DE174104C - - Google Patents

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DE174104C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K27/00AC commutator motors or generators having mechanical commutator
    • H02K27/04AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection
    • H02K27/06AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection with a single or multiple short-circuited commutator, e.g. repulsion motor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Windings For Motors And Generators (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. November 1905 ab.
Die Erfindung betrifft einen Einphaseninduktionsmotor ohne Kollektor, welcher ohne besondere Hilfsmittel mit mehr als dem normalen Drehmoment angeht.
Der Motor beruht auf dem bekannten Gesetz, daß eine drehbare, in sich geschlossene Windung eines Leiters, welche in ein magnetisches Wechselfeld gebracht wird, das Bestreben hat, sich in eine solche Lage zu bewegen, daß sie stromlos wird, was dann der Fall ist, wenn sie parallel zur Feldrichtung steht, also keine Kraftlinien mehr einschließt.
Zu diesem Zwecke erhält der Ständer wie
gewöhnlich die Wicklung für die Energjeaufnahme, welche auf ausgeprägten Polen angeordnet sein kann oder nicht. Der Läufer .ist mit einer Anzahl Phasen bewickelt, deren Enden zu einem gemeinschaftlichen Schleifring führen, während die Anfänge von je 2 um ]/4 Periode verschobenen Phasen an zwei Schaltstücke angeschlossen sind, welche voneinander isoliert, zu einem Schaltring vereinigt werden.
Günstig ist es, den Läufer mit einer doppelten Zweiphasenwicklung auszuführen, wie es in Fig. 1 und 2 für einen zweipoligen Motor dargestellt ist, so daß die Phasen a und b sowie c und d zusammengehören. Sämtliche Enden führen zu dem gemeinschaftlichen Schleifring e und je 2 zusammengehörige Anfänge zu den Schaltstücken f, g und h, i. Für eine vierpolige Maschine werden die Schaltringe f, g und h, i etwa nach Fig. 3 ausgeführt; das Schaltstück f sitzt ebenfalls isoliert von dem Stück g auf der Motorwelle. Für eine Maschine mit höherer Polzahl müßten diese Schaltstücke mit einer ■ der höheren Polzahl entsprechenden Zähnezahl ausgerüstet sein.
Die Bürsten k und / sind nun nach Fig. 2 über Regulierwiderstände m mit der Schleifringbürste η verbunden und in diejenige Lage gebracht, daß die in sich geschlossene Phase genau in dem Augenblick geöffnet wird, wo sie parallel zur Kraftlinienrichtung steht, also stromlos ist. Der so in jeder Phase induzierte Strom übt. auf den Läufer ein Drehmoment aus, das beim Schließen gleich Null ist, dann zu wachsen beginnt und nach Y4 Periode mit dem auf Null zurückgegangenen Strom wieder den- Nullwert erreicht, worauf die Phase abgeschaltet wird. Die . algebraische Summe der Drehmomente aller Phasen ist nahezu konstant, so daß der Motor in jeder Stellung anläuft.
Um ein Kurzschließen von zwei miteinander vereinigten Schaltstücken durch eine Bürste zu vermeiden, ist der die beiden Schaltstücke voneinander isolierende Ring zwischen den Schleifkontakten mit Ansätzen versehen, die in Richtung des Umfangs so . breit sind, daß die Bürste nicht zwei Kontakte zugleich berühren kann.
Für eine beliebige Phasenzahl im Läufer wäre für jedes weitere Phasenpaar auch ein weiterer Schaltring zu verwenden.
In Fig. 4 sind die Ringe eines zweipoligen Motors nach ■ Fig. 2 in Verbindung mit einer Vorrichtung dargestellt, wie sie zum Anlassen und gleichzeitigen allmählichen Kurzschließen des mit Last angehenden Läufers ausgeführt wird. Auf jedem Schaltring schleifen außer

Claims (2)

  1. der Haupt- (Anlaß-) bürste k bezw. Z noch zwei Nebenbürsten ο und p, welche so angeordnet sind, daß sich jedes Schaltstück stets mindestens unter einer der drei Bürsten befindet. An die drei Bürsten sind die Nebenwiderstände w angeschlossen, die gleichzeitig mit den beiden Widerständen m durch den Hebel s allmählich kurzgeschlossen werden können. Eine Funkenbildung an den
    ίο Bürsten während des Anlassens ist jetzt vermieden, da der Widerstand zwischen den beiden zusammengehörigen Schaltstücken nur zwischen den Werten i, 5 und 2 w schwankt. Sind alle Widerstände kurzgeschlossen, so arbeitet der Motor wie eine Maschine mit Schleifringanker.
    Der beschriebene Motor ersetzt mit großem Vorteil den mit Anlaufwicklung, Kapazität, Verschiebungswiderstand oder Drosselspule ausgerüsteten Einphaseninduktionsmotor, der zudem nur unbelastet angeht, große Energie aufnimmt, und noch Voll- und Leerscheibe benötigt. Er eignet sich deswegen vornehmlich für Hebezeuge und Aufzüge und ist ein billiger mit Last angehender Motor, wobei die Schaltringe ebenso dauerhaft und fest • bleiben wie die normalen Schleifringe.
    Paten τ-An Sprüche:
    i. Einphaseninduktionsmotor mit offener Wicklung, deren Spulen über Bürsten kurzgeschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bürste auf einem Ring schleift, der in an sich bekannter Weise mit einem Ende sämtlicher Spulen in Verbindung steht, während für je zwei Spulen eine weitere Kurzschlußbürste und ein besonderer Schaltring vorgesehen sind, welcher von zwei kreuzförmig ineinander greifenden, voneinander isolierten und an das andere Ende der Spulen angeschlossenen Schleifstücken gebildet wird, wobei der die beiden Schleifstücke isolierende Ring zwischen die Schleifkontakte mit Ansätzen greift, die in Richtung des Umfangs eine solche Breite besitzen, daß eine Bürste beide Schleifstücke nicht gleichzeitig berühren kann.
  2. 2. Ausführungsform des Motors nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum gleichzeitigen allmählichen Kurzschließen aller Läuferphasen außer der genannten Hauptbürste noch zwei weitere Bürsten auf jedem Schaltring so schleifen, daß jedes der beiden ineinander greifenden Schleifstücke stets mindestens unter einer der drei Bürsten steht, welche außer mit dem zwischen die Hauptbürste und die Schleifringbürste geschalteten Widerstand fm) mit drei weiteren Widerständen fw) in Verbindung stehen, welche gleichzeitig kurzgeschlossen werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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