DE18555C - Neuerungen an elektrischen Uhren - Google Patents

Neuerungen an elektrischen Uhren

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DE18555C
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A. LEMOINE in Paris
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C3/00Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means
    • G04C3/02Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a pendulum
    • G04C3/027Electromechanical clocks or watches independent of other time-pieces and in which the movement is maintained by electric means wherein movement is regulated by a pendulum using electromagnetic coupling between electric power source and pendulum

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 83: UifREN. A
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Uhr, deren Pendelbewegung durch einen elektrischen Strom unterhalten wird, welcher in bestimmten Intervallen die Windungen eines Elektromagneten durchströmt, indem letzterer auf ein am Pendel befestigtes Stück weiches Eisen wirkt. Die Bewegung des Pendels wird dem Uhrwerk mittelst einer am Pendel befestigten Klinke zugeführt, die auf ein Steigrad wirkt, das auf einer der Wellen des Werkes sitzt. Letzteres enthält aufserdem nur vier Räder. Die Eigenthümlichkeit der Uhr besteht in derjenigen Anordnung, welche in bestimmten Intervallen den Stromschlufs bewirkt.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 eine hintere Ansicht der Uhr dar, wobei ein Theil der vorderen Gehäuseplatte entfernt gedacht ist. Fig. 2 ist eine Seitenansicht des Uhrwerkes; Fig. 3 veranschaulicht die Anordnung der elektrischen Leitungen, α ist die vordere, b die hintere Gehäuseplatte, welche, wie gewöhnlich, durch Stehbolzen mit einander verbunden sind und zwischen sich die Wellen des Räderwerkes, bestehend aus den beiden Getrieben c und c1 und den Rändern d und d1, aufnehmen. Die Welle e des letzten Rades dx nimmt den Minutenzeiger auf und überträgt in bekannter Weise die Bewegung auf den Stundenzeiger. Auf der Welle des ersten Getriebes c sitzt das Steigrad f, auf welches bei jeder Schwingung des Pendels q die an demselben sitzende Klinke g wirkt. Eine federnde Sperrklinke h verhindert den Rücklauf des Steigrades f, so dafs letzteres bei jeder Doppelschwingung des Pendels immer nur um einen Zahn sich vorwärts dreht.
Auf derselben Welle des Steigrades ist ferner ein Sternrad i mit einer beliebigen Anzahl Spitzen oder Zähnen (auf der Zeichnung sind vier angenommen) angebracht. Diese Zähne treffen einen Contact k, der an einer isolirten Feder / befestigt ist, und welcher mit dem einen Pol der Batterie m verbunden ist, während der andere Pol dieser Batterie mit dem Uhrgehäuse in Verbindung steht. In die Leitung ist der Elektromagnet η eingeschalten.
Im Ruhezustand stützt sich die Feder / gegen einen isolirten Anschlag f. An der Linse r des bei s aufgehängten Pendels q ist ein Anker ο ans weichem Eisen angebracht. Wird nun der elektrische Strom durch Berührung des Contactes k durch einen Zahn des Sternrades i geschlossen, so erfährt das Pendel q infolge der Anziehung des Ankers ο einen kleinen Impuls, der seine Bewegung unterstützt.
Der Stromlauf ist aus Fig. 3 ersichtlich, und bleibt zu bemerken, dafs derselbe auch in abweichender (Form) Weise vorgenommen werden kann, da es nur darauf ankommt, mittelst des auf der Steigradwelle sitzenden Sternrades i den Stromschlufs zu bewirken.
Die Anzahl der Zähne des Steigrades ist so bemessen, dafs die dem Pendel mitgetheilten Impulse so oft eintreten, als nöthig ist, das Uhrwerk in Gang zu halten, so lange der elektrische Strom der Batterie noch kräftig genug ist.
Die Batterie kann an jedem beliebigen Ort angeordnet werden, sei es in dem Zimmer, in welchem die Uhr hängt, oder aufserhalb dieses Zimmers. Im ersteren Falle bringt man sie vortheilhaft im Sockel des Uhrgehäuses in einer
Schublade an, nach deren Oefrhen man die Batterie nachsehen kann etc., während durch Sohliefsen der Schublade gleichzeitig der Schlufs der Leitungen hergestellt wird. Der Elektromagnet kann ebenfalls im Sockel der Uhr angebracht werden. Sternrad und Contactvorrichtung können aufserdem jede passende Construction erhalten.
Die vorliegende Erfindung bietet den bekannten Systemen der elektrischen Uhren mit äufserer Contactvorrichtung (System Hipp) gegenüber den Vortheil, dafs der Stromschlufs bedeutend weniger Widerstand verursacht. Aufserdem functionirt die Einrichtung präcis und Sicher, selbst nach einiger Abnutzung der beweglichen Theile. Die Contactfeder bewirkt immer einen sicheren Stromschlufs; aufserdem kann die Abnutzung des sternförmigen Contactrades nicht die Regelmäfsigkeit des Ganges beeinflussen, da dieses Contactrad von dem Räderwerk der Uhr unabhängig ist, was nicht der Fall ist bei denjenigen Systemen, bei denen der Contact durch einen, mit den bewegten Theilen der Uhr, ζ. B. dem Pendel der Uhr, verbundenen Arm etc. erfolgt.
Dieses Contactsystem mit Sternrad kann bei allen vorhandenen Uhren jeder Gröfse und Construction mit Leichtigkeit angewendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine durch den elektrischen Strom betriebene Uhr, charakterisirt durch die combinirte Anordnung des sternförmigen Contactrades i, der isolirten, von dem Gehwerk der Uhr unabhängigen Contactfeder /, des in der Nähe des mit dem Anker ο versehenen Pendels angeordneten Elektromagneten η, welche Theile in einen elektrischen Stromkreis eingeschaltet sind, der bei Gang der Uhr in gewissen Intervallen durch das Sternrad i und Contactfeder / geschlossen wird, so dafs der Elektromagnet η auf den Anker ο des Pendels wirkt und demselben einen Impuls ertheilt, durch welche Anordnung der regelmäfeige Gang des Uhrwerkes durch Abnutzung der Theile etc. in keiner Weise beeinträchtigt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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