DE182282C - - Google Patents

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DE182282C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B21/00Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
    • B28B21/02Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds
    • B28B21/10Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles by casting into moulds using compacting means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 182282 KLASSE 80«. GRUPPE
OTTO DREES in HANNOVER.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juni 1905 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Walzverfahren zur gleichzeitigen Herstellung einer Anzahl Röhren kleineren Kalibers und im besonderen von Drainröhren.
Die gleichzeitige Herstellung von mehreren Drainröhren in wagerechter Lage in einem Formrahmen ist bekannt. Die bisher hierbei verwendeten Schlageisen u. dgl. verletzen jedoch die dünnen, eisernen Unterlagsplatten
ίο oder Unterlagsbleche an ihren erhöhten Stellen derartig, daß letztere bald durchgearbeitet und unbrauchbar werden. Bei der zur Ausführung des vorliegenden Verfahrens dienenden Vorrichtung sind diese Stellen durch harte, stählerne, ein- und ausziehbare, leicht auswechselbare Stege (Schienen) derartig geschützt, daß die Unterlagsplatten nicht in Mitleidenschaft gezogen werden; auch bedingt das Walzverfahren schon einen bedeutend geringeren Verschleiß. Ferner hat das Walzverfahren dem Arbeiten mit dem Schlageisen gegenüber den Vorteil, daß die Poren der hergestellten Rohre auf der Oberseite nicht zugeschlemmt werden, die Dräinrohre also die nötige Wasserdurchlässigkeit behalten. Das Verfahren besteht darin, daß Zement und Sand in einer mageren Mischung auf eine entsprechend geformte, mit Rahmen versehene Unterlagsplatte gebracht wird, welche mit herausziehbaren Kernen und Zwischenstegen (Sicherungen für die Unterlagsplatte) ausgerüstet ist. Darauf wird die nasse Sandzementmischung mit einer profilierten Walze in der Weise überfahren, daß die vorstehenden Walzenränder auf den bereits erwähnten 45
Sicherungen der Unterlagsplatte, welche aus besonders harten Schienen bestehen, laufen. Hierdurch wird eine saubere und schnelle Arbeit gewährleistet.
Zur Klarstellung dieses Walzverfahrens ist in der Zeichnung eine zur Ausführung des Verfahrens dienende Vorrichtung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht der Form mit der Kernausziehvorrichtung,
Fig. 2 eine Stirnansicht der Form,
Fig. 3 die Stirnansicht der Unterlagsplatte,
Fig. 4 eine Aufsicht auf die Formvorrichtung und Formwalze,
Fig. 5 die Seitenansicht einer anderen Ausführungsform der Kernausziehvorrichtung.
Der rechteckige Formrahmen hat unten Seitenwände α und Stirnwände b. Die Stirnwände b sind mit Öffnungen c versehen, in welchen die Rohrkerne d geführt werden. Außerdem hat die Form noch eine Querwand e, welche gleichfalls mit öffnungen c für die Rohrkerne d versehen ist. Hinter der hinteren Querwand b sind die Rohrkerne d sowie die Zwischenstege f an einem Querriegel g befestigt, welcher vermittels des Hebelwerkes h, i, k, I nach hinten herausgezogen werden kann, wobei ein Rad m zur Unterstützung auf einer Schiene o. dgl. η läuft.
Das Verfahren wird nun beispielsweise folgendermaßen ausgeübt:
Man legt eine der gußeisernen Unterlagsplatten 0 (Fig. 3) in den linken Teil des Rahmens a, b ein, also zwischen die linke
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Querwand b und die Scheidewand e, schiebt vermittels des Hebelwerkes h, i, k, I die Kerne d und die Zwischenstege f nach links, füllt den Rahmen zwischen d und ο mit nasser Sandzementmischung aus und fährt dann mit der Walze p, indem man sie an ihren Handhaben q erfaßt, der Länge nach in dem Rahmen a, b hin und her.
Infolge der Profilierung der Walze ρ entstehen dann die Zementrohre r.
Ein tadelloser Arbeitsgang wird aber nur dann ermöglicht,. wenn die Zwischenstege f nur wenig durch die Reifen u der Profilwalze ρ abgenutzt werden.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiele ist der Rahmen a, b für vier Rohre r eingerichtet, der Rahmen kann jedoch auch für mehr oder weniger Rohre eingerichtet sein.
Die profilierte Walze ρ wird · bei ihrer Benutzung an den Vorsprüngen s und in den Ausschnitten t der Wände a, b und e geführt. Damit man mit der Walze ρ vollkommen bis nach links hin auswalzen kann, müssen die Seitenwände α etwas nach links hin verlängert werden. Die Teile a!,/, g, m bezeichnet man zweckmäßig als »Wagen«.
Sind mehrere Zementrohre auf diese Art gleichzeitig hergestellt, so zieht man den Wagen nach rechts heraus, z. B. mittels des Hebelsystems h, i, k, I, bis die linken Enden der Kerne d und der Zwischenstege f nur noch in der Scheidewand e liegen. Alsdann hebt man die ganze Unterlagsplatte 0 mit den darinliegenden Zementrohren r nach oben heraus, und zwar beispielsweise mit einer sogenannten Tretvorrichtung, wie sie bei Zementdachziegelschlagtischen üblich ist.
Zweckmäßig wird an jeder Seite des Querriegels g ein Glied h angelenkt, an dem zwei doppelarmige Hebel i auf einer drehbar gelagerten Drehwelle ν angreifen, die von den Hebeln k und / angetrieben werden.
Statt der Ausziehvorrichtung h, i, k, I kann selbstverständlich auch eine andere gewählt werden, beispielsweise die in Fig. 5 dargestellte. Bei dieser sitzt auf einer gemeinsamen Welle ν. ein vermittels der Kette w und Kettenrad χ mit Handkurbel y anzutreibendes Kettenrad \ sowie ein Zahnrad ö, welches in eine Zahnstange unten am Wagen eingreift.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von mehreren Röhren kleineren Kalibers (Drainröhren) aus Sandzementmischung' in einem mit ausziehbaren Kernen und Zwischenstegen ausgerüsteten Formrahmen, dadurch gekennzeichnet, daß eine mehrteilige Profilwalze über die Mischung hin- und hergeführt wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Zwischenstege, auf denen die Formwalze mit ihren vorstehenden Rändern entlang läuft, zugleich mit den Lochkernen aus der Form herausziehen lassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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