DE17465C - Neuerungen in der Raffination und der Darstellung von wasserfreiem Stärkezucker - Google Patents

Neuerungen in der Raffination und der Darstellung von wasserfreiem Stärkezucker

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DE17465C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13KSACCHARIDES OBTAINED FROM NATURAL SOURCES OR BY HYDROLYSIS OF NATURALLY OCCURRING DISACCHARIDES, OLIGOSACCHARIDES OR POLYSACCHARIDES
    • C13K1/00Glucose; Glucose-containing syrups
    • C13K1/10Crystallisation

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Description

KAISERLICHES
Die Neuerungen bezwecken die Darstellung von reinem wasserfreien Stärkezuckerdextrose-Anhydryt C6 H12 O6, und insbesondere die Gewinnung eines solchen mit krystallinischer Structur. Man concentrirt Stärkezuckerlösung im Vacuum, bis eine herausgenommene Probe nach dem Erkalten kaum knetbar ist. Der so erhaltene Syrup, nicht über 700C. erwärmt, wird in geschlossenen Gefäfsen mit kochend heifsem Methylalkohol sehr innig gemischt. Die Menge des gereinigten Holzgeistes hängt von der Reinheit des Stärkezuckers und auch von der erwarteten Beschaffenheit des Productes ab. Wendet man gewöhnlichen Stärkezucker an, der 20' bis 30 pCt. Nichtzucker enthält, dann nimmt man auf 100 Theile Syrup 70 bis 80 Theile Holzgeist und läfst in geschlossenen Gefäfsen bei einer Temperatur von 30 bis 400 C. krystallisiren.
Die Krystallisation wird durch Einwerfen von wasserfreiem krystallisirten Stärkezucker beschleunigt. Die körnige Masse kann man mittelst Centrifugalkraft oder mittelst Pressen von der Flüssigkeit trennen und durch Aussüfsen oder Ausdecken weiter reinigen. Körniger, poröser Stärkezucker in festen Stücken, mit deutlich ausgebildeten und spiegelnd glänzenden Krystallen von dem Ansehen der Rohrzuckerraffinade wird wie folgt erzeugt:
Man concentrirt eine vollkommen klare und farblose Stärkezuckerlösung, welche von fremden Substanzen'möglichst befreit sein mufs, im Vacuum bis zu der oben genannten Consistenz. Der Syrup mufs so klar wie Wasser bleiben; sollte er infolge von Krystallbildung sich auch nur ganz wenig getrübt haben, was mitunter infolge eines zu langsamen oder unterbrochenen Abdampfens vorkommt, dann würde er für den nachfolgenden Procefs wegen der gebildeten wasserhaltigen Krystalle ungeeignet sein.
Man mischt 100 Gewichtstheile des klaren Syrups, welcher auf ungefähr 700 C. erwärmt wurde, mit 10 bis 25 Gewichtstheilen kochend heifsen, möglichst reinen Methylalkohols, bis die Masse gleichförmig dünn syrupös wird. Diese wird dann, noch heifs, in verschliefsbare konische Formen gefüllt. Man läfst nun langsam auf 30 bis 35° C. abkühlen und erhält die Masse auf dieser Temperatur, bis die Krystallisation beendigt ist, was zwei bis drei Tage dauert. Das Flüssiggebliebene wird nach dieser Zeit abgesaugt.
Wünscht man einen dichten und festen Zucker, so sättigt man, nach dem Absaugen des Flüssiggebliebenen, die poröse Masse ein- oder zweimal mit einer Mischung von ioq Theilen concentrirten Syrups und 80 bis 100 Theilen Holzgeist. Diese Operation, wie die fernere Krystallisation kann bei gewöhnlicher Temperatur erfolgen. Ist die gewünschte Dichtigkeit erreicht, so wird der flüssige Theil abgesaugt und mit möglichst- reinem Methylalkohol verdrängt und ausgedeckt. 5 pCt. vom Gewicht des Zuckers genügen für letzteren Zweck. Man nimmt nun ■die soliden Brode aus den Formen und beseitigt den Methylalkohol aus denselben, indem man sie in eine Vacuumpfanne mit gut ausgekühlter Vorlage bringt und den Methylalkohol abdestillirt. Man tiiut dies anfänglich bei einer Temperatur von 300C. und steigert erst die Temperatur auf 50 bis 6o° C, wenn die gröfste Menge ab-
destillirt ist. Wenn der Zucker einige Stunden bei der' letzteren Temperatur in der Luftleere erhalten wird, so kann man weder durch den Geschmack, noch den Geruch eine Spur von dem Methylalkohol wahrnehmen. Von der abgesaugten Flüssigkeit erhält man den Methylalkohol gleichfalls wieder durch Destillation im Vacuum oder in gewöhnlicher Weise. Der ganze Verlust an Methylalkohol beträgt Vi0, so dafs der wirkliche Verbrauch davon für das letztbeschriebene Verfahren nur 2 bis 2 Y2 pCt. beträgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung von wasserfreiem krystallinischen Stärkezuckerdextrose-Anhydrit C6 Ifn O5 durch Krystallisation einer Mischung von Stärkezuckersyrup mit Methylalkohol.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1247025B (de) * 1960-07-16 1967-08-10 Toho Rayon Kabushiki Kaisha Verfahren zur Herstellung von Homo- oder Copolymerisaten des Acrylnitrils durch Polymerisation

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DE1247025B (de) * 1960-07-16 1967-08-10 Toho Rayon Kabushiki Kaisha Verfahren zur Herstellung von Homo- oder Copolymerisaten des Acrylnitrils durch Polymerisation

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