DE189638C - - Google Patents

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DE189638C
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    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00—Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02—Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Working-Up Tar And Pitch (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■-. JVi 189638 -. KLASSE 21/. GRUPPE
in LONDON.
Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung von Glühfäden elektrischer Lampen zum Gegenstande, die zum Glühen gelangen, wenn der elektrische Strom seinen AVeg durch dieselben nimmt, ohne daß dieselben einer vorherigen Erhitzung unterworfen werden müssen. Der Zweck der Erfindung besteht darin, den Glühfaden von größerer Dauerhaftigkeit als jene, die bisher
ίο im Gebrauch sind;, herzustellen und. mittels desselben ein stärkeres Licht bei gleichem Stromverbrauch zu erzeugen.
Der Erfindung gemäß wird zur Ausführung des vorliegenden. Verfahrens die bekannte Pechblende benutzt, die verschiedenartige Oxyde enthält. Die Pechblende wird, nachdem sie durch das im folgenden beschriebene Verfahren behandelt worden ist, mit Kautschuk oder einem anderen geeigneten Bindemittel vermischt, so daß eine plastische Masse erhalten wird, aus welcher in irgendeiner bekannten Weise die Glühfäden geformt werden ; oder es könnte auch die genannte plastische Masse als Überzug für die bisher gebräuchlichen Glühfäden aus Kohlenstoff in Benutzung genommen werden. Es hat sich herausgestellt, daß das genannte Material, nachdem es dem in folgendem beschriebenen Verfahren unterworfen worden ist, sich als ein ausgezeichneter Elektrizitätsleiter erweist, welcher sich besonders zur Herstellung von Glühfäden elektrischer Lampen eignet, da derselbe beim Durchleiten von Strom sofort durchweg glühend wird und eine bedeutende 35
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Lichtstärke bei geringem Stromverbrauch erzeugt. Die Pechblende wird zunächst der Einwirkung einer Lösung von Chlorkalium oder Chlornatrium oder von Chlorwasserstoff oder einer Verbindung dieser eben genannten oder anderer chlorhaltiger Stoffe unterworfen. Es hat sich ergeben, daß eine Lösung von Chlorwasserstoff, die ungefähr 20 Prozent der im Handel vorkommenden Säure enthält, eine geeignete Lösung für genannten Zweck darstellt. Es können indessen auch andere chlorhaltige Lösungen mit entsprechendem Chlorgehalt benutzt werden; der Gehalt dieser Lösungen kann innerhalb weiter Grenzen verändert werden, ohne das Resultat wesentlich zu beeinflussen. Der Lösung, in welche die Pechblende eingebracht wird, wird gestattet, so lange auf die Blende einzuwirken, als bei der zwischen der Pechblende und der Lösung stattfindenden Reaktion Gase entweichen. Die Länge der Zeit, in welcher die Pechblende in der Lösung eingetaucht bleibt, hat sich vorzugsweise auf 2 bis 3 Tage zu belaufen. Nach dem Verlauf dieser Zeit hat die Pechblende die Gestalt einer porösen, bimssteinartigen Masse angenommen, während sich gleichzeitig ein pulverförmiger Stoff am Boden des Gefäßes niedergeschlagen hat. Aus dieser bimssteinartigen Masse und dem pulverförmigen Niederschlag wird nun der Stoff gewonnen, der gemäß vorliegender Erfindung zur Herstellung von Glühfäden Verwendung findet. Der Stoff wird einer geeigneten Vorbehandlung unterzogen, indem er zuerst durch
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wiederholte Wasserspülungen gründlich ausgewaschen wird, nach welcher Behandlung er sich als ein Elektrizitätsleiter erweist. Der Stoff wird nunmehr der Einwirkung eines elektrischen Stromes oder anderer geeigneter Mittel unterworfen, bis er in Rotglühhitze gerät, in welcher er so lange erhalten wird, bis Dämpfe aus demselben nicht mehr entweichen und nur ein unschmelzbarer Rückstand verbleibt. Durch die Erhitzung wird des weiteren überschüssiges Bjei, Zinn oder dergl., welches zufolge irgendwelcher Veranlassung in dem Stoff so lange zurückgeblieben ist, ausgeschieden. Nach stattfindender Kühlung wird das Produkt ' in einen pulverförmigen Zustand gebracht und demselben Kautschuk oder eine andere bindende Substanz zugesetzt, um eine plastische Masse herzustellen, aus welcher sich die Glühfäden
20'in irgendeiner gebräuchlichen Weise formen lassen, oder diese Masse könnte auch als Überzug' von Glühfäden aus Kohlenstoff oder dergl. benutzt werden.
Die so hergestellten Glühfäden werden nunmehr in eine luftdichte Kammer gebracht, die pulverisierte Holzkohle und pulverisierten Graphit enthält, und in dieser Kammer auf eine sehr hohe Temperatur gebracht, wobei
' die in den so hergestellten Glühfäden noch enthaltenen Sauerstoffverbindungen in einen metallischen Zustand gebracht werden. Die endgültige Fertigstellung der Glühfäden wird dadurch bewirkt, daß man dieselben in Kohlenwasserstoffgas in der üblichen Weise zum Glühen bringt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Glühfäden elektrischer Lampen aus Pechblende, ' dadurch gekennzeichnet, daß die Pechblende zunächst der Einwirkung einer Lösung von Chlorwasserstoff oder einer anderen Chlor enthaltenden Flüssigkeit unterworfen wird, bis dieselbe die Gestalt einer bimssteinartigen Masse angenommen oder sich als pulverförmige Masse niedergeschlagen hat, worauf sowohl die bimssteinartige als auch die pulverförmige Masse nach stattgehabtem Durchwaschen auf Rotglühhitze gebracht, darauf gekühlt, in pulverförmigen Zustand übergeführt, darauf durch Zusatz eines Bindestoffes in eine plastische Masse umge-■ wandelt und nunmehr in die Gestalt von Glühfäden oder eines Überzuges für solche gebracht wird, welche Fäden bezw. welchen Überzug man in einer luftdichten Kammer, welche pulverisierten Graphit oder Holzkohle enthält, auf eine hohe Temperatur bringt, worauf man dieselben in Kohlenwasserstoffgas in der üblichen Weise aufflammen läßt.
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