DE172811C - Verfahren zum Schleifen von Linsen mit zwei Brennpunkten mit Hilfe einer zwei Schleifzonen verschiedener Krümmung besitzenden Schleifscheibe - Google Patents
Verfahren zum Schleifen von Linsen mit zwei Brennpunkten mit Hilfe einer zwei Schleifzonen verschiedener Krümmung besitzenden SchleifscheibeInfo
- Publication number
- DE172811C DE172811C DE1904172811D DE172811DA DE172811C DE 172811 C DE172811 C DE 172811C DE 1904172811 D DE1904172811 D DE 1904172811D DE 172811D A DE172811D A DE 172811DA DE 172811 C DE172811 C DE 172811C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- grinding
- lenses
- focal points
- zones
- fields
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B24—GRINDING; POLISHING
- B24B—MACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
- B24B13/00—Machines or devices designed for grinding or polishing optical surfaces on lenses or surfaces of similar shape on other work; Accessories therefor
- B24B13/0012—Machines or devices designed for grinding or polishing optical surfaces on lenses or surfaces of similar shape on other work; Accessories therefor for multifocal lenses
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 67a. GRUPPE
BENJAMIN MAYER in BALTIMORE (V. St. A.).
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Schleifen von Linsen mit zwei
Brennpunkten mit Hilfe einer zwei Schleifzonen verschiedener Krümmung besitzenden
Schleifscheibe. Die Erfindung besteht darin, daß die Linse nach Anschleifen der den
beiden Gesichtsfeldern entsprechenden Krümmungen quer über die Trennungszone zwischen
den beiden Schleifflächen hin- und herbewegt wird. Dadurch wird erreicht, daß
die mehr oder weniger scharfe Trennungslinie zwischen den beiden Gesichtsfeldern
möglichst beseitigt wird. ■
Auf der Zeichnung zeigen:
Auf der Zeichnung zeigen:
Fig. ι und 2 eine Vorderansicht bezw.
einen Schnitt einer Linse, bei welcher eine sichtbare Trennungslinie zwischen den beiden
Gesichtsfeldern vorhanden ist,
Fig. 3 und 4 ähnliche Darstellungen einer nach dem neuen Verfahren hergestellten Linse,
bei welcher die Trennungszone zwischen den beiden Feldern eine abgestufte oder allmählich
übergehende Krümmung hat, die die Trennungslinie nicht wahrnehmbar werden läßt.
Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht einer Schleifscheibe mit mehreren Schleifflächen zum
Schleifen solcher Linsen und
Fig. 6 eine andere Ausführungsform der Schleifscheibe zum gleichen Zweck mit einer
aufgelegten Linse.
Fig. .1 und 2 bezeichnet α das Gesichtsfeld
für die Nähe oder zum Lesen und b das Gesichtsfeld zum Erkennen entfernter Gegenstände,
während c die genau erkennbare gekrümmte Trennungslinie zwischen den beiden
Feldern ist, welche nach dem vorliegenden Verfahren beseitigt werden soll.
Bei der in Fig. 3 und 4 dargestellten Linse kann die eine Fläche e des Glases jede beliebige
Schleifart aufweisen, ζ. B. eine konkave, konvexe oder unregelmäßige, wie für
astigmatische Augen; die andere Fläche hat das Gesichtsfeld α für die Nähe, das Gesichtsfeld
b für die Ferne und eine allmählich übergehende Krümmung d zwischen den
beiden Feldern, durch die deren Trennung praktisch unsichtbar wird. · Diese allmählich
übergehende Krümmung zwischen den geschliffenen Flächen der beiden Felder ist in
der Zeichnung durch die in einer Krümmung angeordneten Schattenlinien d veranschaulicht. ·
Da die Linse mit zwei Brennpunkten nur aus einem Stück besteht, so ist keine Bruchlinie,
kein Grat und keine Kante vorhanden, auf der sich Schmutz absetzen kann, wie bei
vielen Linsen mit zwei Brennpunkten, die aus ■ zwei Stücken zusammengesetzt sind.
Auch gibt es keine Kante in oder zwischen den Feldern der Linse, die Sprünge bekommen
könnte.
Das Verfahren zum Schleifen dieser Linsen ergibt sich aus folgendem:
Die in Fig. 5 dargestellte Scheibe F hat drei Schleifflächen, von denen die erste, die
dem Rand anliegt, eine ebene oder gerade Fläche g und die zweite h an der Mitte
ebenfalls eben oder gerade ist, während die dritte i, welche zwischen den Flächen g und h
liegt, konvex ist. Die Trennungszone'n zwischen diesen Flächen sind in Fig. 5 durch
senkrechte unterbrochene Linien j und k dargestellt, in Wirklichkeit aber gehen die flachen
und konvexen Flächen allmählich ineinander über. Diese Scheibe dient zum Schleifen
konkaver Linsen. Die in Fig. 6 dargestellte Ausführungsform der Schleifscheibe ist zum
Schleifen konvexer Linsen bestimmt. Sie hat eine ebene oder gerade Fläche / an der Mitte
und eine konkave Fläche m konzentrisch zur ersteren; die Trennungszone zwischen beiden
Flächen ist durch die unterbrochene Linie η angegeben.
Bei Anwendung des neuen Verfahrens zum Schleifen von Linsen mit zwei Brennpunkten,
beispielsweise konvexen, wird die Linse, nachdem das Feld b für die Ferne auf einer
geeigneten Schleifscheibe geschliffen ist, zum Schleifen des Feldes α für die Nähe so auf
die Scheibe F gelegt, daß nur ein Teil ihrer Fläche in Berührung mit der ebenen oder
geraden Schleiffläche I (s. Fig. 6) kommt. Um nun die Bildung eines gekrümmten Grates
zwischen den beiden Feldern nach Fig. 1 zu verhindern, muß der Arbeiter, wenn sich das
Schleifen des Feldes α für die Nähe seiner Vollendung nähert, der Linse eine schnelle,
aber geringe Rück- und Vorwärtsbewegung quer zur Trennungszone η der Schleifscheibe
zwischen der ebenen Fläche / und der konzentrischen konkaven Fläche m während des
Umlaufens der Schleifscheibe erteilen. Diese Rück- und Vorwärtsbewegung der Linse
quer zu den Kreislinien der sich fortgesetzt weiter drehenden Schleifscheibe ändert den
mit der Schleifscheibe in Berührung gebrachten Flächenraum der Linse und hat zur
Wirkung, daß auf der Linse an der Trennungszone zwischen den beiden Feldern a
und b eine allmählich übergehende Schleifkrümmung entsteht und infolgedessen die
Bildung der unzweckmäßigen sichtbaren Kante oder Linie vermieden wird.
Natürlich kann die Schleifscheibe zwei oder mehr verschieden gestaltete Schleifflächen
haben, die je nach der besonderen Arbeit, die ausgeführt werden soll, entsprechend
angeordnet sein können.
Claims (1)
- 50 Patent-An Spruch:Verfahren zum Schleifen von Linsen mit zwei Brennpunkten mit Hilfe einer zwei Schleifzonen verschiedener Krümmung besitzenden Schleifscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß die Linse nach Anschleifen der den beiden Gesichtsfeldern entsprechenden Krümmungen quer über die Trennungszone zwischen den beiden Schleifflächen hin- und herbewegt wird, um die mehr oder weniger scharfe Trennungslinie zwischen den beiden Gesichtsfeldern möglichst zu beseitigen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE172811T | 1904-10-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE172811C true DE172811C (de) | 1906-07-02 |
Family
ID=96588615
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1904172811D Expired DE172811C (de) | 1904-10-19 | 1904-10-19 | Verfahren zum Schleifen von Linsen mit zwei Brennpunkten mit Hilfe einer zwei Schleifzonen verschiedener Krümmung besitzenden Schleifscheibe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE172811C (de) |
| FR (1) | FR347175A (de) |
-
1904
- 1904-10-18 FR FR347175A patent/FR347175A/fr not_active Expired
- 1904-10-19 DE DE1904172811D patent/DE172811C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR347175A (fr) | 1905-02-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1296548B (de) | Schleifscheibe mit an ihrem Umfang V-foermiger Einkerbung | |
| DE172811C (de) | Verfahren zum Schleifen von Linsen mit zwei Brennpunkten mit Hilfe einer zwei Schleifzonen verschiedener Krümmung besitzenden Schleifscheibe | |
| DE3733308A1 (de) | Schleifkoerper | |
| DE536542C (de) | Walzwerk zur fortlaufenden Herstellung von Quervorspruengen an stabartigen Metallstuecken | |
| DE188491C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Schleifen von Kugelflächen mittels hohler nur mit einer ringförmigen Randfläche schleifender Werkzeuge | |
| AT132346B (de) | Maschine zum selbsttätigen Schleifen, Polieren u. dgl. von Oberflächen. | |
| DE763005C (de) | Einspritzpumpe | |
| DE2733945A1 (de) | Schneidwerkzeug und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE204780C (de) | ||
| DE690795C (de) | Fahrzeugrad mit abnehmbarer Felge | |
| DE3137068C2 (de) | Kontaktlinse mit asphärischer Anpaßfläche | |
| DE348569C (de) | Prismatischer Schneidstahl | |
| DE468557C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gewindeschneidbacken aus Schnelldrehstahl fuer Werkstuecke kleinen Durchmessers | |
| DE810854C (de) | Vorrichtung zum Polieren von Glas oder anderen Stoffen, insbesondere zum kontinuierlichen Polieren eines Glasbandes | |
| DE612840C (de) | Im Stirnschnitt arbeitender Sonderdrehstahl | |
| DE8913664U1 (de) | Eigensteife Stützscheibe für Blindgläser | |
| DE509568C (de) | Schleifen von Gewindebohrern | |
| DE495844C (de) | Verfahren und Werkzeug zur Herstellung von Walzen zum Praegen von linsenfoermigen Elementen in Filmen | |
| DE378972C (de) | Mit dreifacher Stuetzung wirkende Kluppe zum Praegepolieren von Achsschenkeln o.dgl. | |
| DE663227C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Stauchen einer Biegewulst an Pappen | |
| DE606142C (de) | Schleifmaschine mit geradliniger Bewegung einer Formschleifscheibe ueber die zu bearbeitende Flaeche | |
| DE414400C (de) | Photometerkopf | |
| DE847655C (de) | Werkzeug zur Herstellung eines gleichmaessigen Grates an einer Ziehklinge | |
| DE202436C (de) | ||
| DE549780C (de) | Verfahren zum Befestigen des Hartmetallkoernchens an der Spitze von Schreibfedern aus ebenfalls schwer schmelzbarem Metall, z. B. Stahl, durch Loeten mit Gold |