DE1812367C3 - - Google Patents

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DE1812367C3
DE1812367C3 DE19681812367 DE1812367A DE1812367C3 DE 1812367 C3 DE1812367 C3 DE 1812367C3 DE 19681812367 DE19681812367 DE 19681812367 DE 1812367 A DE1812367 A DE 1812367A DE 1812367 C3 DE1812367 C3 DE 1812367C3
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Description

Die Erfindung betrifft eine Rohrweiche für Anlagen zum pneumatischen Fördern von insbesondere abrasiv wirkendem Schüttgut, mit einem das ankommende Förderrohr mit jeweils einem von mehreren abgehenden Förderrohren verbindenden biegsamen Rohr, an dessen freies Ende ein um einen von den abgehenden Forderrohren gleich weit entfernten festen Punkt schwenkbares starres Rohrsl.ück mit einem darauf verschieblich angeordneten, axial federkraftbelasteten und eine Ringdichtung aufweisenden muffenartigen Anschlußstück angeflanscht ist, wobei der durch die Federkraft auf das angeschlossene abgehende Förderrohr ausgeübte Dichtungsdruck zum Verschwenken des Rohrstückes aufhebbar ist.
Bei der Förderung abrasiver Stoffe, z. B. kci amischer Stoffe, sind die Dichtelemente einem hohen Verschleiß ausgesetzt. Insbesondere bei langen Förderwegen, bei denen Betriebsdrücke von 3 oder mehr atü erforderlich sind, werden an die Betriebssicherheit hohe Anforderungen gestellt. Mangel werden mitunter erst bemerkt, wenn große Materialmengen durch undichte Stellen ausgetreten sind. Solche Fälle führen fast immer zu hohen Unkosten durch Materialverluste und durch Betriebsunterbrechungen. Die bekannten Rohrweichen erfüllen diese hohen Anforderungen nur zum Teil und sind nur für begrenzte Drücke und weniger abrasive Stoffe geeignet.
Bei der in der deutschen Patentschrift 2 40 026 beschriebenen Rohrweiche umschließt das Anschlußstück von außen die Stoßstelle zwischen dem schwenkbaren Rohrstück und dem abgehenden Förderrohr. Beim For- f>5 dem abrasiver pulverförmiger Stoffe tritt an den ungeschützt aneinanderstoßenden Rohrenden ein starker Verschleiß auf. Daher haben die Rohre nur geringe Standzeiten. Wenn der Verschleiß das zulässige Maß überschritten hat, müssen die ganzen Rohrstücke ausgetauscht werden.
Eine Rohrweiche, die bezüglich der Verbindungsstelle ähnlich ausgebildet ist und daher ähnliche Nachteile hat, ist in dem deutschen Gebrauchsmuster 18 20 270 beschrieben. Hierbei ist auch die Ringdichtung der abrasiven Wirkung des Fördergutes ausgesetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rohrv/eiche zu schaffen, bei der die Dichtung zwischen dem schwenkbaren Rohrstück und dem abgehenden Förderrohr sowie die Ränder der beiden Rohre absolut gegen Abrasion durch das Schüttgut geschützt sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Anschlußstück einen über den Innenrand des Dichtringes axial vorstehenden, in das angeschlossene abgehende Rohr formschlüssig eintauchenden ringförmigen Ansatz aufweist.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind in den Ansprüchen 1 und 2 angegeben.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispid der Ausbildung gemäß der Erfindung dargestellt.
F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt einer Zweiwegerohrweiche mit schwenkbarem Rohrstück;
Fig.2 zeigt einen Querschnitt durch die Schlauchaufhängung;
F i g. 3 zeigt einen Schnitt durch das verschiebliche Anschlußstück.
Die Rohrweiche gemäß F i g. 1 dient zur Verbindung eines ankommenden Rohres 1 mit mehreren abgehenden Rohren 2,2a, die durch eine starre Verbindung 3 in einem bestimmten Abstand gehalten werden. Zwischen den beiden Rohren I und 2, 2a ist ein bewegliches Verbindungsstück vorgesehen, das aus einem flexiblen Stück 6 und einem zylindrischen starren Stück 4 besteht. Das flexible Stück 6 ist an der Eingangsseite mittels Flansch 7 am ankommenden Rohr I befestigt. Sein unteres Ende ist mit dem geraden Rohrstück 4 über einen Flansch 8 verbunden. Das Rohrstück 4 ist um einen am Eingang liegenden Drehpunkt 5 (Fig.2) schwenkbar. Es weist am Verbindungsende ein verschiebbares muffenartiges Anschlußstück 9 auf. Dieses weist am unteren Ende einen in das angeschlossene abgehende Rohr 2 formschlüssig eintauchenden ringförmigen Ansatz 10 auf, der zusammen mit einem Überwurfring 11 einen dreiseitig begrenzten Raum zur Aufnahme der Dichtung 12 bildet. Das Anschlußstück 9 wird durch den Druck einer Feder 13 gegen das abgehende Rohr 2 gedrückt. Dabei stützt sich die Feder 13 am zylindrischen starren Teil 4 und über die beiden Verbindungsstücke 15 am ankommenden Rohr 1 ab, was erst die Druckübertragung ermöglicht. Zur Abdekkung der nicht in Betrieb befindlichen Rohrleitung dient die Platte 16, welche gegenüber der Dichtung etwas zurückgesetzt mit einem weichen elastischen Material belegt ist, damit der Federdruck ausschließlich durch das in Betrieb befindliche Rohrende 2 aufgenommen wird. Das schwenkbare Rohrstück 4 wird über ein Hubelement 18 bewegt. Die Schwenkbewegung wird in beiden Richtungen durch je einen Endschalter 19 begrenzt. Die beiden Hubelemente 14 zum Abheben der Dichtelemente betätigen durch ihre Öffnungsbewegung einen Endschalter 20, der wiederum die Schwenkbewegung einleitet. Der Hebel 21, der um den Drehpunkt 22 schwenkbar angeordnet ist, dient zum Ausheben und Umschalten von Hand in Notfällen bei Ausfall des Stromes oder der Steuerluft.
Das das zylindrische starre Stück 4 umfassende An-
<f
schiußstück 9 ist über eine Hochdruckdichtung 23 gegen das Stück 4 abgedichtet. Zum Festhalten der Ringdichtung 32 dient ein Überwurfring 11, der mit dem Anschlußstück 9 fest verbunden ist. Der Überwurfring H und der ringförmige Ansatz 10 sind konisch abgeschrägt. Durch Lösen der Schrauben 25 im ausgefahrenen Zustand kann der Überwurfring abgehoben werden, wobei die Ringdichtung 12 bequem ausgewerhselt werden kann.
Das flexible Rohrstück 6 besteht aus einem abriebfesten Werkstoff und wird nach gewissen Zeitperioden um je eine Schraubenteilung des Flansches gedreht. Dies erfolgt am zweckmäßigsten in der Weise, daß das gerade Rohrstück von Hand auf Mittelstellung gebracht wird, so daß nach Lösen der Flanschschrauben und der beiden Rohrschellen das flexible Rohr bequem um eine Schraubenteilung um seine eigene Achse gedreht werden kann, um den unvermeidbaren Verschleiß gleichmäßig auf das Rohr zu verteilen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Rohrweiche für Anlagen zum pneumatischen Fördern von insbesondere abrasiv wirkendem Schüttgut, mit einem das ankommende Förderrohr mit jeweils einem von mehreren abgehenden Förderrohren verbindenden biegsamen Rohr, an dessen freies Ende ein um einen von den abgehenden Förderrohren gleichweit entfernten festen Punkt schwenkbares starres Rohrstück mit einem darauf verschieblich angeordneten, axial federkraftbelasteten und eine Ringdichtung aufweisenden muffenartigen Anschlußstück angeflanscht ist, wobei der durch die Federkraft auf das angeschlossene abgehende Förderrohr ausgeübte Dichtungsdruck zum Verschwenken des Rohrstückes aufhebbar ist, d a durch gekennzeichnet, daß das Anschlußstück (9) einen über den Innenrand des Dichtringes (12) axial vorstehenden, in das angeschlossene abgehende Förderrohr (2, 2a) formschlüssig eintauchenden ringförmigen Ansatz (10) aufweist.
2. Rohrweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (12) durch einen Überwurfring (11), der den Rand des angeschlossenen abgehenden Förderrohres (2, 2a) übergreift, gehalten ist.
3. Rohrweiche nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohransatz (10) innen eine konische Erweiterung aufweist.
DE1812367A 1968-12-03 1968-12-03 Rohrweiche Granted DE1812367B2 (de)

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DE1812367B2 DE1812367B2 (de) 1975-08-07
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4295667A (en) 1978-08-29 1981-10-20 Vacmetal Gesellschaft Fur Vakuum-Metallurgie Mbh Rotary pipe switch

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DE19611121A1 (de) * 1996-03-21 1997-09-25 Motan Fuller Verfahrenstechnik Rohrweiche für pneumatisch geförderte Schüttgüter
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