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IPA Internationale Patent-und Lizenz-Anstalt, Vaduz (Liechtenstein)
Gerät zur Prüfung des Spannungszustandes von elektrischen Leitern Die Neuerung betrifft
ein Gerät zur Prüfung des Spannungszustandes von elektrischen Leitern, bei welchem
ein am vordern Ende einer Stange angeordnetes, an den zu prüfenden Leiter anzulegendes
Kontaktglied, eine seitlich der Stange angeordnete Entladungsröhre und ein Organ,
das sich auf ein Bezugspotential bringen lässt, in Serie geschaltet sind, wobei
die Mittellinie der Entladungsröhre gebogene Form aufweist und die Stangenachse
innerhalb der von dieser Mittellinie und der Verbindungsgeraden ihrer Enden gebildeten
geometrischen Figur hindurchgeht und wobei
ferner die Entladungsröhre
in einer nach hinten offenen, rings um die Stange laufenden Ausnehmung eines Gehäuses
aus Isolierstoff angeordnet ist.
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Derartige Geräte werden beim Gebrauch am hintern Ende der Stange
gehalten, so dass das Kontaktglied an den zu prüfenden Leiter angelegt werden kann,
ohne dass sich die Hand des Bedienenden bis auf weniger als den gebotenen Sicherheitsabstand
diesem Leiter nähern müsste. Wenn das Kontaktglied an den Leiter angelegt ist und
dieser unter Spannung steht, fliesst von ihm ein Strom durch die Entladungsröhre,
die dadurch zum Aufleuchten kommt, nach dem auf das Bezugspotential gebrachten Organ.
Die vorstehend angegebene Anordnung der Entladungsröhre erlaubt deren Beobachtung
vom hintern Ende der Stange her.
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Derartige Geräte können verschieden ausgeführt sein, je nachdem sie
dazu bestimmt sind, zur Prüfung des Spannungszustandes eines einzelnen Wechselstromleiters
gegen Erde bei einpoliger Berührung mit diesem Leiter oder zur Prüfung des gegenseitigen
Spannungszustandes zweier Gleich-oder Wechselstromleiter bei zweipolige Anschluss
des Gerätes zu dienen.
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Im ersten Fall kann das auf ein Bezugspotential, diesfalls auf das
Erdpotential, zu bringende Organ beispielsweise aus einem isolierten Leiterelement
bestehen, das mit dem Erdboden oder mit einem geerdeten Körper, beispielsweise mit
der Hand
des Bedienenden oder mit einem Teil des Tragwerkes der
Anlage" zu welcher der Leiter gehört, kapazitiv zusammenzuwirken geeignet ist. Wenn
das Kontaktglied an den zu prüfenden Wechselstromleiter angelegt ist, fliesst dann,
wenn dieser Leiter unter genügend hoher Spannung steht, zwischen diesem und dem
mit der Erde kapazitiv zusammenwirkenden Leiterelemenein schwacher WechseLrom, der
ausreicht, um die Entladungsröhre zum Leuchten zu bringen.
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Im zweiten Fall wird das auf ein Bezugspotential zu bringende Organ
so ausgebildet, dass es mit dem zweiten Leiter, gegenüber welchem der Spannungszustand
des ersten Leiters zu prüfen ist, in elektrischen Kontakt gebracht werden kann ;
zweckmässig sitzt dieses Organ als Kontaktglied auf einer zweiten Stange und ist
mit demjenigen auf der ersten, die Entladungsröhre tragenden Stange durch ein biegsames
Kabel und über Widerstände elektrisch verbunden. Es besteht dann beim Gebrauch des
Gerätes ein geschlossener Stromkreis vom einen Leiter über die Entladungsröhre nach
dem andern. Mit einem solchen Gerät kann beispielsweise in einer Wechselstromanlage
ermittelt werden, welche Leiter gleiche Phase aufweisen und zwischen welchen eine
Spannung besteht.
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Die vorliegende Neuerung lässt sich sowohl bei Geräten der einen
wie bei solchen der andern Art anwenden. Sie betrifft insbesondere die Anordnung
und Unterbringung der Entladungröhre,
im vorder Teil des Gerätes.
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Obwohl nämlich derartige Geräte vorzügliche Dienste leisten, indem
sie eine optische Prüfung des Spannungszustandes von Leitern aus sicherer Entfernung
erlauben, weisen sie doch noch gewisse mit der Entladungsröhre zusammenhängende
Nachteile auf. Diese Nachteile sind zwiefach : Einerseits beruhen sie darauf, dass
die von der Röhre ausgestrahlte Lichtmenge verhältnismässig gering ist, und anderseits
darauf, dass solche Entladungsröhren sehr zerbrechlich sind.
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Dem ersten Nachteil wurde bei einpoligen Geräten bis zu einem gewissen
Grade bereits dadurch begegnet, dass in der Stange Leiterelemente angeordnet werden,
die dank ihrer Lage und Grösse gegenüber der Erde weit grössere Kapazität aufweisen
als die unmittelbar an die Entladungsröhre angeschlossenen Leiter. Trotzdem ist
die Leuchtwirkung der Röhre namentlich beim Gebrauch unter hellem Himmel und bei
Beobachtung auf grosse Entfernung noch ungenügend.
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Dem zweiten Nachteil ist bisher dadurch begegnet worden, dass die
Röhre nicht mehr in Längsrichtung der Stange sondern in deren Umfangsrichtung angeordnet
wurde, um die Gefahr eines Bruches der Röhre bei Durchbiegung der Stange zu vermindern
und zugleich die Sichtbarkeit der Röhre zu verbessern. Trotzdem ist auch bei dieser
Anordnung die Röhre gefährdet, zumal
kaum zu vermeiden ist, dass
das Gerät bei der Handhabung gelegentlich an einem Hindernis anstösst. Ueberdies
sind bei den bekannten Geräten dieser Art die Entladungsröhre und ihre Anschlüsse
gegen Nässe schlecht geschützt und schwer zu trocknet : wenn das Gerät bei nassem
Wetter im Freien gebraucht wird.
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Gemäss der Neuerung lässt sich die Leuchtwirkung der Entladungsröhre
dadurch verbessern, dass zwischen der Buntladungeröhre und der Wandung der Ausnehmung
des Gehäuses, in welcher die Röhre untergebracht ist, eine elektrisch leitende lichtreflektierende
Schicht angeordnet wird. Diese Schicht hat die doppelte Aufgabe, als Trägerin eines
elektrischen Feldes, welches das Zünden der Entladungsrohre begünstigt, die Mindestspannung
herabzusetzen, bei welcher die Röhre aufleuchtet und darüber hinaus diejenigen von
der Röhre ausgehenden Lichtstrahlen, die sonst vom Gehäuse absorbiert würden, gegen
das hintere Ende der Stange und das Auge des Bedienenden zurückzuwerfen. Ausserdem
schirmt diese leitende Schicht die Entladungsröhre bei zweipoligen Geräten dagegen
ab, dass wenn beide Kontaktglieder unter einer gleichen Wechselspannung stehen und
kein Strom durch die Röhre fliessen sollte, diese infolge der unterschiedlichen
kapazitiven Koppelung ihrer beiden Pole mit unter Wechselspannung stehenden und
geerdeten Teilen dennoch aufleuchtet.
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Die genannte Schicht kann aus einer Blecheinlage oder aus einem auf
der Oberfläche der Entladungsröhre gebildeten Metallbelag bestehen.
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Zum Schutz der Entladungsröhre, zu ihrer Befestigung in der Ausnehmung
des Gehäuses und zur zweckentsprechenden Führung der von ihr ausgehenden Lichtstrahlen
kann die Ausnehmung nach hinten durch ein zweckmässig als optische Linse ausgebildetes
lichtdurchlässiges Element abgeschlossen sein. Dieses Element kann beispielsweise
dazu dienen, das Lichtstrahlenbündel verbreitert erscheinen zu lassen oder es in
bestimmter Richtung abzulenken, um seine Beobachtung zu erleichtern. Bei zweipoligen
Geräten kann es in gewissen Fällen angezeigt sein, das genannte Element aus trüb
durchscheinendem Material oder mit einer mattierten Oberfläche herzustellen ; schwache
Leuchtwirkungen der Röhre, wie sie durch kapazitiv hervorgerufene örtliche Potentialunterschiede
der erwähnten Art ausgelöst werden, können dadurch verwischt werden, während ein
stärkeres Aufleuchten der Röhre infolge wirklicher Potentialunterschiede zwischen
beiden Polen des Gerätes wahrnehmbar bleibt.
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Die Ausnehmung des Gehäuses, in welcher die Entladungröhre und die
genannte leitende Schicht angeordnet sind, ist zweckmässig mit lichtdurchlässigem
Kunstharz ausgefüllt, wobei zur Gewichtsverminderung bzw. zur Stossdämpfung zwischen
der
Röhre und dem Grund der Ausnehmung ein oder mehrere Füllkörper
aus leichtem und/oder stossdämpfendem Material wie Schaumgummi oder-kunststoff,
Kork usw. angeordnet sein können.
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Die Kunstharzausfüllung umschliesst zweckmässig die Entladungsröhre
mit den Anschlussorganen für ihre Eingangs-und Ausgangselektroden sowie mit der
genannten leitenden Schicht, dem genannten lichtdurchlässigen Element und/oder der
bzw. den genannten Einlagen und vereinigt sie mit dem Gehäuse zu einem mit der Stange
lösbar verbundenen Kopfstück, das als Ganzes - beispielsweise wenn die Entladungsröhre
ausgewechselt werden muss--entfernt und ersetzt werden kann. In einem solchen Kopfstück
ist die Röhre gegen Stösse und gegen Feuchtigkeit bestmöglich geschützt.
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Das Kopfstück kann einen achsialen Kanal aufweisen, durch welchen
die Stange hindurchgeht, wobei am Kopfstückgehäuse in der Wandung seines Kanals
und an der Stange zusammenwirkende Kontaktglieder vorgesehen sein können.
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Zur weiteren Verbesserung der Leuchtwirkung der Entladungröhre kann
in deren Stromkreis in an sich bekannter Weise mindestens eine Funkenstrecke angeordnet
sein. Gemäss der Neuerung kann diese Funkenstrecke einstellbar sein, beispielsweise
dadurchidass das Kontaktglied verschiebbar und mit der einen Elektrode der Funkenstrecke
verbunden ist. Nach Bedarf
kann dann durch leichteres oder stärkeres
Andrücken des Kontakt. gliedes an den zu prüfenden Leiter der Elektrodenabstand
der Funkenstrecke so gross gemacht werden, dass bei ausreichender Spannung eine
Entladung mit hochfrequenten Schwingungen erfolgt, welche die Leuchtwirkung der
Röhre verstärken, oder so klein, dass nur eine relativ geringe Spannung erforderlich
ist, um die Röhre zu wenigstens schwachem Leuchten zu bringen. Eine Funkenstrecke
könnte auch, z. B. bei einem zweipoligen Gerät, zwischen der Entladungsröhre und
dem auf das Bezugspotential zu bringenden Organ vorgesehen sein, um bei Gleichheit
des Potentials des zu prüfenden Leiters mit dem Bezugspotential zu verhindern, dass
unerwünschte kapazitive Einflüsse zu Entladungen durch die Röhre führen. Auch könnte
zwischen zwei Elementen des kapazitiv mit der Erde zusammenwirkenden Organs eines
einpoligen Gerätes eine Funkenstrecke angeordnet sein, um bei niedrigen Spannungen,
bei denen kein Stromdurchgang durch die Funkenstrecke erfolgt, nur das eine Element,
bei höheren Spannungen jedoch beide Elemente mit der Entladungröhre zusammenwirken
zu lassen.
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Das Kontaktglied könnte von einem Verlängerungsstück getragen sein,
das vor dem die Entladungsröhre enthaltenden Gehause auf der Stange befestigt ist
und zweckmässig einen oder mehrere in die elektrische Verbindung des Kontaktgliedes
mit
der Entladungsröhre eingeschaltete Widerstände enthält. Diese
Anordnung erlaubt, die nutzbare Länge des Gerätes zu vergrössem ohne die Entladungsröhre
weiter vom Auge des Bedienenden zu entfernen.
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In einem Gerät, dessen auf das Bezugspotential zu bringendesorgan
aus einem oder mehreren hinter der Entladungsröhre im Innern der Stange angeordneten
und mit der Hand der Bedienungsperson kapazitiv zusammenzuwirken bestimmten Leiterelementen
besteht, kann ein weiteres Mittel zur Verbesserung der Beuchirsg der Entladungsröhre
bzw. zur Anpassung des Gerätes an verschiedene Spannung-und Raumverhältnisse darin
bestehen, dass der von der Bedienungspers, on zu haltende Teil der Stange mit dem
nach vorn anschliessenden, mindestens eines der genannten Leiterelemente enthaltenden
Teil teleskopartig längseinstellbar verbunden ist, so dass sich die Stellung der
genannten Leiterelemente in bezug auf die Hand der Bedienungperson verändern lässt.
Für hohe Spannungen kann dann eine maximale Läge des Gerätes bei grossem Abstand
zwischen den unter Spannung stehenden Leiterelementen und der Hand des Bedienenden
erreicht werden. Für niedrige Spannungen hingegen können die genannten Leiterelemente
bis in den Bereich der Hand des Bedienenden zurückgezogen werden, so dass die kapazitive
Koppelung dieser Leiterelemente mit der Hand des Bedienenden
verstärkt
wird ; eine erhöhte Gefahr bei schadhafter Isolation der erwähnten Leiterelemente
ist dadurch vermieden, dass letztere in diesem Falle zusätzlich durch die Wand des
in der Hand gehaltenen Stangenteils isoliert sind.
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Die teleskopartig längsverstellbaren Teile der Stange könnten auch
mit Vorrichtungen versehen sein, welche die elektrische Schaltung des Gerätes je
nach der gegenseitigen Stellung dieser Teile verändern. Beispielsweise könnten Kontakte,
die je nach Stellung der Teile zusammenwirken, zusätzliche Leiterelemente für kapazitive
Koppelung mit der Hand in den Stromkreis der Entladungsröhre ein-oder aus ihm ausschalten,
eine Funkenstrecke kurzschliessen usw. Zweckmässig trägt der in den andern Teil
einzuschiebende Teil der Stange eine Skala mit Angabe der Nennspannung, der die
betreffende gegenseitige Stellung der Teile zugeordnet sein soll.
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In der Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel des Gerätes gemäss
der Neuerung und eine Variante desselben dargestellt.
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Bs zeigt : Fig. 1 einen Längsschnitt durch den vordern Teil des Gerätes
; Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie In-11 von Fig. 1 ; Fig. 3 teils im Längsschnitt,
teils in Ansicht den hintern Teil des Gerätes ; und
Fig. 4 im Achsialschnitt
den vordersten Teil des Gerätes gemäss einer Variante zu Fig. 1.
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In der Zeichnung bezeichnet 1 das aus Isolierstoff bestehende, im
hintern Teil zylindrische und im vordern Teil kegelige Gehäuse des Kopfes des Gerätes.
Das Gehäuse sitzt auf dem vordersten Teil 9 einer mehrteiligen Tragstange und weist
eine rings um diese laufende, nach hinten offene Ausnehmung la auf, in welcher eine
Entladungsröhre 2 angeordnet ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, Jsb diese Röhre kreisbogenförmig
und besitzt parallel zur Achse der Stange gerichtete abgewinkelte Endteile 2a, 2b.
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Die Stange geht durch das Zentrum des kreisbogenförmigen Teiles der
Röhre 2, so dass der grösste Durchmesser des Gerätes nur dem beidseitig um die Dicke
der Gehäusewand vermehrten Aussendurchmesser der Entladungsröhre 2 entspricht. Statt
kreisbogenförmig könnte die Röhre 2 auch vieleckig sein und ihre Ebene könnte in
bezug auf die Achse der Tragstange geneigt sein, vorausgesetzt dass die gegenseitige
Anordnung der Röhre und der Stange ungefähr dieselbe ist wie beim dargestellten
Beispiel, nämlich so, dass sich die Stange innerhalb der von der Mittellinie der
Röhre gebildeten geometrischen Figur nach vorn erstreckt und die Abmessungen des
Ganzen quer zur Stangenachse gemessen, möglichst Kein sind.
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Mit 3 ist ein lichtdurchlässiger Körper, z. B. aus durchsichtigem
oder durchscheinendem Kunstharz bezeichnet, der sowohl als optischer Diffusor zur
Veränderung von Form oder Richtung des von der Entladungsröhre ausgehenden Lichtstrahlenbündels
als auch in Verbindung mit einer im Gehäuse festgeklebten Pulse Da zum Festhalten
dieser Röhre in der Gehäuseausnehmung la dient.
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Vor der Entladungsröhre 2 ist ein spiegelnder Metallschirm 4 angebracht,
der wie dargestellt aus Metallblech bestehen kann aber auch durch einen Metallbelag
auf der vorderen Hälfte der Röhre 2 verkörpert sein könnte. Dieser Metallschirm
dient sowohl als optischer Reflektor, der die von der Röhre 2 kommenden Lichtstrahlen
längs der Stange nach hinten wirft, als auch insbesondere als Träger eines elektrischen
Feldes, dessen Bestehen das Bünden der Entladungsröhre 2 begünstigt und somit
| die für das Zustandekommen der Entladung in der Röhre erforder- |
| liche Mindestspannung erniedrigt. |
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Die Entladungsröhre 2 mit dem Schirm 4 ist in der Ausnehmung la des
Gehäuses 1 mit Hilfe einer Einlage 5 gelagert ; zum Schutz der Röhre vor Stössen
sowie zur Gewichtsverminderung besteht diese Einlage vorzugsweise aus leichtem elastischem
Werkstoff von schwamm-oder zellenartigem Aufbau wie Schaumgummi, Kork o. dgl. Der
in der Gehäuseausnehmung la noch freie
Raum ist vor dem Einsetzen
des lichtdurchlässigen Körpers 3 bis zu diesem hin mit einer durchsichtigen Kunstharzmasse
5a ausgegossen.
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Die Eingangselektrode 2c der Entladungsröhre erstreckt sich in einen
Kanal 6 des Gehäuses und ist dort mittels einer Klemmschraube 7 auf einem Kontakt
7a festgehalten. 8 ist eine
| Prüfklemme für den Röhrenstromkreis. |
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In der Ausführungsform gemäss Fig. l ist das Gehäuse 1 des Kopfes
durch ein in den Stangenendteil 9 geschraubtes Führungsstück 10 mit unterlagscheibe
14 auf diesem Stangen-. endteil festgehalten. In diesem Führungsstück ist ein nach
hinten verschiebbares Kontaktglied 12 aus Metall geführt, das von einer Feder 12a
nach vorn gedrückt wird aber dessen Weg nach vorn durch einen Federring 12b begrenzt
ist. Das hintere Ende 12d des Kontaktgliedes 12 wirkt als Elektrode in einer Kammer
11 mit einer feststehenden Gegenelektrode 13 zur Bildung einer Funkenstrecke zusammen.
Die Gegenelektrode 13 ist durch eine Schraube 13a und einen flachen, federnden Leiter
13b mit der Prüfklemme 8, mit dem Kontakt 7a und durch diesen mit der Eingangselektrode
2c der Entladungsröhre verbunden.
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Das vordere Ende 12c des Kontaktgliedes 12 ist gabelförmig ausgebildet,
um mit dem Leiter 2b, dessen Spannungszustand geprüft werden soll, bequem in Eingriff
gebracht werden
zu können. Die verschiebbare Lagerung des Kontaktgliedes
erlaubt, durch stärkeres Andrücken des Gerätes an den Leiter 26 den Abstand zwischen
den Elektroden 12b und 13 bis auf einen durch die Schulter 12e bestimmten Wert zu
vermindern, falls beim leichten Anlegen des Gerätes an den Leiter 26 noch kein Stromdurchgang
durch diese Funkenstrecke zustande kommt, die Entladungsröhre 2 also nicht aufleuchtet.
Wenn indessen der Stromdurchgang zustande gekommen ist, verstärkt die Funkenstrecke
12d/13 infolge der in ihr auftretenden Hochfrequenzentladungen die Leuchtkraft der
Röhre 2.
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Die Unterlagscheibe 14 unter dem Führungsstück 10 ist auswechselbar,
so dass sie durch eine solche von anderer Dicke ersetzt werden kann, um die Länge
der Funkenstrecke 12d-13 nach Bedarf einstellen zu können. Für jeden in Betracht
kommenden Spannungsbereich ist zweckmässig eine besondere Unterlagscheibe vorgesehen.
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In gleicher Weise wie die Bingangselektrode 2o der Entladungsröhre
ist deren in der Zeichnung nicht sichtbare Ausgangselektrode mittels einer Klemmschraube
und eines Kontaktes mit einem flachen, federnden Leiter 15 elektrisch verbunden.
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Durch eine Schraube 16a ist dieser Leiter an einen Kontaktstift 16
angeschlossen. Im Innern des Stangenendteils 9 ist ein stabförmiges Leiterelement
17 untergebracht, dessen eines Ende von
einer Feder 18 gegen den
Kontaktstift 16 gedrückt wird ; das Widerlager für diese Feder bildet eine in den
Stangenendteil 9 eingesetzte Abschlussscheibe 9a, die wie der Stangenendteil selbst
aus Isolierstoff besteht. Durch die Abschlussscheibe 9a hindurch erstreckt sich
ein Kontaktstift 17a, der das Leiterelement 17 elektrisch mit einem im anschliessenden
Schaft 19 der Stange untergebrachten, hier als Rohr dargestellten Leiterelement
20 mit Endkappe 20a verbindet. Auch dieses Element 20 wird durch eine Feder 21,
die sich auf einen Pfropfen 21a stützt (Fig. 3), nach vorn in Berührung mit dem
Kontaktstift 17a gedrückt.
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Die Leiterelemente 17 und 20 in den isolierenden Stangenteilen 9
und 19 der Stange sind dazu bestimmt, mit der Hand des Bedienenden, mit der das
Gerät gehalten wird, kapazitiv zusammenzuwirken. Zweckmässig wird ihr elektrischer
Widerstand genügend hoch bemessen, um im Falle von Schäden an den isolierenden Stangenteilen
den Stromdurchgang nach dem Körper des Bedienenden soweit zu begrenzen, dass dieser
nicht gefährdet wird.
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Der Hand des Bedienenden wird ihr Platz am hintern Ende der Stange
durchzwei Wülste 24 (Fig. 3) angewiesen ; vor diesen soll die Stange beim Gebrauch
nicht berührt, geschweige denn gehalten werden. Zweckmässig ist der Abstand zwischen
dem Element 20 und der Hand des Bedienenden einstellbar, damit bei
niedrigen
Spannungen dieser Abstand verkleinert und so das Zusammenwirken zwischen dem Element
20 und der Hand verstärkt werden kann. Zu diesem Zwecke ist gemäss Fig. 3 der Schaftteil
19 in einem rohrförmigen hinteren Stangenendteil 22 verschiebbar und mittels einer
ueberwurfmutter 23 feststellbar. Mit 19a und 22a sind Endstücke bezeichnet, die
im Schaftteil 19 bzw. auf dem Endteil 22 durch Kleben befestigt sind. 22b ist eine
Reibungspackung im Endstück 22a, durch welche beim Anziehen der Mutter 23 der Schaftteil
19 im Endstück 22a festgehalten wird. Für hohe Spannungen kann somit das hintere
Ende des Leiterelementes 20 vor die Wülste 24, also vor den mit der Hand zu umfassenden
Bereich des Stangenendteiles 22, für niedrige Spannungen hingegen hinter die genannten
Wülste in den mit der Hand umfassen Bereich gebracht werden. Falls der Schaftteil
19 defekt sein sollte, wird eine Berührung des Elementes 20 durch den Bedienenden
im ersten Fall durch den achsialen Abstand zwischen dessen Hand und diesem Element,
im zweiten Fall durch die Wand des Stangenendteiles 22 verhindert.
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Der Schaftteil 19 ist stellenweise, z. B. bei 25, mit Einstellmarken
versehen, welche die Spannung angeben, für die das Gerät eingestellt ist, wenn die
betreffende Marke mit der Stirnfläche der Mutter 23 übereinstimmt. in der in Fig.
4 dargestellten Variante ist auf die Verschiebbarkeit
des Kontaktgliedes
12 und auf die Funkenstrecke 12d/13 verzichtet. Statt des Führungsstückes 10 ist
auf das vordere Ende des Stangenendteilee 9 ein rohrförmiges Verlängerungsstück
31 aus Isolierstoff aufgeschraubt, das sich übe] eine Unterlagscheibe 32 auf die
Stirnfläche des Gehäuses 1 stützt.
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An seinem freien Ende trägt das Verlängerungsstück 31 ein Endstück
33, in welchem das Kontaktglied 34 mittels eines Federringes 34c festgehalten ist.
Der vordere Teil 34a des Kontaktgliedes 34, der mit dem zu prüfenden Leiter in Berührung
zu kommen bestimmt ist, ist wiederum gabelförmig ausgebildet.
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Das innere Ende 34b des Kontaktgliedes steht über eine Reihe von Widerstandsstäben
35 mit Endkappen 35a und elastischen Halteringe 35b, einen rohrförmigen Leiter 37
mit Endteilen 37a und 37b und elastischen Halteringe 37c, eine Feder 36 und ein
Kontaktstück 38 mit einem Kontaktstift 13 in leitender Verbindung, der die Stelle
der gleich bezeichneten Gegenelektrode der Funkenstrecke in Fig. 1 einnimmt und
auf gleiche Weise wie diese Elektrode mit der Entladungsröhre 2 verbunden ist.
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Diese Ausbildung des Gerätes erlaubt, den Spannungszustand von Leitern
26 zu prüfen, die hinter einem Schutzgitter 28 mit für den Durchtritt des Gehäuses
1 zu kleinen Oeffnungen
angeordnet sind. Ausserdem bringt diese
Anordnung die Entladungsröhre 2 näher an den Bedienenden heran, wo dieser einen
Sicherheitsabstand vom zu prüfenden Leiter 26 einzuhalten hat.
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Die Widerstände 35 sind so bemessen, dass sie den Strom, der im Falle
eines Durchschlages durch die Wand des Verlängerungsstückes 31 vom erfassten Leiter
26 nach den geerdeten Stäben des Gitters 28 oder nach einem das Verlängerungsstück
31 seitlich berührenden andern Leiter 27 fliessen könnte, auf einen ungefährlichen
Wert begrenzen. Bei ihrer Bemessung kann in Rechnung gestellt werden, dass die zwischen
den Leitern 26 und 27 sowie zwischen jedem von diesen und dem Gitter 28 eine durch
die jeweils geltenden Sicherheitsvorschriften für die Nennspannung der zu prüfenden
Anlage bestimmte Mindestlänge D aufweisen.