DE1801774A1 - Ausgabevorrichtung mit Druckknopf - Google Patents

Ausgabevorrichtung mit Druckknopf

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DE1801774A1
DE1801774A1 DE19681801774 DE1801774A DE1801774A1 DE 1801774 A1 DE1801774 A1 DE 1801774A1 DE 19681801774 DE19681801774 DE 19681801774 DE 1801774 A DE1801774 A DE 1801774A DE 1801774 A1 DE1801774 A1 DE 1801774A1
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container
carrier
propellant
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silica
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Felix Rousselot
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Novartis AG
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JR Geigy AG
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    • B65D83/00Containers or packages with special means for dispensing contents
    • B65D83/14Containers for dispensing liquid or semi-liquid contents by internal gaseous pressure, i.e. aerosol containers comprising propellant
    • B65D83/60Containers for dispensing liquid or semi-liquid contents by internal gaseous pressure, i.e. aerosol containers comprising propellant with contents and propellant separated
    • B65D83/66Containers for dispensing liquid or semi-liquid contents by internal gaseous pressure, i.e. aerosol containers comprising propellant with contents and propellant separated initially separated and subsequently mixed, e.g. in a dispensing head
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description

Ausgabevorrichtung mit Druckknopf
Die Erfindung betrifft eine Druckknopfaus-
gabevorrichtung, die in einer besonderen Ausführungsform nach Art einer Aerosolbombe ausgebildet sein kann, bei welcher das das Treibmittel bildende'verflüssigte Gas und der abzugebende Stoff physikalisch voneinander getrennt sind.
Eine derartige Ausgabevorrichtung besitzt
bekanntlich einen mit einem Druckknopfveiyfcil versehenen, ein als Treibmittel dienendes verflüssigtes Gas enthaltenden Behälter, ein durch den Druckknopf betätigtes Auswurfsystem mit einer Zerstäubungsdüse, welches unter der Wirkung dieses Gases die Ansaugung, den Auswurf und die Zerstäubung einer
flüssigen oder
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ggfs» pulverförmigen, wenigstens eine aktive Substanz enthaltenden Phase bewirkt, und einen zweiten diese Phase enthaltenden Behälter, welcher ausserhalb des vorhergehenden liegen und insbesondere diesen enthalten oder neben ihm angeordnet sein kann.
Derartige Ausgabevorrichtungen unterscheiden sich von Ausgabevorrichtungen mit Druckknopf üblicher Bauart in dem Sinn, dass diese letzteren nur einen einzigen Behälter aufweisen, welcher gleichzeitig das Treibmittel und die Phase der aktiven Substanz enthält. In diesem einzigen Behälter hat das Gemisch aus dem zu zerstäubenden Produkt und dem Treibmittel die Form einer unter dem Druck der Dampfphase des Treibmittels stehenden Flüssigkeit. Die zu zerstäubenden aus dem Behälter kommenden Entnahmen müssen offenbar in der flüssigen Phase erfolgen, da sonst die aktive Substanz nicht ausgegeben wird. Die bekannten Ausgabevorrichtungen sind daher entsprechend dieser Forderung ausgebildet und arbeiten entweder mit dem Kopf oben, wenn das Ventil durch ein bis auf den Boden des Behälters heruntergehendes Tauchrohr verlängert wird, oder mit dem Kopf unten, wenn das Ventil kein Tauchrohr aufweist, oder selbst in beliebigen Stellungen, wenn verschiedene Kunstgriffe angewandt werden, für welche zahlreiche Ausführungen bekannt sind.
Diese beiden Arten von Ausgabevorrichtungen mit Druckknopf, welche verschiedene Aufbauten haben, arbeiten gemäss ebenfalls verschiedenen Prinzipien.
In den Ausgabevorrichtungen für getrennte Blasen muss das Treibmittel unbedingt in Gasform entnommen werden, da es sich sonst erst bei seiner Ankunft an der Zerstäubungsdüse in Gas verwandeln würde, so dass keine Ansaugung des aktiven Produkts entstehen würde, sondern im Gegenteil ein
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Zurückdrücken eines Teils des Gases in den das aktive Produkt enthaltenden Behälter, welcher dann aufgeblasen würde· Der Verteiler fur getrennte Phasen kann daher nur mit oben liegendem Kopf benutzt werden, und dieser Zwang kann bei gewissen Anwendungen störend sein.
Ein Zweck der Erfindung ist die Aufhebung dieser Beschränkung und die Ermöglichung der Benutzung von Ausgabevorrichtungen für Aerosole mit getrennten Phasen in beliebigen Stellungen.
Ein weiterer Zweck der Erfindung ist die Vergleichmas s igung der Verdampfung des Treibmittels und somit die Verbesserung des Arbeitens derartiger Ausgabevorrichtungen.
Die erfindungsgemässe Ausgabevorrichtung mit
Druckknopf für getrennte Phasen, welche durch eine aktive auszugebende Substanz bzw. durch ein bestä&dig in gasförmigem Zustand zu entnehmendes Treibmittel unter Druck gebildet werden, und welche in verschiedenen mit einem durch den Druckknopf betätigten Ventil verbundenen Behältern untergebracht sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass der Treibmittelbehälter einen lückenhaften, das Treibmittel zurückhaltenden Träger enthält, so dass in dem Behälter kein in flüssigem Zustand fliessfähiges Treibmittel vorhanden ist.
Bei der öffnung des Ventils verwandelt sich dann das Treibmittel in Gas in dem Träger, mit welchem es in Berührung steht, oder an der Oberfläche desselben, und kann nicht in· flüssigem Zustand durch das Ventil fliessen. Die Ausgabevorrichtung kann daher ohne weiteres in beliebigen Stellungen benutzt werden und sogar mit unten liegendem Kopf arbeiten.
Unter einem "lückenhaften Träger" sind hier
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Stoffe zu verstehen, welche sich in porösem oder schwammigem Zustand befinden oder unterteilt und insbesondere pulverförmig sein können und eine Flüssigkeit durch Adsorption oder Absorption zurückhalten können.
Gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird der lückenhafte Träger durch wenigstens einen der folgenden Stoffe gebildet: Watte, Filz, Faserflocken, Bimsstein, Schaum-
■3
vermikulit, poröse Mineralien, zellenförmige Kunststoffe wie Polyurethanschaum.
Derartige Stoffe bewirken in der !at das Zurück-* halten des Treibmittels in einer mittleren Menge von 2 bis 3 g Treibmittel je Gramm des lückenhaften Stoffs, falls das Treibmittel Dichlordifluormethan F 12 ist,
Gemäss einer bevorzugten Ausfuhrungsform der Erfindung wird der lückenhafte Träger durch ein Produkt in pulverförmigem Zustand gebildet, in welchem das Treibmittel dispergiert ist.
Gewisse Körper haben in pulverförmigem Zustand
die bemerkenswerte Eigenschaft, beträchtliche Mengen Flüssigkeit zu adsorbieren, mit welchen sie gemischt-werden. Dieses Adsorptionsvermögen rührt von der grossen Berührungsfläche des pulverförmigen Körpers her und nimmt mit der Feinheit der Teilchen desselben zu·
Die Erfahrung hat ferner gezeigt, dass gewisse pulverförmige Körper ein besonders bemerkenswertes Rückhaltevermögen für in Ausgabevorrichtungen mit Druckknopf benutzte verflüssigte Treibmittel besitzen. Dieses Rückhaltevermögen kann ao weit gehent dass das Tolumtn des Gemischs aus dem adsorbierenden Körper und dem verflüssigtem Treibmittel nicht
_ 5 —
. merklich grosser als das der gleichen Masse des verflüssigten Treibmittels in reinem Zustand entsprechende Volumen ist. Der pulverförmige Träger wird zweckmässig durch reine ausgefällte Kieselerde gebildet, welche die Form von feinen Teilchen hat.
Man kann auch mit Vorteil aktivierte fossile Kieselerde, leichtes hydriertes Aluminiumoxyd oder ein ausgefälltes Silikat, dessen Reinheit praktisch der der reinen ausgefällten Kieselerde gleichwertig ist, benutzen.
Gemäss einer anderen Ausführung kann man auch einen pulverförmigen Träger aus reiner ausgefällter Kieselerde benutzen, welcher aktivJerte fossile Kieselerde oder leichtes hydriertes Aluminiuniöxyd zugesetzt ist. Vorzugsweise liegt die Kieselerdemenge in dem adsorbierenden Gemisch zwischen 25 und 50 io.
Die Erfindung hat auch einen Verteiler mit Druckknopf für getrennte Phasen zum Gegenstand, in welchem ein Gitter zum Zurückhalten des lückenhaften Trägers an dem Ventilkörper am Eingang der zu dem Hochdruckverschluss führenden öffnung ausgebildet ist. Hierdurch wird jede Gefahr einer Verstopfung des Ventils durch Teilchen des lückenhaften Trägers vermieden.
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber erläutert.
Pig. 1 ist ein Axialschnitt einer erfindungsgefiiäsüen Ausgabevorrichtung mit Druckknopf für getrennte Phasen. Pig. 2 ist ein Axialschnitt des an der Ausgabevorrichtung der Pig. 1 vorgesehenen Gitters zum Zurückhalten des pulverförmigen Trägers in grossem Maßstab.
Pig. 3 ist der entsprechende waagerechte Schnitt längs der Linie III-III der Pig. 2.
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BAD ORIGINAL
Fig· 4 zeigt ein vergleichendes Schaubild der
Strömungsmengen, welche mit Dichlordifluormethan als Treibmittel in freiem Zustand bzw. in adsorbiertem Zustand erhalten werden.
Fig. 5 zeigt ein vergleichendes Schaubild der
Strömungsmengen, welche unter den gleichen Bedingungen mit Butan als Treibmittel erhalten werden.
In Fig. 1 sieht man bei 1 den äusseren Behälter einer Vorrichtung zur Ausgabe eines Aerosols, welcher einen flüssigen zu zerstäubenden aktiven Stoff 2 enthält.
Der äussere Behälter 1 wird durch einen Stöpsel 3 verschlossen, welcher innen in seinem mittleren Abschnitt einen Ventilkörper 4 trägt, an welchen ein Behälter 5 angebördelt ist, welcher einen pulverförmigen Träger 6 enthält, in welchem das flüssige Treibmittel dispergiert ist. Die kinetische Energie des durch die Verdampfung des flüssigen Treibmittels erzeugten Gases ermöglicht die Zerstäubung der aktiven Flüssigkeit 2. Der Stöpsel 3 enthält das nicht dargestellte Hochdruckventil, welches die für das Arbeiten erforderlichen Verschlüsse enthält, und durch welchen ein Auswerfer tritt, welcher einen Druckknopf 8 trägt, welcher eine Zerstäubungsdüse enthält, deren Mündung bei 9 sichtbar ist. Die aktive Flüssigkeit 2 wird dem Auswerfer durch ein Tauchrohr 10 zugeführt.
Der Ventilkörper 4 trägt unten ein Gitter 11 zum Zurückhalten der Teilchen des pulverförmigen Trägers 6, welche zu dem Hochdruckventil um den Stab 7 des dieses betätigeaden Druckknopfs mitgerissen werden iönnten.
Dieses fest mit dem Yentilkörper 4 verbundene
Rückhaltegitter 11 (Pig. 2 und 3) wird durch einen zylindriaohen Körper 12 gebildet, welcher an seinem freien Ende durch eine volle angebördelte Soheibe 13 verschlossen ist. Schlitze 14f
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BAD'ORIGINAL
deren Breite kleiner als die kleinste öffnung des Ventils ist, sind gleichmässig auf die ganze Seitenfläche des zylindrischen Körpers 12 verteilt.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung hat der durch reine ausgefällte Kieselerde gebildete pulverförmige Trager die Form eines amorphen vreissen Pulvers äusserster Feinheit und grosser Leichtigkeit. Seine bevorzugten physikalischen Eigenschaften sind folgende:
- ungesackte (oder scheinbare) Dichte: 0,03 bis 0,12
- gesackte Dichte: 0,20 bis 0,25
- spezifische Oberfläche m2/g: 90 bis 420
- Abmessungen der Teilchen in Mikron: etwa 0,007·
Ihre grosse spezifische Oberfläche erteilt ihr ein grosses Rückhaltevermögen für Flüssigkeiten. Es bildet sich mit den Treibmitteln eine Art Gel, und wenn man das Treibmittel verdampfen lässt, wird die Kieselerde nicht durch Regenerierung in ihre ursprüngliche Form zurückgebracht, sondern es bilden sich mehr oder weniger umfangreiche Agglomerate.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können jedoch auch andere pulverformige Träger benutzt werden, z.B.:
- aktivierte fossile Kieselerde,
. - unter Ausgang von einem Gel von metallurgischem Aluminiumhydroxyd hergestelltes hydriertes leichtes Aluminiumoxyd, .
- ein ausgefälltes Silikat, z.B. Aluminiumsilikat oder Magnesiumsilikat.
Alle diese Träger haben die Form von Körnern
grosser Feinheit, welche mit den Körnern der reinen ausgefällten/ Kieselerde vergleichbar sind« Ihre scheinbaren Dichten sind
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BAD ORiGiNAL
vorzugsweise folgende:
- aktivierte fossile Kieselerde . : von 0,10 bis 0,16
- leichtes hydriertes Aluminiumoxyd
und ausgefällte Silikate : kleiner oder gleich
0,17.
Ihre Eigentümlichkeit besteht darin, ihren ursprünglichen pulverförmigen Zustand nach Adsorption der verflüssigten Treibmittel beizubehalten, für welche sie ein/gutes Rückhaltevermögen haben.
Bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann man auch reine ausgefällte Kieselerde zusammen W entweder mit aktivierter fossiler Kieselerde oder mit leichtem hydriertem Aluminiumoxyd benutzen. In dieser Kombination umhüllt das durch die reine ausgefällte mit dem Treibmittel getränkte Kieselerde gebildete Gel die Teilchen der fossilen Kieselerde oder des Aluminiumoxyds, wodurch Agglomerate entstehen.
Gemäss einer zweckmässigen Anwendungsform der
Erfindung erfolgt die Dispersion des verflüssigten Treibmittels dadurch, dass vorher der Innenbehälter 5 mit dem pulverförmigen Träger 6 gefüllt wird, worauf nach Anbringung des Ventilkörpers· ^ 4 das Treibmittel unter Druck eingespritzt wird.
Diese Dispersion kann auch dadurch vorgenommen werden, dass vorher der pulverförmige Träger mit dem verflüssigten Treibmittel gemischt wird, worauf die erhaltene Mischung bei niedriger Temperatur in den Innenbehälter 5 der Ausgabevorrichtung vor der Anbringung des Ventilkörpers 4 eingespritzt wird.
Bei einer Reihe von praktischen Ausführungen
der Erfindung mit den obigen allein oder in Mischung benutzten pulverförmigen Trägern wurden mit Dichlordifluormethan I1 12 als
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Treibmittel folgende Ergebnisse erzielt:
Bestandteile des Trägers
Prozentsatz
eines jeden
Bestandteils
scheinbare
Dichte
durch 1 g des
Trägers absor
bierte Menge an
1 12 in g
(Rückhaltever
mögen)
100 $ 0,16 3,3
100 io 0,14 3,4
100 0A 0,12 4,5
loo io 0,10 5,5
100 io 0,17 4,4
100 io 0,17 4,4
loo io 0,12 7
100 # 0,05 19
aktivierte fossile Kieselerde
leichtes Aluminiumoxyd ausgefällte Kieselerde
{aktivierte fossile Kieselerde [ausgefällte Kieselerde /"leichtes Aluminiumoxyd /ausgefällte Kieselerde ^aktivierte fossile Kieselerde tausgefällte Kieselerde (leichtes Aluminiumoxyd (ausgefällte Kieselerde /aktivierte fossile Kieselerde [^ausgefällte Kieselerde 75 £ 25 75 25 75 25 fo 50 i 50 io 50 # 50 £
0,12 0,10 0,10 0,07 0,07
6,5
8,5
11
11
CO
O
CO
CO
Q
CD
Bei Benutzung von verflüssigten Treibmitteln, wie Kohlenwasserstoffe, Butan und Propan, ist das Rückhaltevermögen der obigen pulverförmiger! Träger praktisch volumenmässig das gleiche wie bei Dichlordifluormethan, was gewichtsmässig für 1 g eines jeden dieser Treibmittel den nachstehenden festgestellten Rückhaltevermögen entspricht:
Bestandteile des Trägers
scheinbare durch 1 g des durch 1 g des Dichte Trägers absor- Trägers absorbierte Butan- bierte Propanmenge in g menge in g
aktivierte fossile Kieselerde
Il I!
leichtes Aluminiumoxyd ausgefällte Kieselerde
0,16 1,4 1,3
0,14 1,4 1,3
0,12 1,9 1,7
0,10 2,3 2,1
0,17 1,8 1,7
0,17 1,8 1,7
0,12 3 2,7
0,05 8 7,3
Die in den beiden obigen Tabellen beispielshalber angegebenen Rückhaltevermögen wurden folgendermassen gemessen:
Ein bestimmtes "Gewicht des pulverförmigen Trägers wurde in einen hermetisch durch ein Ventil geschlossenen durchsichtigen Behälter gebracht, worauf das Treibmittel in|flüssigem Zustand durch das ¥entil hindurch eingespritzt wurde.
In einem ersten Stadium der Einspritzung stellt man fest, dass der Träger und das Treibmittel eine einzige Masse von festem Aussehen bilden. Bei lortsetzung der Einspritzung stellt man in einem zweiten Stadium das Auftreten einer zweiten Phase in flüssigem Zustand fest. Die Messung des Rückhaltevermögens besteht darin,· die Grenze zwischen diesen beiden Stadien festzustellen, d.h. das Auftreten des ersten Flüssigkeitstropfens .
Die in den beiden obigen Tabellen angegebenen
Ergebnisse wurden bei einer in der Nähe von 20° G zwischen 15
CO OO N) O V. O O CO
und 25° O liegenden Temperatur erhalten.
Man stellt fest, dass das Rückhaltevermögen der erfindungsgemässen !rager grosser als das der schwammigen oder porösen Stoffe ist, welches nicht 2 bis 3 g ;je Gramm Adsorbtionsmittel übersteigt.
Ferner zeigt die zahlenmässige Auswertung der Ergebnisse, dass die Rückhaltefähigkeit der Träger zu ihrer scheinbaren Dichte etwa umgekehrt proportional ist. Das stärkste Rückhaltevermögen hat die ausgefällte Kieselerde, welche mit den niedrigsten scheinbaren Dichten geliefert werden kann.
Bei dieser bevorzugten Ausführung der Erfindung, bei welcher das Treibmittel in einem in dem Innenbehälter 5 befindlichen pulverförmigen Halter 6 dispergiert ist, kann die Ausgabevorrichtung für Aerosole mit getrennten Phasen zweckmässig in allen Stellungen benutzt werden. Das flüssige Treibmittel kann nicht entnommen werden, da es vollständig dispergiert oder adsorbiert ist. Die Entnahme erfolgt stets aus der über dem Träger 6 befindlichen gasförmigen Phase des Treibmittels, welche ständig- durch Dampfzufuhr aus der äusseren Schicht sowie auch aus dem Innern der Hasse desselben erneuert wird. Die ankommenden feinen Teilchen werden von dem an der Basis des Ventilkörpers angeordneten Rückhaltegitter 11 zurückgehalten, so dass diese Teilchen oder ggfs. die Agglomerate auf der Basis von ausgefällter Kieselerde nicht in das Ventil eintreten, so dass keine Gefahr einer Verstopfung der zu der Zerstäubungsdüse führenden Kanäle besteht.
Das Vorhandensein des pulverförmigen Trägers 6 erzeugt ausserdem eine bemerkenswerte technische Wirkung. Wenn das gasförmige Treibmittel über dem gleichen flüssigen Treib- f mittel in nicht dispergiertem Zustand entnommen wird, erfolgt
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die Umwandlung der Flüssigkeit in Gas an der Trennfläche der beiden Phasen. Diese Fläche kühlt sich schnell ab, die Verdampfungsgeschwindigkeit nimmt ab, und man stellt dann eine erhebliche Verringerung des Drucks der Dampfphase fest, was für die ■Qualität der Zerstäubung der aktiven Flüssigkeit 2 schädlich ist. Bei dem erfindungsgemässen Träger 6 erfolgt dagegen die. Umwandlung der Flüssigkeit in Gas des gleichen Treibmittels an der Trennfläche aber auch im Innern selbst des Trägers. Die Verdampfungsfläche wird hierdurch beträchtlich vergrössert und die
werden
Bruckabfalle/stark verringert.
Die wesentliche Eigenschaft der Treibmittel für Aerosole mit getrennten Phasen enthaltenden Behälter ist nicht · der Druck an sich in dem Behälter, sondern die Strömungsmenge des Gases, welche in der Zeiteinheit freigesetzt werden kann (und offenbar von dem Druck abhängt).
In dieser Hinsicht wurde die Wirksamkeit der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bei Versuchen geprüft, welche Strömungsmengenmessungen betrafen, welche vergleichsweise zwischen mit dem Treibmittel allein gefüllten Behältern und mit durch reine ausgefällte Kieselerde adsorbierten Treibmitteln gefüllten Behältern angestellt wurden.
Die Ergebnisse dieser Versuche sind in den Schaubildern der Fig. 4 und 5 dargestellt, in welchen die Strömungsmengen d in g/sec als Ordinaten und die Zeiten Jb in Sekunden als Abszissen aufgetragen sind. Die Treibmittel der Schaubilder der Fig. 4 bzw. der Fig.· 5 sind Dichlordifluormethan bzw. Butan.
Es wurden bei der Versuchstemperatur, welche zu Beginn der Zerstäubung zunächst 20° 0 und hierauf 25° 0 betrug, die Strömungsmengen eines Venturiventils mit einer ^ffmxng von ■
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0,30 mm Durchmesser für das Gas gemessen, wobei das Ventil bei allen Versuchen von einem Treibgasbehälter getragen -wurde, welcher mit einem Ventil versehen war und durch einen kleinen Vorratsbehälter aus Aluminium mit einer Kapazität von 55 ml gebildet wurde. Die Zerstäubungsdauer schwankte zwischen 5 und 60 Sekunden.
Die mit Dichlordifluormethan festgestellten Strömungsmengen (Mg. 4) liegen auf den Kurven D- (bei 20° G) und D« (bei 25° C), wenn der Behälter nur das !reibmittel allein enthält, und auf den Kurven DA1 (bei 20° C) und DA2 (bei 25° G), wenn der Behälter das Treibmittel in adsorbiertem Zustand enthält.
Ebenso liegen die mit Butan (Mg. 5) festgestellten Strömungsmengen, auf den Kurven B1 (bei 20° C), Bp (bei 25° G), BA1-(bei 20° C) und BA2( bei 25° G). "
Man sieht ohne weiteres, dass bei beiden Versuchs-Temperaturen die von dem Behälter gelieferte augenblickliche Strömungsmenge durch die Benutzung des erfindungsgemässen Tränkungsverfahrens erheblich gesteigert wird.
Diese Eigenschaft ist sehr vorteilhaft bei Ausgabevorrichtungen für getrennte Phasen. Die Feinheit ihrer Zerstäubung, welche zu der Geschwindigkeit des Treibgases und somit zu seiner augenblicklichen Strömungsmenge unmittelbar proportional ist, kann ηämlich beträchtlich gesteigert werden.
Die erfindungsgemässe Ausgabevorrichtung für getrennte Phasen ermöglicht in bemerkenswerter Weise:
- entweder die Erzielung einer feineren Zerstäubung mittels des gleichen Treibmittels und bei der gleichen Benutzungstemperatur;
- oder die Erzielung einer Zerstäubung gleicher
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Feinheit mittels eines Treibmittels mit geringerer Dampfspannung?
- oder die Senkung der Grenztemperatur, bei welcher ein gegebenes (Treibmittel" eine annehmbare Zerstäubung liefern kann;
- oder die Brmögliehung längerer Benutzungsdauern bei Beibehaltung einer annehmbaren Feinheit.
Die Erfindung kann natürlich abgewandelt werden. So können im besonderen zur Vermeidung der Ankunft der Agglomerate des Trägers 6 an dem Eingang des Ventils Filter benutzt werden, welche durch ein Sieb aus Metallgewebe oder aus Stoff oder auch durch eine Faserpaekungj ζ·Β· einen Baumwoll- oder Filzstöpsel, gebildet werden.
Ebenso kann das bei der erfindungsgemässen Ausführung vorgesehene Rückhaltegitter 11 mit Löchern anstelle der Schlitze 14 versehen sein.
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Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1.) Ausgabevorrichtung mit Druckknopf für die Erzeugung einer Druckgasströmung, gekennzeichnet durch wenigstens einen Behälter mit einem Auslaßventil, das mittels des Druckknopfs zur Steuerung der Entspannung des Gases außerhalb des Behälters betätigbar ist, und durch eine im Behälter angeordnete Menge eines lückenhaften Trägers, in welchem das von der Ausgabevorrichtung abzugebende Gas unter Druck verteilt ist und der das Gas so zurückhält, daß es nicht im flüssigen Zustand fliessen kann.
    2.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lückenhafte Träger (6) durch wenigstens einen der folgenden Stoffe gebildet wird: Watte, Filz, !Faserflocken, Bimsstein, Sohaumvermikulit, poröse Mineralien, Zellenkunststoffe, wie Polyurethanschaum.
    3.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Treibgasbehälter (5) einen Träger in pulverförmigem Zustand (6) enthält, in welchem das Treibmittel dispergiert ist.
    4.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet, daß der lückenhafte Träger (6) reine ausgefällte Kieselerde ist.
    5.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge-, kennzeichnet, daß die reine ausgefällte Kieselerde eine zwischen 0,03 und 0,12 liegende scheinbare Dichte hat.
    6.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger aktivierte fossile Kieselerde
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    7.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive fossile Kieselerde eine zwischen 0,10 und 0,16 liegende scheinbare Dichte hat.
    8·) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (6) leichtes hydriertes Aluminiumoxyd ist.
    9·) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das leichte hydrierte Aluminiumoxyd eine scheinbare Dichte hat, welche unter 0,17 liegt oder gleich diesem Wert ist. '
    10·) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 3> dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (6) ein ausgefälltes Silikat ist, z.B. Aluminium- oder Magnesiumsilikat.
    11·) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgefällte Silikat eine scheinbare Dichte hat, welche kleiner als 0,17 oder gleich diesem Wert ist.
    12.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1,. dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (6) durch reine ausgefällte Kieselerde mit Zusatz von aktivierter fossiler Kieselerde oder leichtem hydriertem Aluminiumoxyd gebildet wird.
    13.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gitter (11) zum Zurückhalten des lückenhaften Trägers (6) an dem Ventilkörper (4 ) am Eingang der zu dem Hochdruckverschluss führenden öffnung ausgebildet ist.
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    ' - 17 -
    H.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Behälter vorgesehen ist, der den abzugebenden aktiven Stoff enthält und von dem ersten Behälter getrennt ist, und daß das von dem Druckknopf getrennte Ventil eine Einrichtung zum Ansaugen des abzugebenden aktiven Stoffs aus dem zweiten Behälter unter der Wirkung der aus dem ersten Behälter kommenden Gasströmung aufweist.
    15.) Ausgabevorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Behälter den ersten Behälter umgibt und enthält und eine Öffnung zur Verbindung mit dem Ventil aufweist.
    909820/0093
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