DE1908603A1 - Spannvorrichtung fuer den Hals von Saiteninstrumenten,beispielsweise Gitarren oder Lauten - Google Patents
Spannvorrichtung fuer den Hals von Saiteninstrumenten,beispielsweise Gitarren oder LautenInfo
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Description
- "Spannvorrichtung für den Hals von Saiteninstrumenten, bei spielsweise Gitarren oder Lauten" Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für den Hals von Saiteninstrumenten, beispielsweise Gitarren oder Lauten, welche dazu bestimmt ist, ein Durohbiegen des Halses unter dem Zug der gespannten Saiten zu verhindern oder auszugleichen, damit sich der Hals bzw. das an ihm befestigte Griffbrett nicht verzieht.
- Bekannte Vorrichtungen dieser Art enthalten im wesentlichen einen in den Instrumenthals längsweise eingebetteten spannba-ren metallenen Zugstab, dessen Zugspannung den Hals in entgegengesetzter Richtung durchzubiegen sucht als der Saitenzug und ihm so entgegenwirkt. Bei einer solchen Vorrichtung ist der im Hals gelagerte Zugstab im entspannten Zustand leicht gekrümmt mit vom Griffbrett abgekehrter konvexer Seite und mittels einer am einen Ende angebrachten Spannmutter geradestreekbarJ wobei er dem Hals die gentnschte Korrektur erteilt. Hierbei muß der aus Holz bestehende Hals den ganzen Saitenzug aufnehmen, und seine inneren Materialspannungen überlagern sich der vom gekrümmten Zugstab ausf¢Ubten Riehtkrafts wodurch nicht beherrschbare Verwindungen des Halses eintreten können.
- Bei einer anderen bekannten Bauart einer derartiger Vorrichtung ist der Zugstab als Rippenprofilschiene mit einem längs verlaufenden Kanal oder einer Rinne ausgebildet, worin eine zwischen den Enden der Profilschiene mittels Stelischrauben eingespannte Druckstange gelagert ist. Mit Hilfe der Stellschrauben wird die-Zugstange verschieden stark gespannt und dadurch die Wirkung- des Saitenzuges auf den Hals des Instruments ausgeglichen. Die Herstellung dieser Profilschiene und ihr Einbau in den ihrem-U'mriss anzupassenden Hals sind aufwendig.
- Die Erfindung hat die Aufgabe, eine Spannvorrichtung- zu schaffen,-die einerseits keine in Sonderanfertigung herzustellende Prorilschiene od. dgl. benötigt und leicht aus handelsüblichen Eiementen nach einfacher Bearbeitung derselben zusammengesetzt werden kann, andererseits unter günstiger Naterialausnutzung geringen Raum einnimmt und ohne komplizierte Bearbeitungsvorgänge am Halskörper in diesen einsetzbar ist, ihn zugleich entlastend.
- Die Spannvorrichtung nach der Erfindung ist gekennzeichnet durch' zwei annähernd parallel übereinanderliegende und in eine flache, hochkant zum Griffbrett in den Hals einsetzbare, mindestens- an einem Ende in Längsrichtung lose Hülse eingeschlossene und ge- X geneinander längsverspannbare Stäbe.
- Diese den Druckstab und den Zugstab bildenden Stäbe können aus normalem Rund- oder Vierkanteisen oder starkem Rund- oder Vierkantdraht bestehen. Beide Stäbe können an einem Ende durch ein Druckstück verbunden sein und sind beispielsweise in dieses eingeschraubt oder eingeschweißt; das andere Ende des Druckstabs -ist in einem zweiten Druckstück befestigt, während das freie Ende des Zugstabs durch eine Bohrung dieses zweiten Druckstücks hindurchragt und eine gegen dieses von außen abgestützte Spannmutterträgb.
- Eine die beiden Stäbe p-raktisch spielfrei umgebende und ein ausknicken des Druckstabs hindernde flache Hülse ist als Flachrohr ebenfalls leicht herstellbar. Weitere Einzelheiten und deren Vorteile sind im folgenden anhand eines Ausluhrungsbeispiels der Erfindung beschrieben.
- In der Zeichnung ist Fig. l ein Längsschnitt eines Gitarrenhalses mit der Spannvorrichtung, Fig. 2 ein Längsschnitt des oberen Halsendes mit dem Wirbelkasten in etwas größerem Maßstab, Fig. 5 ein Längsschnitt des unteren, an den Itlangkörper anschließenden Halsendes im gleichen Maßstab sie Fig.2, Fig. 4 ein Querschnitt durch den Hals im Bereich der Spannmutter, Fig. 5 ein Querschnitt durch den Hals ungefähr in dessen Mitte.
- Die inden Figuren-teilweise-dargestellte Gitarre besteht aus dem Klangkörper A, dem Hals B und dem.Wirbelkasten C. In den Hals B ist die im ganzen mit D bezeichnete Spannvorrichtung nach der Erfindung eingebaut. Diese bildet eine bauliche Einheit bestehend aus dem mit der Spannmutter 1 versehenen Zugstab 2 und de-m Druckstab 5, dessen Enden mit den Druckstücken 4 und 5 verbunden, hier beispielsweise in diese eingeschraubt sind. Der Zugstab 2 ist mit dem unteren Ende in das andere Druckstück 5 ebenfalls eingeschraubt, während sein anderes Ende durch eine Bohrung des oberen Druckstücks 4 verschiebbar hindurchragt und außerhalb desselben die erwähnte Spannmutter 1 trägt. Der Druckstab 3 befindet sich auf der dem Griffbrett 9 zugekehrten Seite, der Zugstab auf der davon abgewandten Seite. Die Spannmutter 1 ist am oberen Halsende unbehindert durch die aufgespannten Saiten 12 zugänglich und hat zweckmäßig einen hohlen Innensechskant7.Die beiden Stäbe 2 und 5 sind praktisch spielfrei, aber lose von der flachen Hülse 6 umgeben. Diese kann an beiden Enden frei zwischen den Druckstücken sie 4 und 5 liegen. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel istXieedoch am unteren Erde mit dem unteren Druckstück 5 fest verbunden, während ihr oberes Ende geringes Spiel s gegenüber dem oberen Druckstück 4 hat. Die Hülse 6 erfährt also bei Befftigung der Spannvorrichtung keine Längsbeanspruchung. Wie der Querschnitt Fig. 5 zeigt, umgibt das innere Profil der HUlse G praktisch ohne Zwischenraum die beiden Stäbe 2 und 5.
- der Der Zug/über den Sattel lp geführten und durch die Wirbel 11 gespannten Saiten 12 sucht den Hals so zu krümmen, daß sein Griffbrett in Längsrichtung konkav würde. Die Spannvorric-htung übt auf den Hals die entgegengesetzte Wirkung aus, indem sie in der Mitte einen gegen das Griffbrett gerichteten Druck ausübt, während ihre Enden bzw. die Druckstücke 2. und 7 vom Griffbrett abgekehrte Kräfte ausüben. Mittels der Spannmutter 1 ist der Saitenzug soweit kompensierbar, daß die Spannvorrichtung und der Gitarrenhals völlig gerade bleiben. Da der Saitenzug vom Druckstab 3 der Spannvorrichtung vollständig autgenommen wird, ist das Holz oder sonstige Material des Halses von Längsspannungen entlastet. Der Hals kann daher dünner gemacht werden als bei bekannten Gitarren, was die Spielbarkeit des Instruments wesentlich erleichtert. fleispielsweise kann der Hals - senkrecht zum Griffbrett gemessen - mit nur 16 mm Höhe ausgeführt werden, sodaß er in dieser Richtung weniger als 2/3 der üblichen Bauarten mißt. Er kann auch aus leicht formbarem Kunststoff bestehen. Er wird durch die eingebaute Spannvorrichtung vollkommen versteift, während sein eigenes Material weder Knick- noch Biegungsbeanspruchungen erfährt.
- Die hochkant zum Griffbrett stehende Hülse 6 verleiht dem Hals auch eine beträchtliche Verwindungssteifheit. Sie kann zur Verbindung des Halses B mit dem Klangkörper A mit heran-gezogen werden, indem sie von einer bei 8 angedeuteten Verbindungslascheumfaßt wird.
- Die hohle Spannmutter 1 ist mittels eines Sechskant-Steckschlüsseils leicht bedienbar, der wegen seines geringen Kopfdurchmessers bequem zwischen die aufgespannten Saiten eingeführt werden kann.
- - Ansprüche -
Claims (6)
- Ansprüche Spannvorrichtung für den Hals von Saiteninstrumenten, beispielsweie Gitarren oder Lauten, gekennzeichnet durch zwei annähernd parallel übereinanderliegende> in eine flache, hochkant zum Griffbrett (9) in-den Hals (B) einsetzbare, mindestens am einen Ende in Längsrichtung lose Hülse (6) eingeschlossene und gegeneinander längsverspannbare Stäbe (2> 3).
- 2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine als Druckstab dienende Stab ()) sich mit' seinen Enden gegen zwei Druckstücke (4, 5) stützt oder mit ihnen verbunden ist, während der anderes als Zugstab wirkende Stab (2) unteren Ende mit dem unteren Druckstück (5) verbunden ist und sein oberes' Ende im oberen Druckstück (4) verschiebbar gelagert und mittels einer Schraubvorrichtung (6) verstellbar ist.
- 3. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das im oberen Druckstück (4) gelagerte und mit Gewinde versehene Ende des Zugstabs (2) durch jenes Druckstück (4) hindurchragt und durch eine sich gegen dieses stützende Mutter (1) verspannbar ist.
- 4. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge-; kennzeichnet, daß beide Stäbe (2, 3) im unteren Druckstück (5) vorzugsweise durch Verschraubung oder Verschweißung befestigt sind und die auf das obere Ende des Zugstabs (2) aufgeschraubte Spannmutter (l) ohne Entfernung oder Lockerung der Saiten (12) zugänglich ist.
- 5. Spannvorrichtung nahh Anspruch 5 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannmutter (1) einen hohlen Innensechskant ausweist
- 6. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das tnnenprofil der Hülse (6) die beiden Ubere-ina,nderliegenden Stäbe (2, 3) praktisch spielfrei umgibt* 7, Spannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (6) etwas kürzer ist als der zwischen den Druckstücken (4, 5) liegende Teil des Druckstabs '()).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908603 DE1908603C (de) | 1969-02-21 | Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691908603 DE1908603C (de) | 1969-02-21 | Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908603A1 true DE1908603A1 (de) | 1970-09-03 |
| DE1908603C DE1908603C (de) | 1973-06-20 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4308780A (en) * | 1980-04-17 | 1982-01-05 | Les Guitares Norman Inc. | Warp restoring device for the neck of a stringed musical instrument |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4308780A (en) * | 1980-04-17 | 1982-01-05 | Les Guitares Norman Inc. | Warp restoring device for the neck of a stringed musical instrument |
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