DE185183C - - Google Patents

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DE185183C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/02Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of sulfonic acids or halides thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
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    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12 o. GRUPPE
Dr. OTTO STILLICH in CREFELD.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Mai 1904 ab.
In Liebigs Annalen 148, 109 gibt CoIlmann folgendes Verfahren zur Darstellung der Sulfoessigsäure (S0&H) · CH2 ■ CO-(OH) an:
Monochloressigsäure und Natriumsulfit werden mehrere Stunden am Rückflußkühler gekocht, danach eingedampft und der Rückstand mit kochendem Alkohol ausgezogen. In Lösung gehen Natriumacetat und Natriumsulfoacetat.
Die Lösung wird mit überschüssiger konzentrierter Schwefelsäure versetzt und zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird mit Alkohol ausgezogen, filtriert und das Filtrat einige Zeit mit Wasser gekocht, dann mit Bariumcarbonat bis zur alkalischen Reaktion versetzt.
An Stelle von Natriumsulfit schlägt Hern ilian (Liebigs Annalen 168, 145) vor, Ammoniumsulfit zu nehmen und das Ammoniak nachher durch Kochen mit Bleioxyd zu entfernen. Die Anwendbarkeit des Verfahrens wurde an der Sulfoessigsäure nicht erprobt.
Es wurde nun gefunden, daß man einfach so verfahren'kann, daß man die vorhandene schweflige Säure aus dem Reaktionsgemisch von Monochloressigsäure und Alkali- oder Ammoniumsulfit durch Wegkochen mittels Salzsäure oder durch Oxydation beseitigen kann. Nach der Literatur (s. Annalen 131, 165) soll sich die-Sulfoessigsäure schon beim Kochen mit Wasser in Essigsäure und Schwefelsäure zersetzen. Bei einer Nachprüfung zeigte sich die überraschende Tatsache, daß die Sulfoessigsäure eine äußerst stabile Verbindung ist, die ohne Schaden ein zwölf stündiges Kochen selbst mit Mineralsäuren oder verdünnten Alkalien verträgt, sowie die Behandlung mit Oxydationsmitteln wie Salpetersäure usw.
Die freie Sulfoessigsäure kann aus ihren Salzen nach einer der bereits üblichen Methoden gewonnen werden.
Sie schmilzt nicht, wie Franchimont angibt, bei 75 °, sondern bei 84 bis 86° (vgl. Berichte der Deutschen Chemischen Ges. 38, 1244). · ■ . .
Die mögliche technische Verwendung der Sulfoessigsäure dürfte eine sehr vielseitige sein: in erster Linie als Ersatz· von Essigoder Schwefelsäure in organischen Verbindungen ; ferner kann sie — besonders in Form ihrer Ester — zu Kondensationsreaktionen verwendet werden, wie nach den Untersuchungen von Franchimont festgestellt wurde.
Beispiel I.
Darstellung von Barium- und Strontiumsulf oacetat. 100 g Monochloressigsäure werden mit Y2 kg Natriumsulfit (krist.) und 0,61 Wasser vermischt und einige Zeit zum Sieden erhitzt; dann wird mit konzentrierter Schwefelsäure angesäuert und die schweflige Säure weggekocht. Darauf versetzt man mit einer geringen Menge einer heiß gesättigten konzentrierten Chlorbariumlösung, filtriert vom Bariumsulfat ab und gibt dann den nötigen Rest der Chlorbariumlösung zu. Auf Zusatz

Claims (1)

  1. von Ammoniak oder Alkali bis zur alkalischen Reaktion scheidet sich das sulfoessigsaure Barium kristallinisch ab.
    Aus der Mutterlauge läßt sich durch Eindampfen oder Zusatz von Alkohol noch eine geringe Menge Bariumsalz gewinnen. Eine Reinigung des Salzes gelingt bequemer als durch Umkristallisieren dadurch, daß man in •wenig verdünnter Salzsäure löst und durch
    ίο Ammoniak wieder ausfällt.
    Beispiel II.
    Gewinnung des Bleisulf oacetats.
    Das Reaktionsgemisch aus Monochloressigsäure und Natriumsulfit wird mit Salpetersäure gekocht, darauf mit Bleisalz und viel Alkohol versetzt, vom Bleichlorid und Bleisulfat abfiltriert und neutralisiert. Aus schwach saurer Lösung fällt das Bleisalz aus, in der Regel erst flockig, aber bald beim Reiben oder Stehenlassen kristallinisch werdend.
    Pate nt-A ν SPRU ch:
    Verfahren zur Darstellung der Sulfoessigsäure und ihrer Salze, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Produkt der Einwirkung von Alkalisulfiten auf die Monochloressigsäure die schweflige Säure durch Kochen mit Mineralsäuren oder durch Oxydation entfernt wird.
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