DE18416C - Neuerung an der unter Nr. 16962 patententirten Karte zur Aufnahme von Garn, Band, Litzen u. dergl - Google Patents

Neuerung an der unter Nr. 16962 patententirten Karte zur Aufnahme von Garn, Band, Litzen u. dergl

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DE18416C
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Germany
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parts
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cardboard
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DENDAT18416D
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A. ENGISCH & Co. in Basel, Schweiz
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H75/00Storing webs, tapes, or filamentary material, e.g. on reels
    • B65H75/02Cores, formers, supports, or holders for coiled, wound, or folded material, e.g. reels, spindles, bobbins, cop tubes, cans, mandrels or chucks
    • B65H75/04Kinds or types
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

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  • Making Paper Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
AUG. ENGISCH & CO. in BASEL (Schweiz).
Litzen u. dergl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. September 1881 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Haspel aus Papier, Pappe, Carton, Holzfournieren oder dergleichen mit drei, vier oder mehr Flügeln und centraler Höhlung, welche ermöglicht, den Haspel auf die Stifte der Wickelmaschinen, Nähmaschinen etc. zu setzen, so dafs sich die Haspel leicht drehen lassen und ein leichtes Auf- und Abwickeln gestatten. Beiliegende Zeichnungen zeigen diese Haspel in verschiedenen Formen, sowie deren Herstellungsmethoden.
Fig. i, 2 und 3 zeigen einen Haspel mit drei Flügeln, Fig. 4, 5 und 6 einen solchen mit vier Flügeln; die Höhlung b kann einen dreieckigen, viereckigen, kreisförmigen oder auch einen anderen Querschnitt besitzen. Diese Haspel können natürlich auch fünf oder mehr Flügel besitzen, und ist die Form derselben beliebig.
Die Herstellung der Haspel kann verschiedenartig erfolgen. Entsprechend der Anzahl der Flügel können die Haspel aus so viel Theilen hergestellt werden, wie sie Flügel besitzen, welche Theile zuerst geschnitten, dann geprefst und zuletzt zusammengeleimt werden, oder aber, man prefst zuerst Rinnen, leimt zusammen und beschneidet dann die verleimten Theile.
Fig. 7 zeigt, wie die theilcylindrische Höhlung nach der Vereinigung zweier Viertelhaspeltheile durch Pressung hergestellt wird, worauf die Vereinigung der beiden Theile zu einem Haspel, Fig. 8, erfolgt. Das beste Verfahren besteht jedoch darin, dafs man zur Herstellung eines Drittel-, Viertel- etc. Haspeltheiles längere Cartonstreifen mit zwei Längsritzen i in der Nähe der Mitte, entsprechend der herzustellenden Rinne, versieht, Fig. 11 und 12, beschneidet und nun durch Umbiegen, Fig. 13, die betreffenden Haspeltheile fertig stellt. Auf diese Art lassen sich die einzelnen Theile sehr gleichmäfsig herstellen, ritzen, schneiden und umbiegen. Beim Leimen ist der Carton von aufsen anzufeuchten, weil der einseitig genetzte Carton beim Leimen die Tendenz hat, sich nach aufsen umzubiegen und das Leimen zu erschweren.
Nach der letzten Methode erhält man kantige Höhlungen, die für den Gebrauch der Haspel gerade so praktisch sind, wie die mit kreisförmigen Höhlungen, wenn nicht noch praktischer, da sie das Aufwinden erleichtern. Will man aber das Loch rund haben, so kann man die Rundung vorher oder nachher einpressen, oder aber man kann dieses nach dem Zusammenleimen unter Zuhülfenahme eines Dornes thun. Man kann aber auch in das kantige Loch eine runde Papierhülse ο, wie sie in Spinnereien verwendet werden, einführen und festleimen, wie dies Fig. 14 veranschaulicht. Endlich kann man aber auch auf beiden Enden der Höhlung kurze Metallkapseln einsetzen.
Eine weitere Methode zur Herstellung der Haspel besteht darin, dafs man die einzelnen Theile zusammenhängend aus einem Stück Carton oder Papier herstellt, Fig. 9, dasselbe passend ritzt, falzt und zusammenleimt. Hierbei wird zunächst 2 an 3 und 6 an 7 ge-
leimt, Fig. ίο, sodann 5 an 4 und 8 an 1, Fig. 8. Zuletzt werden die Flügel nach einander in die gewünschte Form ausgestanzt.
Arbeitet man nach der letzten Methode, so kann man auch vortheilhaft dem Carton in einer einzigen Operation mittelst einer geeigneten Prefsvorrichtung die in Fig. 9 dargestellte Form geben. Ober- und Untertheil der Presse erhalten alsdann die in Fig. 15 dargestellte Form. Der Carton wird zunächst vorgefaltet und alsdann passend angefeuchtet in die Presse gebracht. Man kann natürlich nach derselben Methode einzelne Theile des Haspels herstellen. Dem Pressen gegenüber hat das Ritzen den Vortheil, dafs es schneller und exactef zu arbeiten gestattet und die Kanten dichter und fester an einander schliefsen.
In den meisten Fällen wird man daher ein combinirtes Ritzen und Pressen anwenden. Es ist übrigens klar, dafs nach den beschriebenen Methoden mehrere Haspel oder Haspeltheile gleichzeitig hergestellt werden können.
Dieser Haspel kann zur Aufnahme von Garnen, Cordein, Litzen und anderen band- oder fadenartigen Gegenständen dienen; er ist bedeutend leichter und billiger herzustellen wie Holzrollen, und gestattet, mehr Material aufzunehmen wie die gewöhnlichen flachen Karten.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Ein Haspel aus Carton, Papier, Pappe, Holzfournier oder dergleichen mit drei, vier oder mehr Flügeln und einer centralen Höhlung zur Aufnahme von Garn, Cordein, Litzen und ähnlichen band- oder fadenartigen Gegenständen, welcher Haspel infolge der centralen Höhlung behufs Auf- und Abwickeins auf die bekannten Stifte der Wickelapparate, Nähmaschinen, Strickmaschinen etc. aufgesetzt werden kann.
2. Die verschiedenen beschriebenen Methoden zur Herstellung dieser Haspel, bestehend im Ausschneiden, Pressen und Zusammenleimen der einzelnen Haspeltheile oder des ganzen Haspels, wie durch die Fig. 7 bis 13 dargestellt.
3. Die zum Ausstanzen und Pressen der Haspel oder Haspeltheile dienende Presse, Fig. 15.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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