DE1789032B2 - Verfahren zum aeusserlichen abdecken der auf einen flanschspulenkoerper aufgebrachten wicklungen einer spulenanordnung - Google Patents
Verfahren zum aeusserlichen abdecken der auf einen flanschspulenkoerper aufgebrachten wicklungen einer spulenanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum äußerlichen Abdecken der auf einen Flanschspulenkörper
aufgebrachten Wicklungen einer Spulenanordnung mit einem lückenlos an die Wicklungen und Flansche
angrenzenden härtenden isolierenden Kunststoff, der In Flanschnähe eine größere Dicke als im übrigen Bereich
hat.
Bei einem bekannten Verfahren der vorgeannten Art gemäß Patentschrift 24 783 des Amtes für Erfintiungs-
und Patentwesen in Ost-Berlin wird die äu-(Bere Wicklungslage mit einem kittartige Konsistenz
hufweisenden Gießharzgemisch umhüllt und die Spulenanordnung mit einer schlauchförmigen Schrumpffolie
überzogen, die unter Wärmeeinwirkung »chrumpft und das Gießharzgemisch fest an die Spulenanordnung
preßt, so daß im ausgehärteten Zuttand der abdeckende Kunststoff in Flanschnähe eine
größere Dicke als im übrigen Bereich hat. Das Aufbringen des kittartigen Kunststoffs ist zeitraubend
und birgt die Gefahr, daß bei knapp bemessener Menge Schwachstellen entstehen. Das überziehen der
Schrumpffolie bedeutet einen zusätzlichen herstellungsverlangsamenden
Arbeitsgang sowie einen erhöhten Aufwand an Material.
Aus der USA.-Patentschrift 3 121 192 ist es bekannt,
zur äußeren Abdeckung solcher Spulenanordnungen auf die äußere Wicklungslage härtendes Harz
aus einer breiten Düse unter Druck in gleichmäßiger Schichtdicke aufzuspritzen, wobei Düse und Spulenanordnung
relativ zueinander verdrehbar sind.
Da die Schichtdicke an den Flanschen nicht verstärkt ist, besteht hier die Gefahr einer Isolierschwachstelle.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 5 ohne Formkörper arbeitendes Verfahren der eingangs
genannten Art zu ermöglichen, das ein schnelleres und sicheres spaltfreies Abdecken der äußeren Wicklungslage
erlaubt.
Ein solches Verfahren hat nichts mit der bekannten Festlegung von Wicklungsenden (deutsche Auslegcschrift
1 260 629) oder der Herstellung von gleichmäßigen Emailleüberzügen auf elektrischen Rotationskörpern
zu tun.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt nach der Erfindung dadurch, daß man den Kunststoff in flüssigem
Zustand in der erforderlichen Menge auf die äußerste Wicklungslage fließen oder tropfen läßt, ihn
durch Rotation der Spulenanordnung um ihre Wicklungsachse verteilt und unter Rotation der Spulenan-Ordnung
zum Erstarren bringt.
Der Kunststoff wird hierzu — meist durch Erwärmen — in einen Zustand ausreichend niedriger Viskosität
gebracht.
In manchen Fällen wird es genügen, die gesamte erforderliche Menge Kunststoff in Form eines einzigen,
entsprechend zähen Tropfens auf die stillstehende oder bereits rotierende Spulenanordnung aufzubringen
und darauf durch Erwärmen, z. B. mit Infrarotstrahlern, zu verflüssigen und durch andauernde Rotation
zu verteilen.
Vor allem bei größeren Spulenanordnungen und bei einer entsprechend größeren erforderlichen
Menge an Kunststoff ist es jedoch zweckmäßiger, die benötigte Menge des Kunststoffs in mehreren Tropfen
nacheinander auf die bereits i./uerende Spulenanordnung
aufzubringen. Die Tropfen können in diesem Fall eine wesentlich niedrigere Viskosität haben
als in dem vorher erwähnten Beispiel.
In dem vorerwähnten Fall lassen sich besonders gute Ergebnisse erzielen, wenn man die Tropfen in
unterschiedlichem Abstand von dem einen der beiden Flansche des Flanschspulenkörpers aufbringt. Hierzu
kann man eine entsprechende Anzahl von Düsen nebeneinander über der gesamten Breite des Flanschspulenkörpers
anbringen.
Man kann aber auch eine sich über die gesamte Breite des Flanschspulenkörpers erstreckende, entsprechend
schmal bemessene Düse und einen Kunststoff etwas höherer Viskosität verwenden und die
Verteilung bei zusätzlicher Erwärmung durchführen.
Auch kann man den Kunststoff aus einer einzigen Düse kontinuierlich herauslaufen lassen und diese
Düse wenigstens einmal bei rotierender Spulenanordnung über die gesamte Breite des Flanschspulenkörpers
von einem Flansch zum anderen bewegen.
Allgemein gesprochen, wird man das Aufbringen und das Verteilen des Kunststoffs unter Bedingungen
durchführen, die ein Fließen des Kunststoffs begünstigen, z. B. also unter erhöhter Temperatur, und danach
den rotierenden Flanschspulenkörpef Bedingungen unterwerfen, die ein Erstarren des Kunststoffs
begünstigen (Abkühlen). Vorteilhafterweise wird der Kunststoff dann noch ausgehärtet.
Als Kunststoff sind die meisten Thermoplaste, z. B. Polyesterharze, aber auch Duroplaste geeignet.
In der Figur ist eine Spulenanordnung 1 gezeigt, die aus einem Flanschspulenkörper mit den Flanschen
2 und 3, einer Wicklung 4 und einem in dem
Flansch 2 angeordneten Kanal 5 besteht, durch den ein Ende 7 der Wicklung 4 nach außen geführt ist.
Der auf die Wicklung 4 aufgeträufelte isolierende Kunststoff 6 ist hier im Querschnitt gezeigt, aus dem
ersichtlich ist, daß der Kunststoff 6 an den Flansehen
2 und 3 eine größere Dicke als in den übrigen Bereichen, insbesondere in der Wicklungsmitte, aufweist.
Diese sich günstig auf die Vermeidung von Überschlagen auswirkende Verdickung des Kunststoffs
an. beiden Flanschen, d. h. an denjenigen Stellen, die normalerweise zuerst zur Kriechwegbildung
neigen, erlaubt es, insbesondere die Flansche 2 und 3 gegenübe den bekannten Ausführungen so zu verkleinern,
daß sie lediglich ein Überlaufen des KunststoffeTif
die Außenseite des Flanschsnulenkorpers verhindern. Diese vorteilhafte Verdickung des Kunststoffs
an den Flanschen ergibt sich insbesondere im
wesentlichen durch Adhäsionskräfte des flussigen Kunststoffs. Wird zum Aufträufeln ein Kunststoff
niedriger Viskosität verwendet, so dringt dieser auch in den Kanal 5 ein und verhindert auch hier eine
Kriechwegbildung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zum äußerlichen Abdecken der auf einen Flanschspulenkörper aufgebrachten
Wicklungen einer Spulenanordnung mit einem lückenlos an die Wicklungen und Flansche angrenzenden
härtenden isolierenden Kunststoff, der in Flanschnähe eine größere Dicke als im übrigen
Bereich hat, dadurch gekennzeichnet, daß man den Kunststoff (6) in flüssigem
Zustand in der erforderlichen Menge auf die äußerste Wicklungslage fließen oder tropfen läßt,
ihn durch Rotation der Spulenanordnung (1) um ihre Wicklungsachse verteilt und unter Rotation
der Spulenanordnung zum Erstarren bringt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander mehrere Tropfen
des flüssigen Kunststoffes auf die äußerste Wicklungslage der rotierenden Spulenanordnung aufgebracht
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tropfen in unterschiedlichen
Abständen von einem Flansch (2, 3) des Flanschspulenkörpers auf die äußerste Wicklungslage
aufgebracht werden.
4. Verfahre ~> nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen und Verteilen des flüss/gen K-onststoffs unter Bedingungen
erfolgt, die !.ein Fließen begünstigen und daß danach die rotierende Spulenanordnung
ein Erstarren des Kunststoffs begünstigenden Bedingungen ausgesetzt wird.
Priority Applications (1)
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| DE19681789032 DE1789032B2 (de) | 1968-09-26 | 1968-09-26 | Verfahren zum aeusserlichen abdecken der auf einen flanschspulenkoerper aufgebrachten wicklungen einer spulenanordnung |
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| DE19681789032 DE1789032B2 (de) | 1968-09-26 | 1968-09-26 | Verfahren zum aeusserlichen abdecken der auf einen flanschspulenkoerper aufgebrachten wicklungen einer spulenanordnung |
Publications (2)
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| DE1789032A1 DE1789032A1 (de) | 1972-01-27 |
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| JP3998612B2 (ja) * | 2003-08-19 | 2007-10-31 | ミネベア株式会社 | 含浸硬化巻線、そのための含浸硬化処理方法、含浸硬化処理システム、含浸硬化処理装置、ワニス塗布装置 |
-
1968
- 1968-09-26 DE DE19681789032 patent/DE1789032B2/de active Pending
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| DE1789032A1 (de) | 1972-01-27 |
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