DE1678281A1 - Sicherheits-Vorderbacken fuer Skibindungen - Google Patents
Sicherheits-Vorderbacken fuer SkibindungenInfo
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Description
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Hannes Marker,Garmi sen-Partenkirchen
Sicherheits-Vorderbacken für Skibindungen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Sicherhei^s-Vorderbacken
für Skibindungen, deren Sohlenhalterglied in einer quer zur Skilängsrichtung verlaufenden FÜJarung entgegen der Kraft
mindestens eines Federelementes verschiebbar gelagert und nach ZurUcklegen eines bestimmten Querverschiebeweges nach vorn führ
bar ist, wobei das Federelement das Sohlenhalterglied in seiner Normallage hält bzw. nach einer Verschiebung in diese zurückstellt.
Derartige bekannte Vorderbacken besitzen gegenüber sogenannten
kugelverrasteten Backen« also solchen Backen» bei denen ein schwenk·
bares Sohlenhaitertragstück gegenüber einem skifesten Teil verrastet ist» das grundsättLich als vorteilhaft angesehene Merkmal,
daß die schräg bzw. quer zur Skilängsrichtung angreifenden Kräfte
durch einen progressiv größer werdenden Federwiderstand elastisch aufgenommen werden»
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Trotz des soeben erwähnten Vorteils haben sich aber diese Vorderbacken
in der Praxis noch nicht durchsetzen können, da sie das Problem der Überwindung oder zumindest der Herabsetzung der Reibung
zwischen der Skischuhsohle und dem Ski nicht lösen. Um die Reibung zwischen der Skischuhsohle und dem Ski herabzusetzen,
finden bisher besondere Platten aus reibungsminderndem Material Verwendung, die entweder fest odur begrenzt beweglich auf der
Skioberfläche angeordnet sind. Die festen Gleitplatten sind, wenn sie ihre Funktion ausreichend gut erfüllen sollen, aber verhältnismäßig
teuer, da die Materialien mit niedrigem Reibungskoeffizienten sehr teuer sind. Dagegen sind zwar die beweglich auf dem
P Ski angeordneten Gleitplatten aus billigeren Materialien hergestellt,
doch sind sie andererseits auch störungsanfälliger als die festen Gleitplatten.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es daher, hier eine befriedigende
Lösung zu finden.
Zu diesem Zweck hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt, unter Vermeidung der bisher üblichen GLeitplatten zu einer Ausschaltung
der vorerwähnten Reibung bzw. zu deren einwandfreier Beherrschung zu kommen, wodurch dem Sicherheits-Vorderbacken der eingangs beschriebenen
Art der Weg zur praktischen*Verwirklichung frei wird.
Diese Aufgabe ist ausgehend von einem Sicherheits-Vorderbaeken
für Skibindungen, dessen Sohlenhalterglied in einer quer zur Skilängsrichtung verlaufenden Führung entgegen der Kraft mindestens
eines Federelementes verschiebbar gelagert und nach Zurücklegen eines bestimmten Querverschiebeweges nach vorn führbar ist, wobei
das Fe der element das Sohlenhalterglied in seiner Normal lage hält
bzw. nach einer Verschiebung in diese zurückstellt, erf indungsge->
maß dadurch gelöst, daß das Sohlenhalterglied ein zum Untergreifen'
des vorderen Skischuhsohlenendes vorgesehenes Pedal aufweist« dessen freies Ende an einem skifeeten Backenteil in einer skiparallelen Ebene verschiebbar gehalten ist.
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Zweckmäßig weist die quer zur Skilängsrichtung liegende Stirnfläche
des freien Pedalendes eine skiparallele Nut auf, in die eine Führungsleiste
des skifesten Backenteiles eingreift. Insbesondere aus Gründen der einfachen und billigen Fertigung des Vorderbackens
hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß die Länge der Nut der Breite des Pedals entspricht.
Im folgenden ist die Erfindung anhand eines auf der besiegenden
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels ausführlich beschrieben. Auf der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Sicherheits-Vorderbacken im mittleren Längsschnitt
Fig. 2 die Draufsicht auf den Vorderbacken nach Fig. 1.
Der auf der Zeichnung dargestellte erfindungsgemäße Sieherheits-Vorderbacken
ist mittels der vier Schrauben 1 (siehe Fig. 2) auf den Ski 2 geschraubt. Er besitzt ein Sohlenhalterglied 3,
dessen eigentlicher Sohlenhalter 4 in bekannter und darum auch nicht weiter beschriebener Weise durch Höhenverstellung verschiedenen
Skischuhsohlenstärken anpaßbar ist. An seinen beiden seitlichen Enden weist das Sohlenhalterglied 35 zwei zur Skispitze "
hin gerichtete Arme 5, 6 auf. Diese Arme hintergreifen die Stirnflächen
einer in dem skifesten Backenteil 7 quer zur Skilängsrichtung gelagerte Schraubendruckfeder 8. Ober- und unterhalb
jedes Arms 5 bzw. 6 befindet sich jeweils ein Anschlag 9. Diese
Anschläge dienen zur Lagesicherung der Schraubendruckfeder im Backenteil 7· Durch die unter einer ausreichenden Vorspannung
stehende Schraubendruckfeder wird das Sohlenhalterglied J in
seiner Normallage gehalten.
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In dieser Normallage stützt sich das Sohlenhalterglied 3 mit
einer Nase 10 gegen eine Führungsfläche 11 des skifesten Backenteils 7 ab, wenn sich ein Skischuh in der Bindung befindet.
Die Führungsfläche 11 ist beidendig zur Skispitze um das die Sohlenhaltergliedbewegung zur Skipsitze hin festlegende Maß
abgesetzt. Diese Absätze sind mit 12 bezeichnet. Aus weiter unten
noch ausführlich beschriebenem Grunde erfolgt der Übergang nicht in Form einer rechtwinkligen Stufe. In Höhe der Arme 5s 6 weist
der skifeste Backenteil 7 noch eine zentrale horizontale Aussparung 13 auf, die zur Aufnahme jeweils eines der Arme bei einer
Verschiebung des Sohlenhaltergliedes zur Skispitze hin dient.
Erfindungsgemäß weist das Sohlenhalterglied 5 ein zum Untergreifen
des vorderen Skischuhsohlenendes vorgesehenes Pedal 14 auf. Die quer zur Skilängsrichtung liegende Stirnfläche des
freien Pedalendes besitzt eine skiparallele Nut, in die eine Führungsleiste 15 eines skifesten Backenteils l6 eingreift.
Die skifesten Backenteile 7 und l6 stehen miteinander über eine relativ dünne Distanzplatte 17 in Verbindung. Diese Platte besteht
aus einem Material mit niedrigem Reibungskoeffizienten. Bei einer Querverschiebung des Sohlenhaltergliedes 3 wird dieses
zwangsgeführt. Durch entsprechende Materialauswahl der gegeneinander verschiebbaren Teile läßt sich die Reibung äußerst klein
halten. Weiter ist es auch möglich, zwischen dem Pedal 14 bzw. dem Grund seiner Quernut und der Stirnfläche der Führungsleiste
mindestens zwei Rollkörper vorzusehen. Da beim vorliegenden Ausführungsbeispiel die Länge der Nut der Breite des Pedals entspricht,
wären die Rollkörper zweckmäßig im Pedal an den Nutenden vorzusehen. Ebenso gut ist es auch möglich, am freien Ende der
Nase 10 eine Stützrolle anzubringen, so daß sich das Sohlenhalterglied
3 auf der Führungsfläche 11 abrollen könnte.
Greift am Sohlenhalterglied 3 eine quer zur Skilängsrichtung wirkende
Kraft an, die die Vorspannung der Feder 8 übersteigt, so bewirkt sie ein Verschieben des Sohlenhaltergliedes quer zur Skilängsrichtung.
Hierdurch wird die Feder 8 stärker gespannt. Beim Nachlassen der Kraft stellt sich das Sohlenhalterglied unter dem
Einfluß der Feder 8 selbsttätig wieder in seine Mittellage zurück.
Π3/,7
Greift dagegen am Sohlenhalterglled 3 eine Kraft an, die das
Bein des Skiläufers gefährdet, so erfolgt zunächst eine Querverschiebung des Sohlenhaltergliedes entsprechend der halben
Länge der Pührungsfläche 11 und anschließend daran infolge des Absatzes 12 eine Verschiebung des Sohlenhaltergliedes zur Skispitze
hin, so daß der Skischuh von dem Sohlenhalter 4 freikommen kann. Infolge des schrägen Überganges der Führungsfläche
zum Absatz 12 hin kann sich nach Freigabe des Skischuhs das Sohlenhalterglied j5 unter dem Einfluß der Feder 8 selbsttätig
wieder in seine Normallage zurückstellen.
- 6 -1 0 9 8 4 6 / 0 3 A 7
Claims (3)
- PatentansprücheI)JSicherheits-Vorderbacken für Skibindungen, dessen Sohlenhalterglied in einer quer zur Skilängsrichtung verlaufenden Führung entgegen der Kraft mindestens eines Federelementes verschiebbar gelagert und nach Zurücklegen eines bestimmten • Querverschiebeweges nach vorn führbar ist, wobei das Federelement das Sohlenhaiterglled in seiner Normallage hält bzw. nach einer Verschiebung in diese zurückstellt, dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenhaiterglied (2) ein zum Untergreifen des vorderen Skischuhsohlenendes vorgesehenes Pedal (l4) aufweist, dessen freies Ende an einem skifesten Backenteil (16) in einer skiparallelen Ebene verschiebbar gehalten ist.
- 2) Sicherheits-Vorderbacken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zur Skilängsrichtung liegende Stirnfläche des freien Pedalendes eine skiparallele Nut aufweist, in die eine Führungsleiste (15) des skifesten Beekenteiles (16) eingreift.
- 3) Sicherheits-Vorderbacken nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Nut der Breite des Pedals (l4) entspricht«109848/0347
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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