DE1865539U - Ruehrwerksantrieb eines geschlossenen behaelters. - Google Patents

Ruehrwerksantrieb eines geschlossenen behaelters.

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Description

Rührwerksantrieb eines geschlossenen Behälters
Bei geschlossenen Behältern, die ein Rührwerk besitzen, ist der Rührwerksantrieb insofern problematisch, weil dessen Welle im allgemeinen in einen Raum hineinführt, in dem ein von dem Zustand der Umgebungsluft verschiedener Zustand herrscht. Der Behälter kann bei stark unterschiedlicher Temperatur unter einem Überdruck oder unter einem Unterdruck stehen. Nach dem Stand der Technik ist der Wanddurchtritt der Welle mit Stopfbüchsen oder sonstigen mit Reibung und Reibungsverschleiß behafteten Vorrich** tungen abgedichtet. Beispielsweise bei einem Hochdruck-Autoklaven beansprucht die Stopfbüchse aufwandmäßig und räumlieh einen großen Teil des Rührwerksantriebes - zumal wenn der Autoklav mit hoher Temperatur betrieben wird. Selbst Behälter, die nur unter Atmosphärendruck betrieben werden, versieht man mit Stopfbüchsen oder dergleichen, wenn der Behälter aggressive Stoffe oder Dämpfe enthält .
Die Neuerung bezweckt, für die Behälter der genannten Art einen Rührwerksantrieb zu schaffen, der keinen Stopfbüchsdurchtritt benötigt.
Die Neuerung betrifft also einen Rührwerksantrieb eines geseHossenen Behälters, insbesondere eines Hochdruckbehälters, mit einem an einem einen Durchbruefcjdes Behälters dicht verschließenden Lagergehäuse befestigten topfförmigen Körper aus unmagnetisierbarem Material und mit einem den Manfiel des topfförmigen KörpersB nahezu berührenden Innenläufer einer magnetisch wirkenden Vorrichtung. Die Neuerung unterscheidet sich von diesem bekannten Rührwerksantrieb dadurch, daß der treibende Teil der magnetisch wirkenden Vorrichtung als treibende Hälfte einer magnetischen Kupplung ein
auf einem Flansehmotor aufgezapfter Äussenläufer ist, dessen Innenmantel mit einem Kranz von Permanentmagneten versehen ist, dessen Länge mindestens gleich dem Durchmesser seines Innenmantels ist, und daß der Äussenläufer in einer den Flansehmotor an dem Lagergehäuse zentrierenden Laterne drehbar ist.
Das Lagergehäuse kann die gesamte Lagerung des Antriebsendes der Rührwerkswelle aufnehmen« Bei großen Leistungen und/oder bei einer langen fliegenden Rührwerkswelle ist es jedoch zweckmäßig, das zweite Lager der Rührwerkswelle im Boden des Topfes unterzubringen, wobei dieser Topf wiederum außen ein Lager erhalten kann, um sich, falls erforderlich, am Außenläufer der Kupplung abzustützen. Hierdurch erhält man einen verhältnismäßig großen Lagerabstand.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform läßt sich bei vertikalen Rührwerkswellen erreichen. Dann läßt sieh nämlich das Lagergehäuse als Schmieröltasse ausbilden. Das Lagergehäuse erhält dazu ein die RUhrwerkswelle umgebendes Halsrohr, über das ein glockenförmiger Hohlzapfen gestülpt ist. Unterhalb des oberen Endes des Halsrohres kann der Hohlzapfen mit Bohrungen versehen werden, die innen in eine Ringnut einmünden. Mit dieser letzteren Maßnahme wird verhindert, daß das im Halsrohr stehende Schmieröl am oberen Teil des Halsrohres und an der Welle entlang in den Behälter gelangt. Die Ringnut und die Bohrungen wirken wie ein Pumpenrad und schleudern das Öl in den außerhalb des Halsrohres gelegenen Teil der öltasse zurück. Die Radialbohrungen' in dem glockenförmigen Körper dienen gleichzeitig zum Druckausgleich zwischen dem Druckraum des ■ Antriebes und dem Druckraum des Behälters. Tritt im Behälter eine plötzliche Entspannung auf, so besteht immer noch die Gefahr, daß Öl in den Behälter hineingelangen kannj um auch dies zu verhindern, ist der Innendurchmesser des Hohlzapfens oberhalb der Ringnut größer als $. unterhalb der Ringnut.
In der Zeichnung ist die"Neuerung anyAusführungsbeispiel·©» dargestellt. Sie zei'gfe im Längsschnitt einen Rührwerksantrieb für einen unter Überdruck und hoher Temperatur betriebenen stehenden Behälter.
Ein am Wellendurehtritt eines Behälters festsehraubbarer Gewindezapfen 1 nimmt unter Belassung eines ringförmigen Luftspaltes 2 das obere Ende einer vertikalen Rührwerkswelle 3 auf. Der Gewindezapfen 1 gehört zu einem Lagergehäuse 4, das außerdem noch eine . von Kühlwasser durchströmte Kühlkammer 5 und ein Wärmeabschirmblech 6 besitzt. Am Flansch 7 des Lagergehäuses ist durch Schrauben 8 ein loser Flanschring 9 befestigt, der den bundartigen Rand Io eines topfförmigen Körpers 11/ im weiteren mit Topf bezeichnet, fest und dicht gegen den Boden einer Zentrier-Ringnut 12 des Flansches 7 preßt. Ferner ist am Flansch 7 durch Schrauben 13 eine eine Elektromotor 15 tragende sogenannte Laterne 14 zentriert und befestigt.
Der Topf 11, der Bestandteil einer an sich bekannten Magnetkupplung ist, die durch den zylindrischen Mantel 16 hindurch wirksam ist, liegt in dem von einem mit Magneten 17 bestückten Außenläufer 18 und einem mit Magneten 19 bestückten Innenläufer 2o belassenen Zwischenraum. Die Magnete 17 sind durch Schrauben 21 an der auf .-dem Zapfen 22 des Motors 15 sitzenden Glocke 23 befestigt, während die im Querschnitt hufeisenförmigen Magnete 19 zwischen die Stirnflansche 24 des Innenläufers eingepaßt, im Zwischenraum zwischen den Polen ausgegossen und mit Schrauben 25 gesichert sind. Die Nabe 26 des Innenläufers 2o sitzt auf dem Ende der Rührwerkswelle 3 und ist durch einen das Drehmoment übertragenden Stift 27 gesichert.
Die Nabe 26 ist am anderen Ende als glockenförmiger Hohlzapfen 28 ausgebildet, der sich nahezu bis auf den Boden der Schmieröltasse 29 des Lagergehäuses 4 erstreckt. Auf dem Hohlzapfen 28 sitzen in einem durch eiruDistanzstück 30 gesicherten Abstand zwei Kugellager 31, die außer den Ratäialkräften auch das Gewicht der rotierenden Teile und die axiale Raaktionskraft des Rührwerkspropeller an das Lagergehäuse 4 übertragen. Ein Halsrohr 32, das dicht im Boden der Schmieröltasse 29 befestigt ist, erstreckt sich bis in den . Innenläufer 2o hinein. Oberhalb des oberen Endes der beiden Lager
31 und unterhalb des oberen Endes des Halsrohres 32 ist der Hohlzapf en 28 mit radialen Bohrungen 33 versehen, die innen in eine Ringnut J)K münden. Der Innändurchmesser des Hohlzapfens 28 ist oberhalb dieser Ringnut J4 großer als unterhalb derselben.
Nach außen ist das Lagergehäuse 4 nur durch einen Schmierölanschluß 35 mit Nippel 36 und durch einen Druckausgleichanschluß 37 durchbrochen. Letzterer ist mit dem Innenraum des nicht gezeichneten Behälters verbunden, entlastet also den Luftspalt 2 von Druckausgleichströmungen. Besteht die Gefahr, daß durch den Luftspalt 2 aggressive Flüssigkeiten oder Gase mit dem Inhalt der Schmieröltass« 29 in Verbindung treten, so kann an geeigneter Stelle des Luftspaltes beispielsweise ein Simmering angeordnet sein. Am Druckausgleichsanschluß sitzt dann eine mit dem Behälter verbundene Leitung; in derselben ist aber dann eine Neutralisierungseinrichtung der Gase angeordnet. Man kann auch in das Innere des Lagergehäuses 4 Stickstoff einlassen und dafür sorgen, daß innen ein geringer Oberdruck gegenüber dem Inneren des Behälters herrscht.

Claims (4)

SCHÜTZANSP RÜCHE
1.) Rührwerksantrieb eines geschlossenen Behälters, insbesondere eines Hoehdruckbehälters, mit einem an einem % einen Durchbrach des Behälters dicht verschließenden Lagergehäuse befestigten topfförmigen Körper aus unmagnetisierbarem Material und mit einem den Mantel des topfförmigen Körpers nahezu berührenden Innenläufer einer magnetisch wirkenden Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der treibende Teil der magnetisch wirkenden Vorrichtung als treibende'Hälfte einer magnetischen Kupplung ein auf einem Flanschmotor (15) aufgezapfter Aussenläufer (18) ist, dessen Innenmantel'mit einem Kranz von Permanentmäg-" neten (17) versehen ist, dessen Länge mindestens gleich dem Durchmesser seines Innenmantels ist, und daß der Aussenläufer in einer den Planschmotor an dem Lagergehäuse zentrierenden Laterne (l4) drehbar ist.
2.) Rührwerksantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagergehäuse (4) die gesamte Lagerung (Jl) des Antriebsendes der Rühfwerkswelle (5) aufnimmt. '
3.) Rührwerksantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden (65) des zur Magnetkupplung gehörenden Topfes ein Lager (71) besitzt.
4.) Rührwerksantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei vertikaler Welle das Lagergehäuse (4) als Schmieröltasse (29) ausgebildet ist und ein die Rührwerkswele umgebendes Halsrohr (32) besitzt, über das ein glockenförmiger Hohlzapfen (28) gestülpt ist.
5j) Rührwerksantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzapfen (28) unterhalb des oberen Endes des Halsrohres (J2) radiale Bohrungen (53) besitzt, die innen in eine Ringnut (34) münden.
6*) Rührwerksantrieb nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser des Hohlzapfens (28) oberhalb d©r Ringnut (54) größer ist als unterhalb der'Hingnut.
7«) Rührwerksantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagergehäuse (4) mit Rohranschlüssen versehen ist, durch die hindurch der Inhalt der Schmieröltasse urnpumpbar ist.
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