DE1618655U - Hoelzerne spannvorrichtung bei einem sparrentragwerk mit querverband. - Google Patents
Hoelzerne spannvorrichtung bei einem sparrentragwerk mit querverband.Info
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Description
ί"."; - Köln-Mülheim ,den 9. Juni 194$
Hans Vollmar» Architekt und Bauingenieur,
Köln- Mülheim, Deutschordensstrass© 16
Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrentragwerk -j
mit Querverband. ■ -. j
Gegenstand der Erfindung ist eine hölzerne Spannvorrichtung
bei einem Sparrentragwerk mit Querverband, insbesondere mit aus sich gegenüberliegenden Bindehölzern. Is ist bekannt,
anstelle der die Dachsparren bildenden Holzbalken, hochkant gestellte Tragbohlen oder Tragbretter mit einem sefcea?
mehr oder weniger stark überhöhten Querschnitt zu verwenden, die aber in ihrer Lage gegen ein Verkanten gesichert werden
müssen. Dieses erfolgte bisher meist durch querverlaufende,
in gewissen Abständen, über die ganze Sparrenlänge verteilte
Bindehölzer, die oberhalb und unterhalb an die Sparren unmittelbar
angenagelt wurden. Bei fragdecken aus derartigen, hochkant gestellten Tragbohlen oder Tragbrettern hat man die Sicherung gegen ein seitliches Verwerfen oder Verbiegen bereits
durch zwischen die Bindehölzer eingesetzte Spreizbretter bewirkt,
die in gewissen Abständen über die ganze Trägerlänge verteilt sind und über die Zwischenräume zwischen den benachbarten
Trägern reichen· Abgesehen davon, dass diese Art der Sicherung immer noch verhaltnismässig viel Holz erfordert,
sind zur Herstellung einer solchen Tragdecke Spannvorrichtungen erforderlich, die aber den Zusammenbau erachweren und verzögern.
Bei Dachstühlen sind nun derartige Spreizbretter nicht zweckmässig, da die Dachsparren weniger auf Biegung beansprucht sind und daher in grosseren Abständen voneinander verlegt
sind, als die Traghretter oder Tragbohlen der Trägdeeken.
Es besteht nun zwar die Möglichkeit, anstelle dieser Spreizbretter beiderseits der Sparren schmale Holzsteifen zwischen
die oben und unten verlaufenden, einander gegenüberliegenden
Bindehölzer einzunageln, aber dies© Art der Verbindung hat
trotz ihrer Holzersparnis den Sachteil, dass sich beim Schwinden des Sparrenholzes, das hauptsächlich quer zur Faserrichtung erfolgt, die Bindehölzer von den Sparren abstossen, weil
die Faserrichtung der Holzsteifen quer zu der Wenigen der Spar-
Ά^ζ V9n verläuft» Ein derartiger Dachstuhl wird sich daher beim
■ yy~ Austrocknen bald lockern. . ,
Ss sind nun hölzerne Spannvorrichtungen bekannt geworden,
die die festgestellten Mängel in weitgehendem Masse dadurch !
"'^ ' beseitigen, dass Sparrentragwerke mit.Querverbänden aus sich '
gegenüberliegenden Bindehölzern vorgesehen sind, die an den
Kreuzuagsstelieii zu beiden Seiten eier Sparren in die Bindehölzer
eingreifende Holzsteifen aufweisen. Diese bestehen entweder
auf der einen Seite aus einem Vierkantholz und auf der anderen Seite aus nachspannbaren Doppelkeilen, die mit ihren
Schrägflächen zusammenliegen und parallele Aussenf lachen besitzen,
oder aus je einem Vierkantholz auf beiden Seiten, wobei
alsdann die Verspannung durch einen Keil in Form einer
Platte, der einseitig zwischen Vierkantholz und Sparren, parallel zum Sparrenverlauf, angeordnet ist, bewirkt wird.
Trotzdem diese Spannvorrichtungen vor allem hinsichtlich ihrer Wirksamkeit einen bedeutsamen technischen Fortschritt
darstellen, haften ihnen jedoch noch Mängel an, die zu beseitigen von besonderer Bedeutung für die aus Gründen sparsamster
Verwendung des Rohstoffes Holz so sehr im Vordergrund stehenden Sparkonstruktionen überhaupt sind. So ist beispielsweise
bei ü@r Verspannung, durch Doppelkeile ein Mangel darin zu
erblicken, dass bei der Herstellung der Aussparungen zur Aufnahme der Steifen, das heisst bei geringfügigen Verschiebungen
ihrer Abstände» die Doppelkeile infolge ihrer parallelen Aussenf lachen nicht voll tragen. Dasselbe ist auch bei dem Plattenkeil
der Fall, der dazu nur Kant endruck ausübt. Ausserdem
hat er den Haohteil, dass er sich beim Eintreiben leicht spaltet,
da er in seiner vollen Breite bei quergerichteter Faser eingetrieben und deshalb zu Sieherungszweckem mehrfach verna*·
f gelt werden muss. Während bei den Doppelkeilen die aus den Ams-
r sparungen austretenden Seile entfernt werden müssen, haftet
I1' beiden Spannvorrichtungen noch der Mangel an, dass der Aufwand
an Material und Arbeit noch zu hoch ist. Bei den Dpppelkeilen
') ist dieses insofern der Fall, als durch die Zweite!lung in
Sichtung der Σ-Aehse das Widerstandsmoment der auf Biegung beanspruchten
Hölzsteif© erheblich geschwächt wird und der Gesamtquerschnitt derselben und der zugehörigen. Aussparungen infolgedessen
entsprechend v®rgrössert werden muss.
Irfindungsgemäss werden diese Mangel in einfacher und si-
ν»*? «, 3 —
Gherer Weise dadurch beseitigt, dass auf einer Sparrenseite'. !
Tode£ "auf beiden Seiten, we"nn dieses zweckmässig erscheint, ;
„Holzsteifen mit je zwei voneinander unabhängigen Keilen verge- ι
>ß,.enen sind, wodurch in erster "Linie ein volles frageji auch bei
nicht parallelem Verlauf der Holzsteifen unter sieh gewährleistet
ist. DurGh die Anordnung der Keile zwischen Hoizsteife1
und Sparren, die in KiGhtung der Holzsteife auf beiden Seiten eingetrieben werden, ist es möglich, dieselben durch Nage lung
mit den Sparren zu verbinden. Das hat zur folge, dass bei dem unvermeidlichen Schwinden des Sparrenholzes ,· das in Richtung
der Sparrenhöhe beträchtlich sein kann, die Keile zwangsweise mitgehen und hierdurch eine dauernde und gute Versteifung des
ganzen !Fragwerkes sichern, ohne dass ein besonderes Nachspannen der Keile erforderlich wird.
Auf weitere Einzelheiten der erfindungsgemässen hölzernen
Spannvorrichtung bei einem Sparrentragwerk mit Querverband wird bei der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung
veranschaulichten Anordnungs- und Ausführungsbeispieles hinge**
Es zeigen:
Abb» 1 eine Draufsicht auf ein Sparrentragwerk und zwar für
Abb» 1 eine Draufsicht auf ein Sparrentragwerk und zwar für
mehrteilige Druckstäbe aus Holz, mit der erfindungsgemässen Spannvorrichtung,
Abb. 2 einen Querschnitt der Abb. 1 nach der.Linie A-B,
Abb. 3 eine vergrösserte Draufsicht auf einen Kreuzungspunkt der Bindehölzer mit einem Sparren der Abb. 1 und 2 in
Parallele-Perspektive,
Abb. 4 eine vergrösserte Draufsicht auf die erfindungsgemässe
Holzsteife mit der Anordnung von Keilen vor der in den Abb. 1, 2 und 3 gezeigten Anwendung in Parallel-Perspek«
tive.
Bei dem Sparrentragwerk des Erfindungsgegenstandes sind die Sparren a in der bekannten Weise in normalen Abständen
nebeneinander verlegt und in ihrer hochkant gestellten Lage durch hierzu querverlaufende, in gewissen Abstarben über die
ganze Sparrenlänge verteilte Bindehölzer b gehalten, die jeweils paarweise einander gegenüberliegend, an der Ober- und
Unterseite der Sparren a angenagelt sind. An denjenigen Stellen, an denen die Bindehölzer b die Sparren a kreuzen, sind
längliche Aussparungen c in den Bindehölzern b angebrabßt,
die somit gleichfalls paarweise gegenüberliegen* In diesen Aussparungen
c ist an einej? Seite; des Sparrens a seitlich, ein
Vierkant ho Iss 4 ;mit parallelen Aus senf lachen eingeset&t, das in
die Aussparung ,Q \niiu5ia3ragt· An ;de^/iancteren Seite de'^t Sparre&s
a befindet sicli dagi^ges erfindungsgeistss ein Vierkantfcola1 e ,
bei dem die dem Sparren a zugekehrte Aussenfläehe f ; unmittelbar
oder mit gerijigem Abstand von inrer Mitte ausgebend nach beiden
Seiten Ziuabgesoferlgt ist.
Die durch, die Schrägen :h und der Sparrenwandung gebildeten
keilförmigen Aussparungen dienen der Aufnahme der Verspannungskeile
g , die durch Hagel i gegen Herausfallet gesichert
werdenund die aber gleichzeitig die Aufgabe eines Mitnehmers
beim Schwinden des Holzes übernehmen* Ba die Holzsteifen gleichmassig
auf Biegung beansprucht sind und die grösste Beanspruchung
in Ihrer Mitte auftritt, wird durch die Anbringung der Schrägen
h das Widerstandsmoment nicht verringert, sodass der Holzaufwänd
nicht grosser ist als der des Vierkantholzes d . Es ist zu
berücksichtigen, dass die Aussparungen c erfahrungsgemäss fast
ausschliesslieh maschinell unter Verwendung entsprechender Werkzeuge
immer in gleichbleibender Grosse, die den Vierkanthölzern angeglichen ist, hergestellt werden, sodass der Spielraum der in
den Kreuzungspunkten zusammenstossenden Hölzer auf das für den
Zusammenabau notwendige Mass beschränkt werden kann* Selbst unter
Berücksichtigung des Schnittverlustes beim Schneiden der Schrägen h können die anfallenden keilförmigen Holzabfälle allgemein
als TerspannungskeiIe .. g Verwendung finden, sodass für diese
kein besonderer Holzaufwand erforderlich ist» Andernfalls genügen zur Herstellung &ea? Verspannungskeile g kleinste Holzabfälle,
am besten.von. Hartholz, die in der Fertigungsbetrieben für
eine wirtschaftliche Verwertung ohnehin verloren gehen« Ihre
Lgnge kann ohne weiteres im Voraus bestimmt werden, die so zu bemessen
ist, dass die Verspannungskeile g im angeao^ipfn Zustande
nicht über die lindehölzer b hinausragen. Dagegen kann das
Keilende in die Ausspaamngen c hineinreichen, wenn dieses aus
Gründen einer festen Verspannung erforderlich ist.
Bei dem in Abb. 4(dargestellten Ausführungsbeispiel einer
©rfindungsgemässeii Holasteife sind die Verspannungskeile g
einem längeren Vierkaalholz β entäomen, für den Fall, dass
grossere Spielräume zu:■,überbrücken sind-. Kleinere Heftnägel k
dienen der Befestigung der Verspannungskeile g an das Vierkant-
Claims (4)
1./ ßölzei?ne Spaonvörriehtung bei einem Sparrentragwerk mit
mit aus sich gegenüberliegenden BindehölzerÄ
an den Kreuzungsstellen zu beiden Seiten der Sparren
in die Bindehölzer eingreifenden Holzsteifen, dadurch gekennzeichnet, dass, während auf der einen £eite des Sparrens
(a) ein Vierkantholz (d) mit parallelen Aussenf lachen,
auf der anderen Seite ein Vierkantholz Ce) vorgesehen, ist, bei. dem die dem Sparren (a) zugekehrte Aussenf lache (f) mit
geringem Abstand von ihrer Mitte ausgehend, nach oben und unten zu abfallende Schrägen Ch) aufweist und die sich hierdurch ergebenden keilförmigen Aussparungen durch Versparinungskeile
(g) ausgefüllt werden;
2·/ Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrentragwerk mit
Querverband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verspannungskeile (g) durch Hagel (i) unmittelbar mit
dem Sparren (a) verbunden sind.
3·/ Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrejitragwerk mit
Querverband nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die durch die Herstellung der Schrägen (h) anfalleöclen
keilartigen Holzabfälle als Verspannungskeile Cg) Verwendung finden.
4./ Hölzerne Spannvorrichtung bei einem Sparrentragwerk mit
Querverband nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verspannungskeile Cg) zum' Zwecke der Montage-Vereinfachung durch Heftnägel Ck) mit dem Vierkantholz (e)
verbunden sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG29617DU DE1618655U (de) | 1949-06-10 | 1949-06-10 | Hoelzerne spannvorrichtung bei einem sparrentragwerk mit querverband. |
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| DE1618655U true DE1618655U (de) | 1951-01-11 |
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| DEG29617DU Expired DE1618655U (de) | 1949-06-10 | 1949-06-10 | Hoelzerne spannvorrichtung bei einem sparrentragwerk mit querverband. |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1618655U (de) |
-
1949
- 1949-06-10 DE DEG29617DU patent/DE1618655U/de not_active Expired
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