DE164796C - - Google Patents

Info

Publication number
DE164796C
DE164796C DENDAT164796D DE164796DA DE164796C DE 164796 C DE164796 C DE 164796C DE NDAT164796 D DENDAT164796 D DE NDAT164796D DE 164796D A DE164796D A DE 164796DA DE 164796 C DE164796 C DE 164796C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grain
starch
water
pressure cooker
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT164796D
Other languages
English (en)
Publication of DE164796C publication Critical patent/DE164796C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12P—FERMENTATION OR ENZYME-USING PROCESSES TO SYNTHESISE A DESIRED CHEMICAL COMPOUND OR COMPOSITION OR TO SEPARATE OPTICAL ISOMERS FROM A RACEMIC MIXTURE
    • C12P7/00—Preparation of oxygen-containing organic compounds
    • C12P7/02—Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group
    • C12P7/04—Preparation of oxygen-containing organic compounds containing a hydroxy group acyclic
    • C12P7/06—Ethanol, i.e. non-beverage
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00—Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
    • Y02E50/10—Biofuels, e.g. bio-diesel

Landscapes

  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

/τ.. ( ί η
TiXCiV O-C-Z Q>a/VWVlX·
i
!
I
i/vvl'c-ε-ίΐ-ί CI-5Ö c-
^ .... .
ψ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Stärke, die für Brauerei-, Destillations- und andere Zwecke geeignet ist, und richtet sich auf die Behandlung des Kornes in einer solchen Weise, daß die Stärke in einem aufgelösten oder flüssigen Zustande erhalten wird. Die Stärke in aufgelöstem Zustand unterscheidet sich von einer stärkeähnlichen breiigen Masse, die sich
ίο bei der nach den üblichen Verfahren zur Ausführung gelangenden Behandlung von ungemalztem Korn ergibt und viele für die zu Brauerei- und Destillationszwecken bestimmte Stärke unerwünschte Beimengungen enthält, weshalb solche Stärke auch manchmal einer weiteren Behandlung bedarf, um für den Gebrauch geeignet zu werden.
Das Korn, aus welchem die flüssige Stärke nach vorliegendem Verfahren hergestellt wird, besteht gewöhnlich aus Gerste, es können aber auch andere Körnerarten, wie Mais oder Reis, Verwendung finden.
Nach vorliegendem Verfahren wird die aufgelöste Stärke dadurch hergestellt, daß man mittels Wassers die Stärke aus dem Korn auflösen läßt, ohne daß man dabei versucht, die Stärke in das Wasser hineinzudrücken. Dies wird dadurch erreicht, daß man das Korn, vorzugsweise in seinem natürliehen Zustande und in dünnen Schichten oder Feldern von etwa 25 mm Höhe frei in einem Dampfkochtopf (Digestpr) dem Wasser ,aussetzt, das unter Druck auf eine hohe Temperatur gebracht wird.
Dabei löst sich die Stärke allmählich in Wasser auf, das nach seiner Sättigung abgeleitet und durch frisches Wasser so lange ersetzt wird, bis sich die Stärke in nutzbarer Menge nicht mehr auflöst.
Die aus dem Dampfkochtopf in heißem Zustande herauskommende aufgelöste Stärke ist flüssig, wird aber bei ihrem Abkühlen fest und nimmt die Beschaffenheit einer weißen Gallerte an.
Um vom Korn eine geeignete Stärke in flüssigem Zustande zu erhalten, muß das Wasser an jedes einzelne Teilchen des Kornes herantreten können und dieses so geschichtet sein, daß die Hitze nur durch Vermittlung des Wassers an das Korn gelangt, wodurch die Möglichkeit des Anbrennens vermieden ist.
Die der Beschreibung beigegebenen Zeichnungen stellen einen zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung geeigneten Dampfkochtopf dar; dieser Topf ist aber nur als ein Beispiel einer solchen Vorrichtung anzusehen, da die \;orrichtung hinsichtlich ihrer Form und Anordnung in der verschiedensten Weise abgeändert werden kann.
Fig. ι zeigt den Dampfkochtopf im Schnitt, Fig. 2 und 3 zeigen^ in Ansicht und Schnitt einen Behälter, von welchen der gemäß Fig. 2 als zum Anfüllen bereit und der 'in Fig. 3 als mit Korn gefüllt dargestellt ist. Fig. 4
zeigt im Grundriß den Behälter nach Fig. 2 und 3.
Der aus den Figuren ersichtliche Dampfkochtopf besteht aus einem zylindrischen Gehäuse α mit einer in der Nähe seiner Innenwand befindlichen Dampfschlange b, welcher der Dampf durch Ventil c zugeleitet und aus welcher der Dampf durch Ventil d abgeleitet wird. Die Dampfableitung führt in einen Kondenswasserableiter e. Auf dem dampf-■ dicht aufgesetzten Deckel / sitzt das Sicherheitsventil g und das Manometer h. In den Dampfkochtopf wird das Wässer am Boden des Gehäuses α durch einen gelochten, mit Haube versehenen Rohrstutzen i zugeführt; durch denselben Stutzen wird es abgeleitet. Dieser Rohrstutzen befindet sich in dem mit Zulaß- und Absperrventil k und / ausgerüsteten Hauptrohr j.
Das Korn wird durch einzelne Behälter in den Dampfkochtopf eingebracht, die nach Bedarf in das Gehäuse α leicht herabgesenkt oder aus ihm herausgehoben werden können, wobei der dampfdicht abschließende Deckel f abgehoben ist.
Ein Behälter gemäß Fig. 2, 3 und 4 enthält neun getrennte Schichten oder Lagen Korn. Jeder Behälter besteht aus einer gelochten zylindrischen Trommel m, deren Durchmesser so gewählt ist, daß sie ohne, Berührung der Dampfschlange b bequem eingesetzt werden kann.
In der Trommel m sind eine Anzahl gelochter Bleche η befestigt, die gleich weit -voneinander abstehen und zwischen denen die Platten ο lose eingelegt sind. Diese Platten 0 sind durch Aufschrauben auf die Stangen ρ befestigt, die frei durch die Bleche η so hindurchgehen, daß die Platten 0 von den festliegenden Platten in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung abgehoben werden können. Durch die Scheren q werden die sämtlichen beweglichen Platten 0 der einzelnen Gruppen an die nächsten darüber festliegenden Platten befestigt.
Die Füllung der Behälter erfolgt, wenn sich die Platten in der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung befinden, durch die Öffnungen r in der Trommel m; diese Öffnungen können, wenn nötig, durch einen Schieber s abgeschlossen werden. Beim Einbringen des Kornes zwischen die beweglichen Platten und die nächste darüberliegende feststehende Platte bilden sich während des Anhebens der Platten 0 Schichten, deren geeignete Dicke durch den jeweiligen Abstand der Platten voneinander bestimmt wird; wenn die Behälter in den Dampfkochtopf herabgesenkt werden, so werden die Führungsstangen u in die · Einschnitte t (Fig. ι und 4) eingesetzt. Diese Führungsstangen sitzen an den Blöcken ν aus nicht leitender Masse. Die losen Platten legen sich bei ihrem Herabgehen auf die festliegenden Platten auf und es verbleibt über dem Korn ein freier Raum zum Durchströmen des Wassers und zum Quellen des Kornes. Durch das Hähnchen n> können Proben der gewonnenen Stärke entnommen werden. Am oberen und unteren Teil des Dampfkochtopfes befinden sich die Wasserstandgläser χ und y.
Der beschriebene Dampfkochtopf kann verhältnismäßig von kleinen Abmessungen sein, da er mit Wasser angefüllt und nachgefüllt werden kann, um die Stärke aus dem Korn aufzulösen. Überdies macht sich zum Aufwühlen des Kornes und zur innigen überall erfolgenden Berührung mit dem Wasser ein Aufrühren nicht nötig.
Zur Erzeugung einer aufgelösten Stärke ist es von Wichtigkeit, daß ein richtiger Druck angewendet und eine richtige Zeit zum Auflösen der Stärke durch das Wasser innegehalten wird. Ehe angegeben werden soll, wie Erfinder diese Druckverhältnisse, sowie die Innehaltung der Zeit erzielt, soll noch hervorgehoben werden, daß es sich bei Verarbeitung schmutzigen oder harten oder wenig gehaltreichen Kornes manchmal empfiehlt, das Korn vor dem Aufkochen in kaltem Wasser zu weichen.
Dies kann leicht dadurch geschehen, daß man den Dampfkochtopf mit kaltem Wasser anfüllt, durch Pumpen einen Druck erzeugt und dann dieses Wasser durch frisches Wasser ersetzt, ehe man Dampf zuleitet.
Der angewendete Druck kann zwei bis vier Atmosphären betragen. Es ist aber anzuführen, daß, je höher der Druck ist, eine desto dunklere Färbung des Bieres entsteht, falls die erzeugte Stärke für Brauereizwecke Verwendung findet.
Für die Verarbeitung von Gerste genügen schon ι Y2 bis 2 Stunden, berechnet vom Beginn der Erreichung des gewünschten Druckes, obgleich diese Zeitdauer nicht als Regel anzusehen ist. Mais erfordert zu seiner Verarbeitung eine längere Zeit. Ein zweites Ausziehen derselben Kornmenge wird weniger Zeit, vielleicht nur 1 Stunde erforden. Erfinder hat festgestellt, daß es sich nicht empfiehlt, die aufgelöste Stärke im Dampfkochtopf allzulange sich selbst zu überlassen, da sie dann leicht anbrennt.
Um sich von der richtigen Beschaffenheit des Auszuges zu überzeugen, werden von Zeit zu Zeit kleine Mengen aus dem Probierhähnchen w entnommen, die man abkühlt; schon bei geringer Übung ist es leicht, die erforderliche Zeit festzustellen.
Nachdem man eine erste Menge aufgelöster Stärke erhalten hat, kann sie sofort unter Zusatz von Malz in Bierwürze verwandelt
werden. Diese erste Menge kann auch in einem Behälter aufbewahrt werden, bis ihr die zweite Menge zugesetzt ist. Wenn dies aber geschieht, so empfiehlt es sich, die erste Menge nicht bis unter die Sättigungstemperatur abkühlen zu lassen, da, falls sie allzusehr abgekühlt wird, ein Teil der Stärkesich verändert und die Diastase niqht so schnell wie unter anderen Umständen auf sie wirkt, ίο selbst wenn die Stärke wieder auf höhere Temperatur gebracht wird. Es empfiehlt sich auch nicht, die erste Stärkemenge auf einer allzu hohen Temperatur zu erhalten, da das Produkt eine gesättigte Flüssigkeit ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung aufgelöster Stärke für Brauerei-, Destillations- und andere Zwecke unter Behandlung des zu verwendenden Getreides mit . Wasser in der Wärme und unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks vollständiger Auflösung der Stärke im Wasser das Getreide in unveränderter Form, also mit den Schalen, in dünnen Schichten mit nur so viel Wasser behandelt wird, als zum Verhindern der Karamelbildung und des Anbrennens erforderlich ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT164796D Active DE164796C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE164796C true DE164796C (de)

Family

ID=430355

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT164796D Active DE164796C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE164796C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69021064T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kochen von Rührei.
DE2922281A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen entgasung von wasser
DE602004006935T2 (de) Herstellungsverfahren von sterilisiertem gekochten Reis verpackt in Behälter
DE3614431A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum energiesparenden kontinuierlichen sieden von bierwuerze
DE502900C (de) Verfahren zur sterilen Herstellung von Bier
DE522145C (de) Verfahren zum Hopfen von Wuerze
DE261314C (de)
DE102022108203A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Versetzen einer Flüssigkeit mit einem Additiv
DE251909C (de)
DE407147C (de) Verfahren und Einrichtung zum Entlueften getafelter Schokolade
DE665905C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kochen und Verdampfen von Bierwuerze
DE653161C (de) Vorrichtung zur Erzeugung von Russ
DE736776C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Sterilisieren von Dosenkonserven
DE228915C (de)
DE173769C (de)
DE183191C (de)
DE756001C (de) Verfahren zum Herstellen von rindenfreiem Gebaeck
DE461359C (de) Einrichtung zur Regelung der Waermeuebertragung von erhitztem Kesselwasser auf frisch eingespeistes Wasser in ganz oder teilweise abgetrennten Speiseraeumen
DE585062C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Zellstoff
DE656197C (de) Verfahren zur Druckwaermebehandlung von Kohlenwasserstoffoelen
DE602371C (de) Verfahren zum Kochen von Wuerze mit Hopfen unter Druck
AT128602B (de) Verfahren zur Wärmebehandlung von Stahl.
AT46080B (de) Diffusionsverfahren und Einrichtung, bei welchen ein Vermischen des Abdrück-, Umlauf- und Maischsaftes vermieden wird.
DE361065C (de) Verfahren zur Wiedergewinnung der schwefligen Saeure und der Waerme beim Abgasen von Zellstoffkochern
DE113294C (de)