DE1735005C - Helm mit einem auf der Helmschale befestigten Visiergehäuse - Google Patents
Helm mit einem auf der Helmschale befestigten VisiergehäuseInfo
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Description
30 trennte Visiere so angeordnet weide« können, daß sie
unabhängig voneinander auf einfache Weise bedient bzw verschoben werfen können. Außerdem soll jedes
Visier in der ausgewählten Stellung arretierbar
Die Erfindung betrifft einen Helm mit einem auf der Hclmschale befestigten Visiergehäuse, welches
einen Schlitz aufweist, in den eine mit dem oberen Ende eines Visiers, das im Visiergehäuse auf und ab
bewegbar geführt ist, verbundene Feststellschraube eingreift, über welche das Visier in beliebigen Stel«
langen arretierbar ist.
Aus den deutschen Gebrauchsmustern 1700 221
und 1691431 sind Schutzhelme mit schwenkbaren
Visieren bekannt, bei denen die Visiere an den Helmen angelenkt sind. Hier sollen die Visiere unter anderem
von Hand schnell und beliebig weit heruntergezogen und wieder zurückgeschoben werden können.
Dort sind jedoch keine Feststelleinrichtungen vorgesehen, um das bzw. die Visiere in einer beliebigen
Stellung arretieren zu können. Die Visiere werden hierbei lediglich durch Reibung in ihrer Stellung
gehalten. Eine derartige Anordnung ist jedoch beispielsweise für Piloten Uiid Fahrer völlig ungeeignet,
deren Helme beträchtlichen Wind- und Druckkräften ausgesetzt sind. Hier besteht nämlich die große Gefahr,
daß dann das durch Reibeingriff gehaltene Visier in eine ungewünschte Lage bewegt wird.
Daneben sind aber auch schon Helme der eingangs genannten Art bekannt (USA.-Patentschriften
3 110 034 und 3 237 202), bei denen Visiere mittels einer Feststelleinrichtung, z. B. einer Feststellschraube,
in jeder gewünschten Lage arretierbar sind. Nachteilig ist hierbei jedoch, daß diese Helme jeweils
nur mit einem Visier ausgerüstet sind.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin, einen Helm mit einem auf der
Helmschale befestigten Visiergehäuse der eingangs umrissenen Art so auszubilden, daß an ihm zwei ge-Diese
Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Visiergehäuse eine sich nach rückwärts erstreckende kanalförmige
Verlängerung mit einem Längsschlitz aufweist, in welchem eine zweite Feststellschrsube eingreift,
und daß ein Verbindungsteil vorgesehen ist, welches einerends mit der zweiten Feststellschraube
und andererends mit dem oberen Ende eines zweiten Visiers verbunden ist, welches ebenfalls im Visiergehäuse
auf und ab bewegbar geführt ist.
Zweckmäßig sind an den beiden Seiten des Visiergehäuses an sich bekannte Führungsteile vorgesehen,
von denen jedes zwei Führungsbahnen aufweist, in welchen die Enden der beiden übereinanderliegenden
Visiere verschiebbar geführt sind. Mit dieser erfin dungsgemäßen Konstruktion ist es möglich, daß dei
Träger des Helmes entweder eines oder beide Visiere vor seinen Augen oder an einer anderen Stelle am
Helm arretieren kann, so daß, wie bekannt, mehrere Kombinationen für den Lichtdurchgang zu den
Augen des Trägers möglich sind, so daß er beispiels weise für Tag- und/oder Nachtflüge geeignet ist.
Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, daß die Bedienungsknöpfe der Feststelleinrichtung bzw. der
Feststellschraube in einem beträchtlichen Abstand voneinander angeordnet sind, so daß sie leicht von
dem Helmträger bedient werden können, der beispielsweise auch schwere Fliegerhandschuhe od. dgl.
tragen kann und trotzdem in der Lage ist, die einzelnen Visiere getrennt zu betätigen.
Zu der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 perspektivisch einen Helm mit einem auf
der Helmschale befestigten Visiergehäuse,
F i g. 2 eine Schnittansicht nach der Linie 2-2 in Fig. 1,
F i g. 3 eine Schnittansicht nach der Linie 3-3 in F i g. 1 und
Fig.4 eine Schnittansicht nach der Linie 4-4 in
Fig. 2.
In der Zeichnung ist ein Helm 10 mit einem gewölbten Oberteil 12 und gewölbten Ohrenschützern
14 gezeigt. Die vordere abwärts gerichtete Kante 16 des Oberteils 12 und die vorderen Kanten der Ohrenschützer
14 begrenzen das Gesichtsfeld des Helmes. An dem dargestellten Helm ist weiterhin ein Kinnoder
Sturmriemen 18 befestigt.
Es ist eine Visiereinrichtung 20 gezeigt, die am Helm 10 befestigt ist. Diese Visiereinrichtung weist
ein Visiergehüuse 22, das sowohl in der waagerechten als auch der senkrechten Ebene gewölbt ist und den
vorderen Teil des Oberteils 12 in dem Bereich umfaßt, der direkt über der vorderen Kante 16 liegt, und
eine Wand 24 mit einem rückwärts gerichteten Flansch 26 auf. Der Flansch 26 liegt an der äußeren
Oberfläche der Helmschale an, um die obere Kante der Wand 24 vom Oberteil 12 in einem Abstand zu
halten. Von dem Flansch 26 erstreckt sich eine mittige Verlängerung 28. Diese Verlängerung 28 ist so
gewölbt, daß sie der Wölbung des Oberteils 12 entspricht und weist an den Seitenkanten entsprechend
gewölbte Flansche 30 auf, die am Oberteil 12 anliegen. Die Flansche 30 sind an dem Helm 10 mit Hilfe
von Schrauben 32 befestigt. Wenn die Visiereinrich-
tung 20 richtig an dem Helm 10 befestigt ist, fluchtet
die Verlängerung 28 mit der vorderen uad hinteren
Mittellinie des Helmes.
Wie am besten in F i g. 4 gezeigt ist, ist die Verlängerung
28 kanalförmig und bildet einen gewölbten S länglichen Kanal 34, der sich zu dem Oberteil 12 des
Helmes hin öffnet In der oberen Wand 36 der Verlängerung 2f>
befindet sich ein Längsschlitz 38, der sich über die volle Länge der Verlängerung erstreckt
In Längsrichtung mit dem Längsschlitz 38 liegt ein Schlitz 40, der in der Vorderwaad 24 des Visiergehäuses
22 angeordnet ist Der Schlitz 40 erstreckt sich von einem Punkt in der Nähe der Unterkania der
Vorderwand 24 zu einem Punkt in der Nähe der oberen Kante dieser Wand. Das Visiergehäuse 22 und
die Verlängerung 28 können aus verschiedenen Materialien hergestellt sein. Gemäß der bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind diese Teile jedoch aus Kunststoff gegossen oder gepreßt. In diesem Fall
ist e*> wünschenswert, metallische Schutzstreifen ent- ao
lang den Seiten der Längsschlitze 38 und 40 vorzusehen. In F i g. 1 ist ein Paar solcher Schutzstreifen 42
längs des Längsschlitzes 38 und ein zweites Paar Schutzstreifen 42 längs gegenüberliegenden Seiten
des Längsschlitzes 40 vorgesehen. Diese Schutzstrei- as
fen können durch Schrauben oder Niete 44 in ihrer richtigen Stellung gehalten werden.
In F i g. 2 sind zwei durchsichtige Visiere 46 und 48 gezeigt. Jedes Visier 46 und 48 ist sowohl waagerecht
als auch senkrecht gewölbt und der Wölbung des Visiergehäuses 22 angepaßt
Wie in F i g. 2 gezeigt ist, sind die Wand 24 und die Visiere 46 und 48 in jeder senkrechten Ebene parallel
zur vorderen und hinteren Symmetrieebene des Helmes 10 um eine gemeinsame Achse gebogen, die sich
senkrecht zu den genannten Ebenen erstreckt. Die beiden Endkanten 50 (von denen nur eine gezeigt ist)
eines jeden Visiers 46 und 48 sind ebenfalls um die genannte gemeinsame Achse gebogen.
An der inneren Oberfläche eines jeden Endes der Wand 24 befinden sich Führungsbahnen 52 und 54,
die der gemeinsamen Wölbungslinie der Wand und der Visiere 46 und 48 angepaßt sind. Die nach
außen gerichteten Oberflächen dieser Bahnen sind in der in F i g. 3 gezeigten Art und Weise eingeschnitten,
so daß die FUhrungsbahnen eine kreisförmig gewölbte innere Führungsbahn 56 bilden, um das benachbarte
gebogene Ende des inneren Visiers 48 aufzunehmen. Die äußere Führungsbahn 5ί und das benachbarte
Ende der Wand 24 bilden eine äußere, kreisförmig gebogene Bahn SS, in welcher das benachbarte
kreisförmig gebogene Ende des äußeren Visiers 46 aufgenommen ist. Die innere Oberfläche
der inneren Führungsbahn 52 liegt an der Oberfläche des Helmes 10. Die Führungsbahnen 52 und 54 haiten
daher die Visiere 46 und 48 im Abstand voneinander und zwecks Verschiebens zwischen einer zurückgezogenen
Stellung, die in vollen Linien in F i g. 2 gezeigt ist, in welcher das entsprechende Visier
innerhalb des Visiergehäuses 22 liegt und einer ausgefahrenen Stellung, die für das Visier 46 in ge-.
-i-u._ 1 :„:„„ ;„ pi„ 9 opypiot ist. Dabei ist das
· u dem Visier 48 nach hinten durch
festigt, das ach 'von °??msmn& Ά erstreckt Am
den Kanal 34 «w Verbindui!gsteUes befindet sich
^S 64mU einer ringförmigen Schulter 66
64 ι""J^^ 6 der oberen Wand 36
Schraube 64 weist ferner
eine !
unter der unteren
der Verlängerung '.—
einen Ansatz 68 auf, der sich um·-*» — w
38 erstreckt Der mit Gewinde versehene Schaft der Schraube 64 erstreckt sich durch die Wand 36 und
trägt eine Rändelradmutter 70. Somit kann das innere Visier 48 zwischen seiner heruntergelassenen und zurückgezogenen
Stellung bewegt werden, indem die Randelmutter 70 gelöst und entlang dem Längsschliiz
38 ve schoben wird. Durch Anziehen der Mutter 70
kann das Visier 48 in einer Stellung festgelegt werden. Die Schutzstreifen 42 und die kanalförmige Verlängerung
28 sind vorgesehen, um zu verhüten, daß die Rändelradmuiter 70 die obere Wand 36 abnutzl,
wenn der Visieraufbau aus Kunststoff hergestellt ist. Eine zweite Schraube 64 ist in der Mitte der Oberkante
des äußeren Visiers 46 befestigt. Ein Gewindeschaft dieser Klemmschraube erstreckt sich durch
den Schlitz 40 in dem Visiergehäuse 22 und trägt eine Rändelradmutter 70. Demgemäß kann das Visier 46
ebenso wie das Visier 48 zwischen seiner heruntergelassenen
und zurückgezogenen Stellung verschoben werden, indem die Rändelradmutter 70 für das Visier
46 gelöst und letzteres entlang dem Gehäuseschiit? 40 bewegt wird. Das Visier 46 kann durch Anziehen der
Mutter 70 arretiert werden. Die beiden Visiere 46 und 48 weisen verschiedene Lichtdurchlässigkeitsmerkmale
auf. Beispielsweise kann ein Visier vollständig hell und durchsichtig sein, um lediglich als
Windschutz zu dienen, während das andere Visier gefärbt sein kann, um sowohl als Windschutz als auch
als Lichtfilter zu dienen. ! η diesem Falle wird das gefärbte
Visier heruntergelassen, und das durchsichtige Visier wird zurückgezogen, wenn die limgebungslichtintensität
so hoch ist, daß eine Dämpfung des Lichtes erforderlich ist, um die übertragene Lichtintensität
auf dem richtigen Niveau zum Schutz der Augen zu halten. Wahlweise können beide Visiere so
gefärbt sein, daß sie verschiedene Lichtdurchlässigaufweisen. In diesem Fall können die
/anweise einzeln oder gleichzeitig herunterwerden, je nach der Intensität des llmge-
Visiere 46' und 48 sich in ihrer zurückge· befinden, liegen sie innerhalb des
i und sind dadurch gegen Beschädieschützt. Dies ist besonders notwendig und
ch, wenn die Visiere aus Kunststoff hergestellt um ein Verkratzen der Visiere zu vermeiden,
der Helm abgenommen und abgelegt wird.
Visiereinrichtung 20 kann getrennt als <mi,^,.vv.ng für einen bereits vorhandenen
hergestellt und verkauft werden. In diesem läßt sich die Visiereinrichtung an dem Helm mit
der Schrauben 32 befestigen. Wahlweise kann standteil des Helmes wäh-Helmes hergestellt werden,
auch in seiner zurückgezo-
sind
wenn
wenn
FaHe
Hilfe
Hilfe
rend
Hierzu i Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Helm mit einem auf der Helmschale befestigten Visiergehäuse, welches einen Schütz aufweist,
in den eine mit dem oberen Ende eines Visiers, das im Viesiergehäuse auf und ab bewegbar
geführt ist, verbundene Feststellschraube eingreift, über welche das Visier In beliebigen Stellungen
arretierbar ist, dad ure j ge kenn- ίο
zeichnet, daß das Visiergehäuse (22) eine
sich nach rückwärts erstreckende kanalförmige Verlängerung (28) mit einem Längsschliiz (38)
aufweist, in welchen eine zweite Feststellschraube
(70) eingreift, und daß ein Verbindungsteil (62) vorgesehen ist, welches einerends mit der zweiten
Feststellschraube (64, 66, 68, 70) und andererends mit dem oberen Ende eines zweiten Visiers
(48) verbunden ist, welches ebenfalls im Visiergehäuse (22) auf und ab bewegbar geführt ist.
2. Helm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den beiden Seiten des Visiergehäuses
(22) an sich bekannte Führungsteile vorgesehen sind, von denen jedes zwei Führungsbahnen
(52, 54) aufweist, in welohen die Enden der »5
beiden übereinanderliegenden Visiere (46, 48) verschiebbar geführt sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0109001 | 1967-03-23 | ||
| DES0109001 | 1967-03-23 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1735005B1 DE1735005B1 (de) | 1972-06-29 |
| DE1735005C true DE1735005C (de) | 1973-01-18 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8701212B2 (en) | 2012-09-26 | 2014-04-22 | 3M Innovative Properties Company | Elongated guide, and visor removably mountable thereto |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US8701212B2 (en) | 2012-09-26 | 2014-04-22 | 3M Innovative Properties Company | Elongated guide, and visor removably mountable thereto |
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