DE1720002A1 - S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B?-O-Ester und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B?-O-Ester und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
pat!; vruHiLrs";' --·,"".,?-'
■■■"■■■·■-·■ Francesco VISMARA S. p.A. 1720002
Casatenovo (Como) - Italien
S-BENZOYLOXYMETHYL-VITAMIN Bi-O-ESTER UND
VERFAHREN ZUff\HERSTELLUNG ΒΑ¥ΘΝ
Zusatz zum Patent (Patentanmeldung V30 222 IVd/12p)
Erfinder : Franco D'ALO' - Via Garofalo, 16 - Milano - Italien
Arnaldo MASSERINI - Via Soresina, 12 - Milano - Italien
ο ο ο ο ο α
Die vorliegende Erfindung betrifft neue O-Ester von Vitamin B j-verbindungen, die eine am Schwefelatom des openen
Vitamins-Bj gebundene Benzoyloxytnethyl-gruppe vorstellen, und
ein Verfahren zur ihjaejr Herstellung.
Im Patent (Patentanmeldung V 30 222 IVd/12p)
sind neue S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B^-verbindungen der
allgemeinen Formel . .
CH3 .Nn.NH2
T J T 3 /
-N-C = C
HO ^
worin R Wasserstoff, Halogen oder eine niedrige, 1 bis 3 Kohlenstoffatome
enthaltende Alkylgruppe, bedeutet, beschrieben, die eine wertvolle Vitamin-Bx-Wirkung zeigen. 209815/1728
Es wurde nun gefunden, daß die O-Ester der obengenannten
Verbindungen, gekennzeichnet durch die folgende Formel
CH2CH2OAcyl
worin R die obene Bedeutung hat und Acyl den Rest einer 1 bis 9 Kohlenstoffatome enthaltenden Mono- oder Dicarbonsäure bedeutet,
und ihre Salze mit organischen oder anorganischen Säuren eine ebenfalls starke Vitamin B^-Wirkung besitzen.
Geeignete veresternde Säuren sind die 1 bis 9 Kohlenstoffatome
enthaltende Alkansäuren, wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure, Valeriansäure, Isovaleriansäure,
Capronsäure, Onanthsäure; aromatische, 7 bis 9 Kohlenstoffatome enthaltende Säuren, wie Benzoesäure, o-, p-oder m-Toluylsäure;
Cycloalkyl-carbonsäuren, wie Cyclopentancarbonsäure; Cycloalkyl-alkansäuren, wie Cyclopentylessigsäure, Cyclopentylpropionsäuren
oder Cyclohexylessigsäure; Phenylalkansäuren, wie Phenylessigsäure oder Phenylpropionsäuren; oder
aliphatische Dicarbonsäuren, wie Malonsäure oder Bernsteinsäure. Bevorzugte verestqnde Säure ist Ameisensäure.
Die neuen Verbindungen der Formel II sind 3-Benzoyloxymethylthio
-4 -/_N-( 2 -methyl -4 -amino -5 -pyrimidino methyl) -N -
a
yd**
formyl/-amino-A°-pentenol-O-ester, dieXBequemlichkeit halber,
209815/1728
im weiteren Verlaufe der Beschreibung als "S-Benzoyloxymethyl
-Vitamin B ^ -O -ester bezeichnet werden werden. Mit
der allgemeinen Angabe "Benzoyloxy" sind auch die alkyl-
und halogensubstituierten Verbindungen eingeschlossen.
Die S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B..-O-ester
vorliegender Erfindung und ihre Salze besitzen eine wertvolle Vitamin B ι -Wirkung, weil sie sich im Körper in Vitamin B^
rasch umwandeln. Im Gegensatz zum Vitamin B^ werden die
erfindungsgemäßen Verbindungen bei oraler Verabreichung
leicht und im Verhältnis zur gegebenen Dosierung absorbiert, womit es möglich ist, starke Blut- und Gewebespiegel von
Vitamin Bi zu erreichen. Hinsichtlich ihrer Vitamin Bj_-Wirkung
können die S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B^-O-ester als
Beifuttermittel oder als Zusätze für Nahrungsmittel oder auch als therapeutische Mittel, insbesondere zum Behandeln von
vitamin B^-mangelabhängigen Bedingungen, verwendet werden.
Für therapeutische Zwecke können die erfindungsgemäßen
Verbindungen mit den üblichen Trägern zusammengesetzt werden, ^
um pharmazeutische Zubereitungen zur oralen oder parenteralen Verabreichung herzustellen. Solche Zubereitungen enthalten
von 5 bis 200 mg des wirksamen Produktes je Dosierungs einheit
und werden vorzugsweise verabreicht, um tägliche Dosierungen von 15 bis 1000 mg, vorzugsweise von 30 bis 500 mg des
wirksamen Produktes zu geben.
Die neuen Verbindungen vorliegender Erfindung können hergestellt werden, indem man die nach Patent
2 0 9 815/1728
(Patentanmeldung V 30 222 IVd/12p) erhaltene Verbindungen
der-Formel I in an sich bekannter Weise mit einem üblichen
Acylierungsmittel, dessen Acylradical 1 bis 9 Kohlenstoffatome enthält, wie einem Anhydrid, einem Acylchlorid oder einer
freien Säure, unter milden Bedingungen umsetzt.
Im allgemeinen wird die Veresterung durchgeführt, indem man die Verbindungen der Formel I mit einem Carbonsäureanhydrid,
wie Formyl-Acetanhydrid oder Acetanhydrid in Gegenwart einer pyridinartigen Base, vorzugsweise Pyridin,
erhitzt. Die Ameisensäureester werden vorzugsweise durch Behandeln mit 99%iger Ameisensäure bei einer Temperatur
von 30 bis 800C hergestellt. Die Endprodukte können üblicherweise,
zum Beispiel durch einfache Abfiltrierung oder durch Eindampfen des Lösungsmittels und geeignete Umkristallisierung, isoliert.
Die so erhaltenen S-B enzoyloxy methyl-Vitamin B^-
O-ester können in ihre Salze übergeführt werden, indem man
sie mit einer wäßrigen oder alkoholischen Lösung der gewählten organischen oder anorganischen Säure umsetzt. Geeignete
Säuren sind Chlor-, Brom- und Jodwasserstoff, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Propionsäure, Milchsäure,
Oxalsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Benzoesäure, Mandelsäure, Methansulfonsäure und
Salicylsäure. Bevorzugte Säure ist Chlorwasserstoff,
Die folgenden Beispielen erläutern die Erfindung. BEISPIEL 1
2 g S-Benzoyloxymethyl-Vitamin-B ■>
werden in 6 cc 99%iger Ameisensäure gelöst. Die Mischung wird 3 Stunden
209815/1728
: 5 · ■
bei 5O0C stehengelassen, dann in einer gesättigten Natriumbicarbonats
lösung gegossen. Der erhaltene, pechartige Körper
wird aus Chloroform ausgezogen und die organische Schicht wird zuerst mit einer Natriumcarbonat^ sung dann mit Wasser
gewaschen und anschließend im Vakuum zur Trockne eingedampft. Durch Digerieren in Äthanol-Diä thyläther 1:9 liefert der Rückstand
S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B ^-ameisensäureester der Formel
^CH2CH2O-CO-H
-N-C = C!
Vt \
Lo
ti
der nach Umkrystallisieren aus Äthanol bei 135 bis 137°C schmilzt.
Ausbeute : 1, 3 g.
Durch Behandlung dieser Verbindung mit einer Chlorwasserstofflösung erhält man das entsprechende Chlorhydrat.
Auf gleiche Weise werden S-o-Toluyloxymethyl-Vitamin-B
χ -ameisensäureester, S-p-Chlorbenzoyloxymethyl-Vitamin-B
χ-ameisensäureester, S-p-Athyl-benzoyloxymethyl-Vitamin-Bj,-ameisensäureester
und S-p-Isopropylbenzoyloxymethyl-Vitamin-B
j-ameisensäureester erhalten und in die entsprechenden Chlor hydrate übergeführt.
BEISPIEL 2
BEISPIEL 2
Zu einer Lösung von 2,08 g S-Benzoyloxymethyl-Vitamin Bl in 200 cc wasserfreiem Pyridin fügt man 2, 55 g Acetanhydrid
hinzu und das Reaktionsgemisch wird 12 Stunden bei Raumtemperatur
stehengelassen. Nach Eindampfen des Lösungsmittels
20981 S/ 1 728. <ndl·
bei 50*C im Vakuum wird der Rückstand au« Chloroform ausgezogen.
Die· chloroformische Lösung wird mit Wasser gewaschen und
Il
zur Trockne eingedampft. Durch Digerieren in Äthanol-Diäthylather
1:9 liefert der Rückstand S-Benzoyloxymethyl-Vitamin
B^-acetat der Formel
der, nach Umkrystallisieren aus Äthanol, bei 75 bis 77 C
schmilzt. Ausbeute : 1, 3 g.
500 mg des so erhaltenen Produktes werden in wenige«» Wasser gelöst und mit verdünnter Salzsäure behandelt. Die
ti
Lösung wird eingedampft und der Rückstand mit Athylacetat gereinigt, um das Chlorhydrat des S-Benzoyloxymethyl-Vitamin
B1-acetate zu erhalten. F. 190 bis 192 eC.
Auf gleiche Weise, durch Arbeiten mit einer alkoholischen Lösung von Oxalsäure, erhält man das entsprechende Oxalat;
F. 137 bis 140°C (unter Zersetzung). Dementsprechend werden
das Bromhydrat, das Phosphat, das Tartrat, das Lactat und das Methansulfonat hergestellt.
BEISPIEL 3
BEISPIEL 3
Zu einer Lösung von 2, 08 g S-Benzoyloxymethyl-Vitamin Bi in 200 cc wasserfreiem Pyridin gibt man 1, 3 g Propionanhydrid
hinzu und das Reaktionsgemisch wird 12 Stunden bei 60eC stehengelassen. Nach Eindampfen bei 6O0C im Vakuum
zur Trockne wird der Rückstand aus Chloroform ausgezogen, die
209815/1728
chloroformische Lösung wird mit Wasser gewaschen und zur Trockne eingedampft. Durch Digestion der Rückstandes in
π ·
Athanol-Diäthyläther 1:9 und Umkrystallisieren zuerst aus
• -
Äthanol und darin aus Äther erhält man 1,4 g S-Benzoyloxymethyl-Vitamin
B^ -propiönat der Formel
. 9H3 ^CH2CH2O-CO-CH2-CH3
-N-C=C
I Xs-CH9-O-CO-
CHO Δ
F. 62 bis 660C.
Unter gleichen Bedingungen, indem man eine Lösung von S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B^ in Pyridin mit
Buttersäureanhydrid, Valeriansäureanhydrid, Capronsäureanhydrid
bzw. Onanthsäureanhydrid, werden das Butyrat, Valerianat, Capronat bzw. Onanthat des S-Benzoyloxymethyl-Vitamins Bi
erhalten und in die entsprechenden Chlorhydrate übergeführt. BEISPIEL 4
Zu einer Lösung von 2, 08 g S-Benzoyloxymethyl-Vitamin
B^ in 200 cc wasserfreiem Pyridin gibt man 1,6 g Benztfe säureanhydrid hinzu und das Reaktionsgemisch wird
6 Stunden bei 50°C stehengelassen. Durch Arbeiten wie im
Beispiel 3 erhält man S-Benzoyloxymethyl-Vitamin B. -benzoat
der Formel
CH_^"'\^NHr
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Auf gleiche Weise erhält man das O-Toluat,
das Phenylacetat, das ß-Phenylpropionat und das ß-Cyclopentylpropionat
des S-Benzoyloxymethyl-Vitamins B^.
Durch Behandeln einer alkoholischen Lösung der
obenen Produkte mit Benzoesäure oder Salicylsäure erhält man
··
die entsprechenden Salze.
die entsprechenden Salze.
Zu einer Lösung von 2, 08 g S-B enzoyloxymethyl-Vitamin
Bj in 200 cc wasserfreiem Pyridin gibt man I1 5 g
Bernsteinsäureanhydrid hinzu und das Reaktionsgemisch wird eine Stunde bei 60eC stehengelassen. Durch Arbeiten wie im Beispiel 3 erhält man den S-B enzoyloxymethyl-Vitamin B^-bernste.insäurehalbester der Formel
Bernsteinsäureanhydrid hinzu und das Reaktionsgemisch wird eine Stunde bei 60eC stehengelassen. Durch Arbeiten wie im Beispiel 3 erhält man den S-B enzoyloxymethyl-Vitamin B^-bernste.insäurehalbester der Formel
2-COOH
Auf gleiche Weise erhält man den entsprechenden Maleinsäurehalbester. .
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Claims (1)
- .. _viur. Mt τ» vw» .■<-»■- — — iiiPATENTANSPRÜCHE 17200021. Verfahren zur Herstellung von S-Benzoyloxymethyl-Vitamin-Bj -O-estern der allgemeinen Formel CHn.in der R Wasserstoff, Halogen oder einen niedrigen, 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylrest und Acyl den Rest einer 1 bis 9 Kohlenstoffatome enthaltenden Mono- oder Dicarbonsäure bedeutet, und deren Salze mit organischen oder anorganischen Säuren, dadurchgekennzeichnet, daß man die nach Patent — · (PatentanmeldungV 30 222 IVd/12p) erhaltene Verbindungen der Formel,OHCH2 -N-C=CI -S-CH -O-COCHO 2in der R die oben genannte Bedeutung hat, in an sich bekannter Weise mit einem üblichen A cylierungsmittel, dessen Acylradical 1 bis 9 Kohlenstoffatome enthält, umsetzt und die erhaltene Verbindungen gegebenenfalls in ihre Salze überführt,2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Veresterung mit einem Carbonsäureanhydrid in Gegenwart einer pyridinartigen Base durchführt.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,209815/1728 ■daß man die Veresterung mit Ameisensäure zur Bildung eines!720002Formiats durchführt.4. Neue S-Benzoyloxymethyl-Vitamin Β.,-0-ester derallgemeinen FormelΛ ^CH2CH OA cyl -N-C=C•"NS-CH -O-CO HO 2in der R Wasserstoff, Halogen oder einen niedrigen 1 bis 3 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylrest und Acyl den Rest einer 1 bis 9 Kohlenstoff atome enthaltenden Mono- oder Dicarbonsäurebedeutet, und ihre Salze mit organischen oder anorganischen Säuren.5. Verbindung der FormelIH2CH2O-CO-HCH0 - N - C = C2 I
CHO6. Das Chlorhydrat der Verbindung nach Anspruch 5.7. Verbindung der FormelCH3 ,CH2CH2O-CO-CH3CHO8. Das Chlorhydrat der Verbindung nach Anspruch 7.9. Das Oxalat der Verbindung nach Anspruch 7.10. Verbindung der Formel209815/1728•CH_/-V'NH2 H3 I J j 3 CH2CH2O-CO-CH2-CH3CHO Ns-CH2-O-CO11. Verbindung der Formel-N-C =CHO Verbindung der Formel J-CH2O-COS-CH2-O-CO^2 CH3 .CH2CH2O-CO-CH2-CH2-COOh-N-C=CCHO13. Verbindung der FormelF3-N-C =3 ^CH2CH2O-CO-H 2 - ., ^ C,HO \s-ch2-o-co-<^CHo14. Verbindung der FormelCH5CTT
I 3 CH2CH2O-CO-HCHO209815/1728
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