DE161005A - - Google Patents

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DE161005A
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
ΛΙ 161005 KLASSE 51 d.
Erfindungsgegenstand ist ein mechanisches Musikinstrument, das sowohl mit einer Walze als auch mit den bekannten, gelochten Notenblättern gespielt werden kann.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß ein auf das Walzeninstrument aufgesetzter Apparat zum Spielen nach Notenblättern derart mit dem ersteren verbunden ist, daß durch den Walzenantrieb des Instrumentes nach Abheben des Stifthebelträgers der Notenblattapparat in Betrieb gesetzt werden kann, wobei dessen Hebel oder dergl. auf die Stecher oder auf die Stifthebel des Walzeninstrumentes einwirken.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. ι ist eine Vorderansicht und ein teilweiser Schnitt, Fig. 2 ein Querschnitt nach Linie A-A der Fig. 1, Fig. 3 ein Querschnitt nach Linie B-B der Fig. 1.
Auf. dem Drehorgelgehäuse I ist der Rahmen 2 für die Notenblattvorrichtung aufgesetzt; 3 sind zwei Ständer auf Rahmen 2; 4 ist eine auf den Ständern 3 befestigte wagerechte Platte; 5 ist das Notenblatt, 6 die Führungswalze, 7 die Transportwalze und 8 die Preßwalze für das Notenblatt, welche sämtlich in den Ständern 3 gelagert sind; 9 ist die Antriebswelle der Drehorgel, 10 eine Schnecke, welche auf das Schneckenrad 11 wirkt, 12 die Stiftwalze der Drehorgel, 13 eine senkrechte W'elle,, welche unten das Zahnrad 14 und oben das eine Kegelrad eines Getriebes 15 trägt, dessen anderes Kegelrad auf derselben Welle mit dem Kettenrad 16 sitzt, 17 die Antriebskette, 18 das Kettenrad der Transportwalze 7, 19 die Achse für die zweiarmigen Hebel 20, welche in den Ständern 3 gelagert sind und durch Vorbeiführung des Notenblattes bewegt werden. 21 sind Federn, welche die zweiarmigen Hebel 20 gegen das Notenblatt drücken, 22 Stäbchen, welche in Verbindung mit den Hebeln 20 die Ventile 24 beeinflussen ; 23 sind die oberen Ventilklappen; 25 ist eine Luftkammer; 26 ist die Luftleitung nach der Windlade des Walzeninstrumentes; 27 sind die Luftkanäle; 28 sind Hilfsbälge, Ventile oder dergl. für die Hebel 29. Diese werden um die Achse 30 bewegt und wirken durch das Verbindungsstück 31 auf die Stifthebel 32 ein, welche die sogenannten Stecher 36 niederdrücken. 33 ist der Stifthebelträger; 34 sind die Drehachsen für den Stifthebelträger; 35 ist der Daumen zum Heben des Stifthebelträgers; 37 sind Ventile in der Windlade; 38 ist die Windlade selbst; 39 ist der > Tonerzeuger (Pfeife, Trompete oder dergl.). Bei Benutzung der Vorrichtung wird der Stifthebelträger 33 in bekannter Weise mittels des Daumens 35" angehoben, so daß die Stifte der Hebel 32 von' dem Umfang der Walze 12 entfernt werden. Durch Drehen der Kurbelwelle 9 wird in bekannter Weise die Walze 12 durch die Schnecke 10 und das Schneckenrad 11 in Umdrehung versetzt, welche, nachdem die Stifthebel 32 auf ihr nicht mehr schleifen, leer läuft. In die Schnecke 10 greift ein auf der senkrechten Welle-13 sitzendes Zahnrad 14 ein. Auf der Welle 13, die in dem für die Notenblattvorrichtung bestimmten Rahmen 2 gelagert ist, ist am oberen Ende das eine Kegelrad eines Kegelgetriebes 15 befestigt, das
zweite Kegelrad sitzt auf derselben Achse mit dem Kettenrad 16, welches durch Kette 17 die Drehung auf das Kettenrad 18 überträgt. Letzteres sitzt auf der Achse der Transportwalze 7 für das endlose, gelochte Notenblatt 5, welches durch eine Walze 8 auf die untere Walze 7 gepreßt und so von beiden Walzen in der Pfeilrichtung (Fig. 1) gezogen wird. Die zweiarmigen Hebel 20, die um die Achsen 19 in den Ständern 3 drehbar sind, ragen mit ihren nach oben gebogenen Enden durch Schlitze der Platte 4, über welche das Notenblatt hinweggezogen wird, hindurch und werden durch Federn 21 gegen das Notenblatt gedrückt. Sobald ein Loch des Notenblattes über einen der Hebel 20 hinweggeht, wird das hochstehende Ende desselben durch das Loch hindurchtreten, so daß der andere Hebelarm sich nach unten bewegt. Hierbei wird das mit ihm in Verbindung stehende Stäbchen 22 ebenfalls nach abwärts bewegt und öffnet hierbei das zugehörige Ventil 24 in der Windkammer 25, indem es gleichzeitig die Ventilklappe 23 schließt und die Bohrung abdichtet, durch die das Stäbchen 22 in die Windkammer führt. In diese Windkammer wird durch eine Luftleitung 26, die entweder mit den im unteren Teile der Drehorgel liegenden, auf der Zeichnung nicht dargestellten Blasebälgen oder mit der Windlade 38 in Verbindung steht, Luft eingeblasen. Diese Luft tritt durch Öffnen des Ventiles 24 aus der Windkammer 25 in den entsprechenden Kanal 27 und durch diesen in einem kleinen Blasebalg 28. Hierdurch wird der Blasebalg, das Ventil oder dergl. ausgedehnt und der auf ihm ruhende Arm eines zweiarmigen Hebels 29, der sich um die Achse 30 bewegt, angehoben, wobei der andere Hebelarm in entgegengesetzter Richtung den Verbindungsstab 31 nach unten bewegt. Dieser Verbindungsstab beeinflußt den Hebelarm von 32 in derselben Weise, wie dies sonst durch die Walze 12 bewirkt wird. Der Stecher 36 wird dann in det Windlade 38 das dazugehörige Ventil 37 öffnen, so daß die entsprechende Pfeife, Trompete oder dergl. zum Ertönen gebracht wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Mechanisches Musikinstrument, gekennzeichnet durch eine derartige Vereinigung eines Stiftwalzen Werkes mit einer Notenblattvorrichtung, daß durch den Walzenantrieb des Instrumentes nach Abheben des Stifthebelträgers von der Walze die Notenblattvorrichtung in Betrieb gesetzt werden kann und die Hebel oder dergl. der Notenblattvorrichtung auf die Stecher oder auf die Stifthebel des Walzenwerkes einwirken können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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