DE488929C - Verfahren zur Herstellung von Kunstgraphit durch elektrische Erhitzung kohlenstoffhaltiger Materialien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstgraphit durch elektrische Erhitzung kohlenstoffhaltiger Materialien

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DE488929C
DE488929C DESCH78602D DESC078602D DE488929C DE 488929 C DE488929 C DE 488929C DE SCH78602 D DESCH78602 D DE SCH78602D DE SC078602 D DESC078602 D DE SC078602D DE 488929 C DE488929 C DE 488929C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00Carbon; Compounds thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstgraphit durch elektrische Erhitzung kohlenstoffhaltiger Materialien Die Herstellung von Kunstgraphit geschieht bekanntlich durch elektrische Erhitzung von Kohle, indem man die Kohlemasse als Widerstand in einen elektrischen Stromkreis mit hoher Amperezahl schaltet. Man hat dazu bisher Anthrazit, Steinkohle, Petrolkoks; Holzkohle verwendet. Dabei hat es sich als nötig erwiesen, diese Materialien. bis auf Rep;skorngrö.ße zu zerkleinern und gewisse Metalle oder deren Oxyde, wie Eisen, Titan, Bor usw., beizumischen, um durch Katalyse die Umwandlung 3.n. Graphit zu erleichtern. Es zeigte sich hierbei, daß mit den genannten Kohlesorten sehr weiche Graphite mit weniger als o, i % Aschengehalt nur schwierig und nur nach sehr langem Erhitzen zu erhalten sind.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß es mit Leichtigkeit gelingt, Graphit von einer unübertrefflichen Weichheit mit weit unter o, i olo Aschengehalt zu erzeugen, wenn man als Ausgangsmaterial die sogenannte Retortenkohle verwendet. Es ist dies eine Kohle, die sich infolge der Zersetzung von Kohlenwasserstoffen in. den heißen Kohleretorten und deren Rohrleitungen der Gasanstalten absetzt und in Form von derben, außerordentlich harten Stücken in den Handel kommt. Es hat sich herausgestellt, daß diese Kohle, trotzdem sie die bÄrtesta aller bekannten Kohlesorten verkörpert, die merkwürdige Eigenschaft besitzt, im elektrischen Ofen sich wesentlich rascher in Graphit unizuwandeln als irgendwelche andere Kohlesorten, die bis jetzt verwendet wurden. Dabei ist diese Umwandlung. in Graphit eine derart günstige und vollständige, daß es gar nicht nötig ist, die Retortenkohle vor der Beschickung des elektrischen Ofens zu granulieren. Man kann sie in Stücken von: ->o bis 30 mm Größe direkt zur Begchickung verwenden, ohne im geringsten eine unvol`,fständige Graphitierumg befürchten zu müssen. Die Retortenkohle zeigt sich. bei der Umwandlung in Graphit im Gegensatz zu anderen Kohlesorten die höichst bemerkenswerte Eigenschaft, daß sie sich auf das zwei- bis vierfache Volmnen der -ursprünglichen Kohlestückchen vergrößert. Mit dieser Volumenvergrößerung hängt es wahrscheinlich zusammen, daß der dabei entstehende Graphit von einer Weichheit und Gescbinddigkeif ist, die bei Anwendung anderer Kohlesorten nicht zu Herreichen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunstgraphit durch elektrische Erhitzung kohlenstoffhaltiger Materialien, dadurch gekennzeichnet, daß Retortenkohle unter Verzicht auf den Zuschlag von; Stoffen, wie Kieselsäure u. e1, der elektri;gcbien Behandlung nach üblichen Methoden unterworfen wird.
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