DE186041C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 186041 ; — KLASSE 71c. GRUPPE
EUGEN LEONHARDT in BRUCHSAL
Bei den bekannten, aus zwei oder drei Teilen bestehenden Stiefelleisten ist es nach dem Zwicken erforderlich, den ganzen Leisten für den Zweck, den Stiefel durchnähen zu können, aus dem letzteren herauszuziehen, wodurch der Stiefel viel von seiner ursprünglichen Form verliert. Deshalb ist es häufig nötig, den Leisten nochmals einzuschlagen, wobei nicht selten das Fütter zerreißt und ίο auch das Leder leidet.
Vorliegende Erfindung soll nun diesem Mißstand abhelfen. Dieselbe betrifft ein Verfahren und einen dreiteiligen Leisten zur Herstellung durchgenähten Schuhwerks.
Das Neue der Erfindung besteht nun darin, daß ein Leistenteil der Sohlenkante nachgebildet und in seiner Mitte so weit ausgespart ist, als zum Durchnähen erforderlich ist. Dieser Leistenteil verbleibt während des Durchnähens im Schuhwerk, während die anderen Leistenteile vor dem Durchnähen aus dem Schuhwerk herausgezogen werden.
In der Zeichnung ist ein solcher Leisten dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι den oberen Teil — den Keil — im Längsschnitt nach der Linie A-B der Fig. 7,
Fig. 2 denselben iri Stirnansicht, gesehen in der Pfeilrichtung,
Fig. 3 den mittleren Teil — die Füllung — im Längsschnitt nach der Linie C-D der Fig.8,
Fig. 4 denselben in Stirnansicht, gesehen in der Pfeilrichtung,
Fig. 5 den unteren Teil — den eigentlichen Leisten '■— im Längsschnitt nach der Linie E-F der Fig. 9,
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Fig. 6 den Querschnitt desselben nach der Linie G-H der Fig. 5.
Fig. 7 stellt den Grundriß des Keils dar,
Fig. 8 den der Füllung.
Fig. 9 veranschaulicht den Grundriß des eigentlichen Leistens.
Es besteht somit der Leisten aus drei besonderen Teilen, dem Keil a, der Füllung b und dem eigentlichen Leisten c, die beim Zu- -sammenlegen mit den einander berührenden Flächen genau ineinander passen. Denkt man sich den Leisten im Arbeitszustand im Stiefel, so liegt die Füllung b innerhalb des Leistenteiles c, wobei die Feder d hinter den Ansatz e der Füllung greift und so letztere festhält. Auf der Füllung ruht der Keil a. Bei der Bearbeitung des Stiefels wird ein an einer Seite abgeflachter Bolzen in die Bohrung' f geschoben und dann gedreht, derart, daß der lose Stift g gegen die Feder d gepreßt wird, so daß deren Nase h über den Ansatz i des Keilesa greift, wodurch sämtliche drei Teile durch die Feder d in dem Stiefel unverrückbar festgehalten werden. Soll nun der Stiefel nach dem Zwicken genäht werden, so ist der Bolzen aus der Bohrung/herauszunehmen, worauf die Feder d zurückschnellt und der Keil α und die Füllung b leicht herausgenommen werden können. Der Leistenteil c bleibt im Stiefel, welcher sodann durchgenäht werden kann, ohne daß seine ursprüngliche Form irgendwie leidet.
Bei verschiedenen Schuharten kann es vorteilhaft sein, den Keil länger zu machen, wie gezeichnet, auch können die Flügel des
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Leistenteiles c sich vorn schließen, wie in Fig. 9 strichpunktiert angedeutet ist.
Die Ausführung kann in Holz, Eisen oder sonstigem Metall erfolgen, auch zum Teil in Holz und Metall.

Claims (2)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    I. Verfahren zur Herstellung durchgenähten Schuhwerks, dadurch gekennzeichnet, daß ein Leistenteil (c) während des Durchnähens im Schuhwerk verbleibt, die anderen Leistenteile (a, b) dagegen vor dem Durchnähen aus dem Schuhwerk herausgezogen werden.
  2. 2. -Dreiteiliger Leisten zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Leistenteil (c) der Sohlenkante nachgebildet und in seiner Mitte so weit ausgespart ist, als zum Durchnähen erforderlich ist. .
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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