DE169933C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Arbeitsverfahren für mittels überhitzten Kaltdampfes
betriebene Maschinen. Das Wesen dieses Arbeitsverfahrens besteht darin, daß
zunächst die Füllflüssigkeit der Kaltdampfmaschine entweder durch direkte Beheizung
oder durch Abwärme bei einer Temperatur von etwa 70 bis ioo° C. verdampft und hierauf
erst der erzeugte gesättigte Kaltdampf
in einem direkt oder indirekt beheizten Überhitzer möglichst hoch, etwa bis zu 250 bis
3000, überhitzt und dann noch unter Beihilfe der Mantelheizung des Arbeitszylinders während
der Expansion beheizt bezw. überhitzt wird.
Zweck eines derartigen Arbeitsverfahrens ist, erstlich eine Abwärmekraftmaschine so
leistungsfähig zu machen, daß insbesondere infolge der bewirkten Überhitzung des KaItdampfes
ohne Mehrverbrauch an Kohlen gleichwohl die Zusatzleistung der Kaltdampfmaschine
bis auf 100 Prozent der Hauptmaschine, selbst wenn diese eine Dampfmaschine
von höchster Leistungsfähigkeit ist, gesteigert wird, zweitens1 aber auch die
Leistungsfähigkeit einer danach arbeitenden Kaltdampfmaschine mit direkter Beheizung
zu erhöhen.
Durch das neue Verfahren, das in der Hauptsache in der gleichzeitigen Überhitzung
des gesättigten Kaltdampfes in einem Überhitzer vor dem Eintritt in den Arbeitszylinder
und während der Arbeitsleistung im Zylinder durch Mantelbeheizung besteht, wird erreicht,
daß der expandierende Dampf nicht nur bis zum Ende der Expansion überhitzt bleibt,
sondern sogar noch überhitzt austritt, also der Kaltdampf möglichst während der ganzen
Arbeitsperiode genau so wie ein permanentes Gas und nach den dafür geltenden Gesetzen
arbeitet, so daß die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der .danach arbeitenden Maschine
wesentlich zunimmt, ohne daß man gezwungen ist, mit dem Gegendruck im Kondensator zu
so niedrigen Spannungen und entsprechenden Temperaturen heruntergehen zu müssen, wie
dies bei den bisherigen Kaltdampfmaschinen stets der Fall gewesen ist.
Zweitens werden aber, ganz abgesehen von der Vergrößerung des wirtschaftlichen Wirkungsgrades,
die Abmessungen des Verdampfers und Kondensators der Kaltdampfmaschine für die gewqnnene Pferdestärke
und Stunde erheblich vermindert; denn durch die Verminderung der zu verdampfenden
bezw. zu verflüssigenden Betriebsflüssigkeit für gleiche Leistung und durch die ermöglichte
größere Temperaturdifferenz sowohl zwischen Heizquelle und Kesselflüssigkeit als auch zwischen noch heißem, expandiertem
Betriebsdampf und Kühlmittel wird für gleiche Wärmezufuhr bezw. Abfuhr eine kleinere Heizbezw.
Kühlfläche bedingt.
Dies ist insbesondere bei kleineren Maschinen,
welche etwa für Motorboote und Motorwagen Verwendung finden sollen, von
großem Vorteil, da dann selbst ein Luftkondensator genügende Kühlung bewirken
kann. In letzterem Falle wird der Kaltdampfkessel zweckmäßig nicht durch Abdampf,
sondern stets direkt durch Feuerungsgase beheizt und dann der erzeugte gesättigte
Kaltdampf von etwa 70 bis ioo° in einem besonderen Überhitzer etwa bis zu 250 bis
3OO° und dann noch während der Expansion
in dem bezw. den Arbeitszylindern durch gleichzeitige Wärmezufuhr mittels Mantelheizung
überhitzt.
Schließlich wird hierdurch die für den wirtschaftlichen Betrieb der Maschine wichtige
Möglichkeit erhalten, den heißen, expandierten Dampf vor dem Eintritt in den Kondensator
zum Vorwärmen der kalten, in den
xo Betriebskessel eintretenden Arbeitsflüssigkeit mit zu verwenden und dann im eigentlichen
Kondensator vollständig zu verflüssigen.
Auf der Zeichnung stellt Fig. ι das Schema einer nach dem vorliegenden Verfahren arbeitenden
Abwärmekraftmaschine dar, während in den Fig. 2 bis 5 zwei verschiedene Ausführungsformen von nach dem vorliegenden
Verfahren arbeitenden Maschinen mit direkter Feuerung veranschaulicht sind.
In dem in Fig. 1 dargestellten Schema einer Abwärmekraftmaschinenanlage mit überhitztem
Kaltdampf ist α der Wasserkessel, b der als Kondensator für den Wasserdampf
dienende Verdampfer der schwefligen Säure, c der Kondensator für den Abdampf der
schwefligen Säure (des Kaltdampfes).
Der im Wasserkessel α erzeugte Dampf gelangt durch Leitung / zu dem Arbeitszylinder
d, von dort als Abdampf durch Leitung m in den Verdampfer b für die Kaltdampfflüssigkeit,
von wo aus das gebildete Kondenswasser durch Leitung w hindurch wieder in den Wasserkessel α zurückgeschafft
wird.
Der Arbeitsdampf der schwefligen Säure strömt vom Verdampfer b durch Leitung h
zum Überhitzer ρ und von dort durch Leitung g unter weiterer Überhitzung in den Zylinder
e der Kaltdampfmaschine, deren Dampf während der Expansion durch Beheizung in
einem nicht gezeichneten Zylinderheizmantel weiter überhitzt wird. Der Abdampf der
Maschine fließt durch Leitung i zum Kondensator c, in den Kühlwasser bei 0 ein- und
bei r ausströmt. Die verflüssigte schweflige Säure bezw. eine andere Kaltdampfflüssigkeit
wird sodann mittels Speisepumpe f durch Leitung k hindurch in den Verdampfer b
zurückgeschafft.
Bei der in Fig. 2 im Aufriß und in Fig. 3 in Ansicht von oben dargestellten, nach Art
der Lokomobilen gebauten Maschine, bei welcher die Essengase den Zylindermantel des Arbeitszylinders direkt beheizen und dadurch
dem Kaltdampf noch kurz vor dem Eintritt in den Zylinder und während der Expansion überhitzen, ist α ein Röhrenkessel,
von dem aus der Arbeitsdampf mittels Leitung f in den Dampfmantel und von dort
in den mit Eintrittsschlitzen versehenen und mittels Exzenters m gesteuerten Zylinder d
gelangt, dessen Kolben b die Schwungradwelle mittels Kurbel dreht. Von der Schwungradwelle
wird ebenfalls mittels Exzenters / die kleine Speisepumpe k angetrieben,, welche
die Kondensflüssigkeit aus dem Kondensator, der aus dem Dampfraum und den Kühlschlangen
i besteht, in den Kessel α zurückschafft. Der Arbeitszylinder d ist ganz wenig
schräg abwärts geneigt, damit während der Admissionsperiode etwa mitgerissene Kaltdampfflüssigkeit in den Mantel und von dort
in den Kessel α durch die geneigte Leitung f zurückfließen kann. Beim Kolbenrückgange
tritt der Dampf durch Kanal g in den Kondensatorraum h, in welchem die Kolbenstange
nebst Kurbel und Schwungradwelle angeordnet sind, so daß die Abdichtungen nach außen nur für den niedrig gespannten und
gekühlten Dampf im Kondensator zu genügen brauchen und somit keine technische Schwierigkeiten bieten. Dies ist für die
Durchführung des vorliegenden Arbeitsverfahrens von der höchsten praktischen Bedeutung,
weil die Abdichtung so hoch überhitzter und hochgespannter Kaltdämpfe,, wie sie hier in Anwendung kommen, sonst technisch
kaum möglich sein, sicherlich aber zu großen Schwierigkeiten führen dürfte.
Aus diesem Grunde ist auch bei der in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform der Maschine, welche mit besonderem
Überhitzer ausgerüstet ist, auch die Steuerung m ganz in den Kondensatorraum h verlegt
worden, so daß einzig und allein die Schwungradwelle vom Kondensator gegen die
Atmosphäre abzudichten ist, was durchaus keine Schwierigkeiten bereitet. Die Konstruktion
der ganzen Maschinenanlage ist aus der Zeichnung deutlich ersichtlich und bedarf
keiner besonderen, weiteren Erläuterung.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Arbeitsverfahren für durch überhitzten Kaltdampf betriebene Kaltdampfmaschinen, insbesondere für Motorwagen, dadurch gekennzeichnet, daß der in bekannter Weise durch direkte oder indirekte Beheizung erzeugte gesättigte Kaltdampf nach durch direkte oder indirekte Beheizung erfolgter Überhitzung (etwa bis zu 250 bis 3000) während der Arbeitsleistung (Expansion) in den Arbeitszylindern noch durch Mantelheizung überhitzt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE169933C true DE169933C (de) |
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ID=435018
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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