DE180279C - - Google Patents
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- DE180279C DE180279C DE1905180279D DE180279DA DE180279C DE 180279 C DE180279 C DE 180279C DE 1905180279 D DE1905180279 D DE 1905180279D DE 180279D A DE180279D A DE 180279DA DE 180279 C DE180279 C DE 180279C
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- carbon dioxide
- carbonic acid
- gases
- lime
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
- C04B28/02—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
- C04B28/10—Lime cements or magnesium oxide cements
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
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- Materials Engineering (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zum Härten von Kalkhydrat enthaltenden
Kunststeinmassen mittels Kohlensäure oder solche enthaltender Gase sind bekanntlich
schon zahlreiche Verfahren in Vorschlag gebracht worden.
So hat man vorgeschlagen, einerseits Kohlensäure von gewöhnlicher Temperatur unter allmählich
steigendem Druck derart einwirken zu lassen, daß eine gleichmäßige Temperatur ίο von etwa 32 ° C. erzeugt und aufrecht erhalten
\ wird, um eine vollständig durchdringende Ein- : wirkung der Kohlensäure zu erzielen, anderer-'
seits sehr hochprozentige Kohlensäure zur Einwirkung zu bringen, um ein sehr schnelles
Härten und Trocknen der Preßlinge zu bewirken.
Von diesen Verfahren besitzt das erste im
besonderen den Übelstand, daß es stark gebaute Gefäße erfordert, und daß die Preßlinge zuvor
γλ getrocknet werden müssen; auch scheint dieses
.: Verfahren an die Benutzung hochprozentiger Kohlensäure gebunden zu sein. Das zweite
J Verfahren hat im wesentlichen den Nachteil, daß es sehr hochprozentige Kohlensäure erfordert,
und daß die durch die Bindung der Kohlensäure mit dem Kalk erzeugte Temperatur
alsbald sinkt, weil die Einwirkung infolge des das Kalkhydrat umgebenden neu gebildeten
Kalziumkarbonates sehr nachläßt, so daß eine genügende Verdampfung des entstandenen
Wassers und somit eine durchdringende und andauernde Einwirkung der Kohlensäure nicht
stattfinden kann.
Schließlich hat man vorgeschlagen, die aus Kalköfen o. dgl. stammenden heißen Gase
unmittelbar auf die aus der Masse geformten Preßlinge einwirken zu lassen. Ein solches
Verfahren hat insbesondere den Nachteil, daß die Verdampfung des Wassers aus den Poren
bei der wechselnden Zusammensetzung und Temperatur der Ofengase, wie sie der Betrieb
mit sich bringt, nicht genügend geregelt wird.
Insbesondere hat die Anwendung zu heißer Kalkofengase, wie sie bei unmittelbarer Einleitung
der Abgase vom Ofen in die Erhärtungskammern die Regel ist, den Nachteil, daß die
erzeugten Steine mürbe und wenig fest werden. Das hat besonders darin seinen Grund, daß
die Verdampfung des Wassers aus den Steinen zu heftig vor sich geht, wenn man bei wesentlich
höherer Temperatur als dem Siedepunkt des Wassers, also etwa über iio°, arbeitet.
Die Steine werden so zu trocken, und es wird ein großer Teil des in den Formungen vorhandenen
Kalkhydrats von der Kohlensäure nicht umgewandelt.
Alle diese Übelstände können vermieden werden, wenn man, um.eine durchgehende und
andauernde Einwirkung der Kohlensäure, also seht feste Steine zu erzeugen, Kohlensäure
zur* Einwirkung bringt, die etwa 35 bis iio°
warm und zugleich fähig ist, trocknend zu
. wirken, also Feuchtigkeit aufzunehmen.
Man erreicht hierdurch den. Vorteil, daß 5 ohne Anwendung von Druck und hochprozentigem·
Gase, und ohne den Formling zuvor zu trocknen, eine durchgehende Umwandlung des
Kalkes in Karbonat in kurzer Zeit bewirkt werden kann, was bisher nicht möglich war.
Zur Ausführung des Verfahrens benutzt man daher zweckmäßig die kohlensäurehaltigen
Gase, die aus einem Kalkofen, Kesselfeuerungen usw. stammen, ohne jedoch konzentriertere
Kohlensäure auszuschließen; dabei ist es erforderlich, solche Gase auf die angegebenen
Temperaturen abzukühlen bezw. zu bringen und in geeigneter Weise genügend wasseraufnahmefähig zu machen, falls sie mit Wasserdampf
bei den erforderlichen Temperaturen völlig oder nahezu damit gesättigt sind.
Die anzuwendende Temperatur wird je nach der Beschaffenheit des Preßlings, insbesondere
je nach seiner Porosität und seinem Gehalt an Kalkhydrat, sowie der Reinheit des Kohlensäuregases
gewählt, in dem Sinne, daß bei dichten und an Kalkhydrat reichen Formungen,
sowie bei konzentrierter Kohlensäure höhere Temperaturen genommen werden. Von besonderer
Wichtigkeit ist jedoch, daß bei dem in Rede stehenden Verfahren die angegebene
j Maximaltemperatur nicht überschritten wird, ^
; da, wie angestellte Versuche ergeben haben, <
bei einer Temperatur etwa über iio° die Kohlensäure nur unvollständig einwirkt, indem
das Kalkhydrat teilweise zur Trockne gelangt
j und in diesem Zustande der Einwirkung der Kohlensäure widersteht.
Die zu behandelnden Preßlinge können aus Kalkhydrat oder aus einem Gemenge von
Kalkhydrat mit Kalzium- oder Magnesiumkarbonat, wie Kalkstein, Dolomit, Magnesit
o. dgl., gegebenenfalls in Mischung mit Färb-, stoffen, mineralischen Füllstoffen usw. bestehen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum Härten von Kunststeinen aus Kalkhydrat und Füllstoffen mittels Kohlensäure oder kohlensäurehaltiger Gase, dadurch gekennzeichnet, daß das Härtemittel, um trocknend auf die Preßlinge zu wirken, auf etwa 35 bis iio° C. erhitzt und mit Wasserdampf nicht gesättigt ist,
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT34134D AT34134B (de) | 1905-12-06 | 1907-03-04 | Verfahren zum Härten von Kunststeinen aus Kalkhydrat und Füllstoffen mittels Kohlensäure oder kohlensäurehaltiger Gase. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE180279C true DE180279C (de) |
Family
ID=444542
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1905180279D Expired - Lifetime DE180279C (de) | 1905-12-06 | 1905-12-06 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE180279C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1106233B (de) * | 1957-12-18 | 1961-05-04 | Mo Och Domsjoe Ab | Verfahren zur Herstellung von Bauelementen |
-
1905
- 1905-12-06 DE DE1905180279D patent/DE180279C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1106233B (de) * | 1957-12-18 | 1961-05-04 | Mo Och Domsjoe Ab | Verfahren zur Herstellung von Bauelementen |
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