DE17343C - Neuerungen an Sicherheitsapparaten für den Aufenthalt in Stickgasen - Google Patents

Neuerungen an Sicherheitsapparaten für den Aufenthalt in Stickgasen

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DE17343C
DE17343C DENDAT17343D DE17343DA DE17343C DE 17343 C DE17343 C DE 17343C DE NDAT17343 D DENDAT17343 D DE NDAT17343D DE 17343D A DE17343D A DE 17343DA DE 17343 C DE17343 C DE 17343C
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DE
Germany
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air
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DENDAT17343D
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Original Assignee
F. MARTINEK in Fünfkirchen, Ungarn
Publication of DE17343C publication Critical patent/DE17343C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B7/00Respiratory apparatus

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Respiratory Apparatuses And Protective Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Juni 1881 ab. ·
Zweck nachstehenden Apparates ist, in Bergwerken bei Grubenbränden oder sonstwie entstandenen Stickgasen sich in diese letztere sofort ohne Gefahr begeben zu können, um entweder Verunglückte zu retten oder behufs Zu- oder Abführung von Luft Verbühungen etc. herzustellen; derselbe kann überall Anwendung finden, wo man erstickende oder sonst gesundheitsschädliche Luft einzuathmen gezwungen ist.
Dieser Apparat wird auf folgende Art hergestellt: Ein,nach unten zu erweiterter Sack-von dünnem elastischen Kautschuk von 6 cm oberem Durchmesser wird mit diesem oberen Ende in den oberen Theil eines Schachthutes α luftdicht eingekittet, so dafs bei Aufsetzen des Hutes der vorstehende Theil des Sackes vorn über das Gesicht bis an die Brust und hinten bis über den Nacken vorsteht. Ueber diesen Sack ist angekittet ein Riemen von der Form C, dessen Enden 1 und 2 über die Brust abwärts nach dem Rücken zu und von da wieder nach' vorn zu gehen und hier festgeschnallt werden können.
Wird nun eine solche Maske, welche aus dem Sack, dem Riemen und dem Schachthut besteht, und in welcher vor den Augen zwei Gläser eingekittet sind, auf den blofsen Leib aufgesetzt, und sowohl der Schachthut auf dem Kopf, als auch der Riemen unter der Brust festgeschnallt, wie in c ersichtlich ist, so soll sie die äufsere Luft von Mund und Nase abschliefsen. Zu diesem Zweck ist der Kautschuksack uriter dem ringförmigen Theil des Riemens b mit einem luftgefüllten, geschlossenen Schlauch von ebenfalls sehr dünnem, elastischen Gummi unterlegt und mit diesem verkittet, so dafs die durch das Anschnallen geprefste Luft bei jeder Bewegung der Achseln diesen Schlauch und damit die Maske unter dem Riemen dicht an den Körper anschliefst. Der untere Theil des Schachthutes α ist gespalten, um ihn auf den Kopf jeder Gröfse festschnallen zu können, weil er wegen der Fixirung der Gläser vor den Augen festsitzen mufs.
Zwischen dem Schachthut und dem ringförmigen Riemen der Maske ist in dem Sack ein weiches Kautschukrohr m von 15 mm Durchmesser und Y2 m Länge zum Abführen der Luft nach aufsen, und auf der entgegengesetzten ein anderes η von 12 mm Durchmesser und ι Y3 m Länge zum Zuführen der Luft eingekittet und rückwärts beide an einander geschlossen (in der Zeichnung sind beide neben einander ersichtlich). Es soll nun bei dem Rohr η der Luftstrom continuirlich und in dem Mafse zuströmen, dafs, wenn die betreffende Person Athem holt, das Zuströmen der Luft noch immer ein Plus mindestens um die Hälfte beträgt, damit bei dem etwas weiteren Ausströmungsrohr m, wenn auch abwechselnd mit . verschiedener Geschwindigkeit, sozusagen stofsweise, so doch fortwährend Luft, nach aufsen und nicht etwa von aufsen nach innen strömen könne.
Um dies zu erreichen, wird die Luft durch einen Blasbalg beliebig geprefst, und um sich in weite Entfernung, 100 bis 300 m, in die gefährlichen Gase begeben zu können, wird folgende Vorrichtung getroffen: Eine Haspeltrommel H hat eine hohle Welle h, welche an einem Ende geschlossen und in welche am anderen Ende ein Arm eines rechtwinklig ge-
bogenen Blechrohres von 15 mm Durchmesser gesteckt wird, welcher Arm mit einem kleinen Ring r an die Stirnseite der hohlen Welle angeschliffen ist und mittelst einer Feder i angedrückt wird. Der zweite Arm dieses Rohres geht an der Haspellatte aufwärts und theilt sich hier in zwei Arme von 12 mm Durchmesser und einen Arm von 2 mm Durchmesser (Ansicht bei Ji). Aus der hohlen Welle h geht innerhalb der Haspeltrommel ein Blechrohr / von 15 mm Durchmesser an die Peripherie der Trommel, biegt hier bogenförmig um, und hieran wird ein Kautschukrohr von 15 mm Durchmesser und beliebiger Länge, 100 bis 300 m, angesteckt und um den Haspel H gewickelt. Die Wandstärke dieses Rohres braucht nur so viel zu betragen, dafs es durch die Last der etwa 5 bis 8 Windungen nicht plattgedrückt wird, wie bei H ersichtlich, wo allerdings nur eine Schicht der Windungen gezeichnet ist.
Verbindet man nun das Ende dieses Kautschukrohres mit einem Blasbalg, so passirt der Luftstrom von dem äufsersten Umfang aus alle Windungen des Rohres, gelangt zuletzt in die hohle Welle h und von da in die Arme k, wovon ein Arm, wenn nur eine Person sich in die Stickgase begiebt, zugestopft wird, während auf den andern Arm das Luftzuführungsrohr η gesteckt wird.
Diese Vorrichtung gestattet, dafs zwei Personen mit solchen Masken, deren Luftzuführungsröhren 11 auf die Blechrohrarme k gesteckt werden, den Haspel abwickelnd, das Kautschukrohr hinter sich liegen lassen, sich so, ohne ein Einklemmen des Rohres fürchten zu müssen, auf weite Distanzen in die gefährliche Luft begeben, hier beliebig lange ohne Belästigung und Gefahr arbeiten und ebenso wieder, das Kautschukrohr vor sich aufwickelnd und sich gegenseitig unterstützend, zurückkehren können und bei allem diesen mit dem Blasbalg immer in Verbindung verbleiben. Natürlich mufs dafür gesorgt werden, dafs die Thätigkeit des Blasbalges während dieser Arbeit nicht einen Moment unterbrochen wird.
Bei C ist ersichtlich, wie zwei Mann sich mit dieser Haspeltrommel in Bewegung setzen, auch ist ersichtlich, wie eine Sicherheitslampe, deren untere Lufteinströmungslöcher ein mantelförmiges Blechrohr umschliefst, welches vermittelst eines kleinen Kautschukrohres mit dem Arm k in Verbindung ist, mit gesunder Luft von dem Blasbalg gespeist wird, während die Verbrennungsproducte beim Drahtnetz entweichen.
Wenn man die hohle, runde Welle des Haspels mit zwei Ringen * und ζ (bei S) versieht, auf diese Welle kreisrunde Blechtafeln steckt und an die Ringe anprefst, diese Blechtafeln mit der Mantelfläche des Haspels luftdicht verbindet, so dreht sich die Welle nicht, sondern blos der Haspel, und statt des Rohres / ist nur nöthig, in der hohlen Welle ein Loch anzubringen und den Schlauch mit dem Umfang des Haspels zu verbinden.
Obwohl ein Blasbalg, von der verschiedensten Form construirt, durch Cylindergebläse etc. ersetzt verden kann, hier also keinen Gegenstand eines Patentes darstellt, habe ich in die Zeichnung einen solchen, wie er von einem Mann überallhin getragen und sofort in Thätigkeit versetzt werden kann, aufgenommen, welcher keiner weiteren Beschreibung bedarf, nur sei hier noch bemerkt, dafs bei starkem Leder des Blasbalges man diesen stärker belasten kann, um sonach bei kleinem Querschnitt des Kautschukschlauches dennoch ein hinlängliches Quantum Luft herbeizuschaffen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Am Kautschuksack c der luftdichte Anschlufs an Nacken und Brust durch einen mit Luft gepolsterten Riemen b.
2. Die Vorrichtung zur Verhinderung des Einklemmens des Luftschlauches α und zur gleichzeitigen Speisung mehrerer Personen bezw. Lampen mit Luft, bestehend in einem Haspel H zum Auf- und Abwickeln des Luftschlauches n, dem in diesen einmündenden Blechrohr / und dem rechtwinklig gebogenen Rohr x.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT17343D Neuerungen an Sicherheitsapparaten für den Aufenthalt in Stickgasen Active DE17343C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1129377B (de) * 1960-02-24 1962-05-10 Draegerwerk Ag Koffer fuer Frischluftatemschutzgeraete mit einer Geblaesevorrichtung

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